Canon EF 180mm 3.5 L Makro für Astrofotografie?

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marcodomus

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Hallo zusammen,

Der Canon 200mm EF f/2.8 L USM soll für Astro Großfeld - Übersichtsaufnahmen ganz gut sein. Weiss jemand ob der
Canon EF 180mm f/3.5 L USM Makro auch dafür gut geeignet ist?
...oder vielleicht noch besser?

Viele Grüße
Marco
 
Es geht darum ich möchte mir einen davon kaufen und kann mich nicht entscheiden. Das 180mm Makro könnte ich noch in der Makrofografie was ich auch mag benutzen. Wäre toll wenn mir jemand ein kleiner Tip geben könnte oder ob jemand damit Erfahrung gemacht hat. Wäre dafür sehr dankbar.
Grüße
Marco
 
Hallo Marco,

wenn ich mir den Test bei Traumflieger anschaue scheint es mir sehr brauchbar. Ab f4 ist es anscheinend richtig gut. Auch CA und Vignetierung scheint ok zu sein. Bei Astrobin habe ich nur die eine Aufnahme gefunden.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Marco,

das Makroobjektiv von Canon ist teurer und schwerer (1090 g) als das Tele von Canon (765 g). Noch teurer und schwerer (1640 g!) ist das Sigma 180 mm F2,8 EX APO Macro OS HSM, mit dem Tommy Nawratil herausragende Bilder produziert.

Ich habe das Canon Tele und war mit den Bildern, die an einer modifizierten Canon EOS 20D herauskamen, sehr zufrieden. Vielleicht fragst Du mal Tommy direkt, er ist in dieser Hinsicht Fachmann und wird sicher gerne weiterhelfen.

Für das Canon Tele ist eine Stativschelle zusätzlich erforderlich, die beiden anderen Ojektive haben bereits eine eingebaut. Außerdem ist die Einstellung des Fokus ein echtes Geduldsspiel. Das Canon Tele war aber ordentlich fokusstabil.

Bernd
 
Hi Bernd
Zitat von bulrichl:
Außerdem ist die Einstellung des Fokus ein echtes Geduldsspiel.
Makroobjektive sind da meistens komfortabler, da man bei deren 'normalen' Verwendung den Fokus ja auch sehr exakt treffen muss und das teils auch manuell.
Trotzdem ist ein nachrüstbarer mechanischer Feintrieb ne feine Sache.
Insgeheim hoff ich aber, dass irgendwann focus by wire kommt - damit könnte man selbst festlegen, wie genau man fokussieren möchte. Also z.B. statt den üblichen 2-3mm Verstellweg könnte für den Bereich auch eine komplette Umdrehung des Fokusrings festlegen, was wesentlich feinfühliger wäre.
Wobei es ja eigentlich jetzt schon bei AF-Optiken möglich sein sollte, den Fokus per Smartphone oder Laptop fein einzustellen, ohne die Kamera berühren zu müssen.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

die Sache mit "fokus by wire" ist schon wieder Geschichte. Hat sich nicht wirklich durchgesetzt. Ich habe noch ein Objektiv von Canon mit dieser Technik bei mir rumstehen. Da kann man die gewünschte Fokussierempfindlichkeit in drei Stufen einstellen. Großer Nachteil: die Linse braucht Strom um zu funktionieren. Das passt bei einer Canon mit EF-Bajonett, wenn man aber über (mechanische) Adapter ein Fremdfabrikat nutzt, gibts gar keinen Fokus - kein AF und kein MF...


viele Grüße
 
Hi Ronald,

ja, die Umsetzung war bzw. ist eben recht bescheiden. Anstatt das selbst konfigurieren zu können springen teilweise sogar irgendwelche Automatismen an, die man in der Situation vielleicht gar nicht möchte. Ferner fehlt vielen ein gewisses haptisches feedback.
Was den Stromverbrauch angeht: den haben Optiken mit Stabi ja auch. Manche sind dadurch sogar leicht dezentriert, einige wenige schalten sich nach wenigen Minuten sogar ab und sind dann richtig dezentriert.
Wenn man so ein Objektiv an andere Systeme bzw. CCD adaptieren möchte, könnte das Stromversorgungsproblem über einen entsprechenden Adapter gelöst werden.

Naja - dass da (für mich) irgendwann eine Verbesserung kommt, glaube ich ja selbst nicht.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

Makroobjektive sind da meistens komfortabler, da man bei deren 'normalen' Verwendung den Fokus ja auch sehr exakt treffen muss und das teils auch manuell.
Trotzdem ist ein nachrüstbarer mechanischer Feintrieb ne feine Sache.

Mit Makro-Objektiven habe ich keine Erfahrung; dass sie bezüglich Fokussierung komfortabler sind, habe ich allerdings noch nie gehört - eher das Gegenteil.

Bei mir ist auch ein "mechanischer Feintrieb" am Canon-Tele (EF 200mm f/2.8L II USM) im Einsatz: FixFokus von Astrotech. Damit geht es wirklich sehr schön.

Bernd
 
Hallo Marco,

das 200mm scheint einen Tick besser zu sein.
https://www.dxomark.com/Lenses/Comp...us-Canon-EF-200mm-F28L-II-USM__631_1009_599_0

Wieviel Makro bzw. wie oft brauchst Du das? Meine Erfahrung bei meinen Objektiven ist, daß mit einem oder zwei Zwischenringen die Bilder ausreichend scharf sind, erst wenn's in Richtung 1:1 geht merke ich Unschärfe.

Das einzige was mich bei meinem 200mm Canonobjektiv stört, ist der fehlende Stabi weshalb ich mir überlege, ob ich's nicht wieder verkaufe.

Bzl. Fokussierung: da ich das Objektiv mit einem Adapter an einer Sony alpha benutze, muß ich sowieso manuell Scharfstellen. Mit fokus peaking ( Kantenanhebung ) geht das gut.

Gruß Uwe
 
Hallo ,

Vielen Dank an alle für die wertvolle Infos!
Nun, es scheint dass das Canon 180mm Macro nicht schlecht für Astrofografie wäre obwohl es bessere Varianten gibt, klar. Für Macro soll er ganz gut sein weil man nicht an lebende Wesen zu nah dran muss, zb. Insekten, sonst würden sie abhauen. Für Astro würde natürlich auf eine anständige Montierung drauf und zum Fokussieren hoffe dass eine Bahtinov Fokusmaske reicht. Interessant finde ich dieser FixFokus von Astrotech. Ich habe mir die Fotos von Tommy Navratil mit dem Sigma 180 Macro angeschaut...traumhaft! Der Navratil kennt sich sehr gut aus mit Optik und Astrofografie, er ist ein Meister, ich glaube ich habe mir alle seine Bilder bei Astrobin angeschaut. Also .. das Sigma 180 mm F2,8 EX APO Macro und das Canon ef 200mm L f2,8 sind so wie ich hier verstanden habe etwas besser als das Canon EF 180mm f/3.5L Macro USM aber ich mache kein Fehler wenn ich den nehme, .. oder?
 
Moin,

man hört viel Gutes von dem Teil, ich habe es noch nicht ausprobiert, möchte es mir im Sommer aber mal für Makro leihen, angeblich klappt der AF bis in die kürzesten Distanzen einwandfrei. Inwiefern es auch im Unendlichbereich liefert weiss ich nicht, es gab aber schon Threads diesbezüglich, vielleicht mal in den Foren suchen.

CS
Jörg
 
Wobei es ja eigentlich jetzt schon bei AF-Optiken möglich sein sollte, den Fokus per Smartphone oder Laptop fein einzustellen, ohne die Kamera berühren zu müssen.

Gibt es über USB-OTG Kabel.
Verschiedene Canons können per Backyard bedient werden.
Fast alle Canons über DSLR-Controler.
Letzteres habe ich selbst kurz getestet. Fokus lässt sich in seeeehr feinen Schritten per motor einstellen.
Auch lassen sich Aufnahmeserien mit Langzeitbelichtungen darüber steuern.
Zieht aber mächtig Akkuleistung. Am Android und an der Cam.
An der Cam kann man mit Akkudummy und Powerbank ausgleichen.
Am Android leider nicht, da ein Strombypass nicht funktioniert wenn OTG aktiv ist.

Oder über USB-Kabel und Canoneigener Software per Netbook oder Laptop geht auch was im gleichen Umfang.
Da braucht es dann aber wieder Strom für Läppi/Netbook, n Tisch usw..

Gruß
Markus
 
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