Cel. Astromaster 130 vs. Skywatcher 130/650

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Nasus

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Hallo zusammen

Wie so viele Anfänger möchte ich mir demnächst mein erstes Teleskpo gönnen. Angestrebt sind 200€, mit etwas Bauchschmerzen könnte ich bis 250€ gehen.


Kurze Vorgeschichte:

Ich beobachte den Himmel seit rund zehn Jahren, meistens mit meinem 8x63 Glas. Ab und an habe ich mir von einem Bekannten seinen Refraktor ausgeliehen (sehr preisgünstiger 70/700 auf EQ1); Vorlieben haben sich dadurch nicht ergeben, ich hab eigentlich immer Spass dran, egal ob ich auf unsrem Mond spazieren gehe oder schwache Nebel zum leuchten bringe. Besonders haben mir aber Huckepackaufnahmen gefallen, auch wenn die Montierung mit meiner alten SLR sicher über den Rand ihrer Belastbarkeit getrieben wurde. Mittlerweile sind in meinem Kameraarsenal aber auch leichtere Digitale dabei (Fuji 6500sd, Rollei dr5100), was auch die Anforderungen an die Nachführung veringern dürfte (bei längerer Brennweite kürzere Intervallaufnahmen).
Beobachten werde ich meistens von meinem Garten aus; nicht ideal, aber unbewaffnet liegt die Grenze meist zwischen 5.5 und 6.


Aus folgenden Gründen werde ich mich wohl für eines der nachfolgenden Modelle entscheiden (über beide wurde hier schon diskutiert, aber ein paar Fragen sind noch offen).

- größte Öffnung innerhalb meiner Preisvorstellungen
- parallaktisch montiert (wenn auch wie üblich wohl überfordert)
- sehr kurz aber ohne Korrektor (bin 4-6 Monate im Jahr unterwegs und könnte zumindest Tubus und Eigenbau-Rockerbox mitnehmen)

Allgemein hab ich noch ein Problem beim Zukauf von Okularen; Geldbeutel und Wunsch nach höherer Vergrößerung schreien nach 4mm Plössel für 20€, mein Halbwissen um schnellere Reflektoren mahnt jedoch zur Vorsicht. Allgemein bin ich an einfachste Huygens gewöhnt; solange sich Einblick und Abbildung nicht verschlechtern, bin ich schon glücklich.


Sky-Watcher 130/650

Pro
- Parabolspiegel

Contra
- z.T. mit "Sucher" geliefert
- die EQ2 sieht wackliger aus, als die vom Celestron


Celestron Astromaster 130

Pro
- sieht etwas weniger instabil aus
- Leuchtpunktsucher

Contra
- keine Information, ob Kugel- oder Parabolspiegel
- keine Information zur Montierung und deren Tragfähigkeit


Kernfrage wäre, was für einen Spiegel der Celestron hat; Tests und Erfahrungsberichte wären auch interessant, zum Skywatcher hab ich schon die wichtigsten Informationen gefunden, nicht aber zum Celestron.


CS

Jürgen
 
Hi
da beides aus dem Hause Synta kommt, erwate ich da keine Unterschiede und einen Parabolspiegel. Alles andere wäre überraschend.
Zum Thema Monti kann ich nur sagen: In einer parallaktischen Kombination ist die Monti und deren Bedeutung nicht zu unterschätzen. Auf EQ2 ist das einfach nichts. EQ3, Skyview oder Vixen NP sind hier die gescheiten Montis für so ein Gerät.
CS
 
Hallo Antares

Und Danke für deine Antwort.
Nachdem nach der Spiegelfrage (Warum macht Cel. damit keine Werbung, wäre doch durchaus eine erwähnenswerte Eigenschaft) wohl noch beide Kandidaten im Rennen sind, hab ich aber immernoch das Problem mit der Montierung:
Dass die EQ2 weit in ihrem Grenzbereich arbeitet ist mir klar; bei der Variante wäre der sofortige Austausch (ggf. gebraucht; €-Limit) sicher ratsam.
Was eben den Astromaster ins Spiel brachte: hier habe ich mir erhofft, dass die angebotene Montierung nicht nur etwas robuster aussieht, sondern mal die Ausnahme einer nicht völlig überforderten Einsteigerkombination darstellt.
Dummerweise ist der nächste Händler nicht gerade um die Ecke, daher bräuchte ich eben nähere Infos zur Tragfähigkeit. Die CG-3 konnte ich einzeln angeboten nirgendwo finden, und der Raum zwischen CG-2 und CG-4 ist ja doch recht groß (warum müssen die ihre Produktbezeichnungen auch ändern...)

CS

Jürgen
 
Hi

interessante Hintergründe...
Wenns eh nur kosmetische Unterschiede sind, schau ich einfach wo ich welches Teleskop mit passender Montierung günstiger bekomme.

Noch was wegen der Okularfrage: Die wird an anderer Stelle ja heftigst diskutiert; wo/wie sollte ich nach Informationen suchen, um mir meine eigene Meinung zu bilden?

CS

Jürgen
 
Hi Jürgen,
am Ende wirst Du Dir eine Meinung mit Deinen Augen bilden.
Mit nichts anderem.
F/5 ist ein Öffnungsverhältnis das kritisch ist ob des Strahlengangs im Newton. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Die relativ schrägen Strahlen machen am Rand bei größeren Feldern erst recht, den Okus Probleme. Sprich es wird keine punktförmige Sternabbildung mehr. Wirklich nahezu perfekt ausgleichen und damit sauber abbilden können nur aufwendig gebaute Okulare und die haben ihren Preis.
Da kann man stunden über Ansprüche und differente Forderungen reden, es hilft nichts. Grade ein direkter Vergleich an Okularen offenbart die Unterschiede. Und das mitunter deutlich.
Okulare sind kein Zubehör im klassischen Sinn. Sie sind essenziell und mindestens so wichtig wie das Scope. Wer das ignoriert und meint an Okularen sparen zu können, besch.. sich letztlich selbst um mögliche Anblicke und Leistung.

All das heißt nicht, das man mit billigen einfachen Okus nicht auch schon gucken kann.
Infos zu Okularen? Auf meiner HP gibts 3 Artikel dazu, die zusammen ein Grundgerüst an Informationen bieten sollten.
Da ich auch viel mit schnellem Gerät schaue, u.a. auch f/5 kannst im Equipment auch meine Okus ansehen. Mein Stand nach einigen Jahren wobei ich nicht ausschließlich auf die Nagler abstelle.
CS
 
Hallo Antares

Vielen Dank für die Infos, deine Seite gibt echt einiges her.
Bin mittlerweile auch über einen Händler namens Reese gestolpert, der über seine Okulare mehr sagt, als nur die Herstellerangaben. Werd mich bei seinen Eigenimporten eindecken, die 10€ mehr sind wohl ganz gut angelegt.

CS
Jürgen
 
So,

hab meine Vorstellungen nochmal umgekrempelt:

Vernünftig montiert bin ich in jedem Fall gute 300 - 350€ los ;(
Dem Milchmädchen sei Dank kann ich aber etwas mehr ausgeben, und werde etwas größer einsteigen; dadurch scheidet das Immerdabeihaben-Teleskop zwar aus, aber mein Fernglas wird mir sicher auch weiterhin treue Dienste leisten. :)
Ich werde daher einen 6" f8 Newton anschaffen, beim Unterbau schwanke ich noch zwischen Astro-5 und Celestron ADM.
Gibts bei der ADM irgendwelche bekannten Nachteile (abgesehen vom zuzukaufenden Polsucher)? Allein von der Tragfähigkeit dürfte ich bei ihr ja etwas besser dastehen.

CS

Jürgen
 
Hallo Jürgen,

das sah ich kürzlich einen sauguten Tal 6" F/8 Newton und die Tal Monti war auch hübsch und stabil.

CS
*entfernt*
 
Hi Günther

Ich dachte eher an Synta; tal ist gemessen an der Qualität zwar preislich kaum zu schlagen, aber allein der Tubus kostet schon knapp das Doppelte.

CS
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

war ja nur so ein Gedanke.
Ich habe einen 8" F/6 Synta Newton/Dobson mit dem ich auch sehr zufrieden bin. Man kann das mit der Spiegelqualität nicht verallgemeinern, aber irgendwie kriegen es inzwischen wohl alle Hersteller bei 6" F/8 und 8" F/6 i.d.R. ordentliche Qualität zu liefern. Ich habe schon einige Spiegelchen diverser Herkunft gesehen, von daher ok.
Dieser eine Tal war aber wirklich gut.

Mit den Montis hab ich es nicht so, meine Holzkiste ist jedenfalls ganz ok (nach einigen Tunings). ;)

CS
*entfernt*
 
Hi Antares

Grundsätzlich wäre ich immernoch mit einem 130/650 zufrieden, nur, wenn ich den einigermassen ordentlich montiere, bin ich gute 300€ los. Großartige Reserven brauche ich bei einer Skyview oder EQ3 nicht erwarten, also muss sowieso etwas größeres her. Daher Astro-5 oder ADM. Da sich 130 und 150mm preislich nicht viel schenken (außer eben, dass erstere etwas geringere Anforderungen an die Montierung stellen und im Paket daher günstiger angeboten werden), lege ich noch etwas drauf, das ist es mir wert.
Den Plan mit "Umbau" zum Reisedob habe ich aufgegeben; Sooo klein und handlich wäre er ja auch nicht. Außerdem habe ich etwas Bammel, dass er mir unterwegs kaputt geht oder zumindest ständig neu justiert werden muss.

Dass die ADM bereits an ihrer Grenze sein soll, erschreckt mich allerdings. Laut Hersteller packt sie ja bis zu 12kg; ich dachte mit 6-8 kg wäre ich da auf der sicheren Seite.


CS
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

also auf einer EQ3 ist ein 130/650 aber schon sehr stabil montiert, ein 150/1200 hingegen ist halt nicht nur eben ein paar mm mehr Öffnung sondern die Doppelte Baulänge! Und bei allen Belastungsgrenzen hängt meiner Erfahrung nach viel mehr vom Hebel (der Baulänge) ab als vom reinen Gewicht, z.B. das wirklich unverschämt leichte "Lidl" 70/700 sitzt nicht so stabil wie ein schwererer 90/500 Richfielder auf der Lidlmontierung.
Dementsprechend ist ein so langes Gerät schon ordentlich anspruchsvoller in Sachen stabile Montierung. Das Tal Angebot allerdings soll da optimal sein, trägt es doch Teleskope mit 10" sicher...

Grüße Benny
 
Hallo zusammen

Ich war letzten Mittwoch Einkaufen. Gegeben hats die ADM, ein 150/750 Newton mit einem 20mm Plössel und etwas Bastelmaterial für knapp 400 inkl. Versand. :biggrin:
Demnächst kommen noch eine 6mm Goldkante und eine Barlow hinzu. Damit hätte ich mit Einschränkungen die höheren Vergrößerungen abgedeckt; ein Übersichtsokular kommt erst später dazu, wenn ich mal Gelegenheit habe, es an meinem Gerät auszuprobieren.

Vielen Dank für die Unterstützung und die Ratschläge, jetzt bräuchte ich nur noch klaren Himmel...


CS
Jürgen
 
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