Bresser DS/EC Refraktor 60/700 ???

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Hallo Carsten,

würde ich nicht machen...

60mm sind sehr wenig Öffnung, da bleibt ausser dem Mond nicht viel übrig was man "gewinnbringend" beobachten könnte, klar geht auch das ein oder andere Detailchen an Jupiter oder Saturn und die allerhellsten Deepskyobjekte werden erahnbar sein aber Spass ist was anderes, ausserdem ist die Elektronik ein Garant dafür, dass an der Optik gespart wurde.

Wie sieht denn dein Budget aus? Für unter 100 Euro gibts ohnehin nicht viel Alternativen, eigentlich nur das bekannte 70/700 "Lidl" Skylux, das kostet etwa so viel neu (nachdem es leider nicht mehr für 69,- bei Lidl angeboten wird), zeigt ein Quentchen mehr und hat eine parallaktische Montierung dabei... am besten zum Ausprobieren auf dem Gebrauchtmarkt erwerben, geht bei ebay oder hier im Forum meist für maximal 50 Euro über den Tisch.

Damit haben viele angefangen aber wenn du etwas mehr ausgibst gibt es entsprechend mehr zu sehen was auch längerfristig Spass machen kann!

Am besten führst du dir mal die üblichen Einsteigerseiten zu Gemüte, dann wirst du schon etwas mehr Backgroundwissen haben:

http://www.deepsky-brothers.de
http://www.svenwienstein.de
http://www.astroinfos.net
http://www.taunus-astronomie.de
http://www.stern-fan.de

Viele Grüße Benny
 
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Hallo Karsten,

Gladbeck liegt ja im "Einzugsbereich" von AVR und RAST, sprich den Treffen der Recklinghäuser Sternfreunde. Vielleicht traust Du Dich mal vorbei? Schicke mir bei Interesse eine PN.

Das von Dir ausgesuchte Teleskop ist so ein typisches Einsteigerteleskop, mit 60mm Öffnung aber sehr schwach auf der Brust. Hier geht viel Geld in den elektrischen Antrieb, und das würde ich überdenken. Aber es ist so gesehen halt ein Komplettpaket mit Okularen, mit dem man loslegen kann und auch etwas sieht. Ich habe früher ein optisch ähnliches 60/800 gehabt, und von daher würde ich von einem Gerät dieser Art eher abraten würde. Ich würde einfach lieber ein Gerät ohne elektrischen Antrieb und dafür mit mehr optischer Leistung anschaffen.
Ein Gebrauchtgerät, so denn wenigstens noch die "Einsteiger-Okulare" dabei sind, könnte nochmal mehr Leistungspotenzial bringen. Optisch wird ja nicht schlecht, nur manchmal halt schlecht behandelt. Es spricht also nur wenig gegen Gebrauchtgeräte. (Aber viel gegen Ebay / etc, wenn man keine Ahnung hat, das sag ich mal gleich.)

Clear Skies
Sven
 
Hallo Carsten,

ich schließe mich meinen Vorrednern an. Ein wesentlicher Aspekt wurde bisher nicht besprochen:

Der Steckdurchmesser beträgt nur 24,5mm. Das ist MANGELHAFT! Normalerweise hat heute jedes noch so billige Einsteigergerät 1 1/4 Zoll-Steckhülsen. Die 24,5mm sind veraltet, dafür gibt es kaum noch vernünftiges Zubehör. Ein typisches Anzeichen für die Betonung auf die "Computerisierung" der Einsteiger-Astronomie. :-(

Mein Rat wäre, entweder etwas länger zu sparen, sich nach einem Gebrauchtgerät umzusehen, oder erst einmal mit einem guten Fernglas mit etwa 50mm Öffnung anzufangen. Da bekommt man schon für ca. 100 Euro sehr gute Geräte, und es dauert ewig, das Potential des Fernglases auszuschöpfen.

Welche Anforderungen stellst du an ein Teleskop? Wann und wo möchtest du beobachten (Feld, Garten, Balkon etc.)? Hast du ggf. eine Transportmöglichkeit? Das sind elementare Fragen, die die Entscheidung für ein Teleskop maßgeblich beeinflussen. Siehe auch hier:

www.astroplatz.de/einsteigerteleskop.htm

CS und VG Christian
 
Hallo und danke für die informationen,also ich möchte so um die 150 Euro ausgeben,ja ich weis das ist nicht viel,will mich ehrlich gesagt da rantasten und meiner Tochter von 6 Jahren auch mal die möglichkeit geben sich den schönen Sternenhimmel anzusehen!
Also ich habe ein offenen Balkon ähnlich einer Terrasse und mobil bin ich auch,möchte aber erstmal von zuhause aus beobachten,meine anforderungen sind nicht allzuhoch sollte aber denoch was vernüftiges sein,habe einges über das Lidltele.gelesen was ja auch bei Meade angeboten wird,wie schauts mit dem aus?

Carsten
 
Hallo Carsten,

also es kommt wirklich schwer drauf an, wie "leidensfähig" man so ist.
Es ist nämlich definitiv so, dass man für die 150 Euro nur die typischen Einsteigerpakete mit einem Fernost-Teleskop auf Wackelmontierung bekommt, das ganze nebst einem Satz Okulare bei dem man froh sein muss, wenn Glaslinsen drin sind. Gibt nämlich auch Vollplastik-Varianten. Das ist hart gesprochen, aber nicht ohne Grund.

Also, wenn es darum geht, mal etwas in den Himmel zu gucken, dann macht man mit solchen Geräten, und jawoll, auch mit dem Lidlscope die Erfahrung, dass das schon Mechanisch furchtbar unzureichend ist und daher schwierig zu bedienen. Die Bilder die man sieht, wenn man das Teleskop mal in die richtige Richtung geschwenkt hat, sind natürlich schön (ein knappes Wort in dem so viel drinstecken kann). Angefangen beim Mond, der sicher das ergiebigste Objekt sein wird.

Das übliche Schicksal dieser Geräte ist aber, nach einigen Wochen Spaß im Keller zu vergammeln. Nur wenige halten mit solchen Geräten durch, bis sie ein besseres Teleskop anschaffen und manchmal kommt dann so ein Gerät noch irgendwie als Leitfernrohr oder irgendwie verbastelt zum Einsatz, wo es weniger auf Bildqualität ankommt.

Stellt sich nach so harten Worten natürlich die Frage nach einer Alternative, hier speziell mit "Tochter 6 Jahre".
Normalerweise kommt der Standard-Rat, und zwar 8" f/6 Dobson. Das ist ein Gerät was optisch in einer ganz anderen Liga spielt und wegen der Dobson-Montierung auch kein Wackelteil ist. Das kommt aber für 150 Euro allenfalls gebraucht in Frage (und man bekommt diesen Preis auch manchmal), aber dann fehlt für das kleinste Zubehör das Geld und Zubehör wird man schon noch brauchen.
Außerdem ist so ein 200/1200 Dobson schon recht groß und der Einblick liegt bei Zenitbeobachtung eben gut 1,2m hoch (nicht auf 10 Zentimeter festnageln, bitte). Je näher man zum Horizont schwenkt, desto niedriger kommt der Einblick zu liegen, ich denke es geht so auf 50cm herunter wenn das Rohr waagerecht steht. Das heißt für ein Kind sind zwar günstige Bereiche aber auch unerreichbare Bereiche da. Hier wäre ein Linsenteleskop einfach besser, weil man dann von unten ins Teleskop schaut und mit der Stativ-Einstellung (der Dobson hat eben kein Stativ) auch noch was machen kann.

Ein Gerät, was meiner Meinung nach super für Euch passen würde ist gerade in Vorbereitung, es wird ein Dobson 150/900 sein, bei dem der Einblick vermutlich maximal 100cm hoch liegen wird. Weil es aber neu sein wird, wird es eben kaum gebraucht zu haben sein, und da müsstest Du Dich wohl leider auf 300 bis 350 Euro für ein "Komplettpaket" einstellen. Allerdings auch mit vernünftiger Nutzungsperspektive über Jahre hinaus, und auch einem realen Wiederverkaufswert. Der sieht nämlich für so ein 150-Euro-Paket eher mau aus. Sowas erlebt selbst bei Ebay einen unglaublichen Wertverfall und man muss sich gar nicht wundern, wenn für so ein 150 Euro Gerät bei Ebay noch 40 Euro rumkommen.

Wie gesagt, Gladbeck liegt in der Nähe...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Carsten,

bei der Preisvorstellung wird es in der Tat schwierig.

Auch wenn es allgemein nicht das geeignetste Allround-Einsteiger-Teleskop ist, da es vor allem im Deep-Sky-Bereich wegen der kaum zu erreichenden großen Austrittspupille relativ dunkle Bilder liefert, wäre in diesem Fall mein Rat ein 90- bis 100 Millimeter-Maksutov.

Diese gibt es als optischen Tubus für etwa 200 Euro Neupreis. Die Optik lässt sich auf ein stabiles Fotostativ setzen. Als Gebrauchtgerät passt das Teleskop genau in dein Budget.

Diese Teleskope bieten hervorragende Mond- und Planetenbeobachtungen. In deinem speziellen Fall wäre der Hauptvorteil die einfache und kinderfreundliche Bedienung sowie die sehr gute Höhenverstellbarkeit des Einblicks. Den Deep-Sky-Nachteil müsste man hier zähneknirschend in Kauf nehmen. Helle Sternhaufen und Nebel sind allerdings trotzdem sehr gut zu beobachten.

Ein 100mm-Maksutov ist nicht länger als 30 cm und sehr gut zu handhaben. Und wenn sich später ein großes Teleskop kauft, kann der Mak als Reise- und Zweitteleskop zum Schnellspechteln immer noch sehr gute Dienste leisten.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
an Sven
Hoert sich gut an werde mich mal melden und mal sehen vieleicht sieht man sich dann!

an Christian
Das mit dem Maksutov ist denke mal eine Gute Loesung meines Problems,jetzt ist da aber auch die Qual der Wahl hab welche von Skywatch oder Vixen gefunden der letztere ist ja dementsprechend auch teurer,und wie ist das mit dem Stativ lieber eine Kombi kaufen oder alles einzeln.

CS
Carsten
 
Hallo Carsten,

ich würde die von Skywatcher vorziehen. Die haben, soweit ich das bisher gehört habe, einen sehr guten Ruf. Das Stativ würde ich separat kaufen. Ideal wäre ein Stativkopf mit Feinbewegungen.

CS und VG Christian
 
Hi Carsten

Beim Stativ kann man nur sparen, wenn man bereits ein sehr gutes Fotostativ mit robustem Kopf hat; die billigen für rund 100€ sacken gerne nach, was den Beobachtungsgenuss extrem schmälert.
Bei der Montierungsart scheiden sich dann die Geister:
Enweder eine Alt/Az wie die Porta, oder eine kleine EQ2.
Beide haben ihre Vor- und Nachteile und beide werden das Budget wohl sprengen.

CS
Jürgen
 
Hallo Carsten,

genau die meinte ich. Die Montierung ist visuell ausreichend, insbesondere bei der 90mm-Version. Fotografisch ist die zu schwach.

CS und VG Christian
 
Ich schieße mich dann mal auf ein 90er oder 102er ein,da ich ja auch was mit der SR Kamera machen will benötige ich dann ja ein robustes Stativ,Christian wie du schriebst ist das EQ2 dann nicht so gut dafür geeignet,bitte mal um angabe eines geeigneten Statives,ich sehe schon das mein Budget zur Supernova wird aber ist ja Bald Weihnachten :knuddel:
 
Hallo Carsten,

die EQ's sind fotografisch grundsätzlich zu ungenau und eignen sich nur für kurzbelichtete Mond- und Planetenfotos.

Da würde ich die Astro-5 empfehlen, die habe ich auch in Verbindung mit einem 8'' ACF. Für Langzeitbelichtungen benötigst du noch eine Nachführeinheit, also ein Leitrohr oder einen Off-Axis-Guider. Für ersteres wird eine sehr stabile Montierung benötigt.

Ich würde dir raten, erstmal mit dem Mak mit Mondfotos mit DSLR und Webcam zu beginnen und dann später aufrüsten.

CS und VG Christian
 
Ich sehe grad das zum Stativ auch noch eine Montierung gehört,denke in meinem Fall ist es besser das ich den Mak 102 mit EQ2 nehme,oder nicht?

 
Hallo Carsten,

bei den Preisen, bei denen du inzwischen gelandet bist, würde ich mir alles genauer überlegen.

Zunächst der Vollständigkeit halber: Mit einem Newton 114/900 kannst du alles machen, was du willst. Weitwinklig beobachten, ein helles Bild geniessen, grosse Vergrösserung erreichen (ca.180-fach). Alles im Wesentlichen in deinem Budget. Zum "Herantasten" an die Sterne, Mond, Jupiter das ideale Gerät zum kleinen Preis. Aber es muss im Selbstbau (Holz, Teflon) montiert werden. Alles keine Hexerei. Anleitungen gibt es im Netz und hier in den Foren. Dann ist auch alles stabil. Aber wer baut sich heute noch etwas selbst?

Eine stabiles Tisch-Stativ wäre so was:
http://www.teleskop-express.de/shop...-mit-Neigekopf---30cm-bis-40cm---bis-3kg.html
Die Feinbewegung in Höhe ist ganz ordentlich. Es muss alles natürlich auf einen Tisch oder auf etwas Zusammenklappbares aus dem Baumarkt. Alles machbar. Weitwinklige Kleingeräte habe ich darauf schon montiert, z.B. einen 102/500 Richie.

Und hier haben wir den Punkt. Deine Maks haben kleine Gesichtsfelder und liefern ein recht dunkles Bild (für DeepSky), wie ja schon gesagt wurde. Und man muss die Objekte erst mal finden, und dann bei hoher Vergrösserung nachführen. Und du willst ja den Himmel erst erkunden.

Am besten wäre es wirklich, du schaust dir das erst mal in Natura an, wie Sven gesagt hat. Dann siehst du, ob dir das alles zusagt, bevor du vielleicht 250 Euro oder mehr für eine recht spezielle Sache ausgibst.

Mit Gruss, Joachim
 
Hallo Carsten,

da kann ich Joachim nur Recht geben!
Manchmal kommt der Appetit eben erst beim essen.
Jetzt vorschnell ein so "spezialisiertes" Gerät zu Kaufen, solltest Du noch einmal überdenken.
Preislich liegst Du nun schon bei einem Newton mit 6" Öffnung (OTA), fast beim 80mm ED-Refraktor(OTA) und 8" Einsteigerdobson. Gerade beim Newton kannst Du viel Geld sparen, wenn Du Dir eine einfache Dobsonmontierung selbst "zimmerst". Wie geschrieben: Anleitungen gibts auch. Ein 5" Newton (mit parabolspiegel), würde so noch unter Deinem ersten Preislimit (150,-) bleiben. Er zeigt mehr Deep Sky und am Planeten ist er auch nicht schlechter als der kleine Mak. Mit Kompromissen, was die Abbildungsqualität der Okulare angeht, musst Du bei Deinem Limit eh eingehen. Dafür gibt es aber hier auch Spezialisten, welche Dir sicher gern Ratschläge geben. (Ich schreibe es mal lieber dazu: Spezialisten = nicht ironisch gemeint!

VG,
Micha
 
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Hi Zusammen,

schaue gerade erst rein und sehe jetzt erst die merkwürdige Entwicklung. Das kann irgendwie nicht sein, dass jemand schreibt, ein 70/700 "Lidl" wäre für Deepsky zu lichtschwach, und dann wird ein Teleskop empfohlen, was zwar mehr Öffnung hat, aber nicht deutlich mehr und vor allem gerade noch lichtschwächer ist, also vor allem einen kleineren Himmelsausschnitt durch die längere Brennweite liefert, und daher für Deepsky wirklich schlecht geeignet ist.

Das Joachim hingegen den 114/900 vorschlägt, ist durchaus solide, der ist bei weitem nicht so extrem, wie ein typischer Mak, auf den hier zugesteuert wurde. Zumal nun auch der genannte 102mm Mak mit EQ-2 auf ein Preisniveau kommt, bei dem der 200/1200 Dobs gebraucht auch anzuschaffen wäre - und der kann ja optisch wesentlich mehr, wenn man gewillt ist, den zu transportieren.
Daher: Vielleicht doch besser erstmal Kontakt aufnehmen.

Clear Skies
Sven
 
Guten Morgen zusammen,

was für eine entwicklung,mit dem Selbstbau ist das so eine Sache hab jetzt auch keine Werkstatt im Keller!

Dachte wirklich zum Anfang mit einem vernünftigen Teleskop mit Stativ anfangen zu können,und nun?

Werde mir das wohl erstmal anschauen,sind ja einige aus der umgebung hier :-)

CS
Carsten
 
Hallo Carsten,

der Vorschlag mit der Selbstbau Dobsonmontierung ist nicht so weit hergeholt wie es sich vieleicht anhört, das ist in zwei Stunden mit 10-20 Euro und Bohrmaschine und Säge zu machen, da brauchst du keine Werkstatt. Hier hab ichs auch mal gewagt, nach kurzer Zeit einsatzbereit :)

Grüße Benny
 
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Hallo an alle,

ich sehe mich anhand der aktuellen Entwicklung des Threads in meiner Meinung bestätigt, dass es das ideale Einsteigerteleskop nicht gibt.

Es gibt stets fast genau so viele Meinungen wie Berater, was mit Sicherheit auch an positiven/Negatiben Erfahrungen in der jeweiligen Anfängerzeit sowie eventuellen "Schlüsselerlebnissen" mit bestimmten Systemen liegt.

Meine MAK-Empfehlung beruht hauptsächlich auf der Aussage Carstens, dass ein Kind damit beobachten soll. Ich habe bisher mit allen "klassischen" Systemen beobachtet und bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass ein kleiner MAK das intuitivste und kinderfreundlichste Gerät ist:

Er ist sehr seeing-resistent, kompakt, leicht und meiner Erfahrung nach vor allem relativ justagestabil.

Dass ich von Newtons als Einsteiger-Gerät stets ein wenig Abstand nehme, liegt an der - meiner Meinung nach - leidigen Justage: Als Anfänger möchte man meiner Erfahrung nach "aufbauen und loslegen" (und man vergisst dabei sogar meist die Auskühlzeit). Ich persönlich gebe mich zum Beispiel bei der Sucher-Justage nur mit einer Grobausrichtung zufrieden und suche Objekte dann bei schwächster Vergrößerung im Hauptrohr, da ich eine exakte Ausrichtung des Suchers alle paar Nächte als nervig empfinde (mit einem Newton würde ich da bestimmt nicht glücklich werden). Als Einsteiger wäre da ein Newton bei mir bestimmt verstaubt im Keller gelandet...

In meinem Bekanntenkreis gibt es einige, die Maksutovs gerade wegen der geringen Justageanfälligkeit einem Newton vorziehen.

Im Falle von Carsten (und nicht nur bei ihm) wird es das Beste sein, wenn er sich die verschiedenen Teleskoptypen zusammen mit seinem Kind live anschaut, bevor er eine Entscheidung trifft.

@ Sven:

Ich kann deinen Kommentar von gestern Abend in sofern nicht nachvollziehen, da ich bei meiner Empfehlung bereits ausdrücklich auf die Deep-Sky-Nachteile hingewiesen habe.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht mir auch darum das meine Tochter mal mitschauen kann und ich halt absoluter Anfänger bin,die Idee vom Christian mit dem (kleinen) MAK ist glaube ich in meinem Fall das beste aber da gibt es ja wieder verschiedene Auffassungen von den Experten,wenn ich mich rangetastet hab, kann man doch immer noch an ein besseres Erstgerät nachdenken,der MAK würde dann als Zweitgerät im Gebrauch bleiben!

Gruß
Carsten
 
Hallo Christian,

tja, ich verstehe nur nicht, wieso man Deepsky als Argument gegen den Refraktor nimmt und dann ein Gerät vorschlägt, was mit Deepsky genauso seine Probleme hat.

Ich möchte da zum Mak mal einiges weiter zu Bedenken geben:
1. Kleiner Himmelsausschnitt
Das erschwert das Suchen erheblich. Bei 100/1300 hat man minimal mit 40mm Okular schon die Vergrößerung 33x und bekoppt zwei Vollmonde mit etwas Luft nebeneinander ins Okular. Knapp 1,2° wahrer Himmel, das ist nicht viel. Da kann man hervorragend danebenzielen.
Ich finde, dass dadurch das Suchen nicht "kinderleicht" sein wird.

2. So ein f/13 Mak ist durch seine relativ lange Brennweite schon ziemlich spezialisiert auf die Planetenbeobachtung. Da braucht man die Vergrößerung auch. Gerade aber die Einsteiger-Objekte schlechthin, nämlich die offenen Sternhaufen, verlieren an Faszination, wenn die Vergrößerung zu hoch ist und der Bildausschnitt zu klein. Viele der Messier-Sternhaufen mögen zwar in 1,2° noch hinein passen, aber wie sieht das aus? Ein Sternhaufen, der den Bildausschnitt bis zum Rand füllt, sieht nett aus, weil das Bild voller Sterne ist, er wirkt aber nicht als Sternhaufen vor sternärmerem Hintergrund. Die Plejaden schließlich platzen gleich vollends aus dem Bild. Hinzu kommt, dass man bei der niedrigsten Vergrößerung mit dem 40mm Okular in 1,25" Steckdurchmesser einen "Tunnelblick" hat, denn der Bildkreis im Okular hat nur 50°.

Daher meine ich, dass ein Mak hier zu speziell ist. Die kompakten Abmessungen sind in dem Falle nicht alles, denn es soll ja kein Reiseteleskop sein. Ein Refraktor 80/900 ist sicher genauso kindgerecht, auch wenn er etwas größer ist. Möglicherweise ist beim kompakten Mak allein schon das Problem, dass Kind dauernd mit den Stativbeinen im Geheddere ist. Als Erwachsener beugt man sich ja einfach drüber.

Ich denke, hier wurde Transportabilität und vor allem auch das "kindgerechte" ziemlich überbewertet.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven und Carsten,

da kam meine Intention Refraktor vs. Maksutov leider falsch rüber. Mit der besseren Deep Sky-Eignung bezog ich mich auf die erreichbare visuelle Grenzgröße bei Sternhaufen. Dass dieser Deep Sky-Faktor durch die geringere Lichtstärke zumindest teilweise relativiert wird, habe ich ja bei der Empfehlung bereits angegeben.

Und die Einfachheit des Auffindens von Objekten hängt neben dem Gesichtsfeld meiner Erfahrung nach auch stark von der Genauigkeit der Ausrichtung der Suchvorrichtung (Sucherfernrohr, Telrad, Leuchtpunkt-Sucher etc.) ab. Bei 1 Grad Gesichtsfeld sollte das anvisierte Objekt im Okular erscheinen, wenn der Sucher einigermaßen genau parallel zum Hauptrohr ausgerichtet ist.

Bei meinem Mak (Celestron C90 f/11) lässt sich der Sucher so exakt justieren, dass ich einen Stern selbst bei über 100-fach sofort im Okular habe, wenn er im Sucher zentriert wird. Nur wer macht sich schon die Mühe, den Sucher vor jeder Beobachtungsnacht so exakt auszurichten (siehe meinen letzten Post...).

Ich muss einräumen, dass ich bei meiner Empfehlung sehr stark auf "kindergerechte" Optiken angesprungen bin, wie Sven bereits sagt. :mauer: Ich weiss, wie unhandlich große Teleskoptuben (z.B. der angesprochene 114/900mm-Newton für Kleine Kinder sein können).

Nicht zuletzt wegen der Einblickhöhe ging mein Rat deshalb in Richtung Geräte mit dem Okular am hinteren Ende des Tubus. Der Einblick im Zenitbereich dürfte für ein 6-jähriges Kind wahrscheinlich auch bei eingefahrenem Stativ zu hoch sein.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo an alle,

aus dem Bauch heraus würde ich zum 80ED tendieren. Er ist natürlich mit 300,- Euro "etwas" teurer aber er vereint meiner Meinung nach die von Carsten gewünschten Eigenschaften am ehesten. Deep Sky zeigt er bestimmt nicht schlechter als der kleine Mak, eher besser(?). Am Planeten soll er sehr gut sein (Test`s gibts ja auch hier im Forum) und er ist relativ leicht zu montieren. Wartung dürfte auch kein Thema sein und der Umgang ist auch "kinderleicht".
Das einzige Manko: Der Preis! Wie gesagt dafür bekommt man beim Spiegel (oder Dobson) bereits 200mm Öffnung.
Alternativ zum ED, gibt es auch noch den 90/900 Refraktor. Ist aber wieder aufwendiger zu montieren, was ja auch wieder ins Geld geht. Wenn er weniger wert auf perfekte Planetenbilder legt, gibt es ja noch kurzbrennweitige Refraktoren ab 80mm Öffnung. Da kann er an der Montierung sparen. Als Reiseteleskop, Leitrohr oder zum schnellen Spechteln haben solche Geräte auch später noch ihren Sinn.
Alles aber nur, wenn es denn wirklich kein Newton sein soll. Ich habe aber die Justieranfälligkeit des Newton anfangs auch sehr überschätzt! Und so schwierig ist die Justage nun auch nicht.
Ich habe mir den 130/650 Skywatcher auf EQ2 für ungf.160,-Euro gekauft. Das Gerät selbst ist wirklich nicht schlecht und hat bereits einen Parabolspiegel. Die Abbildung mit den mitgelieferten Okularen ist brauchbar. Die Randbereiche klammere ich mal aus. Man kann aber damit (je nach Motiv) damit mal gut, mal weniger gut, leben. Die Montierung ist ebenfalls (noch)Brauchbar, solange es nicht windig ist und man ein ruhiges Händchen hat (mmh…, Kinder und ruhige Hände :gutefrage: ).
Aber auch ein solches Gerät kannst Du auf oben vorgestellten Dobson-Selbstbau stellen. OTA kostet das Ding nur 125,- Euro. Handeln lohnt bei einem Händler immer (Na ja, meist immer).
Also noch mal Kurz:

Darf es auch etwas teurer Sein? Würde ich den ED nehmen oder den Dobson.
Sie kommen deinen vorstellungen sicher (meiner Meinung nach am nahsten).

ED80:
Deep Sky:+-, Planeten:++, Kinder:++, Wartung:++ Preis:-.

90/900 Refraktor:
Deep Sky:+-, Planteten:+, Kinder:+, Wartung:+ Preis:+

102/500 Refraktor:
Deep Sky:+, Planeten:-, Kinder:++ Wartung:+, Preis:+-

Newton 5"-6" F5:
Deep Sky:++, Planeten:+, Kinder:-, Wartung:- Preis:+

Dobson 8":
Deep Sky:+++, Planeten:++-, Kinder:+, Wartung:+-, Preis:++ (Preis/Leistung)
(Das "-" am Planeten für die hohen Montierungsanforderungen bei nachträglicher paralaktischer Aufstellung)

Die Bewertungen sind subjektiv!
Verbessert mich bitte falls ich falsch liege.

VG an alle,
Micha
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Schönen Guten Abend an alle!
Jungs ihr macht mich fertig,nimmt das mit dem Kind nicht so groß,in erster Linie soll es für mich sein,aber es soll auch die Möglichkeit bieten das meine Tochter sich mal alles über uns ansehen kann!

Das Teure darf später mal folgen wenn die Materie vertieft wurde,dann Tendiere ich zum Dobson!

Jetzt spontan würde ich hier zu tendieren:
90/900 Refraktor:
Deep Sky:+-, Planteten:+, Kinder:+, Wartung:+ Preis:+
 
Hallo Carsten,

niemand will dir hier vorschreiben, was du beobachten sollst. Aber ich spreche aus Erfahrung. So ziemlich jeder, auch der sonst mit den Sternen nichts am Hut hat, äussert ein "Aah" oder "Ooh", wenn er die Plejaden oder gar den Doppelhaufen h+chi im Perseus sieht. Dann der Orion-Nebel, das ist auch was für die kindliche Phantasie, das ist nunmal die "Hexenküche", wo Sterne entstehen.

Daher teile ich die Meinung der anderen. Mit einem Mak entgeht einem gerade für den Anfang so vieles. Welcher Refraktor es dann sein soll, falls es darauf hinausläuft, hängt natürlich wieder vom Preis ab. Eine Montierung auf einem Tischstativ, wie erwähnt, halte ich durchaus für möglich. Das Gerät müsste dann aber einen passenden Anschluss haben, das ist machbar. Das spart eine Menge Kohle. Besonders, wenn du ohnehin später aufrüsten willst. Denn vernünftige Okulare brauchst du in jedem Fall.

Mit Gruss, Joachim
 
Hallo Carsten,

das Teleskop stand mal vor einiger Zeit bei meinem Fotohändler rum, und ich habe es mir damals angesehen:

Soweit ich mich erinnere, fehlt eine Arretierschraube, mit dem man den Okularauszug nach der Fokussierung fixieren kann. Das könnte problematisch werden, wenn man mit schwerem Zubehör in Zenitnähe beobachtet: Durch die Schwerkraft kann sich der Fokus verstellen. Das ist übrigens auch bei der Astrofotografie fatal.

Die Monti machte einen recht soliden Eindruck. Ob sie einen Anschluss für ein Tischstativ hat, weiss ich nicht.

Mit den beiliegenden Okularen kannst du maximal 90-fach vergrößern. Hier würde ich später für Mond und Planeten ein 5- bis 6mm-Okular zukaufen. Das bringt bessere Bilder als das 10er mit Barlow. Ein 50mm-Sucher oder Leuchtpunkt-Sucher wäre geeigneter als der 6x30-Sucher.

CS und VG Christian
 
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