Carbontubus...

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Beginner36

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Hallo zusammen

Wo kriegt man Carbonröhren mit 170mm Aussendurchmesser und 50cm Länge? Oder muss man sich eine solche Röhre selber zusammenkleistern? Bin am überlegen meinen Photo-Newton etwas aufzumotzen.

Besten Dank und CS

Alexander
 
Nur geraten, aber wenn ich sowas suchen würde, würde ich mal bei Gerd Neumann anfragen.
Der könnte das am ehesten für mich beantworten oder ne Alternative nennen.
 
Hallo Alexander,

fertige Carbonrohre gibt es (zu gesalzenen Preisen!) hier:

http://carbonfibretubes.co.uk/products.html

carbonfibretubes . co . uk / products . html (gedehnt wg. evt. Löschung)

Vermutlich handelt es sich um den Lieferanten, der auch für die Fa. Orion Optics die Karbonfasertuben produziert, wo sie zu überteuerten Teleskopen verbaut werden.

Muss es denn überhaupt Carbon sein? Hartpapiertuben leisten doch ähnliches und sind vor allem nicht so überteuert.

Im Übrigen finde ich es recht lustig, dass nun alle möglichen Hersteller damit beginnen, schwarz lackierte Tuben und "echte" Karbonfasergeräte als "high end" Teleskope zu bewerben bzw. zu verkaufen. Wenn die übrigen Zubehörteile nichts taugen oder mechanisch nicht durchdacht sind, hilft auch Carbon nichts ;-)

Viele Grüße + cs

Ralf
 
Hallo Alexander,
ehe du viel Geld für eine Karbonröhre ausgibst,solltest du dir Überlegen,ob der Durchmesser nicht vielleicht etwas zu kanpp bemessen ist.Bei meinem 6"F/5 bin ich mit 180mm Innendurchmesser schon recht knapp...
Ansonsten schließe ich mich dem Statement von Ralf an.Die HP-Röhren haben wesentliche Vorteile gegenüber dem Alukleidchen von Orion-UK,und kosten nicht viel.Zumal der aufgeklebte Spiegel bei dem F/4 Newton auch nicht gerade optimal ist...da würde ich zuerst ansetzen.

Grüße Rainer
 
Sorry, für meine Empfehlung, aber hab heute gesehen, dass Gerd nur HP Tuben hatte. In meiner Erinnerung war das anders.
Ansonsten schliesse ich mich den anderen an.
 
Hallo zusammen

Besten Dank für die Tipps und Kommentare. Das mit den HP Tuben werde ich mal näher anschauen.

@Rainer: Wieso ist ein mit 3 Blops aufgeklebter 6" Spiegel nicht optimal?

Gruss und CS

Alexander
 
Hallo Alexander,
soweit ich weiß,ist der Spiegel auf eine massive Metallplatte(Alu?) geklebt.Nun hat dieses Metall eine andere Längenausdehnung als der Spiegelträger - das könnte Probleme mit Verpannungen geben.Inwieweit die Klebeplobs das Ausgleichen können ,oder auch nicht,kann ich nicht sagen...
Der Vorteil ist eben,daß da keine Klammern in den Spiegel hineinragen.Ein Berliner Astrofotograf hatte offensichtlich so seine Probleme mit dem geklebten Spiegel.Daher mein Einwand...
Hier mal der Link Orion-UK 150/600 Ich hoffe Holger hat nichts dagegen... ;)

Grüße Rainer
 
Hallo Jürgen,

und was soll dieses "aufmotzen" bringen? Optische Reize oder auch handfeste Verbesserungen?

Das würde mich mal bei dem ganzen Karbonfever interessieren.

Viele Grüße + clear skies

Ralf
 
Hi,

also ein HP-Tubus ist gegen jede Blechröhre ein High-Tech-Teil.

Eine visuelle Verschönerung hin zum "Angeberfalschkohlefasertubus" hat der NICHT notwendig!!
Der einzige Vorteil (technisch gesehen), den ein echter CFK - Tubus hätte, wäre der, daß die thermische Ausdehnung ... usw., usw,.... und dafür kühlt er langsamer aus ....

Bei der hier diskutierten Röherndimension kann man getrost sagen: spar dier das Geld und kauf dir gscheites Zubehör dafür oder geh mit deiner Familie (Freundin) ein paar mal essen.... :)

Johann
 
Hallo Juergen,

das ist auch meine Meinung, aber heutzutage werden ja sogar Blechtuben schwarz eloxiert, um "CFK finish", so ein Händler mal mir gegenüber, zu erzeugen. Einfach albern und lächerlich, auch das Bekleben von HP Tuben mit Folie. Wenn das Zeugs wenigens noch für eine zusätzliche Isolation sorgen würde, aber nur um den Tubus optisch "aufzuwerten", na ja. Das ist ja so ähnlich wie ein Spoiler am 75 ps Auto ;-) Vielleicht ist "Angeberkohlefasertubus" die richtige Bezeichnung.

cs

Ralf
 
Hallo Alexander,

es ist möglich einen Carbontubus selber zu bauen. Das Hantieren mit dem Epoxidharz ist allerdings schon eine gewisse Herausvorderung.

Du kannst Dir hier auf meiner Seite einen ersten Eindruck verschaffen:
http://www.starhopper.de/astro/equip/ca/ca.html
[/color]

Hier die Vor- und Nachteile in Kürze:
- hohe Stabilität
- minimale Temperaturausdehnung
- leichtes Gewicht
- schaut gut aus
- hoher Preis auch beim Selbstbau
- eine Form wird benötgt (event. alter Tubus
- meist neue Rohrschellen nötig

 
Hallo Thomas,

gut, das ist eine Alternative zu den überteuerten Kohlefaserbuben. Ich halte den Durchmesser der Orion Optics UK- Tuben jedoch für viel zu klein, um darin die Spiegel optimal unterzubringen. Die 9-Punkt-Spiegelzelle geht einigermaßen, sollte jedoch mit stärkeren Federn ausgerüstet werden.

Sie, die Zelle, sitzt bei den OO-Newton in einem viel zu engen und vor allem auch nicht runden Alutubus. Wenn man den als Form nimmt, dann verschenkt man doch Verbesserungsmöglichkeiten und läuft unter Umständen Gefahr, einen nicht runden Tubus zu bekommen. Wenn ein Karbon-Tubus, dann noch ein optimaler, und der sollte schon viel Platz um den Spiegel haben, um den Luftstrom vorbeizulenken.

Ich würde nun endlich auch einmal wissen, was in aller Welt nun der Unterschied zwischen einem HP- und Karbon-Tubus ist. Gut, die Auskühlzeit und das Gewicht spielen eine Rolle, aber wirkt sich dieser Unterschied so gravierend aus, dass die hohen Anschaffungskosten und schwierigen Herstellungsumstände gerechtfertigt sind?

Viele Grüße + clear skies

Ralf
 
Hi Zusammen,

was bei der ganzen Laminiererei ( und Lamentiererei :totlach2: :hochachtung: ) gerne übersehen wird: Es ist ohne Erfahrung kaum möglich einen auch nur einigermaßen schönen Tubus hinzubekommen! Ich würde einen ersten Versuch auf jeden Fall!!! mit Glasfaser durchführen, dann ist der Ärger geringer als wenn man je nach Tubusgröße CFK-Gewebe für locker 200 oder 300 Euro erfolgreich versaut hat...

Für jemanden ohne Laminiererfahrung böte sich folgende Vorgehensweise an: einen dünnwandiges HP- oder Papprohr mit wenigen Lagen Laminat von außen verstärken - das erspart die Probleme das Teil ohne Sprengstoff von der Form ( Wickelkern ) zu trennen, der bleibt einfach drin! wenn das Laminat von außen mit Abreißgewebe umwickelt wird ( billiger und auch mit vorzeigbarem Resultat eignet sich das Flatterband wie es an Baustellen zur Absperrung verwendet wird ) ergibt sich nach dem "Abreißen" dieses Gewebes eine relativ glatte Oberfläche. Von der Vorstellung einen glänzenden, spiegelglatten Tubus auf Anhieb hinzubekommen sollte man sich verabschieden :/

Vorteil dieser "einseitegen Sandwichbauweise": deutlich weniger Materialverbrauch, die Vorteile eines Tubusses aus CFK werden fast zu 100% erreicht, man muß das Teleskop nicht komplett neu bauen wenn man den vorhandenen Tubus auf diese Weise verstärkt, die gute Isolationswirkung eines Papprohres läßt sich mit der hohen Festigkeit von CFK/GFK ergänzen, weniger Arbeit als mit "Mehrwegformen" zu hantieren, viiiiiel weniger Ausschuß....

Viele Grüße Felix
 
Hallo,

noch ein Nachteil des reinen Carbontubusses:

vieeeeel langsamere Temparaturanpassung als ein HP-Tubus, was sich auf das Tubusseeing negativ auswirkt!!!

c.s.
Johann
 
Tja,

dann sind wohl die Kollegen, die ihren Tubus mit Aufwand extra möglichst gut thermisch isolieren, um damit das Tubusseeing zu verringen, wohl komplette Rindviecher- oder wie??

Abgesehen davon das deine Aussage komlett falsch ist, dürfte ein 4mm dicker Hartpapiertubus wohl ähnliche thermische Eigenschaften besitzen wie ein halb so dicker aus CFK.

Stefan
 
Hi Stefan,

diese anspruchsvollen Rindviecher wollen in so einem isolierten Stall auch noch eine Klimaanlage haben.
Ein Spiegelstall ohne Iso und Quirl ist nix für mich.
:totlach:
Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
das kannst du dir beim Pappetubus getrost sparen - sag ich doch
Eben im Vergleich zu CFK falsch- der ist ungefähr genauso gut wie ein Hartpapiertubus- und wenn wie oben beschrieben mit Zwischenlage ausgeführt dann isoliert er sogar besser- und hinsichtlich Tubusseeing ist das eben besser, deswegen isoliert man ja einfach Blechtuben :Trost:

Der Miefquirl dient dazu um einen gleichmäßigen Luftstrom im Tubus zu erzeugen- oder um den Spiegel schneller abzukühlen.

Stefan
 
... von mir aus kannst du dir auch eine Tüte um € 10.000,-- wickeln und dann visuell beobachten oder sonstwas - wenn es dir Spaß macht :D ....

Ob´s das dann in der Praxis gegenüber der kostengünstigen Hartpapier- oder Papperöhre auch in der Sache bringt, mag jeder für sich entscheiden. Ich will hier nur nicht den "Standarduser" für dumm verkaufen und ihm so ein Modedesigenerteil einquatschen wo er es doch ggf. wirklich nicht braucht - so wie mein Carbonzeugs an meiner Ducati: Schön, teuer und umsonst :teufelgrr:

Gruß
Johann
 
noch ein Nachteil des reinen Carbontubusses:

vieeeeel langsamere Temparaturanpassung als ein HP-Tubus, was sich auf das Tubusseeing negativ auswirkt!
Das war deine Aussage- und die war halt leider sowas von falsch :erschreck:

Ich hab mit keinem Wort behauptet, das Carbon besser sei, sondern nur deine auf falsche Aussage geantwortet um klarzustellen, das ein CFK Tubus eben nicht das Tubusseeing verschlechtert.

Wobei ein einfacher HP Tubus auch noch zu isolieren wäre um ihn thermisch zu verbessern- oder man wählt ihn mit dickerer Wandung- dann greift aber wieder der Vorteil eines CFK Tubus durch geringeres Gewicht und wenn er dazu noch mehrlagig als Sandwich aufgebaut ist hat er eine höhere Steifigkeit, geringeren Verzug bei Temperaturänderungen und eine bessere thermische Isolation- wer darauf Wert legt, wird sich sowas auch zulegen.

Stefan
 
Stefan, d'accord! Allerdings fing es hier damit an, dass behauptet wurde, einfach mit einer Karbonfolie das Design eines Tubus "aufzumotzen". Dieser sinnlose Unfug bringt nun nichts.

Recht hast Du, wenn Du schreibst, dass HP-Tuben isoliert werden sollten. Das ist genauso sinnvoll wie eine Auskleidung mit Velour bzw. eine absolut mattschwarze Innenfärbung. Auch Deine CFK-Sandwich-Tuben sind schon sinnvoll, wenn man fotografisch auf einem hohen Level arbeiten möchte. Ob die nun allerorten angepriesenen Karbontuben der Standardgeräte so sinnvoll und optimal sind, sei dahingestellt. Bei der Konstruktion mancher Tuben habe ich wegen der Enge, des Zubehörs und der Bauweise schon meine Bedenken. Aber wer es denn gerne schwarz möchte, bitte sehr!

Viele Grüße + clear skies

Ralf
 
Hallo Ralf,

über den Sinn von "Carbonfolie" braucht man garnicht nachzudenken- vor allem nicht wenn diese Carbonfolie daraus besteht das Carbondesing auf Kunststoff gedruckt wird :biggrin:

Zu deinen anderen Gedanken hinsichtlich Konstruktion usw.- wer sich einen richtigen CFK Tubus leisten will, sollte auch darauf achten, das dieser die nötige Größe hat. Also schon ein bisserl mehr Durchmesser als der Spiegel aufweisen. Die von Orion UK sind ja wohl sehr knapp bemessen- und dazu sauteuer.

Eigenbau wie weiter oben gelinkt, mit Sandwichaufbau, wenn man die Kosten nicht scheut und besonders dünnes Gewebe wählt können sie sehr leicht ausfallen im Verhältnis zur Größe und dank Sandwich eine enorme Steifigkeit erreichen- da kommt dann auch kein Hartpapiertubus mehr ran- allerdings auch nicht hinsichtlich den Kosten :erschreck:

Ich bin derzeit auch über einem Eigenbau- aber mit HP Tubus von Neumann, CFK selbst zu laminieren war mir zu aufwändig. Das Risiko bei einem größeren Tubus Murks zu produzieren ist nicht gerade klein. Gewisse Erfahrungen sollte man schon haben.

Gruß
Stefan

 
Hm,

betreffend Tubusseeing bin ich nach wie vor der Auffassung, daß ein nackter 2 mm Carbon schlechter ist als ein 4 mm Pappetubus. Einfach aus der Tatsache heraus, daß bei der Wärmreabstrahlung nach "oben" und der im Boden gespeicherten Wärme ja bekannter Weise zumindest im Felde eine Temparaturdifferenz zwischen Tubusoberseite und Tubusunterseite festzustellen ist. Das bewirkt Tubusseeing wegen Zirkulation verschiedener Wärmeschichten. Genau da ist das 4 mm Papperohr klar im Vorteil, weil der Wärmeverlauf über den Tubus-Wandquerschnitt ein anderer istb als bei einer 2 mm Carbonröhre. Man müsste das einmal messen, allerdings gehe ich davon aus, daß auf Grund der niedrigeren Wärmeleitfähigkeit des Papperohres an der Innenwand wesentlich geringere Temparaturdifferenzen auftreten als an der Innenwand des Carbontubusses.
Also wenn z. B. zwischen der Tubusoberseite und der Tubusunterseite (jeweils aussen) eine Differenz von 2° besteht, dann wird diese Differenz beim Carbontubus auch annähernd an den Innenwänden so sein nicht so extrem aber beim Pappetubus.

Johann
 
Auch wenn das Thema schon ein paar Monate alt ist, hier noch meine Meinung dazu:
Carbongewebe für einen 170er Tubus dient ausschließlich optischen Zwecken. Der Vorteil von Carbon liegt in der höheren Steifigkeit und dem geringeren Gewicht gegenüber Glasgewebe. Bei den geringen Mengen die für einen Tubus benötigt werden, ist der Gewichtsunterschied kaum festzustellen, vor allem wenn von Hand laminiert wird, ohne Vakuumunterstützung. Für die Optik reicht es auch, wenn die teure Kohlefaser als letzte Schicht auflaminiert wird.

Gruß, Jörg!
 
Moin,

wenn ich mal meinen Sempf dazugeben darf:

Hat von Euch schonmal wer laminiert?

Nein - OK.

Um eine saubere glänzende Oberfläche herzustellen braucht es eine Form von aussen, oder man muss den Tubus im Nachhinein polieren.
Für die Form (also das Negativ) brauchts ein innen poliertes Schalengestell aus 2 Schalen, die sauber aufeinander passen. Da hinein kommt Gelcoat, dass die Oberfläche macht, UV-resistent ist und transparent. Vorher wird die Form noch mit Trennmitteln behandelt. Dann kommt der Laminataufbau mit Zwischenschichten, die auch nicht grad willkürlich da reingeknallt werden und dann innen eine Pressform, die alles in die Form drückt. Z.B. ein Folienkörper, den man mit Pressluft beaufschlagt. So kann man auch Flugzeugflügel herstellen (Modellsegler), daher die Erfahrungen.

Die Sauerei die man damit anstellt ist beachtlich, die Chemikalien sind alles andere als harmlos. Also bei mangelnder Erfahrung eher Finger weg.

HP ist so schlecht nicht und man kann sich mit einfachen Mitteln behelfen, die Optik hinzubekommen.

LG Jörg
 
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