Bresser AR 152

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WilliM

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Hat jemand mit diesem Teleskop schon Erfahrungen gesammtelt? Es ist ein Achromat mit einem vierlinsigen Objektiv und kurzer Brennweite.

Es soll hauptsächlich im mobilen Einsatz, aber auch stationär, zur Beobachtung von Mond und Planeten, aber auch für Deep-Sky-Objekte verwendet werden.

Das C 14 unsrer Sternwarte ist leider nicht in der Lage, die Galaxien M 81 und M 82 oder M 31, M 32 und M 110, in einem Gesichtsfeld zu zeigen. Um die Andromedagalaxie und ihre beiden Begleiter zu finden, muss ich jede einzeln anfahren. Über die Plejaden will ich gar nicht erst reden.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich meine, die vierlinsige Version mit kurzer Brennweite (760mm) wäre nur der AR 152 S, während der normal lange AR 152 nur zwei Linsen hat?

Also, den AR 152 S hatte ich, geht gut bis mittlere Vergrößerung, für Planeten eher weniger, aber immer noch besser als ein normaler f/5 FH-Refraktor. Für große Felder mit geringer Vergrößerung überhaupt kein Thema, wobei die genannten Plejaden natürlich ein Fernglasobjekt sind.

Mobil/Stationär, der AR 152 S ist nicht ganz leicht, ich meine um die 12kg, eine EQ5, H-EQ5 reicht hier nicht mehr.
 
Das Gewicht wird mit 10,6 angegeben, natürlich ohne Zubehör für die Fotografie.

Ich warte mal ab, was sonst noch geschrieben wird. Danke für deine schnelle Antwort.
 
Hallo Willi,

das Teleskop ist als Richfielder ausgelegt und für Mond/Planeten zweite Wahl.

Kurze FH's ermöglichen ohne Weiteres eindrucksvolle Planetenbeobachtungen, wie Benny in der Galerie regelmäßig zeigt, dennoch reduziert der Farbfehler den Kontrast sichtbar.

Für echte Großfeldbeobachtungen, die du beschreibst, würde ich eher in Richtung f/5-Newton tendieren. Damit kann man auch sehr gut Planeten beobachten. Der ist auch leichter und montierungsfreundlicher.

Soll nur visuell beobachtet oder auch fotografiert werden?

BTW: Ein Achromat mit vierlinsigem Objektiv? Ich dachte immer, ein Achromat hat per Definition ein zweilisiges Objektiv aus Kron- und Flintglas. Ich bitte um Aufklärung.

VG Christian
 
Moin zusammen!

Zum AR-152S gibt es eine Datenseite und nähere Beschreibung bei Bresser.de, warum guckt da keiner?

http://www.bresser.de/Astronomie/Teleskope/Bresser-Messier-AR-152S-760-Hexafoc-Optischer-Tubus.html

Zitat: "Durch die spezielle Konstruktion als vierlinsiger Achromat wird - trotz des für einen Refraktor sehr schnellen Öffnungsverhältnisses von f/5 - ein geringer Farbfehler und eine bessere fotografische Korrektur als bei vergleichbaren zweilinsigen Geräten erreicht."

Also: Vierlinsige Kostruktion mit achromatischem Objektiv und im Auszug sitzender Korrekturlinse, die außerdem noch die Brennweite des Achromaten halbiert. Nutzer, die bei diesem Gerät die Korrekturlinse ausgebaut hatten, stellten AFAIR fest, daß das Objektiv (wahrscheinlich) mit dem des 152-L identisch ist.

Da ich mich vor einiger Zeit auch für dieses Gerät interessiert hatte, las ich einige Erfahrungsberichte. M.E. nach las sich das alles so, daß dieser Richfielder in der Farbwiedergabe nicht unbedingt besser als ein ordentlicher Skywatcher f/5 sein sollte. Aufgrund der damaligen Preissituation konnte man sich den Bresser also sparen. (Heute sind die SW-6"-Achromaten deutlich teurer geworden.) Ich würde vielleicht heute eher auf die angebotenen 6" f/6-Varianten der diversen Anbieter umsteigen.

BTW: Das Tubusgewicht von 10,6 Kilo kann man auf der verlinkten Seite ebenfalls finden.
 
Ich weiß nicht recht. Das 152 L hat ein zweilinsiges Objektiv. Ich hab im Netz drei Astroaufnahmen aufspüren können, die mit dem 152 S von Bresser gemacht wurden.

http://news.sponli.com/en/wp-conten...on-6_watermark_text-Copyright-navigator77.jpg

http://www.telescope.house/out/pict...4a5b5d7a0568275c9d224_ar152s_orionnebel_1.jpg

http://www.telescope.house/out/pict...2042c167d82ac53b_ar152s_kalifornianebel_2.jpg

Ich hab jetzt astrofotographisch nicht die große Efahrung (außer Mond mit der Digicam ans Okular des C 14 gehalten, ist noch nicht viel passier), aber ich finde diese Fotos nicht schlecht.
 
Also, ich hatte Aufnahmen gemacht sowohl mit einem Skywachter 120/600, also f/5 als auch mit dem Bresser AR 152 S. Für mein Empfinden war am AR 152 S das blaue Aufblähen der Sterne um die Hälfte kleiner. Allerdings muss man sagen, dass dieses Aufblähen visuell nicht zum Tragen kommt. Es ist, wieder für mein Empfinden eher so, dass ab einer bestimmten Vergrößerung den kurzbrennweitigen Zweilinsern halt früher die Puste ausgeht, sprich, der Kontrast geht in die Knie ähnlich dem Effekt, wenn man an einem Teleskop die sinnvolle Vergrößerung überschreitet, da passiert einfach nichts neues mehr, das Bild wird flau und matschig.

Soll das anvisierte Teleskop, also ein Linser nur oder überwiegend als Richfielder genommen werden, würde ich aber fast eher zum einfachen 150/750er Skywatcher raten. Im niedrigen Vergrößerungsbereich macht der ebenfalls einen recht guten Job und ist um einiges leichter als der AR.

Soll es aber 'Allround' genutzt werden, wäre hier wohl der schon genannte 6" f/5 Newton die bessere Wahl, der hat weniger Probleme bei den hohen Vergrößerungen und ist auch nicht so schwer.
 
Mon Willi!

> Ich hab jetzt astrofotographisch nicht die große Efahrung (...), aber ich finde diese Fotos nicht schlecht.

Naja, "nicht schlecht" ist relativ. Wie willst du anhand eines stark bearbeiten Summenfotos auf die vis. Leistungsfähigkeit eines Teleskops schließen?! Da sollte man eher selbst mal durchgucken, als sich auf pretty-pitures aus dem Netz zu verlassen. Meine Meinung.
 
Zitat von winnie:
Mon Willi!

> Ich hab jetzt astrofotographisch nicht die große Efahrung (...), aber ich finde diese Fotos nicht schlecht.

Naja, "nicht schlecht" ist relativ. Wie willst du anhand eines stark bearbeiten Summenfotos auf die vis. Leistungsfähigkeit eines Teleskops schließen?! Da sollte man eher selbst mal durchgucken, als sich auf pretty-pitures aus dem Netz zu verlassen. Meine Meinung.

Ganz genau!
 
Jetzt mal eine furchtbar subjektive Einschätzung des Gerätes...Habe es nämlich selber :super: Als Richfielder ein totaler Genuss M81/82 in einem Gesichtsfeld? Kein Problem... Seinerzeit sogar mit Novae in M82... Spaziergang durch die Milchstraße? Einfach Klasse...Planeten und Mond gehen mit dem Fringe Killer auch ganz gut. Wiegen tut er schon ganz gut, aber ist eben ein 6 Zöller. Ich werde den jedenfalls nicht wieder hergeben. Verarbeitet ist er auch sehr gut. Kann man bedenkenlos kaufen.
 
sowohl aus eigener Erfahrung als auch durch Erfahrungen anderer, versierter Hobbyastronomen kann ich sagen, dass die Bresser Refraktoren zu den besseren FH Refraktoren gehören. Zudem sind die Objektive justierbar. Mit dem 152 L habe ich Saturn ohne irgendwelche Farbe gesehen. Auch Jupiter ist sehr scharf und kontrastriech zu sehen. Am Mond sind Farbsäume zu erkennen, aber den Mond kann man eh nur mit Filter beobachten, weil er sonst blendet. Da nehme ich am liebsten Graufilter, weil das den natürlichen Farben am nächsten kommt.
 
Hallo zusammen,
ich hatte leider eine weniger gute Liaison mit dem Bresser AR 152/760: als Ausstellungsstück bestellt - Voraussetzung war Mitlieferung eines opt. Testberichtes (Farbfehlerkurve o.ä.), den Bresser nicht geliefert hatte.
Dann das ganze zurück nach kurzem Test und weniger erfreulicher Korrespondenz... hat nur Zeit und Nerven gekostet

Im Vergleich dazu haben m.E. folgende Achromaten optisch besser abgeschnitten:
Kasai Nerius 152/900 (immer noch in meinem Besitz), geht sogar mit Einschränkungen für Planeten
oder den (fast) baugleichen TS Individual 152/ 900 (hat ein Vereinskollege, dort ausgiebig getestet).
Jeweils habe ich auch am Tag Objekt mit diversen Filtern mal beobachtet und verglichen.

Mein Tipp wäre, z.B. bei Wolfi nachzufragen und den TS Individual 152/900 zu testen.
Dieser wiegt zwar etwas mehr (etwa 11,5 kg) hat aber auch einen Griff, so dass sich das Teil noch recht gut und vor allem sicher in die Montierung heben lässt.


Gruß!
Carsten

Noch ein P.S.: ein 6" Newton ist zwar leicht, aber im mobilen Einsatz muss er jedesmal nachjustiert werden, was Zeit kostet. Ferner ist er ja nunmal nicht obstruktionsfrei. Also würde man wohl eher dann einen 8" Newton nehmen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
ich habe auch den TS 152/ 900 im Einsatz und bin damit sehr zufrieden. Absolut punktförmige Sterne bis 90-fach. Am Planeten sind die Ergebnisse natürlich nicht überragend, aber dafür ist das Teleskop auch nicht gedacht. Dagegen am Mond wieder sehr schön, weil man eh mit Filtern beobachten muss.
 
Hi Zusammen,

also man überlegt es sich ja 2x, aber ich verstehe das einfach nicht. Ich kann es absolut nicht nachvollziehen, wie es möglich sein soll, dass man bei dieser ganzen achromatischen Palette den Farbfehler nicht sieht. Ich schaue in eine 80/1200, der knapp am Conrady-Standard kratzt und sehe weiße Sterne in Zitron mit dunklem violetten Saum. Bei tiefstehendem Jupiter mag der violette Saum in der Atmohsphäre geschluckt werden, aber steht er hoch, kann ich ihn auch nicht leugnen. Bei 90/1000 wird das ganze wesentlich deutlicher, der Saum wird blau statt violett. Klar, ist mein Bild zu dunkel, kann ich die Farbinformation nicht aufnehmen und bekomme Grausäume, aber weg ist das davon nicht. Egal ob 5" Neo Achromat, 4" Semi Apo Triplett, 150/1200 "Achromat mit verbesserten Eigenschaften" (vermutlich schönere Lackierung). Ich habe gelacht, als beim 127/8xx Achromaten mit 60mm Deckelblende schon bei Tage mehr zu sehen war, als mit Deckel ganz ab.
Ich kenne den Restfarbfehler meines 110/655 ED Dubletts, ich kenne den des R114SS an Venus oder Vega und auch den riesigen, dunkelblauen Saum des 127/950 ED Tripletts.

Was ich sagen will: Kein Farbsaum? Wie geht das? Geht das überhaupt? Ich glaube nicht, dass ich so furchtbar empfindliche Augen habe. Eine rosa Brille müsste nun wenigstens den Rotanteil von satten Farbsäumen zeigen.
Es gibt ja nun wirklich Normen für die spektrale Empfindlichkeitskurve des menschlichen Auges, für photopisch, mesopisch und skotopisch. Und natürlich gibt es Abweichungen davon. Aber so krass? Oder wird wirklich einfach vergrößert, bis kein Arzt mehr zu kommen braucht, weil das dunkle Bild nur noch grau wahrgenommen werden kann? Klar, rechnet das Gehirn wieder scharf, wenn die Netzhaut per "Bio-Binning" um Faktor 5 an Auflösung verliert. Weiß vielleicht nicht jeder.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven und Ihr anderen,
ich denke, es hat keiner hier den Farbfehler an den genannten Achromaten nicht gesehen oder gar in Abrede gestellt.
Ich persönlich glaube auch den "Sprüchen" der Hersteller und Händler allenfalls, wenn es sich nach meinem (zugegebenermaßen ganz subjektiven) Eindruck bestätigt... so habe ich auch schon "Schiffbruch" erlebt und konte das Teil zum Glück gegen Rückerhalt des Kaufpreises wieder retournieren.

Auch darf man nicht vergessen, dass unser Auge zwar an wenig hellen Objekten den dann entsprechend abgeschwächten Farbfehler kaum mehr detektiert (zumal die Farbwahrnehmung dann schwindet), vorhanden ist er aber immer noch und dadurch wird das Bild eben etwas flauer als es in einer "fast-perfekten" Optik wäre (denn dieses Licht fehlt ja dem Objekt). Beispielhaft denke ich hier an kleinere planetarische Nebel, die schon etwas stärkerer Vergrößerung bedürfen - dies beginnt eigentlich sogar schon beim Ringnebel.

Warum wir dennoch so gerne in größere (und meist achromatische) Refraktoren schauen?
Weiß ich auch nicht immer so genau, aber ich tue es auch! ;)


Beste Grüße!
Carsten
 
Hallo Carsten,

ich denke, als direkte Antwort darauf

Zitat von astrofan17:
sowohl aus eigener Erfahrung als auch durch Erfahrungen anderer, versierter Hobbyastronomen kann ich sagen, dass die Bresser Refraktoren zu den besseren FH Refraktoren gehören. Zudem sind die Objektive justierbar. Mit dem 152 L habe ich Saturn ohne irgendwelche Farbe gesehen. Auch Jupiter ist sehr scharf und kontrastriech zu sehen. Am Mond sind Farbsäume zu erkennen, aber den Mond kann man eh nur mit Filter beobachten, weil er sonst blendet. Da nehme ich am liebsten Graufilter, weil das den natürlichen Farben am nächsten kommt.

gibt es an dem Post von Sven wohl kaum etwas zu kritisieren.

Nichts gegen die Zufriedenheit von Leuten mit ihren Teleskopen, aber nunja, man schaue sich mal an, dass da jemand ja nicht nur für sich einen Saturn ohne jede Farbe sieht, sondern doch extrem auf "Meinung" geht und so für seinen 6" f/8 Refraktor nach Fraunhofer ein wenig in Widerspruch, z.B. mit der Dokumentation eines nicht ganz vergleichbaren 4" f/15 gleicher Bauaurt im Feld anderer Refraktoren gerät:

http://www.teleskop-austria.at/supp...or_color_test/Vega_testphotos_apochromats.jpg

Ich denke, es schadet in einem solchen Board nichts, wenn solcher Überschwang relativiert und sein Zustandekommen hinterfragt wird.
Ich lese da dann auch noch weiter, dass man den Mond nur mit Filter beobachten kann, weil er blendet. Nun, das ist so pauschal auch wieder ziemlicher Unfug und lässt auf Bedienungsfehler schließen, die auch zu anderen Fehleinschätungen führen können.
Mit der passenden AP-Wahl kann Jeder die Blendung durch den Mond verhindern, sei es nun, dass der Eine bei 1,5 mm AP noch geblendet wird oder der Andere 1,0 mm AP als ideal ansicht während dem Nächsten erst bei 0,7 mm AP das Bild perfekt für seine Augen erscheint. Außerdem scheinen Beobachter beim Mond immer wieder voll dunkeladaptiert zu Werke zu gehen, während sie bei DS Plätze im Lichtsmog wählen.
Immerhin könnte der Hinweis auf unweigerliche Blendung am Mond unter Verwendung des 152 L bedeuten, dass die nachlassende Schärfe der Abbildung hohe Vergrößerungen und damit Beobachtung ohne Blendung bei passender AP, also ohne Filter nicht gestattet. Das ist vorstellbar, ja nach meinen Beobachtungen sogar wahrscheinlich, widerspricht aber dem, was zuvor zum Gerät gesagt wurde.

Mir fiel anlässlich von vergleichenden Beobachtungen von z.B. zu-kurz-FHs mit sattem Farbfehler im Vergleich zu obstruierten Spiegelteleskopen entsprechender Öffnung folgendes auf:

Obwohl z.B. durch Obstruktionsabzug und Reflektionsverluste pp, den Spiegelteleskopen unterstellt und teilweise auch nachgerechnet wird, sie hätten geringeren Kontrast und sammelten weniger Licht, sollten also das dunklere, flauere Bild aufweisen ist dies in Quervergleichen nebeneinander und mit passender AP nicht der Fall.
Ich vermute, dass es genau das nicht fehlende, aber eben auch nicht im Fokus landende Licht ist, welches deutlich farbfehlerbehafteten Refraktoren Schwierigkeiten macht.
Am Mond z.B. ist neben Farbsäumen an harten Kontrasten, also am Terminator, am Mondrand, an Schattengrenzen auch ein überwiegend gelbgrünlicher Schleier zu bemerkten, der farbreinen Teleskopen eben fehlt und deren Bild im direkten Vergleich auch abseits harter (schwarz/weiß) Kontaste deutlich heller, kontrastreicher erscheinen lässt.

Nun gut, man muss diesen Vergleich weder suchen, noch anstrengen, aber er wird ja eben immer gesucht, so auch von Dir mit dem justierpflichtigen und nicht obstruktionsfreien 6" Newton.
Du brauchst für einen solchen 6" zu-kurz-FH keinen 8" Newton. Ein 6" f/6 ähnlicher Fertigungsgüte ist "overdressed".

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
zu der Anmerkung zu meinen Erläuterungen möchte ich folgendes ergänzen: natürlich kann man durch höhere Vergrößerung die Austrittspupille verkleinern und das Bild "abblenden" , weil es dunkler wird. ich hatte aber gemeint, wenn ich z.B. den Halbmond voll im Gesichtsfeld haben möchte, dann kann das Mondbild sehr grell erscheinen und man benötigt einen Filter. Natürlich ändert das nichts daran, dass der Farbfehler weiterhin besteht. Er ist aber meines Erachtens vernachlässigbar, vor allem wenn das bessere Bild eines Apos mit dem 20-fachen Preis in Relation gesetzt wird. Ich bin rein visueller Beobachter und unter diesem Aspekt sind meine Erläuterungen zu verstehen.
 
Hallo Astrofan,

genau das ist der Punkt.
Mein Deinen Anmerkungen machst Du aus dieser (falschen)Pauschalaussage:

"aber den Mond kann man eh nur mit Filter beobachten"

einen absoluten Spezialfall Deiner Anwendung an Deinem Teleskop mit Deinen Okularen und Deinen Augen.
Gegen solche Spezialfälle gibt es absolut nichts zu einzuwenden, aber eben auch nicht gegen den anderen Spezialfall:

Es gibt Okulare (und zwar nicht nur sündteure) mit denen kann man am 6-Zöller bei rund 1 mm AP und 130/150fach noch die komplette Mondscheibe mit Rand drumrum sehen.
das blendet viele Leute nicht mehr und ich z.B. gehe da eher den Weg, über Umgebungshelligkeit die Dunkeladaption von vorne herein, auch mit mehr AP, zu vermeiden. So werde ich auch nicht vom Mondlicht geblendet und kann auf zusätzliche Filterung meistens (nicht immer) verzichten.

Ich würde auch nicht so weit gehen, dass der Farbfehler in Relation zum Preis eines Apos vernachlässigbar ist. Das ist wieder so ein für Dich zutreffener Spezialfall, denn für andere Leute mag es Relationen zu günstigeren Teleskopen geben, die sie eben nicht vernachlässigen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,

danke nochmals für die Antworten.

Ich nehme den Hinweis bezüglich "Vermeidung" Dunkeladaption bei Mondbeobachtung gerne mal auf und probiere es mal ohne Filter.

viele Grüße Franz
 
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