Celestron C11 vs. GSO 12"

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Gerber

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Hat jemand schon mal beide Geräte bzgl. Ihrer optischen Leistungsfähigkeit vergleichen können ?
a) Am Planet
b) Deepsky

Grüße
 
Hallo,
Leistungsfähigkeit....,wenn du den Unterschied beim
direkte Vergleich Newton/S.C.wissen willst,da kann ich
was dazu sagen,da ich 2 gleiche Öffnungen nebeneinander
habe.
Der Newton bleibt bei allen Vergrösserungen absolut
farbrein.
Am Planeten ist ein Urteil sehr schwierig,da der Newton
eine andere Okularpalette braucht.
Kurzbrennweitige Okulare sind kritischer,mit dem S.C.
bietet ein "gemütliches" 20mm Okular schon annehmbare
Vergrösserung.
Andererseits erreiche ich am S.C.keine 6mm Pupille bei
4000mm Brennweite,also ist der Newton bei Deepsky
"leistungsfähiger".
VERURTEILEN kann man kein's der beiden Systeme.
 
Hallo Immo.

Ich habe einen 12" GSO und n'Kollege hat ein C11.

Wie "jsteinberg" schon schrieb, kannst Du mit dem C11 keine wirklich grossen Gesichtsfelder überblicken -> Pluspunkt für den Newton. Dagegen brauchst Du mit dem Newton, um auf hohe "Planetenvergrösserung" zu kommen, eine Barlowlinse oder ein extrem kurzbrennweitiges Okular -> Pluspunkt für das C11. Ausserdem hat das C11 eine Nachführung, (und somit mehr Tauglichkeit für Fotografie) der Dobs nicht..

Dafür kost' der Dobs einiges weniger - braucht aber Okulare, die f/5 tauglich sind.

Summa summarum können diese Geräte von der optischen Leistungsfähigkeit in etwa als "gleichwertig" bezeichnet werden.

Btw: um die Geräte am Planeten voll auszureizen (>>300x), braucht es in beiden Fällen "die Nacht der Nächte" mit exquisitem Seeing.
 
Hallo Silvio,

kurz noch was zu Deiner Ausbildung: find ich echt genial, bin absoluter Weinfreak, können uns an anderer Stelle gerne mal darüber unterhalten. Nun aber wieder zum Thema. Habe selber einen GSO12" und hatte neulich ein Gespräch mit einem "alten Hasen" welcher u.a. ein celestron c8 besitzt und behauptete, dass die optische Leistungsfähigkeit, Qualität, Genauigkeit der Verarbeitung etc. bei celestron unschlagbar seien. Leider konnte ich bisher noch keines ausprobieren. Aber neugierig gemacht hat er mich schon - deshalb auch die Frage.

Gruß

Immo

P.S. Wo genau in der Schweiz wohnst Du - Ich komme vom Bodensee
 
Hallo Immo.

Ich wohne in der Nähe von Schaffhausen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />, aus unserer Kelterei kommt u.a. der berühmte "Flurlinger Tokayer" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Celestron geniessen einen ziemlich guten Ruf, aber "unschlagbar", das sind sie nicht! Die "wirklichen Edelteile" (zu welchen auch GSO nicht gehöhrt) spielen schon in einer anderen Liga. Schon alleine die Tatsache, dass bei einem SC insgesamt 4 optische Flächen wirksam sind (beim Newton nur 2) macht den Newton eigentlich zum "besseren" System. Mit einem 12" GSO solltest Du ein C8 locker ausstechen können.
 
Schon alleine die Tatsache, dass bei einem SC insgesamt 4 optische Flächen wirksam sind (beim Newton nur 2)
Genaugenommen 5, es sei denn du liebst Astrogymnastik <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />
und kommst ohne Zenitspiegel zurecht.

Falls der für dich nicht zählt, darfst du
den (planen) Fangspiegel des Newton auch nicht zählen.

Gruss
Thorsten
 
Hallo,

betrachtet man ausschließlich das Lichtsammelvermögen, müßte man das C11 eigentlich mit einem 10 Zoll-Newton vergleichen.

Für einen 10 Zoll-Newton-Teleskop gilt näherungsweise folgendes:
100 x 0,95 x 0,89 x 0,95 (Fläche, normiert, Verlust durch Obstruktion, Verlust Hauptspiegel, Verlust durch Fangspiegel) = 80,3 (80,3 %)

Für ein C11 sind die Lichtverluste wegen zusätzlicher optischer Elemente erheblich größer:
121 x 0,98 x 0,88 x 0,89 x 0,89 x 0,95 (Fläche, normiert, Verlust durch Schmidtplatte, Verlust durch Obstruktion, Verlust
HS, Verlust Sekundärspiegel, Verlust Zenitspiegel) = 78,5 (65,0 %)

Für ein 12 Zoll-Newton-Teleskop ergibt sich näherungsweise folgendes:
144 x 0,95 x 0,89 x 0,95 (Fläche, normiert, Verlust durch Obstruktion, Verlust HS, Verlust durch Fangspiegel) = 115,7 (80,3 %)

Der 12 Zoll Newton hat dieser Abschätzung zufolge gegenüber dem C11 (115,7/78,5) 47% mehr Lichtsammelvermögen.
Bei den neueren Schmidt-Cassegrain-Teleskopen sollte wegen stärker reflektierender Haupt- und Sekundärspiegel das Resultat etwas günstiger ausfallen, dennoch wird ein brauchbarer 12-Zoll-Newton dasselbe Objekt bei gleicher Vergrößerung etwas heller abbilden als ein C11.

Die Qualität am Planeten hängt bei ähnlich großer Öffnung primär von der optischen (und mechanischen) Qualität der Teleskope ab.

CS

Roland Krebs

P.S. Für den Ausdruck "Verlust" sollte man vielleicht besser Transmission bzw. Reflexion wählen
 
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Hallo Leute,

ich habe den 10" GSO gehabt und habe jetzt das 10" LX200 GPS von Meade biede Geräte hatte ich etwa 4 Monate nebeinander. Ich konnte beide Teleskope miteinander vergleichen. Das SC hat die bessere Optische Qualität und ist auch am Planeten besser vorallem an Jupiter. Außerdem hat es eine Nachführung und GOTO. Der Newton hatte dafür ein größeres Gesichtsfeld. Großflächige Deep Sky Objekte kamen im Dobs besser rüber als im SC. Beim SC brauche ich schon ein 41mm Panoptik Okular um solche Objekte wie M81/82 h und x, etc. voll im Gesichtsfeld zu haben. Der Newton war auch scheller ausgekühlt. Das SC ist allerdings das bessere all round Teleskop, jedoch gerade beim Planeten anfällig auch für leichte Dejustierung. Mein persöhnlicher Favorit ist das SC.
Allerdings habe ich auch schon mal über einen 14" Spiegel mit Selbsbaudobson und Motornachfürung (Mel Bartels Steuerung/ DobDriver) nachgedacht. Es muß dann aber ein guter Spiegel sein.
Gruß und CS

Jan
 
... Lichtverluste wegen zusätzlicher optischer Elemente erheblich größer ...
Ohne Okular wirste um SC nicht viel sehen und im Newton auch auch nicht. In einem Langbrennweitigen Kellner wirste im SC bis zum Blendenanschlag scharfe Sterne haben. Um beim Newton ein vergleichbares Bild zu bekommen wirste ein Okular mit mehr optischen Elementen brauchen, welches zu allem Überfluß auch noch mehr Geld kostet.

M.E. kommt man qualitätsmäßig und kostenmäßig mit vollständiger und passender Ausrüstung absolut aufs gleiche. Nur, daß der SC ein bissl Handlicher ist.
 
2 optische Flächen beim Newton, ok, aber 5 optische Flächen beim SC?

1)Schmidtplatte
2)Hauptspiegel
3)Sekundärspiegel
4)???<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
5)Zenitprisma.

was hab ich vergessen?
LG, Marcus (aka Dagobert Wuschelbauer)
 
So war es wahrscheinlich gemeint:

1)Vorderseite Schmidtplatte
2)Rückseite Schmidtplatte
3)Hauptspiegel
4)Sekundärspiegel
5)Zenitprisma

Das ist aber auch nicht so wild. Ein Triplet ist dagegen mit 2 Flächen mehr ein armes Ferkel. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
 
Hallo,

meine Nachricht bezog sich ausschließlich auf den Vergleich des „Lichtsammelvermögens“ des 12-Zoll GSO-Dobson- und des Celestron-C11-Teleskops und nicht auf die Okularauswahl oder die Transportabilität dieser Teleskope oder gar qualitative Faktoren.

Hier vermag ein mit wenigen Linsen aufgebautes Okular der Kategorie Erfle, Plössl, Ortho etc. zwar gegenüber Weitwinkelokularen der Hochpreis-Kategorie bezüglich der Transmissionswerte Vorteile aufweisen, diese sind jedoch dermaßen gering (ca. 0 bis 5%), dass sie gegenüber den bereits von mir oben genannten Faktoren (geringere Hauptspiegelfläche, Transmissionsverlust durch Schmidtplatte, Verlust durch deutlich größere Obstruktion des Sekundärspiegels und Verlust durch Zenitspiegel) nahezu vernachlässigt werden können und das über 40 % größere Lichtsammelvermögen des Dobson-Teleskops kaum schmälern können.

CS

Roland Krebs


PS
12 Zoll/f5-Volltubus-Dobson-Volltubus Teleskope finde ich persönlich auch zu unhandlich, aber die kann man ja in Gitterrohr-Dobson-Teleskope (ca. 25 Kg) umbauen, die wiederum leichter und kompakter als ein C11 sind
 
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