Canon EOS Ra ausführlicher Test und Bilder-Video

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frasax

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Hallo,

Canon hat mir freundlicherweise die Canon EOS Ra zur Verfügung gestellt. Während meines Urlaubs auf Teneriffa konnte ich die Kamera ausgiebig testen. Alles dazu habe ich in einem Video zusammengefasst. Viel Spaß beim schauen.
P.S. die fertigen Bilder gibt es hier im Forum in der Kategorie DeepSky zu sehen.


CS Frank
 
Hallo Frank,

tolles Video, ich finde die Thematik DSLR/DSLM sehr spannend. Allerdings ist das Vollformat bei mir noch kein Thema, ich bastle mit einer "M" rum und stelle fest, dass die kleinen leichten Gehäuse mit kurzen Auflagemaß viele Möglichkeiten bieten, die man sonst eher von den CMOS-Astrokameras kennt, die Brücke in die EF-Welt gibt es ja auch da und - ok, bei der "M" benötigt man zur Kabel-Fernsteuerung ML - die Nutzung geht genau mit den Mechanismen wie in der DSLR-Welt. Die "M"s nutzen wenn ich es richtig weiß alle noch das CR2-Format, ich denke, das CR3-Format wird in die Astrosoftware durch die RAW-Pakete schnell reinwachsen. Was man insofern noch hätte anmerken können ist, dass es entsprechende Kameralösungen im APS-C-Bereich ja auch gibt, nur dass man den Umbau eben selbst anstoßen muss. Insofern relativiert sich das Problemfeld "spiegellos=teuer" dann auch etwas.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,

freut mich. was die APS-C Kameras angeht, muss man diese aber selber umbauen lassen, die 60Da war eher ein Flop und ist so nicht zu empfehlen. Selbstverständlich ist APS für diverse Anwendungen absolut ausreichend. Ich möchte aber nicht mehr zurück zum kleineren Chip, aber eher aus "fotografischer" Sicht nicht aus Astro Sicht.

CS Frank
 
Hallo Frank,

bei Tage bin ich auch seit langem im Vollformat unterwegs, (1Ds MkII), aber das meiste astronomische Zeug das im allgemeinverfügbaren Budget liegt dürfte das Vollformat nicht schaffen. Insofern der Verweis, zumal der Umbau "Forenintern" wirklich einfach möglich ist und die Ergebnisse mit der "M" sind ermutigend, vor allem wenn man den OWB-Filter (als Clip) dabei hat. Ich kann dann keinen Unterschied zu einer Kamera im Originalzustand mehr feststellen. Wer das nutzen will muss aber daran denken, den AF wieder richtig einstellen zu lassen! Sonst sind zwar die Farben ok aber je nach Dicke des OWB-Filters passt der AF nicht!

CS
Jörg
 
Moin,

interessantes Video mit erwartbarem Ergebnis, aber, sehen ist besser als hoffen ;)
Konntest du eigtl das 24-105er mal noch in den Nachthimmel halten und schauen, wie sich das so schlägt?
Wie verhält sich das "IS" am Himmel?

Was mich etwas erstaunt, ist das neue R-Bajonett. Es ist nicht größer als das EF, hat nur eine etwas andere "Schlüsselform", sodaß man die EF-Objektive dort nicht versucht, einzustöpseln - ist ja auch sinnvoll. Die Deckel hingegen sind austauschbar zwischen R und EF.

Der R-EF-Adapter ist zwar weiträumiger als der 6D Spiegelkasten, aber den ganz weglassen und dafür einen dezidierten R-Adapter am Teleskop zu haben, würde das Potenzial erst richtig ausschöpfen können.

Wer das nutzen will muss aber daran denken, den AF wieder richtig einstellen zu lassen! Sonst sind zwar die Farben ok aber je nach Dicke des OWB-Filters passt der AF nicht!
OWB-Filter: arbeitet der AF mit einer LUT (look-up-table) oder mißt der? Wenn der mißt, müßten leichte Abweichungen doch wurschd sein oder? Ansonsten bräuchte man ja einen Abstandshalter am Auflagemaß, um die optische Lauflänge des OWB zu berücksichtigen. Geht das überhaupt? Wie müßte das beschaffen sein, daß es geht? Wie tolerant sind Objektive auf Arbeitsabstand? Da gibts ja auch so Dinge wie Komakorrektur, Flattener etc. Das funzt ja nur wenn der Arbeitsabstand paßt, sonst gibts Verzerrungen, oder?

Mit OWB müßte der Chip genau dort bleiben, wo er war vor dem Astroumbau. Sonst paßt die opt. Lauflänge nicht zum Objektiv.
Läßt man den OWB dann weg, dann ist der Arbeitsabstand zu lang, weil der verlängernde OWB zwischendrin fehlt. Wie löst man das Dilemma?

Viele Grüße
Okke
 
OWB-Filter: arbeitet der AF mit einer LUT (look-up-table) oder mißt der? Wenn der mißt, müßten leichte Abweichungen doch wurschd sein oder? Ansonsten bräuchte man ja einen Abstandshalter am Auflagemaß, um die optische Lauflänge des OWB zu berücksichtigen. Geht das überhaupt? Wie müßte das beschaffen sein, daß es geht? Wie tolerant sind Objektive auf Arbeitsabstand? Da gibts ja auch so Dinge wie Komakorrektur, Flattener etc. Das funzt ja nur wenn der Arbeitsabstand paßt, sonst gibts Verzerrungen, oder?

Hallo Okke, bei meiner EOS RPa (das wird bei der Ra nicht anders sein) funktioniert der Autofokus mit oder ohne OWB-Filter genauso gut. Ob da ein kleiner Unterschied im Backfokus ist, ist bei den meisten Objektiven egal. Ich sage "bei den meisten" weil mein Samyang 135mm f/2 an der RP mit dem RF-EF-Adapter nicht mehr in den Fokus kommt, das geht dann nur mit dem Baader RF auf M48 T-Ring. Alle anderen Objektive (egal ob Canon, Sigma oder Tamron) fokussieren aber problemlos mit oder ohne den Glasweg des OWB-Filters.

Bei der Ra würde ich davon ausgehen, dass die Abstände ohne OWB-Filter stimmen, dass man bei Astro also keine Probleme hat. Und wenn man für Tageslichtaufnahmen einen OWB-Filter einsetzt, müssten die meisten Objektive genügend Fokus-Spielraum haben um damit klarzukommen. Bei meinem Samyang 135mm f/2 verschlechtert sich die Abbildung übrigens nicht nennenswert, wenn der Abstand ein paar Millimeter falsch ist. Das mag aber bei anderen Objektiven anders sein. Für Tageslichtfotografie dürften kleine Unterschiede im Abstand aber keine größeren Auswirkungen haben, da sehen ja auch Objektive gut aus, die bei Astro untauglich sind ;-)
 
Hallo Stefan,
funktioniert der Autofokus mit oder ohne OWB-Filter genauso gut. Ob da ein kleiner Unterschied im Backfokus ist, ist bei den meisten Objektiven egal. Ich sage "bei den meisten" weil mein Samyang 135mm f/2 an der RP mit dem RF-EF-Adapter nicht mehr in den Fokus kommt,
heißt das, vor dem Umbau kam es schon in den Unendlich-Fokus, danach aber nicht? Das hieße, die optische Lauflänge zum Chip wurde nicht angepaßt und wird beim Samyang 135/2 nur mit OWB scharf (im Unendlichen), andere Objektive haben aber genug Spielraum, um das abzufangen, ist das so richtig? Du müßtest also zB noch Distanzscheiben oder so was unterlegen, um auch das Samy am EF-R Adapter direkt betreiben zu können?

Mir geht es vor allem um den Arbeitsabstand zum Flattener an schnellem Gerät. Schnelles Zeug ist hibbelig, so erwarte ich mal, daß die Arbeitsabstände das auch sind. Eine R auf Ra solls werden, also keine native Ra. Die native Ra dürfte ab Werk einen auf ohne-OWB angepaßten Laufweg haben.

Aber schomma beruhigend zu hören, daß "die meisten Objektive" wohl tolerant genug sind, denn der Umbau soll auf korrigierten Abstand hinauslaufen. Prio ist Astro. Daylight ist nice to have. Wenns gut funzt, dann ok, dann würde ich doch noch von Olympus auf Canon wechseln, wenngleich die alte OMD-M5 mit dem 12-50er Zuiko ein geniales Gespann sind, das ich missen werde! Die R kommt tatsächlich nah an das ran, was mir an der Oly so gefällt - bis auf deren Kompaktheit. Aber ok, Vollformat vs MFT, das ist halt größer. Display(s) und Sensor sind natürlich auch besser, moderner.

Insofern würde mich halt noch die Performance des Kit-Objektivs 24-105/4 interessieren und ob der IS stört bei Astro. Ja, ein Zoom ist immer ein Kompromiß, ich weiß, aber es gibt gute und schlechte Kompromisse ;) und ich brauche ein allways-on Objektiv. Das Zuiko 12-50 der Oly ist so eins, dazu querbeet gestochen scharf, Macro, ein Ausnahmeobjektiv.

Viele Grüße und CS!!
Okke
 
Oh, ich dachte es anfangs des Videos gesehen zu haben... was war das für ein Objektiv, das du auf der R/Ra hattest?
 
Ja, schon klar, aber ich meine das bei Minute... moment... 2:00, das dicke, das auf der Kam drauf ist. Das Riesending ist doch kein 50er.... oder doch? :oops:

;) Okke
 
Moin,

durch das Entfernen des Filters fehlen 1/3 von dessen Dicke. Ist der Unendlich-Punkt eines Objektivs knappe gesetzt kann das reichen um Unendlich nicht mehr zu erreichen. Daher stellen viele Umbauer mit der "Korrektur" des AF den Chip um diesen Betrag nach vorn, damit liegen wieder dieselben Bedingungen vor wie mit Filter. Setzt man dann ein OWB wieder ein, z.B. als Clip-Filter, erreicht das Objektiv den Unendlichpunkt etwas vor dem mechanischen Anschlag, das ist unschädlich. Da der AF den Schärfepunkt durch Messung ermittelt klappt dann der AF ebenso wie der MF durch den Nutzer.

Wer einen sehr hibbeligen Flattener/Reducer nutzt sollte also, wenn er die 44mm des EF-Bajonetts als Basis nutzt bzw. den Wert des M- oder RF-Bajonetts entweder die Korrektur machen lassen, dann kann er mit den veröffentlichten Zahlen rechnen oder muss die paar Zehntel fehlenden Lichtwegs einrechnen.

CS
Jörg
 
... heißt das, vor dem Umbau kam es schon in den Unendlich-Fokus, danach aber nicht? Das hieße, die optische Lauflänge zum Chip wurde nicht angepaßt und wird beim Samyang 135/2 nur mit OWB scharf (im Unendlichen), andere Objektive haben aber genug Spielraum, um das abzufangen, ist das so richtig? Du müßtest also zB noch Distanzscheiben oder so was unterlegen, um auch das Samy am EF-R Adapter direkt betreiben zu können?

Hallo Okke, das hast du recht verstanden. Distanzscheiben etc. funktionieren mit dem Canon RF-EF_Adapter nicht, aber von Baader gibt es einen T-Ring für RF-Mount, zusammen mit einem M48 auf EF-Adapter von TS kann man daraus einen Adapter basteln. Leider ist auch damit kein Platz für einen Filter. Wenn es vom STC Duo Narrowbandfilter eine Clip-Version für Canon RF gäbe, würde ich mir die kaufen, dann hätte man ja auch wieder Glasweg.

Ich weiß nicht, ob beim Umbau die Chiplage angepasst wurde, für mich passt es so jedenfalls gut, denn mit "normalen" Objektiven benutze ich ja den OWB-Filter, dann ist ja alles wieder normal. Wie gesagt gehen aber alle meine Objektive außer Samyang auch ohne den OWB-Filter, die lassen sich offensichtlich über unendlich hinaus fokussieren. Leider ist beim Samyang wohl eine Sperre genau bei unendlich.

Am Teleskop stört mich der ohne OWB anscheinend nicht genau passende Abstand nicht, weil ich da ja eh irgendeinen Filter dazwischen habe (UV/IR oder STC Duo), dann müsste es ja wieder so halbwegs passen mit dem "offiziellen" Abstand. Davon abgesehen muss man mit den Abständen sowieso meist herumprobieren, der vom Hersteller angegebene ist bei mir meistens nicht optimal.
 
Hallo Zusammen,

ich will hier etwas zu Klarheit verschaffen...

Beim Ausbau des Filters wird die Lage des Bild-Sensors angepasst. Bei der R ist nicht immer genügend Platz vorhanden um den Sensor entsprechend weit nach vorne zu setzen wie das ausgebaute Glas es verlangen würde. Der Autofokus funktioniert trotzdem immer da die R keinen dedizierten AF Sensor mehr hat, sondern der AF sitzt auf dem Bild-Sensor selbst!

Bei einer normalen Spiegelreflex wird ein Teil des Lichts auf den dedizierten AF Sensor gelenkt. Beim Auslösen klappt der Spiegel um und das Licht wird auf den Bild-Sensor losgelassen. Das sind zwei komplett unterschiedliche Welten. Aber auch hier wird beim Ausbau des Filters nicht der AF-Sensor versetzt sondern der Bild-Sensor. Hintergrund: Canon klebt den AF Sensor grob passend in das Bajonett ein. Das ist wenig arbeit und es muß nicht sonderlich genau gearbeitet werden. Danach wird der Bild-Sensor eingebaut und penibel auf das Auflagemaß justiert. Jetzt geht Canon her und vermisst jeden einzelnen AF Punkt. Daraus wird dann eine Korrekturtabelle erzeugt und auf dem Mainboard gespeichert. Das heißt: der AF Sensor sieht nicht unbedingt scharf wenn das Bild scharf ist. Es ist für die Produktion deutlich einfacher und kostengünstiger elektronisch zu korrigieren als mechanisch genau zu arbeiten.

@Stefan_Lilge auch bei Deiner Kamera habe ich den Arbeitsabstand soweit angepasst wie es möglich war. Der Weg ist aber begrenzt. Wichtig ist aber das der Sensor wieder absolut gerade eingebaut und justiert wird. Ich hatte Deine Kamera am TS Hypergraph um zu schauen ob da der nicht ganz passende Arbeitsabstand Probleme macht: Fehlanzeige. Absolut ok.

Bei Canon DSLR´s ist aber in der Regel genügend Platz bzw. "Justageweg" vorhanden um das wieder genau einzustellen. Hier muß es auch passen, denn sonst funktioniert der AF nicht.

Alternativ könnte man auch ein Ersatzglas einbauen. Ich bin davon aber kein Freund da ich schon mehrere 6D hier hatte wo ich dieses ausbauen mußte. Die Gläser können bei hellen Sternen unschöne Halos erzeugen. Das AR-Coating von Canon scheint da doch noch mal eine andere Klasse zu sein wie bei den erhältlichen Ersatzgläsern.

Gruß Markus
 
Markus,

das Problem ist dass da Lichtweg fehlt ein wenig hinter "unendlich" fokussiert werden muss. Das sind zwar nur ein paar Zehntel und ich denke AF-Objektive werden das hinbekommen, es gibt aber genug manuelle Objektive die exakt bei unendlich einen Anschlag haben, bei denen es dann Probleme gibt. Ein Clipfilter, sofern es die für die R schon gibt, würde das natürlich auch beheben, Ich denke die sind auch dicker als die ausgebauten Paketfilter der Kamera. Und wenn's ein "L"-Glas ist.

CS
Jörg
 
Moin,

ist das beim Samyang "editierbar" (irgendeine Schraube anders einstellen, Anschlag abfeilen, ...). Bei Tageslichtfotografie mit eingesetztem OWB-Filter dürfte es ja dann eigentlich keinerlei Probleme geben, da die Sensorebene ja dann immer vor der eigentlichen Unendlichkeitsposition liegt und somit im Verfahrbereich des Fokus liegt?

Gruß
Okke
 
Moin,

kann ich Dir nicht sagen. Wenn da intern ein Anschlagring drin sitzt gibt das ein größeres Gepfriemel. Man müsste mal unter das Griffgummi schauen, da liegt wenn dann oftmals die Schraube. Bei Tageslicht sollte es wie Du schreibst kein Thema sein. In der Nacht allenfalls ein klarere Klipfilter...

CS
Jörg
 
Hi,

ich baue aus dem original ausgebauten Glas ein OWB Clip FIlter. Also möglich wäre da auch ein normales Glas einzusetzen, dann wäre das wieder möglich. Mal schauen was ich noch an Glas hier habe, dann kann ich mal einen zusammen bauen.

Gruß Markus
 
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