Reimer22
Aktives Mitglied
Hallo Zusammen,
ich bin absoluter Astro-Neuling und dies ist meine erste Frage, die ich mich hier traue zu stellen.
Ich möchte mir gerne eine CCD-Kamera für die Deep-Sky Fotografie anschaffen und suche auf diesem Weg den Rat von den hier vorhandenen Experten. Die Kamera soll für ein Newton 150/750 sein. Das weitere dafür notwendige Zubehör (geeignete Montierung, OAG, Guiding-Kamera, Koma-Korrektor usw.) ist/wird vorhanden sein.
Wenn man ein Hobby (fast egal welches) neu anfängt, stellt sich immer die Frage wieviel soll/muss ich ausgeben damit ich von Anfang an Spass daran habe auch wenn ich weiss, dieses oder jenes kann man verbessern. Oft wird einem der Spass vergrault, weil man vielleich 300 Euro zu wenig ausgegeben hat. Andererseits weiss man erst im Nachhinein wie stabil das Interesse an einem neuen Gebiet ist.
Als Einstieg in die Astrofotografie überlege ich mir die Anschaffung der ATIK 16 ICS-HS (s/w).
Ich habe bei meinen Recherchen hier im Forum schon Beiträge gefunden, in denen davon die Rede ist, dass man unter 2000-3000 Euro gar nicht mit CCDs anfangen sollte. Diese wäre mir für den Einstieg deutlich zu teuer. Aber sind wirklich alle die Astrofografie mit einer günstigeren CCD-Kamera betreiben unglücklich, bzw. haben ihr Hobby aufgegeben?
Mein konkrete Frage in Kurzform daher: Kann man mit dieser Kamera an einem Newton 150/750 Spass haben oder ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man sich ärgert nicht etwas mehr ausgegeben zu haben. (Mir ist klar wie schwammig dies gefragt ist, aber vielleicht hat ja jemand eigene Erfahrung mit dieser Kamera an einem vergleichbaren Teleskop).
Noch zur Ergänzung: Der Ausschnitt der mit dieser Kamera abgebildet werden kann wäre für mich ok, was mir etwas Kopfzerbrechen bereitet ist, ist die Pixelgrösse.
Zum Hintergrund meiner Frage (wer noch Lust hat
:
Ich habe hier schon diverse Beiträge zu diesem Thema gelesen. Auch habe ich mich auf einigen Seiten mit den theoretischen Hintergründen (Berechnung der Teleskopauflösung, Wieviele Bogensekunden pro Pixel, Oversampling, Undersampling usw. herumgetrieben. Manche Artikel habe ich mehrmals durchgelesen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich trotzdem nicht wirklich durchblicke.
Für mich ist v. a. ein Problem, dass bei den diversen Berechnungen ein schöner theoretischer Wert heraus kommt, aber immer auch darauf verwiesen wird, dass dies in "der Praxis" halt ganz anders aussehen kann. Und an der Praxis hapert es halt bei mir.
Was ich meine verstanden zu haben ist folgendes:
Je grösser der Chip ist, desto grösser ist der abgebildete Bereich (das verstehe ich zwar auch nicht wirklich, aber damit kann ich was anfangen).
Mir ist klar: je kleiner der Pixeldurchmesser, desto höher ist die Auflösung.
Und weiter, dass zu kleine Pixel keinen Sinn machen, wenn die Auflösung des Teleskops dies nicht hergibt (als so eine Art overkill wie ich verstanden habe). Andererseits habe ich auch gelesen, etwas kleiner (als theoretisch für das Teleskop sinnvoll) können die Pixel schon sein, da man durch "Binning" die Aufnahmequalität verbesser könne.
So ganz grob, an einem einfachen Beispiel "verstehe" ich auch das Over-Undersampling: Ein Stern sieht einfach besser aus, wenn er mit 4x4 statt mit nur einem Pixel dargestellt wird.
Aber spielt das eine Rolle (bzw. welche), wenn ich M31 ôder den Orion-Nebel fotografiere?
Ich habe einige Zeit mit einem Tool herumgespielt mit dem man diverse Kameras an einem bestimmten Teleskop "ausprobieren" kann. Dies war zwar hilfreich für die Beurteilung der Chipgrösse der Kameras (d. h. wie gross ist der Bereich der damit abgebildet werden kann), aber es hat mir nicht geholfen zu beurteilen, ob z. B. 8um (u=mü) ok sind, oder es doch 4,5um sein sollen.
Für Antworten/Hinweise (und Nachsicht mit einem Newbe) im Voraus vielen herzlichen Dank und schöne Grüsse
Reinhard
ich bin absoluter Astro-Neuling und dies ist meine erste Frage, die ich mich hier traue zu stellen.
Ich möchte mir gerne eine CCD-Kamera für die Deep-Sky Fotografie anschaffen und suche auf diesem Weg den Rat von den hier vorhandenen Experten. Die Kamera soll für ein Newton 150/750 sein. Das weitere dafür notwendige Zubehör (geeignete Montierung, OAG, Guiding-Kamera, Koma-Korrektor usw.) ist/wird vorhanden sein.
Wenn man ein Hobby (fast egal welches) neu anfängt, stellt sich immer die Frage wieviel soll/muss ich ausgeben damit ich von Anfang an Spass daran habe auch wenn ich weiss, dieses oder jenes kann man verbessern. Oft wird einem der Spass vergrault, weil man vielleich 300 Euro zu wenig ausgegeben hat. Andererseits weiss man erst im Nachhinein wie stabil das Interesse an einem neuen Gebiet ist.
Als Einstieg in die Astrofotografie überlege ich mir die Anschaffung der ATIK 16 ICS-HS (s/w).
Ich habe bei meinen Recherchen hier im Forum schon Beiträge gefunden, in denen davon die Rede ist, dass man unter 2000-3000 Euro gar nicht mit CCDs anfangen sollte. Diese wäre mir für den Einstieg deutlich zu teuer. Aber sind wirklich alle die Astrofografie mit einer günstigeren CCD-Kamera betreiben unglücklich, bzw. haben ihr Hobby aufgegeben?
Mein konkrete Frage in Kurzform daher: Kann man mit dieser Kamera an einem Newton 150/750 Spass haben oder ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man sich ärgert nicht etwas mehr ausgegeben zu haben. (Mir ist klar wie schwammig dies gefragt ist, aber vielleicht hat ja jemand eigene Erfahrung mit dieser Kamera an einem vergleichbaren Teleskop).
Noch zur Ergänzung: Der Ausschnitt der mit dieser Kamera abgebildet werden kann wäre für mich ok, was mir etwas Kopfzerbrechen bereitet ist, ist die Pixelgrösse.
Zum Hintergrund meiner Frage (wer noch Lust hat
Ich habe hier schon diverse Beiträge zu diesem Thema gelesen. Auch habe ich mich auf einigen Seiten mit den theoretischen Hintergründen (Berechnung der Teleskopauflösung, Wieviele Bogensekunden pro Pixel, Oversampling, Undersampling usw. herumgetrieben. Manche Artikel habe ich mehrmals durchgelesen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich trotzdem nicht wirklich durchblicke.
Für mich ist v. a. ein Problem, dass bei den diversen Berechnungen ein schöner theoretischer Wert heraus kommt, aber immer auch darauf verwiesen wird, dass dies in "der Praxis" halt ganz anders aussehen kann. Und an der Praxis hapert es halt bei mir.
Was ich meine verstanden zu haben ist folgendes:
Je grösser der Chip ist, desto grösser ist der abgebildete Bereich (das verstehe ich zwar auch nicht wirklich, aber damit kann ich was anfangen).
Mir ist klar: je kleiner der Pixeldurchmesser, desto höher ist die Auflösung.
Und weiter, dass zu kleine Pixel keinen Sinn machen, wenn die Auflösung des Teleskops dies nicht hergibt (als so eine Art overkill wie ich verstanden habe). Andererseits habe ich auch gelesen, etwas kleiner (als theoretisch für das Teleskop sinnvoll) können die Pixel schon sein, da man durch "Binning" die Aufnahmequalität verbesser könne.
So ganz grob, an einem einfachen Beispiel "verstehe" ich auch das Over-Undersampling: Ein Stern sieht einfach besser aus, wenn er mit 4x4 statt mit nur einem Pixel dargestellt wird.
Aber spielt das eine Rolle (bzw. welche), wenn ich M31 ôder den Orion-Nebel fotografiere?
Ich habe einige Zeit mit einem Tool herumgespielt mit dem man diverse Kameras an einem bestimmten Teleskop "ausprobieren" kann. Dies war zwar hilfreich für die Beurteilung der Chipgrösse der Kameras (d. h. wie gross ist der Bereich der damit abgebildet werden kann), aber es hat mir nicht geholfen zu beurteilen, ob z. B. 8um (u=mü) ok sind, oder es doch 4,5um sein sollen.
Für Antworten/Hinweise (und Nachsicht mit einem Newbe) im Voraus vielen herzlichen Dank und schöne Grüsse
Reinhard