Canon eos 100d mit Orion Funscope verbinden ?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Tibor_Berlin

Aktives Mitglied
Hallo alle,

Ich bin Tibor , 36 Jahre alt und wohne in Berlin-Reinickendorf. Ich interessiere mich schon seit langem für die Astronomie nur konnte ich mich noch nicht näher damit beschäftigt. Nach einigen persönlich Veränderungen habe ich nun die Zeit und will mal reinschnuppern und sehen was so geht.

Ich habe mich erstmal für dieses Teleskop ; "Orion FunScope 76mm Tabletop Reflector Telescope" entschieden.

Nun zu meiner frage; Wir haben hier eine Eos 100d, kann man die Kamera mit entsprechendem Zubehör mit dem Teleskop verbinden und macht es Sinn?

Wir wollten erstmal mit dem Mond anfangen, später vielleicht Jupiter oder Saturn und wenn es gut läuft uns vielleicht und sogar an der Orion Nebula versuchen.

Mfg

Tibor
 
Hallo Tibor,

du hast jetzt ein kleines Gerät, mit dem man etwas in die astronomische Beobachtung hineinschnuppern kann.
Versuche damit Objekte aufzufinden, zu sehen und sehen zu lernen.
Nach und nach werden dir auch Unzulänglichkeiten des Geräts auffallen.
Ich glaube kaum, daß sich der Aufwand, Kamera und Teleskop miteinander zu verbinden lohnt. Benutze das Teleskop visuell bei nicht zu hoher Vergrößerung und entscheide später, ob du auch astronomische Fotos machen möchtest.
Das bedeutet einen ganz erheblichen Aufwand zu betreiben, für den das Funscope sicher noch nicht die geeignete Basis darstellt.
Es gibt einige ganz gelungene Ergebnisse von Leuten, die mit ihrem Mobiltelefon durch das Okular fotografiert haben.
Dies könnte beim Mond mit diesem Gerät möglich sein. Versuche das doch mal...

Grüße

*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tibor,

mit etwas Glück geht der Mond, indem Du die Kamera mit einem T2-Ring ausstattest und dann entweder über einen Adpter 1,25"-T2 oder eine 1,25"-Barlowlinse mit angebauten T2-Gewinde an das Teleskop anschließt. "Glück" bezieht sich darauf, daß das Teleskop Gleichgewichtsprobleme bekommen und dadurch nach unten sinken könnte. Wenn nicht, könnte es noch immer soweit federn, daß es sich nur schwer ausrichten läßt.

Bei Planeten braucht Du einen - möglichst variablen - Okularprojektionsadapter. Um den T2-Ring kommst Du nicht herum, aber der Projektionsadapter hat wenigstens ein kameraseitiges T2-Gewinde. Zusätzlich brauchst Du noch mehr Glück, weil nicht nur Brennweite und Hebelarme, sondern auch die Belichtungszeiten länger werden. Letzteres kollidiert irgendwann mit der Erddrehung.

Orionnebel wird vermutlich nicht gehen, aber dafür kenne ich mich mit DSLRs zuwenig aus. Als Adapter wird wieder der 1,25"-T2 benötigt. Der hat übrigens eine Außensteckhülse (wie ein Okular) und ein Außengewinde.

Vorteil beim Kauf der genannten Ausrüstungsteile: Man kann sie später an anderen Teleskopen verwenden, der T2-Adapter kostet nicht so viel, und falls es mit der Astrofotografie nicht klappt, kannst Du das Teleskop auch als Teleobjektiv verwenden, wenn auch mit einem eher wenige randscharfen Bild (Koma und Bildfeldwölbung).

Noch eine Hinweis: Viele Okularprojektionsadapter haben vorne den 1,25"-T2-Adapter, den braucht man also nicht mehr zusätzlich zu kaufen.

Für die Fotografie würde ich ein Teleskop auf einer parallaktischen Montierung bevorzugen, wobei ein Antrieb in Rektaszension hilfreich ist. Ernsthafte Deep-Sky-Fotografie wird zwar immer noch eine Nachführkontrolle benötigen, aber Mond und Planeten sind weniger anstrengend zu erwischen, weil sie nicht laufend aus dem Bildfeld abhauen.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Tibor!

Ist das Teleskop schon gekauft?
Entscheidung und Beschaffung liegen bei mir meist zeitlich weit auseinander :)

Wenn Ja, dann geh erstmal mit dem Auge los und finde mal so sachen wie:

M35 Offener Haufen zu Füßen der Zwillinge
M42 Im Orion - der fette Nebel
M36 --- ziemlich kleiner offener Haufen in Auriga
H&chi im Perseus
Offene Haufen gibt es einige im Sternbild Cassiopeia

Wenn Du die alle gefunden und gesehen hast, kennst Du dich schon ziemlich gut am winterlichen Himmel aus. Außerdem, weißt Du dann was Du von deinem Teleskop erwarten kannst und wie das ganze Geraffel funktioniert.

Du wirst merken, dass alle diese Objekte gaaanz anders im Auge ankommen als sie in Büchern oder im Netz auf Bildern zu finden sind.

Ich find es Klasse, dass wieder jemand neues dabei ist den Himmel zu erkunden.

Gruß
Winfried
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ahoi,

natürlich kann man auch das 76er Funscope mit einer DSLR verbinden. Wie bereits erwähnt, T2-Ring und -Adapter kaufen.
Nur ich befürchte fast, dass die Kamera an diesen kleinen Teleskopen einfach zu schwer ist. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass Du die Kamera akribisch genau festhalten musst um etwas zu fotografieren. Dafür muss dann aber noch genügend Backfokus vorhanden sein. Wie das beim Funscope aussieht, weiß ich nicht. Den Fangspiegel etwas höher setzen könnte hier ja etwas problematisch sein.

Aber wenn das passt: Mond wird damit gut funktionieren, würde ich mal vermuten. Die Planeten werden aber schwierig werden. Auch an einem normalen Teleskop verwendet man für soetwas dann eigentlich eher eine Astro-Webcam statt einer DSLR. Die Einzelbilder stackt man dann. Das Ergebnis ist wesentlich besser als mit einer normalen Kamera.

Nur muss ich hier auch wieder sagen: Versuch macht Klug. Wäre natürlich auch toll, wenn jemand sagen kann, wie sich die Planeten mit einem Funscope und einer DSLR aufnehmen lassen.
 
Hallo zusammen,

selbst wenn der OAZ bei der Masse nicht verkippt, falls man zumindst mit Barlow genug Backfokus hätte etc. : Der Spiegel ist sphärisch. Und hat nur 300mm. Falls man alles an Adaptern und eine ordentliche Barlow eh schon hat, kann man das spasseshalber ja mal versuchen - die Ergebnisse werden aber eher unterirdisch sein.
Hat man aber weder Adapter noch eine ordentliche Barlow, kostet das zusammen nicht gerade weniger als ein billiges 70-300 Telezoom, das deutlich weniger schlecht abbilden wird.
Ohne Nachführung ist damit aber nichtmal ein netter Mondschnappschuss möglich.

Insofern: Funscope zum Beobchten nutzen, DSLR mit Weitwinkelobjektiv daneben mit Stativ für Strichspuraufnahmen nutzen oder kurz belichtete Aufnahmen mit WW anfertigen und die stacken.

cs
Jürgen
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben