Bresser Uranus kaufen?

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KleinerBoomer

Neues Mitglied
Hallo erstmal! Ich habe mich eben in eurem Forum angemeldet, nachdem ich schon eine ganze Menge hier mit gelesen habe. Es ist genial hier.

Vor ein paar Wochen war ich in der Sternwarte Melle. Das hat mich so fasziniert, dass ich mir gleich ein Teleskop gekauft habe... ein Bresser Lyra (Refrakor, Öffnung 70mm, Brennweite 900mm). Ich bin eigentlich erstaunt, wieviele Details von Planeten damit zu erkennen sind. Jetzt überlege ich, zumindest den Tubus upzudaten. Ins Auge gefasst habe ich da das Bresser Uranus (Refraktor, Öffnung 102mm, Brennweite 900mm). Könnt ihr das empfehlen? Und lohnt das überhaupt? In einem älteren Beitrag habe ich gelesen, dass man damit auch Deepsky sehen kann....

Und wenn ich schon mal soviel frage, was haltet ihr hiervon:
Elektronisches Okular
Kann ich damit eventuell auf meinem Laptop was erkennen?

Viele Grüße
Dirk
 
Hallo Dirk,

ich denke, Du wirst wohl um ein Update der Montierung nicht drumrum kommen. Das Uranus ist viel schwerer und ohnehin unterschätzt der Einsteiger, wie wichtig eine stabile Montierung ist. Und wenn der Einsteiger schon weiss, daß er die Montierung nicht unterschätzen darf, sollte man ihn dran erinnern, doch die Montierung besser eine Stufe größer zu kaufen...
Alles klar? Es sieht also wenn nach einem ganz neuen Gerät aus. Da könntest Du dann mal Deine Vorstellungen und Dein Budget nennen, und dann könnte man sich drüber unterhalten.
Das elektronische Okular ist eine reine Spielerei. Man kann damit am Fernseher sehen, was das Teleskop zeigt - aber schaut man direkt ins Okular dann sieht man mit etwas Übung mehr. Das Ding ist eher was für Vorführungen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo!
Der Bresser Uranus ist ein 102 mm Achromat, du hast 70 mm, also grob einenhalb mal so viel Öffnung. Heißt auch doppelt soviel Gewicht, heißt neue Monti, heißt höherer Preis...

Bei TS gibt es einen 102 Fraunhofer auf Astro-5 (trägt ihn normalerweise gut) um 500 €... Wenn das dein Budget ist kannst du dir auch einen Dob (8") kaufen, mit dem du warscheinlich mehr Freude hast...

Auf jeden Fall mal abwarten, das volle Potenzial des 70mm Refraktors ausnutzen und ein ordentliches Fernglas kaufen, Astrofreunde suchen, dann weißt du mehr über deine Wünsche, bevor du dir einen teuren (500 €) Zwischenkauf antust.

Gruß und CS
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke für die spontanen Tipps. Dass die Montierung zu klein ist, hätte ich mir ja auch denken können <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />
Besonders schwer fällt mir schliesslich, einen mühevoll eingestellten Planeten im Bild zu halten. Das liegt sicherlich nicht nur an meiner Feinmotorik, sondern auch an der Montierung und dem Stativ. Jedenfalls habe ich ja noch nicht so viele "Clear Skys" gehabt, so dass ich erstmal mit dem Lyra noch reichlich üben muss.

Danke
Dirk
 
Hi Dirk,
das wesentliche wurde schon gesagt.
Nur dazu: "Besonders schwer ... im Bild zu halten"
Hast Du Deine parallaktische Montierung auch schön nach Norden ausgerichtet? Dann ist die Nachführung nicht schwierig - man muß nur entlang der RA-Achse die Bewegung des Planeten ausgleichen.
Und dazu: "mühevoll eingestellten Planeten"
Oh ja, am Anfang ist es schwierig, überhaupt etwas einzustellen. Sehr hilfreich ist hierbei die Verwendung eines Peilsuchers, damit lassen sich insbesondere helle Objekte ruck-zuck einstellen. Ich übertreibe nicht.

Mit freundlichen Grüßen
cs
Shorty
 
Ich hoffe doch, dass ich es richtig nach Norden ausgerichtet habe. Die Anleitung von Bresser war da allerdings wenig hilfreich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />
Peilsucher??? Ist das eine Art Laser?
Was mir allerdings noch nicht aus dem Kopf geht, ist das elektronische Okular mit USB. Hat jemand soetwas in Verwendung?
 
Hi,
Also - wenn das Scope exakt eingenordet ist, mußt Du zur Nachführung nur die RA-Achse bewegen. Mußt Du aber an RA- und Deklinationsachse kurbeln, um das Objekt im Blickfeld zu halten, stimmt die Ausrichtung des Teleskops nicht.

Ja, ein Peilsucher ist ein kleines Lasergerät, das am Tubus des Teleskops befestigt wird oder auch an Stelle des (optischen) Suchers. Damit wird ein Leuchtpunkt bzw. Kreise (Telrad) an den Himmel projeziert. Du siehst dann sofort, was Dein Scope im Blickfeld hat. Zum Aufsuchen mußt Du nur den Leuchtpunkt bzw Kreis auf das gewünschte Objekt richten. Voraussetzung ist natürlich, daß das Objekt mit bloßem Auge sichtbar ist. Ist dies nicht der Fall, suche ich einen helleren Stern, möglichst in der Nähe des gesuchten Zielobjektes. Dann geht´s mittels Starhopping weiter. In der Praxis ist es, denke ich, normal, wenn man Anfangs viel Zeit zum Aufsuchen von Himmelsobjekten aufbringen muß. Immer bin ich auch nicht erfolgreich.

Nein, ein elektronisches Okular verwende ich nicht.

Mit freundlichen Grüßen
cs
Shorty
 
Hi Zusammen,

nur soviel: Das ist KEIN LASERGERÄT. Da wird blos eine Glasfaser auf eine LED geklebt und die macht dann einen winzigen Leuchtpunkt. Und der Spiegelt sich auf einer Glasplatte oder einer speziell geewölbten Linse (die aber keine Vergrößerungswirkung hat).

Der Rest steht sicher bei Antares...

Clear Skies
Sven
 
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