Bresser Pollux 150/1400mm

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Dicker52

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Hallo!

Erst mal ein großes Dankeschön für die schnelle Aufnahme bei euch.So nun meine Frage,ich habe mir das Bresser Teleskop Pollux 150/1400mm bestellt.Ist das auch für Anfänger gut geeignet?,und kann man damit auch Galaxien bzw.Nebel damit sehen und reicht das auch um den Jupiter richtig zu sehen?.Wäre dankbar über Antworten von euch.

Gruß Dicker52
 
Moin,

sofern dieses Teil gemeint ist:

-> Bresser Pollux 150/1400 Preisvergleich | CHECK24

Finger weg. Das ist ein Katadiopter auf einem absoluten Wackelstativ und einer ebenso wackeligen Montierung. Diese Art Teleskop besitzt i.d.R. einen Kugelspiegel mit einer Barlow-Korrektor-Linse im Okularauszug. Ich würde das keinem Anfänger empfehlen und auch sonst eher nicht.

CS
Jörg
 
Hallo Dicker,
(dass ich mal jemanden, den ich nicht kenne, so ansprechen darf)

Ich glaube es wäre eine gute Idee gewesen, erst zu fragen und dann zu bestellen.

Vielleicht kannst Du die Bestellung ja noch stornieren.

CS.Oli
(wir sprechen uns mit Klarnamen an)
 
Hallo,

das ist der Schwachsinn, der mich manchmal zweifeln läßt. Erst haben wollen und bestellen, dann fragen und "Nein" hören und nun? So ein Forum hat den grundsätzlichen Vorteil, dass man sich erst informieren und dann handeln kann. Jetzt bleibt nur Widerruf nach dem Fernabsatzgesetz. Der geht immer und ohne dass Gründe angegeben werden müssen. Aber subito und nicht irgendwann mal...

CS
Jörg
 
Hallo,
da ich zu dem Gerät nichts weiteres beitragen kann, hier mal ein paar allgemeine Informationen:
Die maximale Vergrößerung unter idealen!! Bedingungen ist ca. der doppelte Öffnungsdurchmesser. Wenn ich bei Bresser also 1050x lese ist das ein rotes Tuch.
Die Vergrößerung ergibt sich aus Brennweite(Teleskop)/Brennweite(Okular). Also bri dem 4mm Okular hier 1400/4mm=350x. Das ist schon zu viel. Dann noch die 3x Barlow dazu ergibt 1050x.
Insofern ist die Angabe richtig. Im Okular sieht man aber dann nur noch Matsch.
Zu den Anforderungen:
Jupiter dieht man auch mit dem bloßen Auge als Punkt und mit dem Fernglas als Scheibe. Was man braucht um ihn "richtig" zu sehen, hängt von den persönlichen Erwartungen und auch den Augen ab. Allgemein würde ich aber 150-200 fach als angemessene Vergrößerung bezeichnen. Das wäre also mit einem guten! 150mm Teleskop locker drin.
Bei Nebeln und Galaxien ist es ähnlich, allerdings hängt der Seheindruck zusätzlich sehr von der Umgebungshelligkeit ab und zusätzlich gibt es große Unterschiede zwischen den Objekten. Andromeda, Orion, M81/82 sind einfach, andere schwieriger. Mehr Öffnung hilft hier sehr, aber auch hier sind 150mm ein guter Anfang.

Gruß
Thomas
 
Moin,

das Ding, dass ich Spasses halber mal angeschaut habe, es dient in der entfernten Familie inzwischen als Wohnzimmerdeko, hat eine Reihe von Mängeln,

- Spiegel,
- den Barlow-Korrektor,
- der OAZ
- die als EQ3 verkaufte Billigmontierung allenfalls auf Skywatcher EQ2-Niveau,
- das Stativ

Wer sich zutraut das alles zu fixen wird vielleicht was damit anfangen können, aber erstens auf keinen Fall für Anfänger, selbst das Kollimieren ist eine echte Nummer wenn man es richtig hinkriegen will, man musste bei dem betreffenden Exemplar den OAZ mit Tesa entwackeln da viel zu lose, die Montierung war nicht zu fixen, da hätte man alle Lager überarbeiten müssen damit eine feinfühlige Bedienung möglich wäre, das Stativ war definitiv ein Fall für die Tonne, da hätte man was anderes drunter packen müssen. Insofern tut er aktuell das was er am besten kann, eindrucksvoll aussehen und die Katzen faszinieren...

CS
Jörg
 
Hallo Dicker,

um mal im positiven Sinne konkret zu werden: mit folgendem Gerät hättest Du ein solides Teleskop auf einer stabilen Montierung, das auch noch viel einfacher aufzubauen und zu bedienen ist als das Pollux.


Was das Beobachten angeht: es kommt darauf an! Nämlich darauf, wo Du beobachten willst. Aus der Stadt kann man ehesten Planeten und den Mond beobachten. Deep Sky Objekte sind da eher schwierig. Dazu sollte man raus aufs Land wo es dunkel ist! Und man braucht etwas Zeit, denn das Beobachten ist auch Übungssache. Msn lernt mit der Zeit, die Objekte zu finden und zu beobachten.

CS.Oli
 
Hallo Dicker,

von mir mal wieder die grundsätzlichen Fragen:

- wie hoch ist Dein Budget?
- wo willst du beobachten?
- was willst Du beobachten?
- wie willst Du beobachten?
- willst Du mobil sein?
- schon mal durch ein Teleskop geschaut?
- bist Du mit der Funktionsweise eines Teleskop/Montierung vertraut?
- wieviel Zeit hast Du?
- denkst Du an weitere Kosten die kommen werden?
- manuell oder GoTo?
 
Mal von einem Anfänger zum anderen gesprochen...
Auch wenn es teilweise sehr direkt formuliert wurde, sehe ich es auch so, dass Du mit dem Ding nicht glücklich werden wirst.
Selbst wenn das Teleskop was taugen würde, wirst Du mit dem Stativ/Montierung nicht viel machen können.
Am besten beantwotest Du wirklich erst mal die Fragen oben. Ist wichtig, damit man dich richtig beraten kann, denn ein Teleskop hat immer nur ein recht begrenztzes Anwendungsfeld. Insbesondere wenn es günstig sein soll.
Da muss man dann schon die richtige Wahl treffen.

Ich bin jedenfalls sehr froh, dass es dieses Forum mit seinen sehr hilfsbereiten Mitgliedern gibt.
Das hat micht sicher vor der einen oder anderen Fehlinvestition bewahrt.

Ich habe mir letztendlich ein etwas älteres aber ganz guten Teleskop bei Ebay Kleinanzeigen gekauft und die Montierung und die Okulare durch was anständiges ersetzt.
Dann kann man damit auch was anfangen.

Man muss aber einfach wissen, worauf man achten muss und dafür braucht man einiges an Know How, was man sich nicht mal eben so im Internet anlesen kann.
Daher bist du hier schon gut aufgehoben.

Viele Grüße
Dennis
 
Hallo!

Für eure Antworten bin sehr dankbar,mein Budget ist begenzt.Erst hatte ich das Bresser National Geographic 90/1250 bestellt,aufgebaut und alles so gemacht wie in der Anleitung steht.Was war der Motor drehte kurz Horizontal(zucken),der andere Motor für den Tubus da rühte sich gar nichts.Und die Handbox zum Eingeben nach dreimaligen Eingeben,hat sie den Geist aufgegeben.Was war da angerufen bei Bresser den das gesagt,ja das Teil ist defekt also zurück geschickt,wollte auch kein Ersatzgerät mehr haben.Deswegen habe ich das was oben angegeben ist bestellt,ich werde es ausprobieren wenn es nicht hin haut schicke ich es wieder zurück und muß denn was anderes bestellen.

Gruß Dicker52
 
Hallo Dicker,
ich hoffe für Dich, dass Du die richtigen Schlüsse aus den bisherigen Antworten ziehen wirst.
Klar, wenn man die Beschreibungen liest, und das Teil auf dem Bild sieht, könnte man tatsächlich auf die Idee kommen, dass das was taugen könnte.

Aber bei Allen, die dieses Gerät kennen, oder Ähnliches löst es eben einen „Finger-weg-Reflex“ aus.

Meine Empfehlung: Spare Dir, eigene (schlechte) Erfahrung zu machen, und nutze die Erfahrungen, die Andere bereits vor Dir gemacht haben, bzw. haben machen müssen.

CS

Dietmar
 
Hallo Dicker,

schau Dir bitte auch das Polaris 102/460 an.

https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/6629315_-polaris-102-460-eq3-bresser.html

Habe ich selbst im Einsatz. Ja, die Montierung EQ3 (alt) muss optimiert werden (Verschraubungen, Dämpfung Stativ) - dann trägt sie aber den kurzbauenden 2,5kg Richfield Refraktor sehr stabil mit kurzer Ausschwingzeit.

Der wesentliche Vorteil: Keine Verrenkungen am zuerst von Dir gewählten Newton bzw. weniger Platzbedarf auf dem Balkon (falls dass Dein Standort sein wird) mit dem Dobson (um nicht über dias Geländer zu fallen).

Bedenke bitte, dass die n. Jahre Planeten viel zu tief stehen, um visuell höhere Vergrößerungen zu nutzen. Und gerade deshalb DeepSky Dein Hauptbetätigungsfeld sein wird.

Später kann das dann Dein Reiseteleskop werden, falls Du was Größeres anschaffst.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann aber bitte nicht so nen krassen Farbwerfer mit ner parallaktische Wackelmontierung drunter!

Gegenvorschlag: SkyWatcher 102/500 Startravel - das ist wenigsten f/5 und als Anfänger leichter zu handeln ist die Skywatcher AZ4 Montierung. Die ist auch sehr stabil. Beides gibts auch gebraucht immer wieder mal.

Das ist was Solides sehr einfach zu bedienen. Aber für den etwas engagierteren Einstieg ist der 150/1200 Dobson die bessere Wahl

CS.Oli
 
Moin,

man darf nicht vergessen dass der Dobson die Benutzung einfach intuitiv einfacher macht. So lange nicht fotografiert werden soll, und selbst da gibt es ja Strategien, ist der größte Vorteil der Entfall der Montierung im eigentlichen Sinne, daher würde ich auf jeden Fall zum Dobs raten, wie gesagt, die einzige budgetkonforme Lösung ohne Wackelproblem die mir einfällt.

CS
Jörg
 
Hallo!

Ist das normal das der Mond auf den Kopf steht?,habe gerstern den Mond beobachtet klappt wunderbar.Manche von euch sagen das daß Bresser Pollux 15
 
Hallo Oli,

ich hatte heute Nacht um 2 Uhr wieder das Vergnügen mit diesem vormontierten(!) und schon mit Okularen bestückten "Schnellspechtel-System" am Meridian die Sommermilchstraße zu erkunden. Bei Deepsky merkt man nichts vom "Farbwerfer" und an Jupiter und Saturn (mit ORION Ultrascopic Plössl 5mm bei 92x) auch keine Farbe - bis auf die, die der Luftunruhe und dem Tiefstand überm Horizont geschuldet ist.

Da ich zwei Tage zuvor schon mit dem Polaris 102/460 auf der SP-DX mit dem 90'iger Hartholzstativ beobachten konnte, hatte ich eine gute Vergleichsmöglichkeit, was "Wacklizität" der Kombi angeht. Auf der SP-DX natürlich nur 1 Sek. Ausschwingzeit.

Was nun Alustativ und Montierung im Standardlieferumfang des Polaris 102/600 betrifft:

1. Stativ NICHT ausgefahren (da bei mir schon so Beobachtung über Balkonbrüstung möglich), beschwert mit Knöchelgewichten vom Beintraining, einfach über eine Seitenstrebe des Okularhalters gehängt. 1kg sorgt hier für Schwingungsdämpfung.

2. Montierung an zwei Stellen nachbearbeitet. Mutter der Rektaszensionsachse "handzahm" nachgezogen, damit kein Spiel mehr spürbar ist - und Mittelschraube des Schneckenkastens in Deklination ebenso fein nachgestellt, damit weder Spiel noch Verklemmung spürbar war.

Ergebnis beider Maßnahmen: Ausschwingzeit ca. 2 Sekunden bei 92x.

Bei Beobachtung am Meridian verhält sich übrigens die parallaktische Montierung wie eine Alt-Az-Montierung. Achsklemmungen nur leicht angezogen sorgt für Dobson-ähnliches Bewegungsgefühl.

Gruß,
Peter

Dann aber bitte nicht so nen krassen Farbwerfer mit ner parallaktische Wackelmontierung drunter!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Bedenke bitte, dass die n. Jahre Planeten viel zu tief stehen, um visuell höhere Vergrößerungen zu nutzen.
Das gilt nur für Saturn und Jupiter, nicht aber für Mars und Venus. Ob die beiden Gasplaneten wirklich zu tief stehen für eine erfolgreiche Beobachtung hängt dann auch nochmal von den momentanen Bedingungen ab. Da habe ich in den letzten Jahren auch schonmal Glück gehabt mit tief stehenden Planeten.

Jedenfalls sehe ich kein gewichtiges Argument dagegen, mit einem Allrounder einzusteigen.

VG Klaus
 
Hallo Oli,

ich hatte heute Nacht um 2 Uhr wieder das Vergnügen mit diesem vormontierten(!) und schon mit Okularen bestückten "Schnellspechtel-System" am Meridian die Sommermilchstraße zu erkunden. Bei Deepsky merkt man nichts vom "Farbwerfer" und an Jupiter und Saturn (mit ORION Ultrascopic Plössl 5mm bei 92x) auch keine Farbe - bis auf die, die der Luftunruhe und dem Tiefstand überm Horizont geschuldet ist.

Da ich zwei Tage zuvor schon mit dem Polaris 102/460 auf der SP-DX mit dem 90'iger Hartholzstativ beobachten konnte, hatte ich eine gute Vergleichsmöglichkeit, was "Wacklizität" der Kombi angeht. Auf der SP-DX natürlich nur 1 Sek. Ausschwingzeit.

Was nun Alustativ und Montierung im Standardlieferumfang des Polaris 102/600 betrifft:

1. Stativ NICHT ausgefahren (da bei mir schon so Beobachtung über Balkonbrüstung möglich), beschwert mit Knöchelgewichten vom Beintraining, einfach über eine Seitenstrebe des Okularhalters gehängt. 1kg sorgt hier für Schwingungsdämpfung.

2. Montierung an zwei Stellen nachbearbeitet. Mutter der Rektaszensionsachse "handzahm" nachgezogen, damit kein Spiel mehr spürbar ist - und Mittelschraube des Schneckenkastens in Deklination ebenso fein nachgestellt, damit weder Spiel noch Verklemmung spürbar war.

Ergebnis beider Maßnahmen: Ausschwingzeit ca. 2 Sekunden bei 92x.

Bei Beobachtung am Meridian verhält sich übrigens die parallaktische Montierung wie eine Alt-Az-Montierung. Achsklemmungen nur leicht angezogen sorgt für Dobson-ähnliches Bewegungsgefühl.

Gruß,
Peter

Hallo Peter!

So wie du es unter Punkt 2 beschrieben hast,habe ich es auch gemacht.Jetzt habe ich kein Spiel mehr drin,danke für dein Tipp.

Gruß Dicker52
 
Hallo,

man kann auch einen Refraktor 'dobson-ähnlich' auf einer azimuthalen Schwenkeinheit betreiben. Vorteile für Anfänger: Einblick hinten und eine stabilere Optik, die man nicht kollimieren muß.

Stichworte: Vixen Porta (min), TS-AZ-6, TS-GSAZ, TS-AZ5, SkyWatcher AZ-5, AZ-Pronto, SkyTee, um einige zu nennen.

Gruß Gerd
 
Als Nachtrag zu meiner Anmerkung s. Grafik (hatte ich mal im Netz gefunden).

Zu den Vergrößerungen:

http://www.deepsky-brothers.de/Vergroesserung.htm

http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_jupiter.htm

http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_saturn.htm

http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/planetenbeobachtung.htm

Bedenke bitte, dass die n. Jahre Planeten viel zu tief stehen, um visuell höhere Vergrößerungen zu nutzen. Und gerade deshalb DeepSky Dein Hauptbetätigungsfeld sein wird.

Planetenhoehen.jpg
 
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