Celestron Firstscope 76/300...

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Chris6942

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Hallo zusammen,
ich bin Anfänger und werde mir demnächst das Celestron 76/300 kaufen. Mir ist bewusst, dass es im Vergleich zu einem 300€ Teleskop schlecht ist. Ich war aber auch schon total davon begeistert, was man mit einem billigem Fernglas (8x40) alles zu sehen bekommt. Habe damit den Jupiter, den Mond und irgendeinen Sternhaufen beobachten können.
Ich erwarte nicht, dass ich jedes Detail des Mondes usw. in genauester Schärfe betrachte.

Meine Fragen:

1. Was kann man mit dem Firstscope alles betrachten? (Hat jemand vielleicht noch Bilder? Die im Forum habe ich schon gesehen)

2. Ich hatte vor mir noch 2 weitere Okulare dazu zu kaufen, eines mit 2,5mm Brennweite, was eine Vergrößerung von 120 ereicht. Ist das in Ordnung

3. Habt ihr noch weitere Tipps für mich? :)


Vielen Dank für eure Antworten:)


Gruß,
Chris
 
Hallo Chris,

das Firstscope war meine Einstiegsdroge ;) Ich kann jetzt nicht viel tippen, aber von einem 2,5mm Okular rate ich definitiv ab. Ich habe auch ein 2,5mm Planetary benutzt und das funktioniert mit dem Gerät nur leidlich am Mond. Der Rest ist damit absolut unansehnlich (falls du dir Hoffnung auf Planeten gemacht hättest). 6mm-Okulare sind das äußerste, was du dem Gerät sinnvoll zumuten kannst (je nach Wetterlage).

Hochvergrößern kannst du mit dem Firstscope nicht, vergiss das gleich mal. 50fach ist unter günstigen Bedingungen das Maximum. Du hast letztlich nur ein "aufgebohrtes" Fernglas.

Was bei mir gut funktioniert hat war das 7-20mm TS-Zoom (das billige), das hat im Bereich 7 bis ca. 12mm eine gute Figur gemacht, drüber hast du einen starken Tunnelblick. Für den Überblick habe ich ein 20mm-Okular eingestöpselt. Bedenke bitte, dass das Zoom nicht so der Brüller ist, dennoch nutze ich es auch heute noch an meinem Mak und dem Firstscope (das immer wieder mal zum Einsatz kommen darf, wenn es schnell gehen soll). Eine große Investition in die Zukunft ist es nicht.

Wie gesagt, mir machte und macht das Firstscope ziemlich Spass und es liegt sicherlich über Spielzeugniveau. An die mitgelieferten Okulare kannst du aber gleich einen Henkel schrauben, um sie besser wegwerfen zu können :D Eine Verbesserung zum Fernglas dürfte darin bestehen, dass es nicht mehr so wackelt und man etwas höher vergrößern kann. Beobachtet habe ich z.B. den Hantelnebel (aus der Stadt), Orionnebel und diverse offene Sternhaufen. Für Objekte, die man hoch vergrößern muss, taugt es nicht.

Überlege dir wirklich gut, ob du nicht doch noch etwas mehr sparen möchtest, denn wenn du Spaß an dem Hobby findest, ist eine weitere Investition unumgänglich. Du brauchst also das Firstscope und brauchbare(!) Okulare (z.B. das erwähnte Zoom und ein 20mm [wegen des Tunneleffekts, der beim Zoom lästig ist], oder eine andere sinnvolle Okularausstattung). Ich möchte dir jetzt weder zum Kauf raten, noch davon abraten, lass dir wirklich gut durch den Kopf gehen, ob das der Einstieg werden soll.

Viele Grüße
Markus

P.S.: Und falls du es dennoch kaufst: Finger weg vom 2,5mm-Okular!!! Ich werde das überprüfen ;)
 
Hallo Chris,

ich kann mich Markus nur anschliessen: Ich habe selber ein Skywatcher Heritage 76/300 (baugleich) und habe bisher als höchste Vergrößerung 60-fach (mit Skywatcher HR Planetary 5mm bzw. mit 10mm und 2x Barlow) genutzt. Wesentlich höher würde ich auch lieber nicht gehen. Wie Markus schon schreibt. wird es dann schwammig.

Bzgl. des notwendigen Okularkaufs: Ich habe wie gesagt das Skywatcher Heritage gekauft und nicht das Celestron, weil hier ein 25er und ein 10er Okular beigelegt war. Mir schien diese Brennweitenaußwahl bei der zu erwartenden Okulargüte als sinnvoller, weil ich das 4er vom FirstScope eh nicht ernst genommen hätte.
Mit dem 10er kommst Du auf 30-fache Vergrößerung was allerdings für den Mond noch nicht so ganz der Bringer ist. Ich habe hierzu noch eine günstige 2x-Barlow gekauft. Nun geht auch 60-fach. Die Qualität ist -- bedenkt man den niedrigen Preis -- recht gut. Mit dem 5mm Planetary, das ich eigentlich für mein NexStar 127 SLT habe, ist das Bild natürlich besser, aber das kostet auch mal eben so viel wie das ganze FirstScope.

Hier mal eine kleine Liste netter Ziele für dieses Telesköpchen:

Mond
Jupiter mit Galileischen Monden
h und chi Per
Kembles Kaskade
M42
M27 Hantelnebel
Albireo

Meine eigenen Eindrücke kannst Du auch hier nachlesen (ignoriere den Spam bzgl. der Reversed Kellner Okulare und ihrer Qualität).

Für den Mond auch hier .


Ob Du Dir jetzt das Firstscope, das kleine Heritage, oder erst mal gar kein Teleskop kaufst, musst Du letztlich selbst entscheiden. Ich persönlich habe den (Zu-)Kauf des Heritage nicht bereut - macht einfach Spaß!

Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Spaß mit der Astonomie.

Grüße,

Achim
 
Ich werde mir so oder so das Firstscope kaufen. Auch wenn ich jetzt schon ein teures hätte. Wie gesagt habe ich bis jetzt ein paar Mal den Nachthimmel mit einem billigem 8x40 Fernglas beobachtet und war dadurch schon total fasziniert :D
Das Firstscope passt in einen Rucksack, was bedeutet, dass ich mit dem Fahrrad auf einen ca. 2km entfernten Hügel fahren kann, auf dem das Seeing wesentlich besser ist als im Garten (dort stehen nur Häuser drum herum und ca. 20 Meter entfernt steht eine Laterne.

Du hast gesagt ein 2,5mm Okular würdest du bei Planeten nicht empfehlen. Ich denke jedoch, dass ich eh nur den Mond und Saturn betrachten möchte. Wie sieht es mit einem 2,5mm Okular bei Sternen, Galaxien usw. aus?


Gruß,
Chris
 
Hallo Chris,
warum kaufst du dir nicht das Heritage 130?
Ich habe es so als Spaßteleskop....
Der Spiegel ist recht groß; man kann problemlos bis auf ca. 100fach vergrößern und es ist auch gut transpotabel.
Ist zwar etwas teurer, dafür aber auch besser...

Liebe Grüße
Frank
 
Hallo Chris,
ich finde das Firstscope gar nicht schlecht. Bei mir steht es immer aufgebaut auf der Fensterbank mit einer Sonnenfilterfolie davor. Wenn die Sonne scheint wird kurz geschaut, ob es sich lohnt eines der großen Teleskope aufzubauen. Es findet also auch noch bei mir Verwendung. Ich habe noch ein paar Bilder unterschiedlicher Qualität angefügt, die ich mit einer Webcam durch das Firstscope gemacht habe.
 

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Hallo Chris,

also mit dem kleinen Scope machst du garnix verkehrt, habe auch eins seit 2009.

Am Anfang dachte ich auch 2,5 wäre ok u. habe mir schließlich ein 2,5er Okular (Planetary) zugelegt, womit aber das Teleskop heillos überfordert war.

Mute es nicht mehr als ca. 60x zu, dass ist für Planeten bißchen mau, aber Mond, Sonne (nur mit sonnenfolie) auch der Orionnebel z.b. geht wunderbar!


frdl. Grüsse
Manfred
 
Hallo Chris,

glaub einfach dem Manfred, dem Achim und mir: ein 2,5mm-Okular wirst du einmal benutzen und dann nie wieder. Du kannst damit nicht mehr anständig scharf stellen und die Details gehen komplett verloren. An Jupiter siehst du nur ein dunkles verwaschenes Scheibchen, mehr nicht. Keine Bänder. Einzig am Mond konnte ich es verwenden, aber der hat ja auch genug Kontrast, so dass ruhig etwas verloren gehen kann ;)

Achim hat oben geschrieben, dass er ein 5mm Planetary erfolgreich benutzt hat, ich habe auch ein 4mm Planetary mit dem Firstscope genutztt. Das war jetzt auch eher mau von der Abbildungsqualität her und es fand auch nur am Mond Verwendung. Am besten sah das Bild für mich im 7mm Planetary bzw. 7mm Zoom aus (zu 6 und 5mm habe ich keine Erfahrungswerte).

Wenn du dein Firstscope mit Okularen bestückst, dann nimm bitte zuerst die Brennweiten, die definitiv funktionieren (wobei mir 5mm auch schon sehr optimistisch vorkommen). Solltest du uns nicht glauben und Geld zum Wegwerfen übrig haben, kannst du später auch noch kleinere Brennweiten dazu nehmen, die man dann nach ihrem First Light prima als Nippes ins Regal stellen kann.

Ich wünsche dir viel Spaß mit deinem zukünftigen Gerät!
Markus
 
Zitat von Astroalex11:
Hallo Chris,
ich finde das Firstscope gar nicht schlecht. Bei mir steht es immer aufgebaut auf der Fensterbank mit einer Sonnenfilterfolie davor. Wenn die Sonne scheint wird kurz geschaut, ob es sich lohnt eines der großen Teleskope aufzubauen. Es findet also auch noch bei mir Verwendung. Ich habe noch ein paar Bilder unterschiedlicher Qualität angefügt, die ich mit einer Webcam durch das Firstscope gemacht habe.

Welche Vergößerungen hast du bei dem ersten und zweiten Bild verwendet?
 
Hallo Chris,
das mit der Vergrößerung ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich habe nicht mit der Webcam durch ein Okular gefilmt (afokale Aufnahme) sondern die Webcam anstelle eines Okulars in den Okularauszug gesteckt (fokale Aufnahme). Das Firstscope ist somit das Objektiv der Webcam.
Die erste Aufnahme des Mondes (übrigens sehr unscharf, da geht um einiges mehr) wurde daher mit einer Brennweite von ca. 300mm (Brennweite des Firstscope) aufgenommen und das zeigt den Mond formatfüllend auf dem kleinen Chip der Webcam. Für das zweite Foto "Der goldene Henkel" (übrigens durch das geschlossene Wohnzimmerfenster gefilmt) habe ich eine dreifach Barlow benutzt. Dies entspricht einer Brennweite von ca. 900mm (3 x 300mm).
Ob und wie man aus diesen Angaben eine Vergrößerung ausrechnen kann weiß ich nicht. Würde mich aber interessieren, falls es jemand weiß.
 
Hallo allerseits,

habe mir zum Test gleich bei Erscheinen ein Firstscope besorgt. Es ist wunderbar kompakt und auch für Kinder und Schüler leicht einsetzbar. Der Spiegel muss sehr exakt sein, da damit auch höhere Vergrößerungen und Details an Sonnenflecken beobachtbar sind.
Ein weiteres, später gekauftes Firstscope wollte ich dann als kompakten und lichtstarken Sucher einsetzen - leider lässt hier die Optik stark nach, der Spiegel ist wohl nicht mehr parabolisiert sondern nur eine Shäre. Helle Objekte haben Lichthöfe.

Ähnliches habe ich auch von anderen Sternfreunden gehört.

Wo könnte man gute Spiegel dieser Größe als Ersatz bekommen?

CS
Erich
 
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