Bresser 70/700 für blutigen Anfänger?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ehemaliges Mitglieder [18501]
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Ehemaliges Mitglieder [18501]

Hallo liebe Astronomie.de Gemeinde.

Möchte mich hiermit mal vorstellen.
Ich bin 34 Jahre alt und komme aus Frankfurt/M.
Also ziemlich nah am Taunus =)

Kürzlich wurde mein Interesse für die Sternguckerei geweckt,
und habe mich hier im Forum mal ein wenig umgeschaut.

Zu meiner Frage:

Ich las hier im Forum vom Bresser Mars Explorer 70/700 für 70 Euro inkl. Versand.
Ist das denn für einen blutigen Anfänger, wie ich es bin geeignet, bzw ausreichend?

Vielen Dank im Vorraus


 
Hi,

ja absolut, damit habe ich meinen allerdings Wiedereinstieg vor etwas über zehn Jahren auch begonnen. Ein tolles Gerät.

Gruß
Lots
 
Hi Kruemelzwerg,

so ein Teil habe ich auch. Für den Einstieg mit Mond und Planeten absolut ausreichend - und zum "Hunger-machen" auf mehr. :/

Viele Grüße
Chris
 
Hallo,

bitte erwarte nur nicht, dass Sternegucken auch mit einem "großen" Teleskop so wackelig, funzelig, einblickunfreundlich ist. Ist es nicht. Wenn das Ding also Hunger macht, dann ist das auf Wunsch besser hinzukriegen.

Clear Skies
Sven
 
Moin Sven,

Die Kritikpunkte bezüglich "wackelig" (wobei bei den Montierungen ja mittlerweile fast wöchentlich das Design geändert wird, keine Ahnung ob das sich auch auf die Funktion auswirkt....) und "funzelig" verstehe ich noch.

Aber einblickunfreundlich: Was meinst Du damit?

Ich weiß aber auch nicht, ob es unter 100 Euro bessere oder interessantere Alternativen gäbe. Wohl kenne ich diverse schlechtere.

LG
Thomas
 
Hallo
Schau mal lieber in das "Biete" Forum, dort solltest Du z.B. einen 114/900 Newton deutlich günstiger bekommen. Dazu noch eine Rockerbox oder Pipemount und zwei/drei billige Superplössl und Du siehst deutlich mehr und schärfer als mit der originalen Wackelmontierung und den Plastikokularen.

Gruß!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich habe seit kurzem einen 70/900er FH, also ein vergleichbares Gerät. Als Zweitgerät parallel zu meinem Achtzöller macht es durchaus Freude. Klar, in Punkto Grenzgröße, Helligkeit und Auflösung kommt es nicht annähernd an die großen Kollegen heran (ein 8'' Dobson zeigt neunmal mehr Details an Mond und Planeten!).

Die Stärken dieser kleinen Refraktoren liegen eher in den äusseren Merkmalen: Sie sind aufgrund der kleinen Öffnung schnell an die Aussentemperatur angepasst und praktisch sofort einsatzbereit: Bei Aufklarung einfach ans Stativbein packen und auf den Balkon mit Stativ und Montierung. Dann noch den Tubus draufsetzen und fertig. Und in der Zeit, in der du dann das Zubehör ausgepackt hast, ist die Optik auch ausgekühlt.

Worauf ich hinaus will: Es sind ideale Geräte wenn man wenig Zeit für die Vor- und Nachbereitung einer Beobachtung hat und für die schnelle Beobachtung zwischendurch ("Schnellspechteln"). Somit wirst du daran auch noch Freude haben, wenn du dir später ein größeres Teleskop kaufst.

Als haupt-Arbeitsgerät wirst du jedoch schnell an die Grenzen stoßen und merken, dass du mehr willst: Vom Lichtsammelvermögen her bietet es nämlich nicht nicht mehr als ein lichtstarkes Fernglas (70mm bleiben 70mm Öffnung).

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Thomas,

na? Beleidigt? Oder grundsätzlich Falschversteher?
Es ist doch wohl klar, dass die beigelegten Okulare wirklich nicht besonders einblickfreundlich sind, nämlich bei den kurzen Brennweiten. Wir kennen ja auch die Okulare die in dieser Preisklasse normalerweise beigelegt werden.

Und das wichtigste: Es geht nicht darum, was für 100 Euro besser ist, sondern es geht darum zu vermitteln, dass hier für 100 Euro ein Spielzeug gekauft wird, dessen Macken und Mucken nicht im mindesten Repräsentativ für unser Hobby sind. Wenn man sich als Erwachsener so ein Gerät kauft, ist es schnell der Einstieg in den Ausstieg, nicht nur weil der jugendliche Enthusiasmus womöglich fehlt. Wenn dann die Message eines solchen Gerätes ist "die sind alle verrückt, die sich das antun", wäre wohl das Ziel verfehlt, wenn man hier einfach trocken schreibt "jo mach mal, hab ich auch gemacht".

Zynisch: "Warum soll's ihm besser gehen, als mir?"

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Zitat von Sven_Wienstein:
Hallo Thomas,

na? Beleidigt? Oder grundsätzlich Falschversteher?
Es ist doch wohl klar, dass die beigelegten Okulare wirklich nicht besonders einblickfreundlich sind, nämlich bei den kurzen Brennweiten. Wir kennen ja auch die Okulare die in dieser Preisklasse normalerweise beigelegt werden.

keine Sorge, weder beleidigt (habe so ein Teleskop selbst ja auch nicht - aus gutem Grund) noch Falschversteher. Mir war nur nicht klar, daß Du auf die Okulare anspielst, ich dachte, Du würdest womöglich hier auf Probleme mit Montierung, Einblickposition oder ähnliches anspielen. (Unabhängig von meinem Mißverständnis: Ich weiß auch nicht, ob es beim Threaderöffner so ankommen wird wie von Dir gedacht.)

Natürlich, die Okulare sollte man sicherlich relativ früh ersetzen. Das kostet auch wieder Geld, andererseits bessere/gute Okulare werden ja meistens unabhängig vom Teleskop längerfristig angeschafft.

Zitat von Sven_Wienstein:
Und das wichtigste: Es geht nicht darum, was für 100 Euro besser ist, sondern es geht darum zu vermitteln, dass hier für 100 Euro ein Spielzeug gekauft wird, dessen Macken und Mucken nicht im mindesten Repräsentativ für unser Hobby sind. Wenn man sich als Erwachsener so ein Gerät kauft, ist es schnell der Einstieg in den Ausstieg, nicht nur weil der jugendliche Enthusiasmus womöglich fehlt. Wenn dann die Message eines solchen Gerätes ist "die sind alle verrückt, die sich das antun", wäre wohl das Ziel verfehlt, wenn man hier einfach trocken schreibt "jo mach mal, hab ich auch gemacht".

Zynisch: "Warum soll's ihm besser gehen, als mir?"

Klar, so kann man es sehen. Die Fragen, Antworten und Ansichten rund um die Einsteigerfernrohre sind ja letztlich eh immer dieselben. Mein persönlicher Fall wäre dieses 70/700 wie gesagt auch nicht (obwohl ich kleine Fernrohre schon durchaus mag); andererseits muß man m.E. schon sehen, daß es offenbar wirklich recht viele zufriedene Einsteiger mit diesem Fernrohrtyp gibt, oder irre ich da?

Natürlich kann man in diesem Zusammenhang auch wieder die heute wohl übliche Standard-Einsteigerempfehlung in Richtung 6" f/6 oder 8" f/6 Dobson aussprechen....

LG
Thomas
 
Hallo nochmal,

Zitat von Thomas_John:
... andererseits muß man m.E. schon sehen, daß es offenbar wirklich recht viele zufriedene Einsteiger mit diesem Fernrohrtyp gibt, oder irre ich da?

Das ist auch meine eigene Erfahrung und auch die aus meinem Bekanntenkreis. Ein 70er zeigt an Mond, Planeten, Sonne und offenen Sternhaufen schon einiges... :) (auch wenn es natürlich kein Vergleich zum Achtzöller ist).

Auch wenn ich verstehen kann, dass diese Teleskope nicht bei jedem beliebt sind, halte ich Bezeichnungen wie "Spielzeug" oder "Einstieg zum Ausstieg" für absolut unangemessen. In meinem Bekanntenkreis sind einige, für die auch 100 bis 150 Euro eine Summe darstellt, für die sie sehr lange sparen mpssen. Und ein solcher würde sich als Astro-Einsteiger über einen solchen, wenn auch unbestreitbar mit Kompromissen behafteten, Einsiteg mit Sicherheit ein Loch in den Bauch freuen.

Ich wage zu behaupten, dass diese Teleskope einen wesentlich besseren Ruf hätten, wenn eine stabilere Montierung und bessere Okulare in der Grundausstattung (zu einem natürlich etwas höheren Preis) dabei wären.

Ich selbst habe als Einsteiger 1995 mit einem 60/900mm-Refraktor begonnen und würde es, wennn ich die Zeit noch einmal zurückdrehen könnte, wieder so machen, da ich das Gerät in Relation zum Preis einfach gut fand und es mochte.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Christian!

> Auch wenn ich verstehen kann, dass diese Teleskope nicht bei jedem beliebt sind, halte ich Bezeichnungen wie "Spielzeug" oder "Einstieg zum Ausstieg" für absolut unangemessen.

Sehr gut! :super:
Der Sinn und Unsinn eines Teleskops, egal wie groß, liegt immer im Auge des Betrachters. Klar: "optimal" ist so ein Einsteiger-Set bestimmt nicht - es kommt immer drauf an, was man daraus macht. Man kann auch mit kleinen Gerätschaften, die keine hunderte Euro kosten, Spaß haben. Man muß nur am Ball bleiben und Geduld mitbringen, das ist das Wichtigste. Das geht vielen leider heutzutage ab - da muß es sofort "knallen": Siehe Großgeräte-Einstieg und sofortiges Loslegenwollen mit der Fotografie. Sich langsam an ein Sache ranzuarbeiten, scheint völlig aus der Mode zu sein.

Ich halte den 70/700er Lidl (Skylux, Mars-Imploder :cool: ) auch für ein gutes Einsteigergerät, wenn man den Preis im Auge behält (70 EUR Neupreis, um 50 EUR bei eBay). Ein bißchen Kohle für notwendige Zusatzanschaffungen muß man allerdings einplanen, vorallem für brauchbare Okulare (z.B. Plössl, 30 EUR/Stück neu).

Der andere Vorschlag mit dem 114/900er Newton bzw. Dobson ist natürlich auch gut. Ich hab' mit sowas vor über 30 Jahren auch angefangen - fragt nicht, was damals für besch... Okulare dabei waren! :augenrubbel: Für den Ausstieg hat aber selbst das nicht gelangt... ;)
 
Hallo,

man sollte dem Threadstarter in jedem Fall raten, sich wenn möglich in Frage kommende Teleskope live anzuschauen und auch mal mit anderen Sternfreunden gemeinsam beobachten. Nur so kann man herausfinden, mit welchem Teleskotyp man am besten klar kommt.

Jeder Teleskoptyp muss nämlich anders bedient werden, und nicht jedes Fernrohr zeigt konstruktionsbedingt alle Objekttypen gleich gut. Zunächst gilt es herauszufinden, womit man am besten zurecht kommt und ggf. was man schwerpunktmäßig beobachten will. Erst dann kommt die Frage nach dem persönlich besten Teleskop.

Ein Fernglas muss generell empfohlen werden und ist eine ideale Ergänzung zum Teleskop: Erst wenn man die Orientierung am Nachthimmel soweit beherrscht, dass man Objekte mit einem Fernglas findet, macht ein Teleskopkauf Sinn.

@ Sven: Mein Beitrag eben war keinesfalls persönlich oder als Kritik gegen dich gemeint. Es hat lediglich meiner persönlichen Erfahrung teilweise widersprochen.

CS und VG Christian
 
Hallo Christian et al,

es ist absolut realistisch, diese Geräte "Spiezlzeug" zu nennen. Sie sind es, sie kosten so viel wie ein Spielzeug, sie haben die typische Qualität eines Spielzeugs und Händler müssen auch genau das darin sehen, um die Dinger an Mann, Kind oder (zu) selten auch Frau zu bringen.

Ich denke es geht um recht gekränkte Eitelkeiten, wenn man zu diesen Geräten "Zufriedenheitsbefragungen" macht. Kann man es wirklich mögen, so ein Gerät auf Wackelmontierung zu haben? Muss es sein, dass von 70mm Linse ein großteil nicht nutzbar ist, weil der ausgebelndet wird? Muss ein Okularauszug wirklich aus Plastik sein, und was bedeutet der Chromglanz auf so manchem Plastikauszug und so mancher Plastiksteckhülse?
Von den weiteren optischen Problemen will ich nur etwas anreissen, zum Beispiel die Erfahrung, dass die Optiken sich durch Rotationskollimation innerhalb des Objektives verbessern lassen, oder die Sache mit Verspannung durch Druck der zu engen Taukappe. Na und so weiter.

Leute: Das ist Spielzeug. Es ist etwas ganz anderes, sich für nicht mal so stark abweichende Preise eine gebrauchte aber solide gebaute Optik zu kaufen. Dass die Erfahrungen mit dem Gerät so positiv geschildert werden (man sieht ja was), liegt daran, dass der Vergleich fehlt, was eine ordentlich gebaute Optik mit diesen Eckdaten können sollte bzw. in der Praxis auch ungehindert kann.

Es hat also nichts mit "kleinen Optiken" zu tun, sowas als Spielzeug zu bezeichnen. Es ist eine realistische Sichtweise jenseits von Eitelkeiten (Buhuuu, mein Teleskop ist nur Spielzeug). Ich blende jederzeit meinen Vixen 80L auf 70mm ab und trete damit gegen so eine Zahnpastatube an! (Die längere Brennweite kann ich leider nicht absägen.)

Also bitte, achtet auf die Aussage: Sternegucken als Hobby bedeutet nicht, sich ins dunkle Kalte zu stellen um dort einen Zitterwettbewerb mit seinem Teleskop zu beginnen.

Oder ganz kurz: Es gibt auch viel besser verarbeitete und durchdachte Teleskope.

Clear Skies
Sven
 
Moin nochmal zusammen,

Also die Optik (70/700) kenn ich nicht und das ist womöglich wirklich Mist, da kann ich nichts zu sagen.

Die "Lidl" Montierung kenne ich wiederum, hatte insgesamt zwei Stück davon (eine wurde gestohlen, später die zweite habe ich verkauft, aber nicht weil sie nichts getaugt hätte). Die Montierungen waren nicht zu vergleichen mit Vixen Polaris usw. usf., aber dennoch definitiv kein Spielzeug, sondern brauchbar für kleine Fernrohre, ein 70/700er wäre damit durchaus noch OK gewesen für meine Begriffe.

Ich weiß jetzt nicht, ob die Montierung bei diesem aktuellen Bresser-Fernrohr heute schon wieder eine andere ist, die womöglich "verschlimmbessert" wurde gegenüber den älteren 70/700 Versionen, die eben so Anfang-Mitte der 2000er Jahre im Handel waren.

Ob man nun überhaupt um jeden Preis parallaktisch montiert einsteigen möchte oder eher mit einem Dobson - auch das ist alles wieder eine ganz andere, immer sehr individuelle Frage.

LG
Thomas
 
Moin Thomas!

Die neuere, schwarze Variante der Montierung ist billiger verarbeitet. Das merkt man schon am Gewicht: Die Montierung der ersten Generation (hier wars eine Marke "Optus") war glatt ein Kilo schwerer. Auch das neuere Stahlstativ halte ich für wackeliger als das alte aus Alu. Plastik am Teleskop ist immer Mist, besonders wie hier an den tragenden Teilen.
 
Hallo an alle,

es ist und bleibt Geschmackssache, wer was von welchen Teleskopen hält. Jeder hat für seine Meinung seinen Grund, der nicht zuletzt auf guten bzw. schlechten Erfahrungen mit einem gegebenen Gerät basiert.

Das wichtigste ist und bleibt: Ein Teleskop, egal welches, hat seinen Zweck erfüllt, wenn der Nutzer damit zufrieden ist und es für seine Zwecke gewinnbringend einsetzen kann.

Um dieses Teleskop zu finden, sollte man vor dem Kauf möglichst viele Geräte bei anderen Sternfreunden testen.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Astrofreunde,
ich möchte im Zusammenhang mit dem Skylux an meinen allersten Beitrag hier erinnern! Wenn ich diesem im Lidl vor 5 oder 6 Jahren nicht gesehen hätte für um die 70 Euro, ich währe hier nie gelandet. Bis dahin hatte ich meinen 60/700 Kindheitsrefraktor aus den Anfang 70ger Jahren und der stand nur noch so in der Ecke, manchmal ein bissel Mond oder M42, das war es dann auch schon, an Planeten konnte ich nie was entdecken. Und als Mehrfachmami die nichts verdient kam für mich eine Neuanschaffung nicht in Frage. Der Lidl-Refraktor aber wurde beim Vorrübergehen mit dem Einkaufswagen so unglaublich unwiederstehlich, dass ich mir den einfach gönnte und da gerade Saturn am Himmel stand war mein erster Blick den ich zitternd vor Neugierde machte, auf Saturn und was ich sah infizierte mich so sehr, dass ich mir sagte, ich bin es mir wert, egal was passiert, ich gönne mir nun noch bessere Teleskope. Ich sah die Ringe des Saturn zum erstenmal in meinem Leben und ich es war so wahnsinnig schön das Erlebnis, so dass mir der Skylux eine Weile einfach Freude machte. Ich verkaufte ihn dann um mir was für den darauf folgenden ETX70 Goto und später dann einen Dobson zusammenzusparen. Spielzeug, ok...jeder fing mal mit den Dreirad an. Grüssle von Anette
 
Es sagt ja keiner, dass man das Spielzeug nicht kaufen dürfe. Man soll es aber in dem Bewusstsein kaufen, dass es Spielzeug ist.
Dass Leute dachten, Teleskope gingen generell nicht besser (Bombasto-Werbung), haben wir in diesem Forum nicht nur einmal gehört.

Hier fühlen sich alle angegriffen, wenn man mal auf die vielen Schwachpunkte von Geräten dieser Preisklasse eingeht und sie mal korrekt einordnet. Sorry, Leute, da sind verletzte Eitelkeiten im Spiel, da geht es nicht um eine Objektive Einschätzung des Gerätes.

Und ja: Am 70/700 konnte man von Auflage zu Auflage Punkte mit reduzierter Qualität finden. Mehr und mehr Plastik.
 
Moin Sven!

Der Einzige, der hier was "einordnet", bist Du. Anscheinend ist jetzt der neue Begriff geboren: "Spielzeug" - also Komplett-Teleskope im Billigbereich. Hier verletzt Du keine Eitelkeiten, hier setzt Du Leute herab. Ob das Einstiegsteleskop nun ein Lidl-Skylux, der Tchibo-Torpedo oder der wackelige 114er Newton auf EQ-2 ist - das ist eigentlich alles nicht zu gebrauchen und damit "Spielzeug". Der ernsthafte Anfänger hat sich gefälligst den Vixen Refraktor zu holen oder wenigstens den 8"-Dobson. Alles andere darunter ist rausgeschmissenes Geld und nicht diskussionswürdig! Darauf läuft Dein herablassender Schnack doch hinaus, oder liege ich da falsch?! Hast Du überhaupt schon mal durch einen Lidl geguckt? Bei manchen Deiner Aussagen wage ich das schwer zu bezweifeln, Herr Kollege!

So, ich klinke mich hier aus, bevor ich mich noch richtig aufrege.
 
Hallo zusammen,

daß dass Bresser 70/700 nicht gerade die Krönung ist sollte jeden klar sein. Aber besitze zur Zeit selber ein Skylux 70/700 (Lidl) auf einer Lidl-Montierung. Aber es ist, finde ich besser als so manch ein anders Teleskop das marktschreierisch angeboten wir. Und bei Planeten und Mondbeobachtungen ist es auch meinem Bresser Pluto 114/500 überlegen. Ich habe letztens günstig zwei andere Okulare (Super-Plössel 10mm und ein SWA 58 5mm Plössel) zulegen können. Testen habe ich Sie leider aufgrund der hervorragenden Witterung (Dauerregen) in letzter Zeit noch nicht können.

Und die tollen Teleskope die hier empfohlen werden kann ich mir zur Zeit leider nicht leisten. Und ein Dobson ist auf meinem Balkon leider nicht zu verwenden.

Ich werde mir wohl als nächstes eine stabilere Montierung zulegen. Da leider fast alle halbwegs erschwinglichen Teleskope auf einer viel zu schwachen Montierungen angeboten werden.


Und guter Kommentar Micha, es ist halt nicht jeder mit goldenen Löffeln geboren worden. Wer hätte nicht gerne ein gutes Vixen oder ähnliches, ich schon, aber es muss halt auch bezahlt werden und ich habe keine Lust dafür jahrelang zu sparen und spechteln zu können.

Liebe Grüße und CS

Heinz
 
Hallo Krümelzwerg,

Das Skylux kenne ich nicht aus persönlicher Erfahrung, aber ich hab hier schon einiges an Dresche kassiert, weil ich den azimutal montierten Celestron 70/900 für brauchbar halte, der am Himmel ähnlich viel zeigt (mit der längeren Brennweite ist der eher für höhere Vergrößerungen ausgelegt und ermöglicht keine so großen Gesichtsfelder, sodass das Objekte suchen etwas kniffliger ist; dank der azimutalen Montierung ("Videoneiger") ist er aber schneller aufgestellt als ein parallaktisch montiertes Gerät wie das Skylux). Zwei bis drei Plössl-Okulare von der Schnäppchenliste der Teleskophändler solltest Du auf jeden Fall noch einplanen, um mehr aus dem Gerät rauszuholen.

Wenn die Montierung was taugt (will sagen, es nicht übermäßig nachwackelt), kann man mit so Geräten schon einiges Beobachten. "Einiges" bedeutet: Mond (in eigentlich jedem Gerät toll), Saturnringe, Jupitermonde und -wolkenbänder, Venusphasen, Doppelsterne, viele offene Sternhaufen. Was nicht geht sind Kugelsternhaufen und Galaxien. Besser gesagt: Die gehen, aber du brauchst einiges an Beobachtungserfahrung, um sie zu erkennen oder gar toll zu finden.

Um festzustellen, ob das Hobby was für dich ist, kann die Größenklasse ausreichen. Es wird dann aber gewiss nicht dein letztes Teleskop sein!

Ob das Teleskop robust ist oder doch instabil, weiß ich nicht. Einem Stahlrohrstativ (das es zu haben scheint) vertraue ich intuitiv aber mehr als einem Alustativ, von daher ist es einen Versuch wert. Gibt's bei Online-Kauf und Amazon nicht Rückgaberecht?

Zum Thema Spielzeug: Die meisten Teleskope, die die aktiven Forennutzer hier besitzen, fallen meiner Meinung nach unter Spielzeug - will sagen, damit wird in der Regel nicht geforscht oder Geld verdient, sondern das Hobby gepflegt. Und ein Spielzeug soll Spaß machen:-) Als Unterscheidung zwischen Einsteiger- und Aussteigerteleskop ist "Spielzeug" untauglich.

Und noch ein gutgemeinter Tipp: Schau mal z.B. unter http://www.astronomie.de/gad nach, ob in deiner Nähe eine Volkssternwarte o.ä. ist, bei der Du dir mal verschiedene Geräte anschauen kannst. Dann kannst Du auch besser selbst entscheiden, ob es sein Geld wert ist, wenn Du es zur Ansicht bestellst. Ich hab deutlich mehr Geld für ein Teleskop hingeblättert, das nicht wesentlich mehr zeigt als der kleine Bresser, den Unterschied zu günstigeren Geräten merke ich am Einblickverhalten der Okulare, dem wirklich großen Gesichtsfeld und vor allem an der Stabilität und Wertigkeit der Mechanik. Aber so eine Summe zu investieren lohnt sich nur, wenn man weiß, dass man das Spielzeug ein paar Jahrzehnte lang nutzen wird. Bei 70 Euro für das Gesamtpaket ist das Risiko geringer, Wunder darfst Du aber keine erwarten (man bedenke, was alleine ein gutes Fotostativ kostet). Um es es auszureizen und Erfahrungen zu sammeln, such am besten den Kontakt zu Sternfreunden in der Gegend für gemeinsame Beobachtungsnächte - das spart Frust.

Gruß,
Alex
 
Wenn man bedenkt, welche Entdeckungen in den vergangenen Jahrhunderten mit "Spielzeugteleskopen" gemacht wurden.
Überhaupt ist es erstaunlich, daß die ersten Fernrohrbeobachter, ihre noch primitiveren Teleskope nicht einfach auf den nächsten Scheiterhaufen geschmissen haben. :gutefrage:

Einige hier im Forum, sollten mal wieder aus ihren himmlischen Gefilden zurück auf den (Erd)Boden kommen.

Ich weiß nicht, ob es hier eigentlich noch um Beratung geht. Oft artet es doch nur in Streiterein aus. Wer erringt die Meinungsfüherschaft!
So etwas schreckt mehr potenzielle Sternengucker ab, als eine wackelige Montierung!

Sorry, das mußte mal sein!
VG
 
Hallo Alex,

Um festzustellen, ob das Hobby was für dich ist, kann die Größenklasse ausreichen. Es wird dann aber gewiss nicht dein letztes Teleskop sein!

genau so würde ich das Skylux auch betrachten. Mit einem 32mm Plössl sollten 2,3° Gesichtsfeld möglich sein. Das reicht zum Finden von Objekten. Mit Blaukanten kann man sich preiswert an höhere Vergrößerungen wagen. Das verleidet einem nicht den Einstieg, glaube ich.

Später, wenn das Hobby Bestand hat, kann etwas passendes angeschafft werden.

CS,
Stefan
 
Hallo Sven,

wenn man ein Hobby mit hohem Engagement und finanziellem Einsatz pflegt, dann besteht vielleicht der Hang, die Einstiegsvarianten als 'Spielzeuge' zu betrachten.

Das kann man tun, sollte sich aber bewusst sein, dass es hochmütig auf andere wirken kann. Das sollte der erfahrene Hobbyastronom nicht tun, denn sein Rat würde dann nicht gerne angenommen werden. Nicht weil der Rat nicht wahr wäre, sondern weil Hochmut gering geschätzt wird.

CS,
Stefan
 
aber Micha,

net bös sein, gönn den vergangenen Jahrhunderten ihre Fernrohre, und dem modernen Einsteiger sein modernes Scope. Ich hab mir auch einen 72/600 Achro gebastelt, aus Abflussrohr, und bin ganz stolz darauf. Man kriegt aber schon was gscheiteres
heutzutage, denke ich das auch nicht die Welt kostet (114/900 Newton oder 90/900 Linse).

Freilich, dass es einen Bresser Pluto gibt, wie Heinz einen hat, der ob seines f/4 Kugelspiegels gar nix zeigen kann, aber gar nicht billig ist, dafür sollte man die Verantwortlichen mit nassen Fetzen jagen. Das Scope ist geschenkt noch zu teuer, wenn ich IMHO das einmal so deutlich ausdrücken darf.

lg Tommy
 
Hi Jungs,

kocht mal euren eigenen Saft ab.

Man kann mit so einem Teil starten, wenn die Erwartungen nicht zu hoch sind und man bereit ist, noch etwas Geld in besseres Zubehör zu stecken.
Man sollte überlegen, einen Hunderter draufzupacken, eventuell sogar für einen 114/900er Newton.

Ob man das Ding nun Spielzeugteleskop nennen muss oder nicht, de Fakto kann man damit spielen und die Okulare sowie das eine oder andere Bauteil sind tatsächlich nicht über Spielzeugniveau.
Der Punkt ist doch nicht ein 70/700ter Teleskop als Spielzeug zu bezeichen, sondern eben die spezielle Ausführung und das Zubehör und da geht es eben auch bei dieser "Ikone" ständig abwärts, wie ja selbst Freunde des Teils anmerken müssen.
Wie Freund Alex (Kerste) verweise ich auch auf das A.de Leitteleskop zum Jahr der Astronomie und was er als Dresche bezeichnet, nenne ich konstruktive Anmerkungen zu dem, was man hätte besser machen können und zwar im Rahmen von 20-50% Aufpreis.
Diese konstruktiven Anmerkungen sind den Discounter genau so wurscht wie, offensichtlich und immer noch(!) den verbitterten(?) Machern unseres(?) Einsteigersets.
Ja okay, wir haben ja keinen Einfluss und sind ja so hilflos gegen die bösen Hersteller in China, aber wir müssen ihnen doch nicht die Füße küssen für Dinge, die mit geringem Aufwand besser gehen, aber eben spielzeugmäßig daherkommen.

Nein, ich rege mich nicht auf, neiiiiin ich NICHT!!!!
:totlach: :mauer: :totlach2:

Gruß und CS
*entfernt*

PS: Ich bin mit einer 50er Linse eingestiegen, die war damals schon Schrott und habe dann so lange und häufig mit einem 114/900er beobachtet, das die EQ 2-3 buchstäblich zerschlissen war. Das Holzstativ(!) habe ich immer noch.
Das ist aber gar nicht der Punkt.
Der Newton tut heute noch seinen Dienst bei Benny. Das ist schon eher der Punkt.
Ob das mit dem Plastikkram von heute immer noch geht fragt sich.
Ach ja, der Newton war damals teurer als heute, aber auch besser. Schon vergessen, den Punkt?
 
Zitat von *entfernt*GMS:
Der Punkt ist doch [...] eben die spezielle Ausführung und das Zubehör und da geht es eben auch bei dieser "Ikone" ständig abwärts, wie ja selbst Freunde des Teils anmerken müssen.
Wie Freund Alex (Kerste) verweise ich auch auf das A.de Leitteleskop zum Jahr der Astronomie und was er als Dresche bezeichnet, nenne ich konstruktive Anmerkungen zu dem, was man hätte besser machen können und zwar im Rahmen von 20-50% Aufpreis.
Diese konstruktiven Anmerkungen sind den Discounter genau so wurscht wie, offensichtlich und immer noch(!) den verbitterten(?) Machern unseres(?) Einsteigersets.
Ja okay, wir haben ja keinen Einfluss und sind ja so hilflos gegen die bösen Hersteller in China, aber wir müssen ihnen doch nicht die Füße küssen für Dinge, die mit geringem Aufwand besser gehen, aber eben spielzeugmäßig daherkommen.

Da schließe ich mich 100% an.

Und muß zugeben, daß ich nicht gedacht hätte, daß zwischen einem Bresser-Lidl 70/700 von ca. 2001 und einem von 2009 schon wieder eine weitere Verschlimmbesserung stattgefunden hat.

LG
Thomas
 
Hallo Micha,

sind wir denn Kollegen?

Ich mache hier mal den Rundumschlag, erneut. Es scheint wohl nicht ganz heimzuleuchten, worum es hier geht.

Zunächst mal habe nicht ich den Begriff Spielzeug geprägt, aber ich habe über diesen Begriff nachgedacht und ihn als gerechtfertigt empfunden. Argumente dafür habe ich auch schon gebracht, was nicht ausschließt, dass man ein solches Spielzeug benutzt.

Ich stelle auch fest, dass ich keine Aussagen hinsichtlich einer unbrauchbarkeit solcher Teleskope gemacht habe.

Weiterhin sind meine kurz angesprochenen Sachmängel an der Konstruktion des Lidl bekannt und das seit längerem. Andere Teleskope dieser Klasse, andere Mängel - doch nicht grundsätzlich andere Mängel.

Solche Mängel beim Namen zu nennen ist weder herablassend noch setze ich damit Leute herab. Ich Schnacke auch nicht, ich verargumentiere eine Ansicht. Und die verletzt Eitelkeiten, man sieht's doch hier, auch an den Folgebeiträgen.

Was aber Du tust, kann ich sehr wohl sehen. Da es an Argumenten fehlt, die solche Geräte über das Spielzeug erhaben machen würden, werde ich halt in eine Ecke gestellt, mit schlichten Unterstellungen, die sich sehr gut schreiben lassen, weil ja eine ganze Meute betroffen ist, die sich arg verletzt fühlt.
Beispiele: Nun, Du legst mir in den Mund, ich würde behaupten,
Zitat von winnie:
Alles andere darunter ist rausgeschmissenes Geld
Und auch die mir von Dir unterstellte Aussage
Zitat von winnie:
Der ernsthafte Anfänger hat sich gefälligst den Vixen Refraktor zu holen oder wenigstens den 8"-Dobson.
Habe ich nicht gemacht.

So nicht! Und hoffentlich nicht wirklich Herr Kollege! Das
Zitat von winnie:
kannst Du Dir dafür sparen.

Jetzt geh hin und erkläre die Lidl-Besitzer lügen, die Blenden entfernt haben, den Okularauszug innen gekürzt haben, um die volle Öffnung zu nutzen. Geh hin und sage es gibt keine Taukappen, die die Linsen elliptisch quetschen! Geh hin und erkläre die Arbeit für unnötig, die beiden Linsen mal im Selbstversuch mit Rotationskollimation zu verbessern. Geh hin und erkläre die Plastik-Rohrschelle für professionell.

Oder überlege mal, was Du verteidigst, ob es nicht die reine Illusion ist, die von der Werbung aufgebaut wird: "Professionelles Teleskop". Da werden heute nacht noch die Schleusen der internationalen Raumfahrt-Depots geöffnet und es wird Jubel regnen.

Und das was ich hier mache willst Du Beratung nennen? Schöne Bescherung, wenn Du das unter einer Beratung verstehst. Ich bin hingegangen und habe mit Rücksicht auf Budget usw. nur den Hinweis gegeben, dass man von so einem Gerät so manches nicht erwarten kann, was sich aber jeder gerne wünscht. Nichts weiter. Der ganze Trara ging danach los und Dein Sprüchlein hier war ja nicht das letzte - oder eben doch?

CS
Sven
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben