Bresser Jagd 8x56 vs. Swarovski EL 8,5x42

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stolpe

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Ein sicherlich etwas unfairer Vergleich, aber da ich Besitzer beider Instrumente bin, dachte ich, es währe interessant
diese beiden Gläser hinsichtlich ihrer Astrotauglichkeit, insbesondere in einer Großstadt zu untersuchen.
Das Bresser Fernglas habe ich als erstes erworben. Ich habe es bei einem Gang durch ein Kaufhaus zufällig gesehen
und es ist mir sofort aufgrund der großen Okularlinsen aufgefallen. Durchgeschaut, gekauft.
Es hat nämlich echte Brillenträgerokulare und man kann tatsächlich das gesamte Gesichtsfeld mit Brille überblicken.
Ich hatte mich nämlich immer darüber geärgert, dass ich immer die Brille abnehmen muss, wenn ich Nachts an meinem Teleskop beobachtete,
um ich mich mit einem Fernglas mal kurz zu orientieren. Dann Fernglas absetzen, Brille wieder auf und Objekt wieder verloren.
Warum habe ich aber dann auch noch das ca. 15x so teure und dazu noch kleinere Swarovski-Fernglas erworben, denn dazu ist
das Bresser Glas sicher sehr gut geeignet?
Ich hatte zunächst das Bresser Fernglas mit einem 10x40 Zeiss Dialyt und einem älteren Leica 10x42 BA von Bekannten
verglichen. Hier schnitt das Bresser Glas am Himmel, wenn man den Preisunterschied berücksichtigt, gar nicht so schlecht ab,
war doch der Hauptvorteil, den diese teuren Ferngläser hatten, das größere Gesichtsfeld und der Nachteil, dass man Aufgrund der
zehnfachen Vergrösserung das Bild nicht mehr richtig ruhig halten konnte. Auf der Achse liefern alle drei Ferngläser
eine saubere scharfe Abbildung. Jedenfalls konnte ich in allen dreien Albireo problemlos trennen. Aufgrund der grösseren
Lichtstärke (49/16 Bresser/Zeiss) lieferte das Bresser natürlich das hellste Bild und der leichte Grünstich des Bressers war
am Sternenhimmel nicht zu bemerken. Beim Leica störte mich die Randunschärfe sehr und von allen drei Gläsern war das Bresser
dasjenige, bei dem ich mit der Brille am besten das gesamte Gesichtsfeld übersehen konnte. Das angenehmste Bild hatte
nach meinem Empfinden dabei das Zeiss Dialyt.

Dann aber hatte ich ein Aha-Erlebnis, besser gesagt ein Boah-Goil-Erlebnis.
Ich durfte bei einem Fotohändler einmal durch ein Swarovski SLC 7x50 sehen.
Ich führte das Fernglas an meine Brille heran und noch bevor die Augenmuscheln diese berührte zoomte das Bild vor meinen Augen
auf, schien gewissermassen plastisch in der Luft vor mir zu schweben, wobei ich überhaupt nicht das Gefühl hatte, durch
so etwas profanes wie Glas hindurchzuschauen. Das Sehen war völlig entspannt und natürlich.
Einige Zeit später bot jemand bei E-Bay ein Swarovski EL 8,5 WB an, für 950,- Teuro, statt für ca. 1500,-€ im Laden.
Noch 9 Tage, 8, 7, ... noch 3 Stunden, noch 2, ... . Erbarmt sich denn keiner und gibt ein Gebot ab und spart über 500€?
Nun, ich habe mich erbarmt, 500€ gespart und bin jetzt Besitzer diese Glases.
Nun aber zu dem eigentlichen Vergleich. Zunächst die technischen Daten:

___________________________Swarovski EL__________Bresser Jagd

Vergrößerung________________8,5x__________________8x

Objektivdurchmesser__________42mm__________________56mm

Gewicht_____________________820g__________________1116g

Gesichtsfeld_________________130m/1000m; __________7,4°108m/1000m; 6,2°

Scheinb. Geschtsfeld__________63°___________________50°

Pupillenabstand______________18mm__________________ca. 20mm

Austrittspupille______________4,9 mm________________7 mm

Dämmerungszahl_____________19____________________21

Wenn man nun die beiden Ferngläser unter Tagesbedingungen vergleicht, fällt einem zunächst auf, dass das Bild im Swarovski
deutlich heller, brillanter und kontrastreicher ist, als im Bresser. Die Randschärfe ist in beiden Ferngläsern etwa gleich gut
(allerding ist das Gesichtsfeld im EL auch viel größer). Auch scheint die Achsparallelität im Bresser nicht so
ganz perfekt zu sein, denn immer wenn ich vom Swarovski auf das Bresser wechsele habe ich kurz den Eindruck leicht zu schielen.
Wie auch schon beim SLC 7x50 hat man beim EL nicht den Eindruck durch irgendetwas hindurchzuschauen, obwohl der Augenabstand
nicht so generös ist (18/23mm), wie beim 7x50.
Das Bresser vermittelt hier im Gegensatz ein ganz "normales" Fernglasgefühl.

Nachts relativiert sich dann der Helligkeitsunterschied zwischen beiden Gläsern und der Himmelhintergrund, jedenfalls bei mir
in Essen ist etwa gleich hell. Das Swarovski hat anscheinend durch die wesentlich bessere Transmission den Nachteil der
kleineren Öffnung fast komplett aufgeholt. Vielleich hat unter wirklich dunklem Himmel das Bresser hier noch einen klitze-
kleinen Vorsprung.
An astronomischen Objekten zeigt sich dann der wirkliche Vorsprung des Swarovskis: Kontrast, Kontrast und nochmals Kontrast.
Die Plejaden im Bresser: nett. Die Plejaden im EL: Ooooooh. Aaaaaaaah. Der Andromedanebel, der unter dem Stadthimmel in
Essen ziemlich "absäuft" hat im EL eine wesentlich größere Ausdehnung als im Bresser. Im Orionnebel sind viele feine
Strukturen im EL zu erkennen, die im Bresser einfach nicht da sind.
Das sicherlich beste Beispiel war im Januar der Komet C/2002 V1, der tief im Westen in der Lichtglocke über Mülheim (von der
Sternwarte Essen aus gesehen) zu sehen war. Einzig im Swarovski EL war der Schweif des Kometen zu erkennen.
In den anderen vorhandenen Kaufhausferngläsern, dem Bresser Jagd, einem 10x50 unbekannter Herkunft und einem 9x63 auch von
Bresser: Der Komet, gerade zu erkennen aber ohne Schweif!
Am Himmel herumzustreifen ist mit dem Bresser ganz OK im Vergleich zu vielen anderen Ferngläsern (wenn ich nur an das von Aldi
neulich denke, Brrrr), aber mit dem Swarovski einfach nur ein Genuss; man kann sich einfach nicht sattsehen.

In der Handhabung ist das Swarovski EL ebenfalls wesentlich besser als das Bresser Jagd, da man es problemlos mit einer Hand
halten kann und auch nicht andauernd nachfokussieren muss, weil der Fokus sich so leicht verstellt. Der Gewichtsvorsprung
und die bessere Balance machen sich bei längerer Beobachtung deutlich bemerkbar.
Etwas anderes, was einfach auch nicht beschreiben kann, ist das Feeling das man hat, wenn man das Swarovski in der Hand hat:
griffig, kompakt, präzise, unkaputtbar.

Ich jedenfalls werde das Swarovski nicht wieder hergeben und das Bresser, welches ich am Anfang häufig noch mit mir
herumschleppte, hängt jetzt meistens an der Garderobe. Vielleich verscherbel ich es bei E-Bay...

Jens Stolpmann



PS.

Das Dialyt und das Leica meiner Bekannten waren gegen das EL nur zweite Sieger. Leider konnte ich noch durch kein
Zeiss Victory schauen. Das währe sicherlich ein interessanter Vergleich.
 
Hallo Jens,

umfangreicher und schöner Bericht! Wenn auch der Vergleich an sich wenig sinnvoll ist ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Aber ich verstehe Deinen Bericht auch nicht als "Vergleichstest" sondern eher als eine Sammlung von Eindrücken und Erfahrungen. Deine Faszination kann ich gut verstehen, ich hatte das 8,5x42 EL auch schon mehrmals in den Fingern. Allerdings muß es bei dem Preis auf längere Zeit beim Händler bleiben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />.

Interessant wäre in dem Zusammenhang wirklich mal ein Vergleich des EL mit einem 8x40 Victory, 8x42 Trinovid, einem Nikon 8x42 HG oder auch preiswerteren Modellen derselben Klasse (Nikon, Minolta, ...).
An astronomischen Objekten zeigt sich dann der wirkliche Vorsprung des Swarovskis: Kontrast, Kontrast und nochmals Kontrast.
Die Plejaden im Bresser: nett. Die Plejaden im EL: Ooooooh. Aaaaaaaah. Der Andromedanebel, der unter dem Stadthimmel in
Essen ziemlich "absäuft" hat im EL eine wesentlich größere Ausdehnung als im Bresser. Im Orionnebel sind viele feine
Strukturen im EL zu erkennen, die im Bresser einfach nicht da sind.
Hier sprichst Du einen wichtigen Punkt an (zumindest nach meiner Meinung). Was ein richtig gutes Fernglas auszeichnet, das sind vor allem Schärfe und Kontrast. Den von Dir angestellten Vergleich kann man mit vielen der recht teuren Ferngläser machen, egal ob Zeiss Dialyt, Leica Trinovid, Nikon HG oder SE. Es ist schon erstaunlich, was mit so kleinen Ferngläsern sichtbar wird, wenn die Kontrastleistung stimmt. Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut beispielsweise der Nordamerika- oder Cirrusnebel im 7x42 Zeiss Dialyt kommt. Da sehen manche 7x50, 10x50 und z.T. auch etwas größere Modelle schlecht aus.

Man sollte die "kleinen" Ferngläser nicht unterschätzen. Auch eine 42mm Öffnung hat ihren Himmel und der kann erstaunlich "groß" sein.

Frank.
 
Hallo Jens,

ich möchte nur einmal zum Ausdruck bringen, dass mir dein Erfahrungsbericht sehr gut gefallen hat. Vielen Dank, dass du ihn hier hineingestellt hast.

Von diesen Highend-Gläsern geht schon eine Faszination aus, die mich auch immer wieder mal in Versuchung bringt, sehr viel Geld auszugeben.

Vor einiger Zeit habe ich bei einem Händler mal durch ein Swarovski SLC 8x56 B schauen können, und es hat mich schon beeindruckt. Liegen die EL-Gläser qualitativ jetzt noch über den SLC-Gläsern?

Dir wünsche ich auf alle Fälle viele Freude mit deinem Swarovski!

Viele Grüße und CS
Martin
 
Leica und Zeiss: Billigferngläser ?

Das Dialyt und das Leica meiner Bekannten waren gegen das EL nur zweite Sieger. Leider konnte ich noch durch kein Zeiss Victory schauen. Das währe sicherlich ein interessanter Vergleich

Guten Morgen,

bisher dachte ich immer, unsere einheimischen Traditions-
firmen würden sich am technische Machbaren orientieren und
sich diesen optischen und mechanischen Aufwand auch
angemessen vergüten lassen.

Nun klafft (als Beispiel) zwischen dem Trinovid 8x42, dem
Victory 8x40 (beide ~1100,-) und dem beschriebenen
Swarovski eine Lücke von immerhin 400 Euro.

Nun frag ich mich: Wie kommt der in diesem Marktsegment
doch erstaunlich große Unterschied zustande ?
Können unsere österreichischen Freunde mehr als Leica und
Zeiss ? Werden *noch* bessere Glassorten verwendet und sind
die Gehäuse *noch* robuster oder hat der Aufpreis eher mit
Marketing und Prestige zu tun ?

klare Sicht

Uwe
 
Re: Leica und Zeiss: Billigferngläser ?

> "Das Dialyt und das Leica meiner Bekannten waren gegen das EL nur zweite Sieger."

Hallo Uwe,

das ist doch diplomatisch formuliert und eine Aussage zu Unterschieden in Optik und Mechanik läßt sich daraus nicht ableiten. Das kann bedeuten, daß 1. der Unterschied nur auf den zweiten oder dritten Blick erkennbar ist oder 2., daß man den Rest im Vergleich zu Swarovski vergessen kann. Such Dir aus, was Dir lieber ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />.
bisher dachte ich immer, unsere einheimischen Traditions-
firmen würden sich am technische Machbaren orientieren und
sich diesen optischen und mechanischen Aufwand auch
angemessen vergüten lassen.
Tun sie doch. Technisch machbar ist für unsere führenden Optikfirmen wahrscheinlich das, was sich zu einem vertretbaren Aufwand herstellen und dann auch noch verkaufen läßt. Wäre das ClassiC 15x60 von Zeiss heute noch gut zu verkaufen, dann wäre es auch noch im Programm. Leider ist dem wohl nicht so. Also bleibt nur noch die Victory Serie, will man denn bei Zeiss als führendem Hersteller bleiben.

Ansonsten ist es doch so, daß man in dieser Klasse von Ferngläsern für den letzten Tick optischen Fortschritts meist einen (aus Sicht des Kunden) unverhältnismäßig hohen Aufpreis zahlen muß. Das ist aber nicht erst seit heute so. Eine weitere mögliche Erklärung für die 350 bis 400 Euro Differenz könnte im Aufwand der Herstellung liegen. Die Umlenkung vom Mitteltrieb in die beiden Fernglashälften des ohne Mittelsteg konzipierten EL soll wohl mechanisch recht aufwendig sein (habe ich zumindest mal gehört). Wenn man bei der Produktion vielleicht eine Woche braucht, um das Glas zusammenzusetzen, dann wäre der Preis schon verständlich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.

Frank.
 
Re: Leica und Zeiss: Billigferngläser ?

Hallo Uwe,

ich würde meine Aussage hier nicht überbewerten, bezieht sie sich doch auf ein ca. 25 Jahre altes Dialyt, welches sicherlich nicht mehr den aktuellen Stand der Technik repräsentiert (es wurde aber vor ca. 2 Jahren generalüberholt und kostenlos neue vollvergutete Okulare eingebaut. Auf Nachfrage bei Zeiss nach Materialkosten oder so, antwortete Zeiss: "Welche Reparatur?"). Auch das Leica 10x42 ist ca. 20 Jahre alt und hat eine deutlich schlechtere Transmission als aktuelle Modelle, die hier aber auch nicht ganz an das Swarovski herankommen.
Technisch stellen diese Gläser alle einen Kompromiss hinsichtlich Kompaktheit und Abbildungsqualität dar.
Kompaktheit -> Kurze Objektivbrennweite -> Farbfehler + Bildfeldwölbung
Viele Probleme liessen sich sicher dadurch lösen, indem man die Dinger einfach länger baut und eine Feldebnungslinse einbaut. So aber müssen die Fehler durch eine aufwändige Okularkonstruktion beseitigt werden.
Man stelle sich einfach nur mal vor, man würde aktuelle für kurzbrennweitige Optiken korrigierte Okulare zum Fernglasbau verwenden, also z.B. Televue Panoptik 27 mm Okulare, für ca. 450€ das Stück. Die mal zwei macht schon 900€. Wenn wir das Glas für 1000€ verkaufen wollten, blieben für den ganzen Rest noch 100€ über. Deshalb denke ich, dass ein Fernglas an der Grenze des technisch Machbaren über 2000€ kosten müsste, und soviel kostet ja auch das 15x60 von Zeiss.
Übrigens, das 10x40 Dialyt hat vor 25 Jahren auch schon 1700 DM gekostet. Wenn man die Inflation berücksichtigt, sind die High-End Ferngläser eher billiger geworden.
Und das EL hat auch ein paar schwächen: Nicht komplett Randscharf, leichte Kissenverzerrung, Farbfehler, wenn man nicht ganz exakt auf der Achse bleibt, und ein bisschen mehr Augenabstand könnte auch nicht schaden.
Daran sieht man, das auch das Swarovski EL einen Kompromiss darstellt und auch sicherlich nicht perfekt ist.
Aber vielleicht stellt es im Moment den besten Kompromiss dar, eventuell mit den Nikon High Grade Ferngläsern zusammen, die aber auch genauso viel kosten.

Mit binokularen Grüssen,

Jens Stolpmann
 
Re: Leica und Zeiss: Billigferngläser ?

Hallo Frank und Jens,

vielen Dank für eure Antworten !

Der Grund für meine Frage war der überaus gute
Eindruck, den ich neulich von einem Trinovid 7x42
bekommen hatte.
Alles an dem Glas war irgendwie perfekt und da hab ich mich
gefragt, wo denn da noch "Luft" zu einem Swarovski sein
könnte und ob es wohl etwas gibt, das der Leica-Ingenieur
zu dem angestrebten Preis eben *nicht* mehr einbauen durfte.

@Jens: Wer hat denn in Essen und Umgebung ein schönes
Sortiment zum Ausprobieren ?
Bei uns in Herne ist Fehlanzeige, und eine bessere Auswahl
als bei Hamer in Bochum hab ich noch nicht gefunden.
Da soll es so einen Jagdbedarfladen in Bahnhofsnähe geben ?

Glückauf

Uwe
 
Re: Leica und Zeiss: Billigferngläser ?

Hallo Uwe,

du hast doch nicht etwa bei Karstadt im Rhein-Ruhr-Zentrum durchgeschaut? Ich habe mein EL mal mit speziell diesem Fernglas verglichen. Ergebnis: Das EL hat ein etwas helleres und brillianteres Bild, ist etwas leichter und handlicher. Die Unterschiede sind aber nur minimal und nur im unmittelbaren Vergleich zu sehen. Das Leica ist halt eben auch ein fantastisches, fast perfektes Fernglas und kostet ja auch 400€ weniger (Aber ich habe ja auch "nur" 950€ für das EL ausgegeben. Für 1500€, ich weiss nicht).
Einen Händler zu finden, der die ganzen teuren Gläser vorrätig hat ist natürlich schwierig, denn letztendlich stellen sie gebundenes Kapital dar. Ich weiss nur von Kettner im RRZ, dass die eine Auswahl haben und von einem Jagdladen in der Steeler Strasse (nähe City Center/Alte Synagoge, gegenüber vom Hauptbad), die Zeiss, Swarovski, Minox usw. haben.
Ferngläser in einer Kaufhausumgebung zu Testen, halte ich übrigens für schwierig, da diese Umgebung relativ gleichmäßig erhellt und Kontrastarm ist. Hier schneiden auch billige Ferngläser im Vergleich zu den High-Ends relativ gut ab. Man sieht zwar, dass sie nicht ganz so gut sind, aber wieviel besser die teuren Ferngläser unter schwierigen Sichtbedingungen sein können, erfährt man hier nicht. Allein schon, wenn man bei Tageslicht in einer natürlichen Umgebung mit hohen Kontrasten testet (z.B. am Waldrand/ ITV!), werden die Unterschiede viel augenscheinlicher. In der Dämmerung zeigen die High-Ends dann ihre ganze Klasse und machen die billigen Ferngläser einfach nur nass.
Wenn man sich also zwischen mehreren Ferngläsern entscheiden soll, müsste man im Prinzip die in Frage kommenden Modelle immer Paarweise mit nach Hause nehmen, sie unter verschiedenen Sichtbedingungen testen, bis man das Modell herausgefiltert hat, welches einem am besten gefällt und welches man sich noch leisten kann.
Ist nur die Frage, welcher Händler das mitmacht? (Bitte melden!)

Jens Stolpmann
 
Re: Leica und Zeiss: Billigferngläser ?

Hallo Jens !

danke für die Tips. Im RRZ war ich mein Lebtag noch nicht,
und diesen Jagdladen hatte ich einfach nicht gefunden.
Ich werd demnächst Bericht erstatten !

bis die Tage

Uwe
 
Re: Leica und Zeiss: Billigferngläser ?

Hallo Jens,

ich habe auf deine Empfehlung dem RRZ mal einen Besuch
abgestattet und war ganz begeistert von der Leica-Auswahl und der freundlichen Bedienung.
Eine kleine Überraschung hab ich bei einem klitzekleinen
Vergleich Trinovid 7x42 / Bresser Montana 7x42 erlebt,
Testobjekt war die "Ausgang"-Leuchtschrift.
Hier zeigte das Leica am äußersten Bildrand einen deutlichen
lila-gelben Farbsaum um die Buchstaben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />, bei dem Bresser war
das nicht bzw. kaum der Fall, auch sonst hatte dieses Glas
ein sehr scharfes Bild und einen angenehmen Einblick
und lag zudem prima in der Hand.
Wenn du das nächste mal bei Karstadt bist, könnteste da
vielleicht mal durchschauen und deinen Eindruck hier
posten ? Ich hätte gerne ein zweite Meinung.

bis die Tage

Uwe

 
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