Bresser Prismatik 10x40 Klappfernglas bei Penny

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rookiefrank

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Hallo,

Hab mir das Bresser Prismatik 10x40 Klappglas bei Penny
gekauft.
Für 9,99 Euro.
Schönes Glas.
Schielt nicht, guter Kontrast, schön hell, leicht....
10cm Fenstersprosse im Dunkeln in 1km Entfernung ohne Ansatz von Doppelbild.
Ganz in Gummie gepackt das Ding....
Bis 60% Blickfeld scharf...
Metalkorpus...gummiert.

Bin überrascht.

Mein 10x50 Revue Japan (70er),ist nur wenig schärfer.
Und das soll schon was heissen....

Nur empfehlenswert.

Hab mir aber auch das Beste rausgesucht.
Bei den Anderen ging der Fokusierer ein wenig schwer.
Schärfe, Schielen, war bei allen gut.

Und ab nach Penny....

Frank
 
Hallo,

ich staune immer wieder, was für einen Spass es macht, aus einem Haufen "Astroschrott" ein Teil herauszufinden, das vielleicht etwas weniger schrottig ist.

Wenn man überlegt, was ein simples Plössl-Okular kostet, kann man für EUR 9,99 wirklich nix erwarten.

Das Thema "Discounterware" wird immer wieder aufgegriffen, und immer wieder kommt eigentlich das gleiche raus: Finger weg.

Viele Grüße allerseits

Klaus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />
 
Ne, Ne ,Ne ,

So einfach ist das nicht.
Ich weiss eine Optik schon zu beurteilen.
Zeiss Triovit hatte ich auch schon vor Augen.
Und ganz blind bin ich auch noch nicht.

Frank
 
Ich denke gerade im Fernglasbereich 8-20x ist das Auge das
schwächste Glied der optischen Kette.
Da können auch schon im Konsumerbereich recht gute optische
Geräte dabeisein.

Wir wissen spätestens seit GSO was die Chinesen auch im Low Cost Bereich schleifen können.

Und macht euch nichts vor auch Zeiss hat ausgelagert...
...bin ich fest von überzeugt.
Schleifen ist eine so zeitintensieve Sache, geht nicht anders.


Frank
 
Wir wissen wie blass ist alle Theorie....

Ich hab durchgeschaut, bin somit Praktiker....

Der Ansatz: Qualität is teuer ist sicherlich richtig.
Der Umkehrschluss nicht zwangsläufig...

Bedenke das...
Frank
 
Hallo Frank,

sagen wirs mal so:
Ein Fernglas, welches in der Herstellung billig ist, wird nicht von vorne herein absichtlich schlechter gerechnet als ein teueres. Die Qualitätsunterschiede ergeben sich aus den unterschiedliche großen Fertigungstoleranzen der Einzelkomponenten und ihrem zufälligen Zusammentreffen in der kompletten Einheit. So gesehen kann es einzelne sehr billige Ferngläser hervorragender Qualität geben, wenn nämlich zufällig nur Komponenten verbaut werden, die innerhalb der Toleranz nahe am Optimum liegen - aber es ist sehr sehr unwahrscheinlich, dass

1. ausgerechnet ich dieses extrem seltene Teil bekomme (im Lotto gewinne ich auch nie...)
2. solche überdurchschnittlichen Teile ausgerechnet bei Lidl oder Aldi zu finden sind; ich denke eher, dort wird der qualitative Bodensatz verklopft...

Wie gesagt, es kann sicherlich in Einzelfällen ein tolles Teil dabei sein, aber das Gros ist lausig... zumindest für Zwecke der Astronomie.

Es freut mich aber für Dich, dass Du ein gutes Glas erwischt hast.

Viele Grüße Klaus
 
Nochmals Hallo,

ich will dennoch nicht verschweigen, dass ich auch schon ab und zu mal so ein günstiges Angebot begutachtet habe (z.B. Zoom-Glas bei Lidl). Die Gläser liegen schön in der Hand, sehen nett aus - aber optisch hat mich noch keines überzeugt (ich bin also auch nicht nur Theoretiker...)

Gruß Klaus
 
Re: Zeiss Triovit?

Ich weiss eine Optik schon zu beurteilen.
Zeiss Triovit hatte ich auch schon vor Augen.

Hallo Frank,

Zeiss Triovit? Noch nix davon gehört. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> Leitz und Leica Trinovid kenne ich, Zeiss Dialyt auch, die Ultravid's von Leica sind ebenfalls nicht unbekannt, nur das Zeiss Triovit ist mir noch nicht über den Weg gelaufen. Was hast Du denn da vor Augen gehabt? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Viele Grüße, Frank.
 
Re: Zeiss Triovit?

Hallo Frank + Frank!

vielleicht war's ein Trilobit?

Spaß beiseite, wenn das 10 Euro Glas okay ist, kann man es doch nutzen.

Ich habe inzwischen meine ganz spezielle Meinung zu den Qualitätsstufen im Fernglasbau. Es gibt nur noch billig mit hoher Ausschussrate, und sehr gut zu hohem Preis. Alles was dazwischen ist, kann man, mit ganz wenigen Ausnahmen, in die erste Gruppe einreihen, das ist allerdings dann extrem teuer und nicht mehr billig. Letztens habe ich beim Optiker durch zwei 500 Euro Eschenbach Gläser geschaut (je ein Dachkant und Porro), schlechter kann ein Aldi Bresser auch nicht sein.

Eins darf man aber auch nicht vergessen: Der Abstand von solch einem Glas zu Zeiss Victory FL oder Leica Ultravid ist unbeschreiblich groß. Ein Fernglasfreak wird doch wenn irgendwie möglich bei so einem Glas landen.

Viele Grüße
Andreas
 
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Es gibt auch eine gute Mittelklasse

Hallo Andreas,

es ist halt immer so: Ein hoher Preis garantiert nicht automatisch Qualitaet! Zur Zeit gibt es in der Mittelklasse leider den Trend, billige Fernglaeser brutal ueberteuert anzubieten, um den unerfahrenen Kaeufer zu blenden. Das bedeutet aber nicht, dass Fernglaeser im 500 Euro Bereich weit schlechter als das High End sein muessen. Die Kandidaten fuer gute Preis/Leistung sind ja hinlaenglich bekannt: Docter, Nikon, Meopta.

Du gibst mir jetzt auch die Gelegenheit, meinen neuesten Testbericht vorzustellen :-)
http://www.holgermerlitz.de/dodecarem.html

Ein Vergleich der beiden Klassiker Dodecarem und Nobilem Spezial mit dem 12x50 Optolyth Alpin (aus der 500 Euro Klasse). Das Alpin ist ein ordentliches Fernglas, abgesehen von einem technischen Trick, mit dem Optolyth wegen zu kleiner Prismen die Austrittspupillen von 4.2mm auf 3.5mm abblenden musste (wird im Juelich Forum gerade diskutiert). Das ist natuerlich unterste Schublade, denn damit wird das Fernglas effektiv zu einem 12x42. Ansonsten, als ein 12x42 also, ist es aber sein Geld wert.

Viele Gruesse,
Holger
 
Re: Es gibt auch eine gute Mittelklasse

Heute habe ich das Glas noch mal geschaut.
Konnte die Nadeln einer Tanne in 40m Entfernung zählen.
Das kann nicht schlecht sein.
Übrigens das Triovid oder so kann auch ein Leitz gewesen sein.
Sollte jedenfalls um die 1000 Euro kosten.
Da ich mir das eh nicht leisten konnte, ist mir die genaue
Bezeichnung natürlich entfallen, und das ist auch gut so...

Mein neues Glas ist super, das ist für mich wichtig.
Was andere davon halten ist mir erstmal egal, bis jemand durchschaut und mir plausibel erklärt, daß ich mich irre...


Frank
 
Re: Zeiss Triovit?

An Carsten:

Wo macht man eigentlich den Führerschein fürs Scharfsehen,
um dann "Experte" zu sein??????????????
 
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Re: Zeiss Triovit?

Das noch:
Absolut rundes 4mm grosse Austrittslicht am Okular....
Soll ja auch nicht schlecht sein, wah....

Von Wegen Prismatik....

Frank
 
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Re: Es gibt auch eine gute Mittelklasse

Hallo!

Wer zeigt mir das Glas, dass zum Neupreis von 475 Euro optisch und mechanisch mehr bringt als das Fujinon 7x50 FMT-SX (Gewicht und Einzelokulareinstellung mal außen vor)?

Das ist Spitzenklasse und nicht gute Mittelklasse!!!!

Gruß,
Bernhard
 
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An synosontis:
Da muss ich dir widersprechen....
Natürlich werden absichtlich schlechte Ferngläser produziert.....

Brauchste nur auf den OL Flohmarkt gehen und dir die
rotvergüteten [zensiert]teile "Armylook" anschauen oder durchschauen.

Bei Ebay wird der Mist auch für 19,99 verkloppt.
Das ist Totalschrott...

Frank
 
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Re: Es gibt auch eine gute Mittelklasse

Das Fujinon ist wirklich ein besonders gutes Beispiel fuer ein (optisch!) Top Fernglas zum Preis der Mittelklasse. Dazu zaehlt auch das 10x50, das, wie ich finde, sogar noch etwas besser ist als das 7x50. Es ist natuerlich viel zu schwer, um ernsthaft mit der Konkurrenz von Leica und anderen konkurrieren zu koennen, aber wer es nicht zu schleppen braucht, und selten fokussieren muss, der trifft eine gute Wahl.

Ein aehnlicher 'Ausrutscher nach oben' ist das Nikon E2 (8x30 und 10x35), das zwar nicht wasserdicht ist, aber mit einer optischen Leistung kommt, die nur knapp unter der Elite liegt.

Viele Gruesse,
Holger
 
Re: Es gibt auch eine gute Mittelklasse

Auch die Fokuskarakteristik zeigt mir:
Das is es....
Extrem kleiner Fokusbereich, aber dann knackscharf...
Kein Rummrühren im Unschärfebereich...

Frank
 
Re: Es gibt auch eine gute Mittelklasse

Hallo Bernhard,

ganz so dogmatisch habe ich es natürlich nicht gemeint. Das Fujinon ist optisch Spitze, aber es ist für die Naturbeobachtung verloren wegen des hohen Gewichtes und der Einzelokularfokussierung, wie Du schon geschrieben hast.

Neben den Eschenbachs hatte ich auch mal Minox zum Testen, damals als die Asphärischen auf dem Markt kamen, so vor ca. 2-3 Jahren, das war ebenfalls relativ schlecht.

Viele Grüße
Andreas
 
Billig oder teuer?

> vielleicht war's ein Trilobit?

Hallo Andreas,

vielleicht war's auch ein Monolyt, die monokulare Ausführung vom Dialyt? Oder ein Dialyt für die Beobachtung mit drei Augen? Aber dann würde es wohl Trinolyt heißen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> ...


Ich habe inzwischen meine ganz spezielle Meinung zu den Qualitätsstufen im Fernglasbau. Es gibt nur noch billig mit hoher Ausschussrate, und sehr gut zu hohem Preis. Alles was dazwischen ist, kann man, mit ganz wenigen Ausnahmen, in die erste Gruppe einreihen, das ist allerdings dann extrem teuer und nicht mehr billig.

Da ist was wahres dran, aber ganz so streng sehe ich das nicht. Gute und preiswerte Ferngläser im Bereich von 100 bis 250 Euro haben schon ihre Berechtigung. Mit so einem Fernglas kann man durchaus seine Freude haben und einen vernünftigen Einstieg in ein neues Hobby wagen. Der Appetit kommt bekanntlich mit dem Essen und das für 150 oder 250 Euro gekaufte Fernglas kann man auch nach Anschaffung eines besseren Fernglases als Zweitglas behalten und weiter nutzen. Die gute Mittelklasse, also Ferngläser um 500 oder 600 Euro (nicht alle, aber einige <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />), hat nach meiner Auffassung auch ihren Sinn. Nicht jeder landet zwangsläufig bei den Top-Gläsern von Nikon, Zeiss, Leica oder Swarovski. Ich denke, man kann mit einem Docter 8x42/10x42 B/CF, einem 10x50 Nobilem oder einem Nikon 8x30/10x35 E II ein Leben lang glücklich sein und u.U. mit dem Fernglas mehr sehen und erleben als einer, der von jeder Nobelmarke zwei Ferngläser im Schrank stehen hat. Das ist nicht viel anders als in der Astronomie. Ich kenne Leute, die sind ihr ganzes Leben bei einem 80mm Refraktor geblieben und haben den 4 Zoll, 5 Zoll, 6 Zoll Apo oder den 8 Zoll, 10 Zoll, 12 Zoll Dobson nicht wirklich vermißt. Das ist halt alles eine Frage der eigenen Anforderungen (was will man mit dem Fernglas anfangen, wie oft wird es genutzt, welche Qualität muß oder soll es dafür haben, ...) und natürlich des Geldes, welches man auszugeben bereit und in der Lage ist. Mit einem Docter 8x42 B/CF habe ich das gute Gefühl, im Vergleich zur Oberliga eine ganze Menge Geld gespart zu haben, ohne dass ich mich bei den optischen und mechanischen Qualitäten auf einen ärgerlichen Kompromiss eingelassen habe. Hier stimmt das Verhältnis von Preis zur gebotenen Leistung. Da frage ich mich schon eher, welchen Sinn Ferngläser zwischen der sehr guten Mittelklasse und der Oberklasse haben.

Es kann durchaus vorkommen, dass man sich ein 850 Euro Fernglas kauft, dieses eine Zeit lang nutzt und sich irgendwann die Frage stellt, ob man das Sparschwein vielleicht zu früh geschlachtet hat. Ein Conquest 8x40 (als Beispiel) kann man für einen doch schon recht hohen Preis einkaufen. Je öfter ich den Vergleich mit der Spitzenklasse mache, desto häufiger frage ich mich, ob die Abstriche bei der optischen Leistung die Investition wirklich rechtfertigen. Man spart schon eine Menge Geld im Vergleich zu einem Victory FL, aber lohnt sich das wirklich? Wenn man viele Jahre dabei bleibt und seinen Spaß mit dem Glas hat, dann ist das ok. Wenn das teuer eingekaufte Fernglas aus der zweiten Reihe aber vor der Zeit verkauft und durch ein Exemplar der ersten Reihe ersetzt wird (weil man halt doch auf den Geschmack gekommen ist), dann wird der Spaß richtig teuer. Wenn man die 850 Euro schon mal zusammengespart hat, dann kann man sich auch überlegen, ob weiter sparen und etwas später das Top-Modell kaufen nicht die bessere Lösung ist. Unterm Strich wäre das sicher günstiger.

Die Alternative heißt für mich nicht billig oder sehr gut zum hohen Preis sondern solide Mittelklasse oder eins der richtig teuren Top-Modelle. Dass der Einstieg in die Beobachtung mit Ferngläsern oft über die 100 oder 200 Euro Klasse erfolgt (was ja kein Fehler sein muß), ist damit nicht ausgeschlossen. Nur gibt es nicht allzu viele Händler, die mir neben einer fachlich fundierten Beratung auch ein solches Sortiment an Ferngläsern vorhalten, dass ich genau das Fernglas finde, welches für meine Zwecke (beinahe) ideal ist. Entweder wird heute die Billigschiene gefahren und man drückt dem lieben Kunden was besonders hochwertiges für besonders wenig Geld aufs Auge, weil die teuren Gläser ja viel zu teuer sind, oder man argumentiert in die andere Richtung, dass nur die Nobelmarken wirklich gute Ferngläser im Programm haben und dass man doch wenigstens 1200 Euro dabei haben sollte, um das Geschäft als glücklicher Kunde zu verlassen. Wer kann mir heute noch mit guten Argumenten ein gutes Mittelklasse Fernglas verkaufen? Gute Gründe gibt es aus meiner Sicht genug und ein paar gute Mittelklasse Ferngläser gibt es auch noch ...

Viele Grüße, Frank.
 
Re: Es gibt auch eine gute Mittelklasse

Hallo Andreas, hallo Holger!

Ich bin der Meinung, dass das Fujinon 7x50 FMT-SX durchaus sehr gut für die Naturbeobachtung geeignet ist. Es hängt halt sehr viel davon ab, was und wie man beobachtet. Derjenige, dessen Augen noch gut akkomodieren, sollte bei Beobachtungsabständen oberhalb von 20-30 m keine Probleme mit der Einzelokulareistellung haben - eine Schärferegulierung ist dann nicht notwendig. Für die ständige Nahbeobachtung mit wechselnden Einstellungen ist dieses Glas in der Tat wenig geeignet. Dafür entschädigt mich dieses Glas mit einer enormen Schärfe und einem plastischen Bild, auch in mehreren hundert Metern Entfernung. Das Gewicht stellt für mich auf meinen relativ kurzen Spaziergängen (ca 45 min) kein Problem dar.

Das 10x50 FMT-SX ziehe ich der 7-fachen Vergrößerung vor allem bei der Astro-Beobachtung vor - hier zeigt die 10-fache Vergrößerung einfach mehr Details. Ich habe den Eindruck, dass das 7x50 die bessere Schärfe und die geringere Streulichtempfindlichkeit hat, dafür punktet das 10x50 mit einem größeren Sehfeld.

Gruß,
Bernhard Loos
 
Re: Es gibt auch eine gute Mittelklasse

Ich bin der Meinung, dass das Fujinon 7x50 FMT-SX durchaus sehr gut für die Naturbeobachtung geeignet ist. Es hängt halt sehr viel davon ab, was und wie man beobachtet. Derjenige, dessen Augen noch gut akkomodieren, sollte bei Beobachtungsabständen oberhalb von 20-30 m keine Probleme mit der Einzelokulareistellung haben - eine Schärferegulierung ist dann nicht notwendig. Für die ständige Nahbeobachtung mit wechselnden Einstellungen ist dieses Glas in der Tat wenig geeignet. Dafür entschädigt mich dieses Glas mit einer enormen Schärfe und einem plastischen Bild, auch in mehreren hundert Metern Entfernung. Das Gewicht stellt für mich auf meinen relativ kurzen Spaziergängen (ca 45 min) kein Problem dar.
Das gleiche gilt für mein Docter 7x50. Eigentlich wollte ich es längst verkaufen, weil ich hier niemals den für AP7 nötigen dunklen Himmel habe. Aber wenn ich durchschaue und das für meinen Geschmack überragende Bild sehe, kann ich mich nicht davon trennen. Mit dem Glas macht es z.B. tierisch Spaß, zu entdecken, was man in der Abenddämmerung am Rhein damit noch sehen kann. Auch tagsüber ist die gebotene Qualität absolut überzeugend und ein Fokussieren meistens überflüssig.

Ciao,

Christof
 
Re: Es gibt auch eine gute Mittelklasse

Mit dem obengenannten Bresser sehe ich bei guter Tranzparenz
in 1km Entfernung die Efeubeästellung ca. 2cm dick auf einer Gebäudewand.
Allerdings nur auf der Achse.(ca +-15 Grad des Gesichtsfeldes.
Finde ich für ne "[zensiert]optik" wie hier einige meinten
erstaunlich.

Frank
 
Re: Es gibt auch eine gute Mittelklasse

Hallo Frank.

Ich will ja nicht stänkern, aber ich bin Freitag noch extra zum Penny getigert und habe mir einige von den Gläsern angesehen.
Scharf sind sie, keine Frage.
Aber die vier Stück, die ich probiert hatte, warem extrem schlecht kollimiert.
Du wirst einfach Glück gehabt haben :-)

Grüße, Thomas.
 
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Re: Es gibt auch eine gute Mittelklasse

Hallo,

habe exakt dieses Glas vor einigen Monaten sehr billig bei eblöd gekauft - War aufs heftigste dejustiert, beim Versuch das üble Doppelbild (75% Versatz) wegzubekommen, sind die Schrauben (aus was sind die?!) schnell verratzt gewesen und fest aufschrauben lässt sich das betreffende Teil auch nicht mehr... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />

Zu allem Überfluss hat der Händler auch nicht mehr auf meine Reklamationsmails reagiert - aber das geschieht mir ganz recht - Du bekommst immer genau das was du bezahlst - aber einige wenige können mit solchen Gläsern auch mal Glück haben...

Grüße Benny
 
Fernglasexperte

Mit dem obengenannten Bresser sehe ich bei guter Tranzparenz
in 1km Entfernung die Efeubeästellung ca. 2cm dick auf einer Gebäudewand.
Allerdings nur auf der Achse.(ca +-15 Grad des Gesichtsfeldes.
Finde ich für ne "[zensiert]optik" wie hier einige meinten
erstaunlich.

Frank

Hallo Frank,

Du scheinst ja von Ferngläsern voll die Ahnung zu haben. Alle Achtung!

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/i_respekt.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grknie.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/i_respekt.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grknie.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/i_respekt.gif" alt="" />

CS

Serenitatis
 
Re: Fernglasexperte

Hallo alle hier,

danke vor allem an Thomas Boeder, der wenigstens mal durchgeguckt hat (da alle dekollimiert waren, konntest Du ja leider nichts näheres über Schärfe, Kontrast, Reflexe und die anderen üblichen Kriterien für ein Fernglas berichten).
An fast alle anderen: es ist sicher für einige zur Selbstbestätigung notwendig, sich auf dem extrem niedrigen Niveau des Verrisses ihnen völlig unbekannter Gläser hier zu bewegen. Aber ich denke, das Forum hier hatte auch schon bessere Beiträge. Könnt ihr nicht mal ganz einfach mit Tatsachen und konkreten Vergleichen aufwarten?
Sicher, ich hatte auch bisher sehr wenige Billigstgläser in der Hand, bei denen ich nicht bereits auf den ersten oder zweiten Blick fast völlige Unbrauchbarkeit feststellen mußte (und die wurden je nach Bezugsquelle zu bis zu 100€ angeboten), aber wenn der Berichterstatter als Vorteil die hohe Schärfe auf der Achse angibt, könnte er ja vielleicht auch noch etwas mehr "Holz" geben und etwas über Sehfeld, Kontrast, Reflexe usw. sagen.
Andererseits wird hier auch ganz einfach kein preislich halbwegs akzeptabler Vergleich geboten. Vorschlag zur Güte: mach doch mal einen Vergleich mit einem Nikon, Minolta oder Olympus der gleichen KLasse (Action, Classic3, DPR1 z.B.) oder dem Lidl-Meade, bin jetzt schon gespannt auf das Ergebnis, die genannten Gläser kosten alle unter 100€ und sind somit als Standard in dieser Preisregion geeignet (und nicht die über 500€ teuren Fujinons, Nikon E oder Zeiss Conquest).
Was also soll der interessierte Forenleser mit diesen Beiträgen anfangen? Ich denke, vor allem nach Details fragen und, wenn keine kommen, eben schließen, daß der "geübte Beobachter" nicht in der Lage ist, diese zu beurteilen und die wirklich geübten Beobachter hier nicht in der Lage sind, sich in einen Fernglasnutzer hineinzudenken, der keine 1500€ dafür flüssig hat (was für die meisten hier sicher früher doch auch sicher mal zutraf).

Ich schau jedenfalls mal in den nächsten Tagen bei Penny rein, vielleicht haben die noch welche da - dann kann ich ein Paar Details dazu angeben. Außer meiner Statistik: bereits viele solche Billiggläser in der Hand gehabt, war nichts dabei, was trotz des höheren Preises einem der genannten Nikon, Minolta oder Olympus echt Konkurrenz gemacht hätte (vor allem, weil selbst beim "Lidl-Meade 10x50" auf 10x40 abgeblendet und nur jedes 3te Glas i.O. war)

Meine letzte Erfahrung in solchem Zusammenhang war übrigens das 12x30 von Lidl (oder Aldi?) ein recht nettes Glas ohne Rotvergütung, aber wie sich herausstellte, abgeblendet auf unter 20mm und mit völlig unbrauchbarem Entfernungstrieb (beim Aufmachen stellte sich dann heraus, daß das wirklich konstruktiv bedingt war und nicht reparierbar, daher der günstige Preis von ebenfalls so um 10€ - die Objektive habe ich mit 2 weiteren Objektiven eines 10x25 zu achromatischen Lupen umgebaut, die ganz brauchbar sind. Die Schärfe der Optik erschien übrigens auf den ersten Blick echt eindrucksvoll (bei der extremen Abblendung eigentlich auch kein Problem). Mal sehen, was beim "Penny-Glas rauskommt.

Gruß

PS: ein 10x40 "Klappglas" habe ich übrigens noch nie in der Hand gehabt - soll doch wohl heißen "Taschen-Dachkantglas mit an der Okularbrücke einzeln beweglichen Objektivrohren", das sich somit sehr klein zusammenfalten läßt. Ist nämlich bei einem 40er Objektiv alles nicht mehr so einfach und praktisch. Sind es WIRKLICH 40mm?
 
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