C8: Sekundärspiegelhalter hat Spiel und lässt sich drehen

dave

Aktives Mitglied
Guten Abend
Der Tread aus 2005 ist geschlossen - daher starte ich hier neu.
Ein älteres C8 (ca. 1985) ist bei mir gestrandet. Mit dem SCT's habe ich keine grosse Erfahrung.
Gestern Abend zeigte sich am Stern relativ schnell, dass es schlecht kollimiert war. Als ich kollimierte, merkte ich, dass sich der Spiegelhalter drehte. Zweihändig funktionierte es dann problemlos.
Da ich mit der Abbildung - trotz Kollimation - nicht zufrieden war, habe ich mir heute die Sache nochmals angeschaut. Die Fassung hat ca 1-2mm radiales Spiel und lässt sich relativ leicht drehen. Ich habe den Sekundärspiegel ausgebaut und wollte die Fassung anziehen. Die beiden Kunststoffteile scheinen verklebt zu sein und lassen sich weder lösen noch anziehen.
Ich würde jetz auf der Innenseite der Fassung in Höhe der Schmidt-Platte an zwei Stellen ca 5mm lang und ca. 5mm hoch mit dem Dremel eine Einschleifung bis zur Schmidt-Platte machen und danach mit 2K-Kleber oder Heissleim versuchen, die Fassung zur Schmidt-Platte zu fixieren.
Hat jemand eine bessere Idee?

Danke fürs Feedback.

Noch ein Punkt zur Kollimation:
Die Markierung am Hauptspiegel und die Gravur auf der Schmidt-Platte waren um 90° versetzt. Das ist weiter nicht verwunderlich, da sich die Sekundärspiegelfassung ja drehen lässt. Ich war urspünglich etwas irritiert, dass der Celestron-Schriftzug senkrecht stand. Wenn er um 90° gedreht wird, stimmen Sekundärspiegel und Schmidt-Platte wieder zueinander.

Vor der Kollimation sah es so aus:

1735231384402.png


Danach war es so:
1735231466931.png


Durchs Okular ist mir das Maximum bei 2 Uhr nicht aufgefallen. Ich habe es erst auf den Bildern gesehen. Kann das von der 90°-Verdrehung kommen?

Danke fürs Feedback.

CS David
 
Hallo Daniel,
wenn das Maximum auf dem zweiten Bild kein fotografischer Effect ist, kann es sein dass der Fangspiegel aufgrund seines radialen Spiels nicht mittig zur Teleskopachse sitzt.
Bei den Schmidt Cassegrain Teleskopen wird oft unter Zuhilfenahme dieses Spiels und auch des seitlichen Spiels der Schmidtplatte ein seitlicher Versatz des Blendrohrs und damit des Hauptspiegels kompensiert.
Das kann mithilfe eines genauen Lasers der direkt in die Okularaufnahme, nicht in einen Umlenkspiegel, gesteckt wird festgestellt werden.
Dazu muss man vorher den Umlenkspiegel ausbauen um zu sehen ob der Laserpunkt mittig zur Öffnung austritt. Dazu kann man auch eine Papierschablone statt des Fangspiegels einlegen.

Von dem von Dir vorgeschlagenen Reparaturversuch würde ich absehen. Es ist wohl besser die Schmidtplatte insgesamt auszubauen, auch hier gibt es Markierungen, und dann zu ergründen warum sich das Fangspiegelgehäuse nicht festziehen läßt. Es lässt sich dann vielleicht auch zuerst ganz auseinanderschrauben, reinigen und dann wieder einbauen. Aber mit Dremel und Kleber würde ich da nicht beigehen.

Grüße
Hans
 
Hallo Hans
Danke fürs Feedback. Die Schmidt-Platte habe ich demontiert, da ich den Sekundärspiegel-Halter fixieren (durch Festziehen der beiden Kunststoffteilen) wollte. Und da liegt ja das Problem: die beiden Kunststoffteile kann ich werder festziehen noch lösen. Es sieht danach aus, dass sie verklebt sind.

Hier eine Ansicht von der Innenseite:

DSC_4845.jpg


Im Bereich 8-11-Uhr ist zwischen den beiden Teilen ein glänzender Film zu sehen. Ich vermute, dass das Klebstoff ist.
Die beiden Kunststoffteile lassen sich nicht lösen und können als Einheit relativ zur Schmidt-Platte gedreht und verschoben werden. Dass sich eine optimale Position finden lässt ist die eine Sache. Diese Position sollte jedoch auch fixiert werden können und das ist jetzt nicht möglich.

CS David
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo David,
ich verstehe, da hatte ich wohl nicht so richtig gelesen.
Wenn die Teile aus Metall wären könnte man den Kleber wohl mit Aceton lösen, bei Kunststoff geht das natürlich nicht, der löst sich dann vielleicht mit auf.
Du könntest ja mal bei Baader Planetarium nachfragen ob es die Fassung als Ersatzteil gibt. Dann könnte man die vorhandene zerstören und die neue einbauen. Ist wahrscheinlich nicht billig. Natürlich könnte man das auch aus Aluminium anfertigen wenn man die Möglichkeiten dazu hat. bei meinem Meade welches allerdings etwas größer ist sind die beiden Ringe aus Alu.
Ok, ich weiß jede Menge Theorie. Dann bleibt vielleicht wirklich nur verkleben in der besten Position.
Vielleicht haben andere ja noch eine gute Idee.

Grüße
Hans
 
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