Bresser Dobson 10"

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Matthias_0711

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Hallo Astronomie.de Community,


Jetzt habe ich mich tatsächlich doch hier angemeldet, obwohl ich eigentlich die letzten Wochen in vielen Foren (passiv) und Blogs unterwegs war.
Ich möchte ebenfalls in das Universum eintauchen können und möchte mir deshalb ein Teleskop zulegen.
Nach den ersten Seiten war ich ziemlich sicher, mir ein Dobson Teleskop mit einer 200er Öffnung zuzulegen, sogar für den Hersteller skywatcher hatte ich mich schon entschieden. Durch weitere Seiten, auch dieser hier, habe ich mich aber zum Glück umentschieden und möchte mir jetzt ein 10 Zoll Dobson zulegen.
Das wäre der Punkt gewesen, an dem ich einfach dieses Teleskop bestellen hätte sollen, aber nein, ich habe mich noch weiter informiert und weiter gelesen.
Da das ausgesuchte dobson eine Brennweite von 1200 hat und damit unter f/5 liegt, habe ich mich wieder umentschieden.

Bei der Suche bin ich dann auf das Bresser Modell gestoßen, dass mir optisch sehr zusagt und meine bisherigen Ansprüche alle erfüllt.
Leider liest man über das Messier 10 Modell ziemlich wenig Erfahrungsberichte, oder Empfehlungen. In einem Thread wird sogar eher davon abgeraten, weil man nirgends etwas über die Optik lesen kann.
Jetzt wollte ich fragen, ob es hier User gibt, die dieses in ihrer Sammlung haben und mir vielleicht mehr dazu schreiben können.

Wäre über Hilfe wirklich sehr dankbar....

Grüße von der dunklen Alb , Matthias :)


 
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Hallo Matthias,

die 10" Dobsons gibt es mal mit 1200, mal mit 1250 und nun halt von Bresser mit 1270 Millimetern Brennweite. Die Unterschiede sind Marginal. Für mich klingt das so, als hättest Du f/5 als eine magische Grenze wahrgenommen. Als würde etwas "Klick" sagen. Das ist nicht der Fall und bezüglich Okularauswahl wird der Bresser Dobson dieselben Probleme bereiten bzw. Ansprüche stellen.

Einen Erfahrungsbericht zu dem 10" Bresser kann ich aber auch nicht abgeben. Man sollte vor allem auf die Mechanik achten, wenn man die Geräte vergleicht.

Clear Skies
Sven
 
Ich habe leider auch nur kurze Erfahrungen und "Hörensagen" von einem Kollegen im Astronomieverein, aber die gebe ich gerne weiter.

Der 10'' von Bresser war völlig ok, aber auch nicht mehr. Der Kollege hat ihn 2 Jahr behalten und ist dann auf den 14'' Skywatcher umgestiegen. Ich hab ein paar mal durchgesehen - Bild war völlig ok, wie bei einem typischen Asia-Made-Dobson, wie es sie viele gibt. Spiegel schien laut Test am Stern in Ordnung.

Die Bewegung des Geräts war (wohl durch die großen Räder) in der vertikalen recht weich und feinfühlig, das Drehen des Geräts aber sehr ruckelig.

Im direkten Vergleich zu meinem Skywatcher fand ich ihn in der gesamten Bewegbarkeit vergleichbar (vertikal besser, horizontal schlechter), aber gesamt auch nicht besser.

Zum Öffnungsverhältnis:
Es macht bezüglich der Okulare und wie genau die Kollimation sein muss einen Unterschied, ob es ein f/8, f/6 oder f/4 ist!
Ob das Ding bei gleicher Öffnung aber nun 1200mm oder 1270mm Brennweite hat, wirst du in der Praxis faktisch nicht bemerken.

Also nimmt einfach, was dir mehr zusagt!
Ich denke nicht, dass du da viel falsch machen kannst!

Grüße, Mario

EDIT: Ach ja, den Sucher am Bresser fand ich grauenhaft - winzig, wackelig, praktisch unbrauchbar. Hat der Kollege auch sehr schnell ersetzt!
 
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Hallo Sven, erst einmal Danke für deine Antwort.

Warum ich jetzt so „fixiert“ auf einen Öffnungswert von mindestens f/5 bin liegt wohl daran, dass man etwas mehr Randunschärfe darunter haben soll.
Wobei ich auch schon gelesen habe, dass manche das nicht wahrnehmen und ich als Anfänger vermutlich dann erst recht nicht.
Habe ja auch keinen direkten Vergleich, weshalb ich auch dachte, mir hier Hilfe zu holen.....

Wir wird das erst, wenn ich mir die richtigen Okulare dazu kaufen möchte.....
Sollte das alles wohl etwas lockerer angehen :/
 
danke auch für deinen Beitrag Mario.


Dann wird es jetzt doch ein Dobson von skywatcher, da hat mir auf den zweiten Blick das 10zoll flextube zugesagt.


Könnte mir da jemand zwei gute Okulare für den Anfang empfehlen?
Da momentan Jupiter, Mars und Saturn gut zu beobachten sind, sollte eines davon für Planeten sein.

Was wäre eure Meinung zu diesen beiden ?
Hyperion 13mm 68grad und von ts wa 26mm 70 grad
 
Hallo Mathias,

ich würde an einem Dobson Okulare mit recht großem Sichtfeld nehmen, denn dann muss man das Teleskop nicht so oft bewegen um das beobachtete Objekt nicht zu verlieren.

68-70° wäre für mich da die absolute Untergrenze!
Besser wären 80° und mehr.

Die Baader Hyperions sind in Ordnung, aber weit weg von High-End. Wenn es dein Budget irgendwie hergibt, würde ich als hoch vergrößerndes Okular auf ein Baader Morpheus spekulieren und da aber auf kleinere Brennweite gehen, die waren bei meinen Tests echt super und knackscharf mit spitzen Kontrast, ohne dass sie so teuer wie TeleVue Delos oder ähnliche High-End Okulare sind.

Denk dran, beim Skywatcher ist ein 10mm Okular dabei - das Ding ist nicht mal so schlecht!
Ich würde da für Planeten eher etwas kürzeres nehmen - 5-7mm verträgt so ein 10'' Teleskop locker und Planeten machen erst bei über 200facher Vergrößerung wirklich Spaß!

Das TS hatte ich persönlich noch nicht in der Hand, hab aber wenig Gutes darüber gehört.

Als Übersichtsokular mit langer Brennweite kann ich dir leider nichts unter etwa 200 Euro empfehlen - da hab ich noch nichts gefunden was ich gut fand. Die ES (Explore Scientific) sind am schnellen Dobson recht gut und noch nicht sooo teuer …

Grüße, Mario

PS. Bei vielen Beobachtern (auch bei mir) sind die Okulare zusammen deutlich teurer als das benutzte Teleskop! Zahlt sich aber meist aus, denn gute Okulare hat man meist viele Jahrzehnte lang und die Teleskope kommen und gehen...

 
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Hallo Mario,


Danke für deine Empfehlung. Wow, so ein Baader morpheus 6,5 mm Weitwinkelokular kostet ja schon 250 Euro ;)
Obwohl mein Budget schon auf 1000 Euro aufgestockt wurde, möchte ich trotzdem nicht an der falschen Stelle sparen.
Dann wird es eben am Anfang etwas teurer, aber sehe es da genauso
wie du.

Welches übersichtsokular würdest du mir den dann für den Anfang empfehlen, auch wenn es etwas teurer sein sollte ?

Gruß Matthias
 
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Also ich würde auch einem ES 82° 6,7mm meine volle Zufriedenheit zusprechen... Für gut den halben Preis noch immer ein qualitativ hervorragendes Okular.

Und falls Dir ein Nagler 31mm als Übersichtsokular vorgeschlagen wird, auch hier gibt es mit dem ES 82° 30mm eine deutliche günstigere Alternative, die hinsichtlich ihrer optischen Qualität von sehr vielen auch erfahrenen Spechteln nicht vom Nagler unzerschieden werden kann.

Gruß Horst
 
Einplanen würde ich aber in jedem Fall noch einen guten OII und/oder UHC-Linienfilter in 2".
Falls nicht schon geschehen, mach Dich da mal schlau.

Gruß
Horst
 
Hallo Mathias,

als Übersichtsokular würde ich auch das 82° ES, 30mm probieren. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis!
Nochmal besser (zumindest empfinde ich es so), ist ein 31mm Nagler, aber sicher außerhalb deines Budgets.

Ich höre über die 82° ES viel Gutes, sind sehr beliebt!
Ich selber habe Probleme mit ihnen, da ich ständig Blackouts damit habe (also Bereiche im Blickfeld sehe, die schwarz sind und kein Bild zeigen). Woran das liegt? Keine Ahnung! Ich weiß aber auch, dass es nur sehr wenigen so geht wie mir und 95% der Verwender sehr zufrieden sind.

Daher von mir eben auch keine direkte Empfehlung zum 6,7mm ES, we sie von Horst kam, da ich mit dieser Okularserie einfach nicht zurecht komme!

Du wirst bei Okularen sowieso merken, dass das eine sehr persönliche Angelegenheit ist. Es gibt Tendenzen, aber jeder erlebt das anders und was für den einen super ist, ist für den anderen maximal ok.

Ich bin mittlerweile bei diversen TeleVue Okularen gelandet und die Baader Morpheus habe ich nur gegen TeleVue Delos getauscht, damit ich alle Okulare vom selben Hersteller habe und somit nicht neu fokussieren muss, wenn ich Okulare wechsle. Gerade die Morpheus haben leider einen stark anderen Fokuspunkt im Vergleich zu den TeleVues, so dass ich mit dem Fokuspunkt am Bino Probleme bekommen hätte.

Aber ich schweife ab …

Wenn es ums Geld geht: Ich habe viele meiner Okulare hier im Forum gebraucht gekauft und bei allen waren die Linsen und die optische Qualität wie bei Neuware. Und ob außen an der Hülle ein paar Kratzer sind, ist mir egal.
Keine Ahnung ob Gebrauchtkauf für dich interessant ist, aber hier kann man ohne Qualitätseinbußen richtig Geld sparen!

Und Okulare kaufe ich fast immer im November - am "Black Friday" gab es in den letzten Jahren bei vielen Herstellern zwischen 10 und 20% Preisnachlass!

Grüße, Mario

EDIT: Weil es Horst geschrieben hat, während ich das hier getippt habe: Nebelfilter ist super, wenn man oft Nebel beobachtet. Ich finde aber, das ist etwas, dass man auch ein Jahr später mal nachrüsten kann und kein "Muss ich am Anfang haben" Ding ist. (Wieder nur meine Meinung)

Genauso würde ich nicht gleich 2 Okulare der selben Reihe kaufen sondern jetzt mal die zwei nehmen, die dabei sind (meist 25mm und 10mm) und nur eines (bei einem 10'' wohl eines mit 5-7mm) dazukaufen. Wenn man es super findet, kann man immer noch ein weiteres der Reihe kaufen (dann das 30mm). Und wenn man damit nicht glücklich ist, hat man nicht gleich zwei dieser Okularserie herumstehen und kann sich nach etwas anderem umsehen.
 
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Danke euch beiden für diese Empfehlungen und das teilhaben an euren Erfahrungen!

Das mit den Filtern kommt später auf jeden Fall auch noch, werde mir aber erstmal diese Okulare holen. Muss mich davor aber auch erst einmal schlau machen, damit habe ich mich bisher nur oberflächlich beschäftigt.
Werde dann auch mal den gebrauchtmarkt durchstöbern, vielleicht findet man ja momentan was brauchbares.

Der Black Friday ist natürlich später für weitere Okulare auch eine tolle Idee. Ist ja mittlerweile in Deutschland auch sehr verbreitet :)

Mein Teleskop habe ich jetzt heute schon bestellt und mit viel Glück und gutem Wetter, kann ich Samstag Abend schon in die Praxis eintauchen :)

 
Ich habe übrigens auch mit Gebrauchtkauf von Okularen bis dato nur gute Erfahrungen gemacht. Und was mir dann doch nicht mehr gefiel ohne großen Verlust auch wieder verkauft.

Das erfordert dann ein wenig Geduld, aber Geduld gehört zum diesem Hobby in jedem Fall sowieso dazu.

Gruß Horst
 
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