Hallo Christoph,
Das Venus mit 76/700 ist doch eher ein kleines Newton-Spiegelteleskop, oder? Einblick oben am Tubus.
Meist sind beide Geräte etwa gleich gut, obwohl ich damals beim Umstieg vom Tchibo/Bresser 60/800 auf 76/700 (oder war's 750?) eine Verbesserung der Planetenabbildung bemerkte. Das wird aber vom individuellen "Glück" abhängen, die Qualität schwankt in dieser Preisklasse erheblich von Optik zu Optik.
Aber, Dein Mars bei 56x war viel zu schwach vergrößert. Du musst mit mindestens 100x an den Start gehen! Beide Geräte werden so ab 120x kritisch, vielleicht kommt bis 150x noch etwas Detail, ist aber eher unwarscheinlich.
Das Problem ist, daß Du zwei ganz kleine Geräte hast. Die sind sich in ihrer Leistung zu ähnlich, und daher nimmt dasjenige, welches die schlechtere Optikqualität hat, nur Platz weg.
Ich habe mal zu meinen Bastelzeiten um 1994 diese beiden Teile 60/800 und 76/750 auf eine Montierung geschnallt - mit Klebeband und Balsaholz. In meinem Fall war der kleine Newton besser, aber nicht viel.
Besser beobachten konnte ich erst, nachdem ich mir einen 114er zugelegt habe.
Trotzdem ist meine Erfahrung mit allen dreien (60/800, 76/750, 114/1000): Kauf im Leben nur EIN Einsteigerteleskop und kein zweites oder gar drittes!
Wenn Dich also die Beobachtung mit so einem Teil auf Wackelmonti und mit Plastikokular so fasziniert, daß Du dennoch damit in der Kälte auf dem Balkon stehst, dann lohnt es sich, auf ein "vernünftiges" Gerät zu sparen.
Absolute Untergrenze beim "vernünftigen" Gerät ist in meinen Augen der 114/900 Newton (aber NICHT der 114/1000). Und der Dobson, sei es 150/1200 oder 200/1200 ist schon ein richtig ausgewachsenes Teleskop.
Tja, bei der Gelegenheit:
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html
Antares und ich liefern uns da einen freundlichen Wettbewerb mit unseren Einsteigerecken <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Clear Skies
Sven