Hallo Carsten,
ich denke, als direkte Antwort darauf
Zitat von astrofan17:
sowohl aus eigener Erfahrung als auch durch Erfahrungen anderer, versierter Hobbyastronomen kann ich sagen, dass die Bresser Refraktoren zu den besseren FH Refraktoren gehören. Zudem sind die Objektive justierbar. Mit dem 152 L habe ich Saturn ohne irgendwelche Farbe gesehen. Auch Jupiter ist sehr scharf und kontrastriech zu sehen. Am Mond sind Farbsäume zu erkennen, aber den Mond kann man eh nur mit Filter beobachten, weil er sonst blendet. Da nehme ich am liebsten Graufilter, weil das den natürlichen Farben am nächsten kommt.
gibt es an dem Post von Sven wohl kaum etwas zu kritisieren.
Nichts gegen die Zufriedenheit von Leuten mit ihren Teleskopen, aber nunja, man schaue sich mal an, dass da jemand ja nicht nur für sich einen Saturn ohne jede Farbe sieht, sondern doch extrem auf "Meinung" geht und so für seinen 6" f/8 Refraktor nach Fraunhofer ein wenig in Widerspruch, z.B. mit der Dokumentation eines nicht ganz vergleichbaren 4" f/15 gleicher Bauaurt im Feld anderer Refraktoren gerät:
http://www.teleskop-austria.at/supp...or_color_test/Vega_testphotos_apochromats.jpg
Ich denke, es schadet in einem solchen Board nichts, wenn solcher Überschwang relativiert und sein Zustandekommen hinterfragt wird.
Ich lese da dann auch noch weiter, dass man den Mond nur mit Filter beobachten kann, weil er blendet. Nun, das ist so pauschal auch wieder ziemlicher Unfug und lässt auf Bedienungsfehler schließen, die auch zu anderen Fehleinschätungen führen können.
Mit der passenden AP-Wahl kann Jeder die Blendung durch den Mond verhindern, sei es nun, dass der Eine bei 1,5 mm AP noch geblendet wird oder der Andere 1,0 mm AP als ideal ansicht während dem Nächsten erst bei 0,7 mm AP das Bild perfekt für seine Augen erscheint. Außerdem scheinen Beobachter beim Mond immer wieder voll dunkeladaptiert zu Werke zu gehen, während sie bei DS Plätze im Lichtsmog wählen.
Immerhin könnte der Hinweis auf unweigerliche Blendung am Mond unter Verwendung des 152 L bedeuten, dass die nachlassende Schärfe der Abbildung hohe Vergrößerungen und damit Beobachtung ohne Blendung bei passender AP, also ohne Filter nicht gestattet. Das ist vorstellbar, ja nach meinen Beobachtungen sogar wahrscheinlich, widerspricht aber dem, was zuvor zum Gerät gesagt wurde.
Mir fiel anlässlich von vergleichenden Beobachtungen von z.B. zu-kurz-FHs mit sattem Farbfehler im Vergleich zu obstruierten Spiegelteleskopen entsprechender Öffnung folgendes auf:
Obwohl z.B. durch Obstruktionsabzug und Reflektionsverluste pp, den Spiegelteleskopen unterstellt und teilweise auch nachgerechnet wird, sie hätten geringeren Kontrast und sammelten weniger Licht, sollten also das dunklere, flauere Bild aufweisen ist dies in Quervergleichen nebeneinander und mit passender AP nicht der Fall.
Ich vermute, dass es genau das nicht fehlende, aber eben auch nicht im Fokus landende Licht ist, welches deutlich farbfehlerbehafteten Refraktoren Schwierigkeiten macht.
Am Mond z.B. ist neben Farbsäumen an harten Kontrasten, also am Terminator, am Mondrand, an Schattengrenzen auch ein überwiegend gelbgrünlicher Schleier zu bemerkten, der farbreinen Teleskopen eben fehlt und deren Bild im direkten Vergleich auch abseits harter (schwarz/weiß) Kontaste deutlich heller, kontrastreicher erscheinen lässt.
Nun gut, man muss diesen Vergleich weder suchen, noch anstrengen, aber er wird ja eben immer gesucht, so auch von Dir mit dem justierpflichtigen und nicht obstruktionsfreien 6" Newton.
Du brauchst für einen solchen 6" zu-kurz-FH keinen 8" Newton. Ein 6" f/6 ähnlicher Fertigungsgüte ist "overdressed".
Gruß
*entfernt*