C8 CARBON TUBUS - weniger Gewicht ...

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sindbad

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Ein Astrohändler wirbt für das Schmidt Cassegrain C8 mit 203mm Öffnung im Carbon Tubus. Es soll weniger Gewicht haben. Da steht: "Carbon Tubus Version:
- Carbon Tubus für weniger Gewicht - das C8 wird sogar von einer EQ3 getragen !!!! "
Suggestiv kommt die Botschaft rüber, dass ein Carbon C8 nun bedeutend leichter ist als ein herkömmliches. Auf der Webseite steht 5,7 kg.
Da habe ich mal mein altes C8 mit zwei Schellen von Vixen, dicker GP Schiene und dem Metalldeckel auf meine Personenwaage gestellt. Sie zeigte 7 kg an. Ziehen wir das Gewicht für die Schellen und den Metalldeckel ab, dürfte das Teleskop ca. 6 kg wiegen. Sowohl das Sky-Watcher Schmidt-Cassegrain 200/2000 mm und das Celestron C8 wiegen laut Astrohändlerangaben 5,7 kg. Vermutlich sind die 5,7 kg bezogen auf die Carbon Variante falsch.

Die reale Gewichtsersparnis zu erfahren wäre interessant.
Die EQ3 soll ein Gewicht bis max. 6 Kg tragen. Mit der gesamenten Takelage dürfte eine C8 Carbon Version darüber liegen.

Beim OMC 140 deluxe war ich nicht so glücklich mit dem Carbon Tubus. Ich hatte den Eindruck, dass er das Abkühlen des Teleskops verlangsamt.

Ws meint ihr zu dem Carbon Hype? Brauchen wir den tatsächlich auch am SCT?

Tom


 
Hallo Tom,

mit Carbontuben war Celestron schon vor 6..7 Jahren auf dem Markt. Und dann waren sie auch irgendwann wieder verschwunden.

Folgende Gedanken dürften zur stillen Erheiterung beitragen.....

Eine EQ5 trägt bis zu 10 kg:
- Das Achsenkreuz wiegt ca. 4 kg
- Das Stahlrohrstativ ca. 4 kg
- Der Tubus vom C8 5 Komma irgendwas

Wieso sollte jemand ein C8 mit einem Carbon-Tubus kaufen, das im Schnitt jetzt mal 200,- Euro mehr kostet, länger auskühlt und damit man dann an einer Montierung 160,- Euro sparen kann.

Also - wen das gewichtstechnisch beim Aufbauen überfordert - der dürfte die Beobachtungsnacht bei vollem Bewusstsein nicht erleben.

Helau
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

wieder ein gutes Beispiel für den "Carbon-Wahn", der um sich greift. Am Gewicht kann es wohl nicht liegen, denn der Händler weist auf seiner Seite sowohl für den Alu- als auch für den Carbon-Tubus folgendes aus:

"Technische Daten der Optik:

-- Öffnung: 203mm
-- Brennweite: 2032mm
-- Öffnungsverhältnis: f/10
-- Schmidt Cassegrain Optik mit XLT Vergütung
-- max. sinnvolle Vergrößerung: ca. 400fach
-- Grenzgröße visuell: 14mag
-- Auflösungsvermögen: 0,57"
-- Abschattung durch den Fangspiegel: 31%
-- Länge des Tubus: 45cm
-- Gewicht: ca. 5,7kg"

Wohl ein Tippfehler ;) Bei Carbon müsste dann 5 kg stehen! :D

Interessanterweise wird diese Kampagne gerade von einem Astro-Händler befördert, der hier kürzlich noch vollmundig seinen Wechsel von Carbon- hin zu Stahltuben bei APO-Refraktoren propagiert hat. Auch die Bewertung als "ideales Reiseteleskop" für ein C8 halte ich schon für etwas übertrieben, wenn man eine geeignete Montierung berücksichtigt. Der Auskühlfaktor wurde ja schon angesprochen und ist gerade bei einem SCT ein gewichtiger Grund dafür, ein möglichst schnell auskühlendes Material zu verwenden.

Das treibt wirklich schon seltsame Blüten, dieses Carbon. Ich vermute, dass man irgendwo Restmengen C8-Carbontuben gefunden hat, die nun unter die Leute gebracht werden sollen. Warum werden denn keine C9- oder C11-Tuben aus Carbon angeboten? Die wurden damals auch produzieret und vertrieben.

clear skies

Ralf
 
Lustig ist es, dass der Händler, den ich trotz dieser Satire sehr schätze, ein anderes Teleskop so bewirbt:

"Wir haben uns bewusst gegen den Carbon Tubus und für den Metalltubus entschieden - die Vorteile des Metalltubus:

-- schnellere Auskühlung - Metall leitet / Carbon isoliert - sie haben ein deutlich schneller ausgekühltes Fernrohr

-- stabiler (kein dünner Blechtubus) als ein einfacher Carbon Tubus

-- preiswerter"

Tom
 
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