Canon EF 70-200 mm f4 oder f2.8

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Zyklop

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Hallo zusammen,

die f4 Version ohne IS ist ganz gut.
Hast jemand mal einen direkten Vergleich zur 2.8 Version gemacht?

Wie ist da die Abbildungsqualität bei Offenblende im Brennweitenbereich? Gibt es stärkere Vignettierung oder Farbsäume oder CAs?
Macht ja wenig Sinn sich so ein Teil zu kaufen und dann auf 4 abblenden zu müssen...

VG
 
Hallo Peter,

Für "normale" Fotografie ist das 2,8er Objektiv bekannt gut.

Aber von einem Foto(Vario!)-Objektiv eine gute Astro-Abbildung bei Offenblende zu verlangen, ist dann doch sehr blauäugig.
Du wirst es mit Sicherheit abblenden müssen und hast damit totes Gewicht auf der Montierung.

In der normalen Fotografie wird die Offenblende ja hauptsächlich zum Freistellen von Motiven verwandt, nicht aber zur Ermöglichung von Aufnahmen bei schwachem Licht. - Das wird oft fälschlich angenommen.- Der Schärfenbereich in die Motiv-Tiefe ist bei offener Blende nur gering, also wird man bei schwachem Licht die Empfindlichkeit hochdrehen.

Da man meist das Motiv zentral freistellt, ist die Abbildungsqualität an den Bildrändern auch gar nicht soo wichtig.

Canon stellt MTF-Kurven für die verschiedenen Objektive zur Verfügung. Daran kannst du die entsprechenden Eigenschaften beurteilen.

Grüße

*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,

wenn es rein um Astroaufnahmen geht, würde ich mich ganz schnell von den Zoomobjektiven verabschieden und Festbrennweiten in´s Auge fassen (gilt bei mir auch für Tageslichtfotografie, aber das ist was anderes).

Ich hatte selbst das 70-200/4 ohne IS und das war gut! Musste zwar auch leicht abgeblendet werden, aber die Randabbildung war bei f/5.6 mehr als ausreichend. Alternativ würde ich dir aber das 200/2.8 als Festbrennweite empfehlen. Ich habe es zwar selbst nur tagsüber eingesetzt aber hier: http://www.astropix.com/HTML/I_ASTROP/LENSES.HTM wird dem Objektiv ab f/4 eine wirklich gute Sternabbildung bis an den Rand attestiert.
 
Ich hab das 70-200mm f2.8 für Astro schon benutzt und bin zufrieden damit.
Ich blende allerdings auch auf f4 ab.
 
Hallo Dietrich,

das die meisten Fotoobjektive bei Offenblende im Astrobereich nicht so gut abbilden ist durchaus richtig, aber das er deshalb mit dem 2.8er totes Gewicht auf der Montierung hat ergibt sich für mich daraus nicht. Wenn Ich das 4er auf 5.6 abblenden muss wie Markus schreibt, dann kann es gut sein das ich beim 2.8 nur auf F/4 abblenden muss und damit doch eine ganze Blendenstufe gewonnen habe. Also kein totes Gewicht.


In der normalen Fotografie wird die Offenblende ja hauptsächlich zum Freistellen von Motiven verwandt, nicht aber zur Ermöglichung von Aufnahmen bei schwachem Licht. - Das wird oft fälschlich angenommen.-

Das so pauschal zu sagen ist nicht richtig. Warum sollte eine offene Blende "nur zum Freistellen" verwendet werden? Natürlich arbeitet man in der Available Light Fotografie auch mit offenen Blenden, weil man die Empfindlichkeit oft gar nicht so hoch drehen kann wie man müsste wenn man ohne Stativ arbeitet.


Canon stellt MFT-Kurven für die verschiedenen Objektive zur Verfügung. Daran kannst du die entsprechenden Eigenschaften beurteilen.

Anhand der MTF Kurven von Canon zuverlässige Rückschlüsse über die Abbildungsqualität off-axis im Astrobereich machen zu wollen ist, gerade im Vergleich zweier Objektive mit unterschiedlicher Offenblende, nicht möglich. Das liegt daran das die MTFs immer mit Offenblende und F/8 angegeben sind. Wie will ich nun Leistung bei F/4 eines F2.8 Objektivs mit der eines F4 Objektivs vergleichen anhand der Canon Mtf? Hinzu kommen Fertigungstoleranzen, mögliche Dezentrierung und so weiter. Da hilft, um es ganz genau zu wissen, nur selbst testen, oder wenn man davon ausgeht ein gutes Objektiv zu erwischen, Erfahrungen von anderen einzuholen.

Viele Grüße,

Jan
 
Hallo Herrschaften,

Ich besitze das EF 135/2,0L USM was ich vor 3 jahren durch das EF 70-200/2,8II L IS USM ersetzt habe.

BEIDE objektive nutze ich mit dem canon EF 1,4x II converter wo sich die brennweite um den faktor 1,4 erhöht bzw. die blende um den faktor 1,4 verkleinert, das heißt ich hätte bei 200mm dann 280mm und statt 2.8 dann 3,9 blende und somit gewonnene brennweite und geringere blendenzahl.

Leider kann ich nichts dazu sagen, wie das objektiv unter einem sternenhimmel ist, da ich keine montierung besitze, aber ich werde mich bald an ISON versuchen.

Tagsüber und am abend bei wenig licht hat mir das 70-200 schon sehr viele schöne stunden beschert, einfach ein super und lichtstarkes tele!!

Schöne grüße, Marius
 
Hallo,

ich benutze schon seit langem das 70-200/4L ohne IS und bin sehr zufrieden damit. Zwischendurch dachte ich aber zwei mal, dass das bestimmt noch zu toppen sei. Deshalb habe ich mir das 70-200/2,8L ohne IS zugelegt: Wenn man es auf 5,6 abblendet, ist es ebenso gut wie das kleine. Lohnte sich also nicht und ging wieder zurück. Vor kurzem habe ich es mit der Festbrennweite 200/2,8L probiert: Geringfügig besser, lohnt das Geld aber nicht, wenn man das 70-200er hat...

Ich habe auch noch andere L-Zooms getestet: 100-400, 17-35/2.8, 17-40/4. Die sind alle halbwegs akzeptabel (meistens bei höchster Brennweite), sind aber mit Festbrennweiten nicht zu vergleichen. Nur das 70-200/4 ist astrofotografisch ein echter Gewinn.

Gruß
Klaus
 
Hallo Jan,

natürlich hast du Recht.

Was aber, wenn eine Blendenstufe abblenden nicht reicht, um gute Abbildung in den Bildfeldecken zu bringen?

Geht es hauptsächlich um den Bereich bei 200mm? Dann ist vielleicht die entsprechende Festbrennweite günstiger, leichter, besser?

Für die kürzeren Brennweitenbereiche ist das 2,8er Vario wirklich unverhältnismäßig schwer.

Vielleicht will sich Peter einfach auch für normale Fotografie ein neues Objektiv kaufen. Dann kann man ihm vom 2,8er 70-200 nicht abraten, immer das Gewicht im Auge behaltend.


Available Light-Fotografie, - den Begriff habe ich lange nicht mehr gehört -, ist eigentlich kein Thema mehr.
Früher war das oft eine Gratwanderung zwischen zu geringer Schärfe und Filmkorn.
Und die zu geringe Schärfe hatte oft damit zu tun, daß man nicht genügend abblenden konnte.

Mit den Digitalkameras ist das kein Thema mehr, so schön hoch, wie man die in der Empfindlichkeit drehen kann und mit der richtigen Bildbearbeitung entrauscht, gar kein Problem mehr!

Was willst du denn aufnehmen bei Blende 2,8 und 200mm Brennweite oder bei Blende 1,2 und 50mm? Briefmarken im Dunkeln? Nee, da ist schon das Freistellen der geläufigere Einsatzzweck und das in sanfte Unschärfe fallen lassen des Umfeldes.

Aus den MTF-Kurven kannst du schon den Korrekturgrad des Objektivs bei Offenblende und am Bildrand abschätzen und einschätzen, wie sich die Eigenschaften beim Abblenden verändern. Allerdings hast du recht, es gibt Fertigungstoleranzen. Leider auch bei teureren Canon-Objektiven. Da hilft wirklich nur ausprobieren und wenn man nicht zufrieden ist, komplett umtauschen. Normalerweise können Canon-Objektive sehr gut sein...

Grüße

*entfernt*

 
Hallo zusammen,

das hier ist meiner Meinung nach der entscheidende Punkt:

Zitat von watchgear:
...Vor kurzem habe ich es mit der Festbrennweite 200/2,8L probiert: Geringfügig besser, lohnt das Geld aber nicht, wenn man das 70-200er hat...

Wenn es um eine reine Neuanschaffung geht, Astrofotografie im Vordergrund steht und man ggf. auch bei Tage "mit einer Festbrennweite leben kann". Dann ist meiner Meinung nach das 200/2.8 L II unschlagbar gut, da klein, leicht und top Abbildungsleistung. Wenn man ein gutes Allraound-Objektiv sucht (sofern es die überhaupt gibt) ist das 70-200/4 mit Sicherheit die bessere Wahl.

 
Wenn es um die reine Bildqualität geht, kann ich dir folgende Seite empfehlen:

http://www.the-digital-picture.com/...meraComp=453&SampleComp=0&FLIComp=0&APIComp=0

Da kannst du schön die Qualität vergleichen. Natürlich gibt es auch Streuung. Aber das sollte ja bekannt sein. Wie das in Astro-Sicht aussieht, kann ich dir leider nicht sagen. Dazu habe ich noch zu wenig erfahrung. Jedoch habe ich ein Bild mit 35mm am Crop und einer Blende von 1,4 gemacht und das war schon sehr scharf. Also es geht eben auch mit kleinen Blendenzahlen..
 
hallo zusammen, danke fuer die feedbacks.
das 70-200 f4 hatte ich mal getestet.
bei 4,5 war das bei 200mm schon fast perfekt.
vermutlich hat es das beste preisleistung verhaeltnis.
evtl. bekommt man mit einem stop down vorsatz das gleiche ergebnis ohne spikes.
mein traum waer ja das 200/1.8, welches bei offenblende astrotauglich ist, aber das kostet gebraucht noch unglaubliches...
 
Hallo Peter,

erwarte bitte nicht zu viel von den Canon-Objektiven im Astro-Einsatz.

Es sind tolle Objektive in der normalen Fotografie. 70-200 habe/hatte ich beide in 4 und 2,8.
Die IS-Versionen sind noch einen Tick besser als die nicht-IS, bei mir jedenfalls, und 2,8 und 4 sind in der Bildqualität kaum zu unterscheiden.

Allerdings würde ich nicht auf die Idee kommen, sie zu Astro-Zwecken einzusetzen.
Das sind so dermaßen viellinsige Systeme, selbst wenn sie noch so gut entspiegelt sind , geht einfach zu viel Licht auf dem Weg verloren. Der Lichtverlust wird nicht durch größeren Linsendurchmesser ausgeglichen. Bie Blendenzahlen geben die rein geometrischen Öffnungsverhältnisse an.

Bei aller phantastischen Korrektur hat man am Stern mit diesen Objektiven nicht das gleiche Fokussieren, wie bei einem Apo-Refraktor. Der Fokus ist eher schwierig, ein Übergang zwischen grünem und roten Zerstreuungsscheibchen.

Hat man dann so ein Objektiv fokussiert, bemerkt man, daß das Objektiv nicht fokusstabil bleibt und temperaturabhängig ist.

Die 70-200-Objektive bestehen aus 20 und mehr Linsen!

Auch das oft gelobte 2,8/200 hat 9 Linsen.

Ich habe lange qualvoll versucht ein 4/300 astromäßig zu benutzen und bin dann doch bei etwas weniger Lichtstärke und einen kleinen Apo-Refraktor gelandet.

Und unterhalb von 300mm habe ich schöne Takumare und Zuikos mit wenigen Linsen und fester Fokussierung.

Man sollte sich wirklich nicht von den verlockenden Blendenwerten der Foto-Objektive blenden lassen. Selbst wenn sie perfekt wären, würde man sehr schnell an der oft wenig perfekten Himmelshelligkeit anlangen, gut, dann kommt noch ein IDAS-Filter dazu. Warum nicht gleich ein bisschen länger belichten?

Grüße

*entfernt*
 
Hallo zusammen!

Zitat von *entfernt*:
erwarte bitte nicht zu viel von den Canon-Objektiven im Astro-Einsatz.

Was meinst du mit "zu viel"? Ich habe mal das 17-40/4 an der 7D genutzt um die Perseiden abzulichten. Die Sternabbildung war bei f/5.6 perfekt bis in die Ecke, nur leider wollten die Perseiden nicht so wie ich, daher sind die Bilder direkt in der Tonne gelandet. 24/1.4 II und 50/1.4 liefern selbst an KB bei f/4 schöne runde Sterne in den Ecken, was also kann man da zu viel erwarten?

Zitat von *entfernt*:
Das sind so dermaßen viellinsige Systeme, selbst wenn sie noch so gut entspiegelt sind , geht einfach zu viel Licht auf dem Weg verloren. Der Lichtverlust wird nicht durch größeren Linsendurchmesser ausgeglichen. Bie Blendenzahlen geben die rein geometrischen Öffnungsverhältnisse an.

Natürlich haben selbst die Festbrennweiten von Canon noch mehr Linsen verbaut wie ein handelsüblicher ED APO, aber im Gegensatz zu den Zooms finde ich diesen Aspekt bei den Festbrennweiten jedoch vernachlässigbar.

Zitat von *entfernt*:
Bei aller phantastischen Korrektur hat man am Stern mit diesen Objektiven nicht das gleiche Fokussieren, wie bei einem Apo-Refraktor. Der Fokus ist eher schwierig, ein Übergang zwischen grünem und roten Zerstreuungsscheibchen.

Natürlich ist es bei einem APO recht einfach den Fokus zu treffen, vor allem wenn er mit einem guten OAZ mit Feintrieb ausgestattet ist, aber einfacher? Gerade bei den Telefestbrennweiten nutze ich LV bei 10x und Kontrast-AF, danach den AF-Schalter am Objektiv auf MF und alles ist gut!

Zitat von *entfernt*:
Hat man dann so ein Objektiv fokussiert, bemerkt man, daß das Objektiv nicht fokusstabil bleibt und temperaturabhängig ist.

Meine Festbrennweiten musste ich noch nie nachfokusieren, aber ich gönne ihnen auch idR. genug Zeit für einen Temperaturausgleich. Problematisch ist es meiner Meinung nach gerade bei Zoomobjektiven, welche die Tubuslänge ändern.

Zitat von *entfernt*:
Ich habe lange qualvoll versucht ein 4/300 astromäßig zu benutzen und bin dann doch bei etwas weniger Lichtstärke und einen kleinen Apo-Refraktor gelandet.

Das 300er von Canon kenne ich nicht, beim 400er habe ich lange überlegt, mich jedoch für einen ED-APO entschieden, da dieser zum einen einfacher unter einer Guidingoptik montierbar ist und zum anderen keine Spikes produziert, wie z.B. ein abgeblendetes 400er.


Aber es kommt halt immer darauf an, wofür das Objektiv herhalten muss. Für reinen Astroeinsatz würde ich auch mal nach Zuiko, Zeiss, Takumar usw. schauen, aber ich finde diese Objektive im Tageseinsatz wenig tauglich, da MF. Muss ich den Spagat machen, dass die Linse bei Tage und bei Nacht eingesetzt werden soll, würde ich pers. zu einer entsprechenden Festbrennweite mit AF greifen. Ein paar Kandidaten von Canon wurden ja schon genannt, aber auch Sigma hat in diesem Bereich ein paar gute Pferde im Stall. Geht es primär um den Tageseinsatz, dann je nach Geschmack Zoom oder Festbrennweite, hauptsache große Blende und ggf. IS.
 
Hallo Markus,

mit zuviel meine ich , daß man nicht erwarten sollte, daß ein Foto-Objektiv bei voller Öffnung perfekte Sternabbildungen bis an den Bildrand liefert. Und ich spreche da hauptsächlich von Tele-Objektiven. Es ging ja um das 70-200/2,8 und ich nehme an da auch eher um die Endbrennweite, den es bei 70~135mm einzusetzen (Astro!) ist wirklich mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Ich habe diese Erfahrung auch noch mit längeren Brennweiten gemacht. Es gibt ja von Canon die längeren Tele-Objektive mit Blende 4. Abgesehen vom Preis ist 4/600 sehr interessant, aber ich würde sowas nie für Astrozwecke anschaffen.

Bei kürzeren Brennweiten sind die Verhältnisse in der Tat entspannter. Es ging hier aber um das 70-200/2,8 und das hat nun mal 23 Linsen. Steck das mal an die Kamera, messe die Belichtung und dann Vergleiche das mit den Belichtungsdaten, die dir ein 100er 1:2 mit nur 8 Linsen liefert. Das ist merklich!
Selbst das 300/4 mit "nur" 14 Linsen ist sehr Temperaturabhängig in der Fokuslage. Das sind natürlich Probleme, die du mit kurzen Brennweiten noch nicht so deutlich hast.


Bei 400mm hast du sicher das 5,6 im Auge gehabt und mit einem kleinen Apo-Refraktor die richtige Entscheidung getroffen! Das 2,8 400mm ist eines der besten Foto-Objektive überhaupt, aber auch das würde ich nicht auf eine Montierung schnallen.

Grüße

*entfernt*
 
Hallo Dietrich,

70-200/2.8 ist wirklich mit Kanonen auf Spatzen schießen, der Meinung bin ich auch und weis nur zu gut, dass die Belichtungszeit mit abhängig ist von der Anzahl der verwendeten Linsen. Mein 50er Sigma "lässt scheinbar auch 1/3 EV mehr Licht durch" als mein 50/1.4 von Canon...

Und auch was die Sternabblidung bei Offenblende betrifft, bin ich voll auf deiner Linie. In den meisten Fällen reicht es aber ein Objektiv um eine ganze Blendenstufe abzublenden um gute Ergebnisse zu bekommen. Im Klartext als ein f/4-Zoom auf f/5.6 abblenden, während ich ein f/2.8er "nur" auf f/4 abblenden muss. In so fern habe ich zwar mit dem f/2.8er in Sachen Belichtungszeit nichts gegenüber einem voll geöffneten f/4er-Zoom gewonnen, jedoch erhalte ich beim abgeblendeten Objektiv die bessere Sternabbildung!

Aus genau den Gründen würde ich auch immer wieder zum 200/2,8 II greifen!


Ach ja, ich hatte das 400/5.6 L im Auge, das 2.8er ist leider knapp außerhalb meines Budgets ;-) und mit dem APO bin ich wirklich mehr als zufrieden! Und ehe ich mir ein 400/2.8 auf die Montierung schnalle, würde ich mich glaub ich eher nach ner HyperStar-Lösung umschauen...

 
Hallo,

ich stand mal vor einer ähnlichen Frage, allerdings auf normale Fotografie ausgelegt. Das 2,8er ist einfach riesig und das F4 dagegen wirklich noch kompakt. Allerdings empfand ich es damals für Fotografie im Zoo mit 200 mm zur kurz und auch ein IS wäre doch schön gewesen, darum ging es wieder zurück - die Abbildungsleistung empfand ich aber als wirklich gut.

Allerdings hätte ich noch einen Tipp, das Sigma 150 mm Apo Macro F2,8 (alte Version ohne IS), ab F4 laut eines anderen Forenmitglieds bereits gut, ich habe es allerdings bisher trotzdem bei F5 genutzt, werde demnächst aber mal F4 testen. Habe glaube ich gebraucht 300 oder 400€ bezahlt und empfinde 150mm als sehr vielseitig für ausgedehnte Nebel.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich bin der Meinung, daß sowohl das f/4 als auch das f/2,8 hervorragende Optiken sind. Ob nun beim f/2,8 noch zusätzlich ein IS dabei sein sollte oder nicht, könnte diskutiert werden. Astronomisch gesehen ist sowieso ein Stativ / Montierung erforderlich und IS somit entbehrlich. Damit könnte auf das kostengünstiger zurückgegriffen werden. Und im Verhältnis zum f/4 ist zu sagen, daß Licht halt durch nichts zu ersetzen ist.
LG Motto
 
ich wuerde mir nie ein IS holen fuer astrozwecke.
das korrekturelement ist imho flexibel aufgehaengt und evtl. im abgeschalteten zustand verkippt bei der astroaufnahme.
weiterhin finde ich diese technik rel. unbrauchbar im feldeinsatz.
stabilisiert wird ja nur die eigenbewegung, aber keine bewegten objekte. was bringt mir eine 1/10s aus der hand, wenn alle bewegten objekte verschwommen sind. viel besser weil guenstiger istmda doch ein beweglicher chip wie bei pentax. however.

welche alte linse von olympus, pentax, etc. taugt denn was zwischen 200-400mm?
ich hab alte jupiter, zebra meyer orestor etc. aber keines ueberzeugt mich bislang.
scharf sind die alle aber die farbkorrektur ist unzureichend fuer dslr.
auch ein altes sigma 300mm f4 makro habe ich, aber perfekt ist das auch nicht, wenn man genau hinschaut, egal wie stark man abblendet.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich hab nicht alles gelesen aber offengesagt sind Zoom-objektive für Astro einfach mit vorsicht zu genießen da schon sehr viele linsen und immer ein kompromiss.

Kauf dir das EF 200 2.8 L USM II, mit dem bist du vorn dabei wenn Du's für RGB auf F/4 abblendest. Schmalband kannst bei offenblende machen.

Klare Kaufempfehlung. Und im Zoo kommst auch ohne Zoom klar.

cs Bernhard
 
Hallo Peter,

so darfst und solltest du das nicht sehen. Zwei Teleskope fürs gleiche Geld bedeuten auch, dass man viel in Frust investiert, da sie fotografisch für den Preis nichts taugen. Da fehlt ein Flattener/Komakorrektor, da verkippt der Okularauszug, da fehlt es u.U. an Backfokus, die müssen justiert werden oder sollten sie sein, die sollten keine CA zeigen, da muss der Adapter passen, daran darf die Kamera nicht verkippen und so weiter ...

Erst mit den EF 200mm f/2,8 L USM macht mir die Astrofotografie richtig Spaß. An die Kamera geklickt und alles paßt. Mit einer Blende(mit 2"-Filtergewinde) direkt vor den Objektiv auf f/4 abgeblendet zeigt es noch nicht einmal die Lamellenspikes. Ganz zu schweigen von den relaxten Guiding und der einfachen Fokusierung. Diese Investition hat sich für mich wirklich gelohnt.

Grüße,
Matthias
 
Hallo Matthias,
freut mich besonders, dass du so viel Freude an der Linse hast. Ich meine eher Spiegelteleskope und eher noch gebraucht. Kaufe fast nur gebraucht.
Ausnahmsweie habe ich mir letztens ein Objektv neu gekauft um es testen zu koennen.
Es ist ein Walimex 85/1.4 und die Abbildung ist mit kuenstlichem Stern besser wie mein 20jahre altes Canon 85/1.8
Das ist erstaunlich, ich werde es wohl behalten.
Ab f4,5 sind die Sterne perfekt in der Ecke...mein Canon zeigt da noch Farbe.
Mal sehen ob ich nicht doch noch einen Fehler beim Wali finde...

Nochmal etwas zurueck: welche linsen zwischen 200-400mm sind denn Astromaessig gut? Und das heisst wirklich gut, keine Farbe, keine Koma, moeglichst keine Flares oder Reflektionen, Fokusstabil, usw. Mein Sigma 300/4 ist ok, aber eben nicht perfekt. Siehe bei ca. f6 http://www.astrobin.com/full/35194/0/?mod=none&real=
Ich suche was, dass noch besser abbildet bei Apsc.
 
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Hallo Peter,

da wirst du nur schwer was finden, das deinen Wünschen entspricht. Bei den ganz kurzen Brennweiten gibt es einige Objektive, die ganz gut funktionieren. Ich benutze ein 1,4/50 Zuiko, abgeblendet auf 2,8 ist das sehr gut.

Ein Konica 4/105mm Makro-Ojektiv ist offen gut.

2,8/135 und 4/200 Zuiko sind ganz gut. Man muß aber mit Farbsäumen umgehen.

Zwischen 200 und 400mm würde ich immer auf Astro-Optik setzen. Gut, bei 200mm gibt es nichts Überzeugendes, da ist das 2,8 200mm EF das Beste, was du haben kannst, bei 400 mm gibt es aber schon sehr Gutes: Das IN-ED mit Flattener und das 66mm Quadruplet. Und die sind auch nicht unerschwinglich teuer.
Diese Linsen sind besser als Foto-Objektive, leichter und neu billiger. Natürlich fehlt ihnen die große Lichtstärke.

Aber wozu brauchst du die?

Wenn du eine gut funktionierende Montierung hast, und die ist sowieso wichtiger als die Optik (sach' ich mal so), kannst du doch einfach etwas länger belichten - oder?

Grüße

*entfernt*

 
Hi Dietrich,
danke fuer deine Erfahrungen.
Naja Lichtstaerke ist in Zeiten knapper Belichtungszeit wegen Wolken, Nebel und Mond immer besser.
Ich bin vermutlich etwas zu anspruchsvoll und zu wenig spendabel ;-)

 
Hallo Peter,

es ist bei der Wahl des Objektivs wie so häufig auch. You get what you pay for!

Die 1/3-Blende mehr Licht kostet meist erheblich mehr Geld und bei der Randabbildung ist es ähnlich. So lange man APS-C-Kameras verwendet reichen einem die für APS-C gerechneten Linsen aus und die sind meist erheblich günstiger, als diejenigen, die für KB gerechnet wurden.

Aber du hast es ja schon auf den Punkt gebracht, es ist eine Frage des Anspruchs, nur wenn der Anspruch hoch ist, sollte auch der Geldbeutel gut gefüllt sein. Nicht umsonst produziert Canon z.B. 3 verschiedene 50er oder 3 verschiedene 100er oder gar 4 verschiedene 70-200er...
 
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