Bucherstellung - Eure Ideen

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Christoph_Lohuis

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Hallo zusammen,

vor gut einem Jahr habe ich das Projekt "Das Zeichnen der Messierobjekte" ins Leben grufen. Wer sich diesbezüglich genauer informieren möchte, erhält hier auf astronomie.de unter "Zeichen" hinreichend Informationen.

Eine Intention ist die Publikation in Form eines Buches ("dicken Heftes"). Neben der Darstellung aller Messierobjekte soll das "Buch" natürlich ein kompletes Paket für den Einsteiger werden. Die Idee der Zeichnungen liegt in der Tatsache brgündet, dass diese dem wahren Blick durch das Fernrohr am nächsten kommen, und diesbezüglich eine erste Referenz für den Einsteiger darstellen.

Derzeit konzipiere ich mir ein Grundgerüst für dieses Buch und die Basis steht. Dennoch würden mich die Meinungen und Ideen von anderen Amateurastronomen interessieren. Ich möchte auch nicht verschweigen, dass eine Veröffentlichung mit Sicherheit noch zwei Jahre dauert. Erste Konzepte sollen hingegen bereits aktuell erstellt werden.

Nach dem NightSky-Motto "Von Amateuren für Amateure", sollt Ihr Euch an diesem "Buch" mit Ideen einbringen.

Über viel Resonanz und eine rege Diskusion würde ich mich sehr freuen. Die Idee ist in diesem Statement natürlich recht kurz beschrieben. Gerne erläutere Details spezieller.

Liebe Grüße, Christoph Lohuis.

3. Praktischer astronomischer Samstag - PaS am 16. April 2005 in Neuenhaus
 
Hallo Christoph,

da bislang noch niemand gezuckt hat, möchte ich mal den Anfang machen, und ein bischen Brainstorming beisteuern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Die Messier-Objekte sind sicherlich "der" Aufhänger für Einsteiger in die Deep Sky-Beobachtung, daher ist die Grundintention IMHO absolut richtig.
Was mir spontan als Idee zum Aufbau einfällt, wäre zunächst eine Aufsuchbeschreibung, wie das Objekt ggf. über Starhopping zu finden ist. Sowas hat mir seinerzeit bei meinem Tchibo-Torpedo unglaublich geholfen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Zeichnungen sind meiner Meinung nach effektiv besser, da Fotos eigentlich immer zu detailreich sind und sich der Einsteiger meist fragt: wieso sehe ich das nicht?!? Aber ich glaube, dieser Punkt ist ebenfalls klar.
Dazu dann eine Beschreibung der auffälligen Merkmale eines Objektes, wie z.B. der Zentralstern bei M57. Dies vielleicht mit dem Enthusiasmus des begeisterten Beobachters beschrieben (nicht ganz so steif, wie in einigen speziell deutschen Publikationen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />) kann sicherlich das Interesse überspringen lassen.

Tipps bezüglich der Sichtbarkeit auch mit kleinen Instrumenten könnte helfen die Anfangsfrustration zu mindern, auch der Hinweis, das z.B. M33 oft nur bei absolut guter Sicht zu erspähen ist. Bezüglich der Beobachtung aus der Stadtrandlage mit Tchibo, Lidl und 6"-Newton könnte ich gern meine subjektiven Eindrücke beisteuern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> .

Vielleicht sollten auch ein paar Nicht-Messierobjekte rein, die gewisse Aha-Effekte bei der Beobachtung bringen, wie z.B. Col 399, der Kleiderbügel.

Dann vielleicht noch eine jahreszeitliche Übersicht nach dem Motto: wann ist was zu beobachten sowie ein paar kleine "Beobachtungsprogramme", also Vorschläge für eine kleine, überschaubare Touren von einfachen Objekten zu einer bestimmten Jahreszeit. Diese sollten nicht zu horizontnah ausgewählt sein, da nicht jeder Einsteiger sofort zum bestmöglichen Beobachtungsplatz rausfährt.

Soweit meine Tube Senf dazu, vielleicht treten wir ja noch eine Lawine der widerstreitenden Ansichten und Erwartungen los <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hi,

also was ich für sinnvoll und interesant erachten würde wäre weniger die quantitavie Abarbeitung aller Messiers und einiger NGC`s...
Spannender und notwendiger wäre es meiner Meinung nach, ausgewählte Objekte (vielleicht die 50 bis 60 interessantesten aus allen Objektklassen und Schwierigkeitsgraden) so zu zeichnen, dass sie den Anblick

1. Unter verschiedenen Himmelsbedingungen im selben Teleskop,

2. Durch verschiedene Öffnungen unter dem selben Himmel

zeigen.

Die Schwierigkeit dabei wird sein, dass man ein und das selbe Objekt dann immer nur von einer Person zeichnen lassen sollte - da die Unterschiede bei den Zeichnungen sonst nicht immer zuverlässige Rückschlüsse auf den Himmel bzw. das Gerät zulassen. Also müsste eine Person mit versch. Geräten und an untersch. Beobachtungsplätzen mehrere Zeichnungen des selben Objekts anfertigen. Und selbst dann wäre noch zu bedenken, dass man bei jeder weiteren Zeichnung auch geschulter wird für dieses Objekt und schon deshalb unter Umständen mehr erkennen wird.

Trotzdem denke ich, wenn man ein interessantes Projekt starten will das sich auch etwas von den Produkten unterscheidet, die schon auf dem Markt sind (und das gibt es bereits herorragende auch deutschsprachige Literatur: Besp. DSR, Praxishandbuch DeepSky usw.), wäre das ein möglicher Weg.

Ich selbst beobachte z.B. mit einem 20cm-Newton an versch. Plätzen sowie mit einem 15cm-Refraktor(RichField), 20cm-Refraktor, 30cm-Schiefspiegler und einem 45cm-Newton stationär. Da sind mir bereits sehr viele interessante Vergleiche aufgefallen. Zum Beispiel zeigt der 45cm-Newton trotz deutlich schlechterem Himmel mehr an M42 als mein 20cm-Newton unter dunklem Landhimmel. Dagegen versagt er unter Stadthimmel quasi an fast allen Galaxien, die ich aber mit 20cm unter dunklem Landhimmel sehe. Interessant auch der Vergleich bei offenen Sternhaufen zwischen dem RichFielder und den anderen Geräten. Oder Kugelsternhaufen im 30cm (f/20 !!!) Schiefspiegler mit engem Gesichtsfeld versus f/6. Ebenso die zunehmende Farberkennung bei steigender Öffnung...

Ich bin mir sicher, es wären hochinteressante Ergebnisse festzustellen. So zum Beispiel, dass an manchen Objektklassen Öffnung recht wenig, aber dafür ein dunkler Himmel sehr viel bringt, während bei anderen einfach Öffnung durch nichts zu ersetzen ist. Und sehr viel weiteres...

Ich werde evtl. in der nächsten Zeit mal an all den besagten Instrumenten zuerst eine Grenzgrößenbestimmung durchführen und dann mal ein Objekt jeweils zeichnen. Ich bis mir noch nicht sicher, welches das sein wird. Momentan tendiere ich zu M1 oder M42...

Auch wenn ich mir hier Foreneinträge durchlese, dann würde so ein Büchlein doch sowohl dem Anfänger als auch dem Fortgeschrittenen viee Fragen beantworten und zahlreiche Kaufentscheidungen erleichtern.
 
Hallo Rolf!

Ich bin mir sicher, es wären hochinteressante Ergebnisse festzustellen. So zum Beispiel, dass an manchen Objektklassen Öffnung recht wenig, aber dafür ein dunkler Himmel sehr viel bringt, während bei anderen einfach Öffnung durch nichts zu ersetzen ist.
Dazu kann ich mir eine Anmerkung nicht verkneifen: genau solche Effekte kann man mit Eye&Telescope recht zuverlässig simulieren. Damit ist auch der Anfänger in der Lage, für seine Optik und seinen Himmel machbare Objekte ganz einfach als Vorschläge ermitteln zu lassen. Die neue Version 2.0 erlaubt sogar eine Anpassung an die individuelle Wahrnehmung des Benutzers, damit die Prognosen die subjektive Einschätzung des Beobachters noch besser treffen.

Das soll nicht heißen, dass gute Bücher überflüssig werden. Ich persönlich stelle nur fest, dass ich inzwischen eher zur Nachbereitung als zur Vorbereitung in die vielen Deep Sky Bücher im Regal reinschaue. Die Vorschläge kommen vorab oder auch spontan am Teleskop von E&T - und das hat sich bewährt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Ansonsten bietet die Deep Sky Liste jedem Interessenten eine gute Orientierung bzgl. der Wahrnehmbarkeit bestimmter Objekte.

Gruß und clear skies,
Tom
 
Hallo Micha,

vielen Dank für Deine Stellungnahme und Informationen!

"Die Messier-Objekte sind sicherlich "der" Aufhänger für Einsteiger in die Deep Sky-Beobachtung, daher ist die Grundintention IMHO absolut richtig."

Die Messierobjekte zu wählen hatte für mich zwei Gründe:

1. Empfehlen sich für Einsteiger (unabhängig der Vielzahl von Objekten in anderen Katalogen, die partiell einfacher zu beobachten sind als einige Messiers).

2. Überschaubare Anzahl der Objekte hinsichtlich eines abgeschlossenen Projektes.

"Was mir spontan als Idee zum Aufbau einfällt, wäre zunächst eine Aufsuchbeschreibung, wie das Objekt ggf. über Starhopping zu finden ist. Sowas hat mir seinerzeit bei meinem Tchibo-Torpedo unglaublich geholfen"

Diese Idee ist an sich sehr gut. Auf der anderen Seiten will ich kein Buch "kopieren", welches sich bereits auf dem Markt etabliert hat -> "Karkoschka" oder "Deep Sky Reiseführer".

"Dazu dann eine Beschreibung der auffälligen Merkmale eines Objektes, wie z.B. der Zentralstern bei M57. Dies vielleicht mit dem Enthusiasmus des begeisterten Beobachters beschrieben..."

Diese Idee finde ich klasse! In Anlehung an diverse BB in NightSky, welche auch nicht immer ganz ernst zu nehmen sind <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> .

"Tipps bezüglich der Sichtbarkeit auch mit kleinen Instrumenten könnte helfen die Anfangsfrustration zu mindern,"

Interessant. Dennoch spielen hier eine Vielzahl Aspekte eine wichtige Rolle - Öffnung, Bedingungen, Beobachtungsrfahrungen, usw.. Dennoch sollte man diesen Ansatz im Auge halten.

"Bezüglich der Beobachtung aus der Stadtrandlage mit Tchibo, Lidl und 6"-Newton könnte ich gern meine subjektiven Eindrücke beisteuern ."

Sehr gerne! Ggf. können wir in diesem Zusammenhang mal privat Email-Kontakt aufnehmen?

Es gibt zwei primäre Intentionen zum Buch:

1. Praktische Hilfe für den Einsteiger
2. Angerundet mit wichtigen Informationen zum Einstieg

Wie skizziert soll kein Buch kopiert werden, sondern etwas Neues dabei herauskommen. Aus diesem Grund finde ich es wichtig, dass Amateure ihre Meinung abgegen. Auch im Hinblick auf Aspekte die in anderen Büchern fehlen.

Dennoch nochmals der Hinweis, dass die Realisierung noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Das Konzept und Ideen sollen hingegen bereits aktuell gesammt und erstellt werden.

Aus diesem Grund freue ich mich über viele weitere Meinungen.

Liebe Grüße, Christoph Lohuis.

 
Hallo RoStMu,

auch Dir vielen Dank für die erste Stellungnahme. Ich gehe mal auf einige Ideen von Dir ein.

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"also was ich für sinnvoll und interesant erachten würden wäre weniger die quantitavie Abarbeitung aller Messiers und einiger NGC`s... Spannender und notwendiger wäre es meiner Meinung nach, ausgewählte Objekte (vielleicht die 50 bis 60 interessantesten aus allen Objektklassen und Schwierigkeitsgraden) so zu zeichnen, dass sie den Anblick

1. Unter verschiedenen Himmelsbedingungen im selben Teleskop,

2. Durch verschiedene Öffnungen unter dem selben Himmel

zeigen."
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Die beiden von Dir erwähnten Aspekte werden hoffentlich durch die Vielzahl der Zeichnungen realisiert. Eine exakte Umsetzung erscheint bei Punkt 1 schwierig. Allein die gleiche Teleskopsystem könnte man diesbezüglich als Referenz nehmen.

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"Die Schwierigkeit dabei wird sein, dass man ein und das selbe Objekt dann immer nur von einer Person zeichnen lassen sollte - da die Unterschiede bei den Zeichnungen sonst nicht immer zuverlässige Rückschlüsse auf den Himmel bzw. das Gerät zulassen. Also müsste eine Person mit versch. Geräten und an untersch. Beobachtungsplätzen mehrere Zeichnungen des selben Objekts anfertigen. Und selbst dann wäre noch zu bedenken, dass man bei jeder weiteren Zeichnung auch geschulter wird für dieses Objekt und schon deshalb unter Umständen mehr erkennen wird."
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Zustimmung, wie meine Statement oben zeigt. Es stellt sich die Frage ob es nicht genau so interesant ist, ein definiertes Objekt mit verschiedenen Optiken und Amateuren zu zeichnen? Die Intention wäre eine erste Vorstellung vom Objekt zu vermitteln. Hier müsste natürlich grundsätzlich die Öffnung und das System berüclsichtigt werden. "Störfaktoren" wird es beim Zeichnen immer wieder geben. Ich
denke, wenn ein Zeichner das gleiche Objekt, dreimal nacheinander zeichnet, sieht es immer anders aus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> .

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"Trotzdem denke ich, wenn man ein interessantes Projekt starten will das sich auch etwas von den Produkten unterscheidet, die schon auf dem Markt sind (und das gibt es bereits herorragende auch deutschsprachige Literatur: Besp. DSR, Praxishandbuch DeepSky usw.), wäre das ein möglicher Weg."
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Dito. Wie skizziert soll das Ganze nicht einfach eine Kopie werden. Aus diesem Grund bin sich auch sehr gespannt auf differenzierte Meinungen und Ideen!

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"Ich bin mir sicher, es wären hochinteressante Ergebnisse festzustellen. So zum Beispiel, dass an manchen Objektklassen Öffnung recht wenig, aber dafür ein dunkler Himmel sehr viel bringt, während bei anderen einfach Öffnung durch nichts zu ersetzen ist. Und sehr viel weiteres..."
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Diese Faktoren sollen integriert werden. Bereits bei den vorliegenden Ergebnissen lassen sich diesbezüglich Tendenzen erkennen. Natürlich kann ich dieses nicht falzifizieren.

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"Ich werde evtl. in der nächsten Zeit mal an all den besagten Instrumenten zuerst eine Grenzgrößenbestimmung durchführen und dann mal ein Objekt jeweils zeichnen. Ich bis mir noch nicht sicher, welches das sein wird. Momentan tendiere ich zu M1 oder M42..."
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Würde mich freuen!

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"Auch wenn ich mir hier Foreneinträge durchlese, dann würde so ein Büchlein doch sowohl dem Anfänger als auch dem Fortgeschrittenen viee Fragen beantworten und zahlreiche Kaufentscheidungen erleichtern. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />"
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Wie ebenfalls beschrieben soll das "Buch" ein Gesamtpaket werden und nicht lediglich eine Darstellung der Zeichnungen. Mal sehen was da noch kommt.

Liebe Grüße, Christoph Lohuis.

3. Praktischer astronomischer Samstag - PaS am 16. April 2005 in Neuenhaus
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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