Hi Sven,
ich hab bis jetzt still mitgelesen. Nun möchte ich ein paar Anmerkungen machen, weil bislang alles furchtbar durcheinander geht bei Dir.
das C14 wollte ich ursprünglich "nur" visuell und für Planetenfotographie einsetzen.Für die Fotografie von Nebln und Galaxien wollte ich einen TS Boren-Simon 8" f/2,8 PowerNewton Astrograph mit ATIK 420M einsetzen.
a) mach Dir erstmal klar, was konkret Du fotografieren möchtest. Beschränke Dich fürs erste (so ca. 2-3 Jahre) entweder auf Sonnenflecken, Mondkrater und Planeten
oder auf Deepskyobjekte. Auf keinen Fall beides auf einmal! Das geht sowas von in die Hose...
Warum? Weil das völlig unterschiedliche Anforderungen an Montierung, Stativ, Teleskop(e) und Kameras sowie dem (Auto-)Guiding sind.
Neben den unterschiedlichen Anforderungen an die Hardware sind das auch völlig unterschiedliche Anforderungen bei der Bildbearbeitung. Um diese Bildbearbeitung zu lernen brauchst jeweils mehrere Monate zum reinfinden...
Ich lese aus Deinen Fragen zwischen den Zeilen, daß Du von der Astrofotografie nur sehr verschwommene/rudimentäre Vorstellungen hast.
Es ist richtig, daß bei der Astrofotografie die Montierung das A und O ist. Montierung so groß, tragekräftig und leider auch teuer, wei Du Dir eben leisten kannst.
Visuell brauchst viel Öffnung, um was zu sehen bei Deepsky. Fotografisch ist das anderst. Da brauchst viel Belichtungszeit und wenig Brennweite.
Visuell stellst die Vergrößerung über die Wahl eines passenden Okulars ein. Fotografisch mußt je nach gewünschtem Gesichtsfeld unterschiedliche Brennweiten (also Teleskope) nehmen. Da kommst net drum rum.
Wenn Du das C14 schon hast, kannst direkt mit der Videografie von Sonnensystemobjekten (Sonnenflecken, Mondkrater, Planeten) anfangen. Dazu benötigst lediglich noch ne vernünftige Planetenkamera. Z.B. die ALCCD5L-IIc. Die kannst später auch als Guidingcam für Deepsky nehmen.
Ohne Erfahrung mit Autoguiding ist es völlig sinnlos, mit 8" (egal ob mit oder ohne Reducer) in die Deepsky-Fotografie einzusteigen. Das gibt Frust ohne Ende, weil nix bei rauskommt.
Die Erfahrung holst Dir vernünftigerweise mit kurzer Brennweite. Maximal 500 mm Brennweite und Blende 5.6. Alles, was länger in der Brennweite ist oder ein höheres Öffnungsverhältnis hat (Blende 7, 9, 12 ...), macht zuusätzliche Probleme, weil dann die Belichtungszeiten um den Faktor 10, 20 oder 30 steigen und Du das definitiv nicht mehr ordentlich geguidet bekommst!
Es gibt jede Menge mittel- und großflächiger Nebel, die mit Teleobjektiven bis 300 mm oder kleinen, kurzen Refraktoren bis 500 mm auf den Chip einer Kamera passen. Um die Bildbearbeitung für Deepsky-Fotos zu lernen, brauchst Rohdaten, die die Bearbeitung auch lohnen. Also runde Sterne und genügend Signal im Nebel. Anfänger unterschätzen immer den Aufwand bei der Bildbearbeitung gewaltig. Nach der ersten Euphorie, weil "irgendwas" total verpixelt auf den Fotos zu sehen ist kommt der Frust, weil es sich nicht wirklich ansprechend rausarbeiten läßt... Da fehlt dann einfach die notwendige Belichtungszeit. Und ohne Autoguiding kriegst die nicht zusammen.
Was haltet Ihr von der ALccd 8L color?
garnix. Wenn gekühlte Astro-CCD, dann nur s/w mit "richtiger" Kühlung auf -55°C und gute Farbfilter. "Kühlung" lediglich auf 30-35 °C unter Umgebungstemperatur ist zwar besser als garkeine Kühlung, aber im Sommer (für all die hübschen Nebel) ein fauler Kompromiß, den *ich* nicht eingehen würde. Lieber etwas länger sparen und dann was richtiges kaufen. 1x. Ist schlußendlich günstiger ...