Abgesehen davon, dass die Montierung recht dünn und nicht gerade zitterfrei aussieht, kannst du mit den 50 mm Objektiv nicht sehr viel erwarten. Hauptsächlich ist der Mond bis ca. 100x Vergrößerung drin. Das 4-mm-Okular welches 150x liefert, wirst du kaum vernünftig einsetzen können (dunkles, flaues, kontrastarmes Bild.)
Zudem ist der Okularauszug für 1-Zoll-Okulare ausgelegt, so dass du nicht imstande bist, sinnvoll die verbreiteten 1 1/4-Zoll Okus zu verwenden. (Mit Adapter-Hülse ginge das schon, aber somit könnte das Gesichtsfeld der größeren Okulare nicht ausgenutzt werden. Außerdem sind bei diesen Billig-Teilen die Auszüge oft wackelig, so dass eine wirklich exakte Fokussierung schwer fällt.)
Mit dem Ding müsstest du beim Jupiter 2 braune, unscharfe Streifen ohne weitere Details erkennen, und beim Saturn den Ring ausmachen können (ebenfalls ohne weiteren Details.) Bei besserer Sicht sollte die Venus-Sichel drin sein.
Zum Einstieg in die Astronomie empfehle ich nach meinen Erfahrungen mit 60 mm Öffnung, lieber einen 80 mm Refraktor zu nehmen. Die gibts auch recht günstig:
http://www.teleskop-service.de/Celestronseiten/TeleskopeAstro/astro.htm#80 z.B., mit EQ3-Montierung und 2 Einsteiger-Okularen kommst du mit ca. 500 € weg. Der Einstieg in die Astronomie ist meiner Einschätzung nach mit einem Gerät wie dort beschrieben deutlich sinnvoller als mit dem Bresser Herkules.
Trotz anderer Empfehlungen, die totsicher kommen werden, nämlich lieber Spiegelteleskope zu nehmen, meine ich sind Ersteinsteiger mit einem Refraktor sehr gut bedient: So ein Teil problemlos zu verstehen und zu handhaben, und braucht weder justiert zu werden noch auszukühlen.