Celestron NexStar 114 SLT Erfahrungen?

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astronom2008

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Hallo Leute,

Ich habe seit Weihnachten ein Teleskop bekommen - eben ein Celestron NexSTar 114 SLT. Ich habe seither einige schöne Beobachtungen durchgeführt, obwohl ich nicht rasend oft dazu komme. Nach den ersten Beobachtungen entstand der Wunsch nach mehr und ich habe überlegt bald auf ein grösseres Gerät umzusteigen.

Im Forum habe ich viele interssante Beiträge gelesen, letztlich habe ich vor allem nach Studium der Einsteigerseiten den Rat beherzigt, mir weiter mit meinem kleinen Gerät einen Überblick über die Himmelsobjekte zu verschaffen, da ein richtig gutes nächstes Gerät 2000 bis 4000€ kosten wird. Schliesslich sieht man auch mit meinem kleinen Refraktor schon einiges.

Vielleicht gibt es hier im Forum den einen oder anderen User, der mit diesem oder ähnlichem Gerät Erfahrungen hat, um das Optimum rauszuholen.

Ich habe noch wenig Zubehör. Mitgeliefert wurden Celestron Okulare, 25mm und 9mm. Mit denen bin ich eigentlich ganz zufrieden. Ich habe im ersten Eifer ein 7mm ein 100 € teures "Planetenokular" dazugekauft, bin aber überhaupt nicht zufrieden. Das Okular ist um vieles lichtschwächer. Das 9mm Celestron wirkt um einiges heller und schärfer. Wahrscheinlich ist beim 9mm also Schluss.

Weiters habe ich noch ein 15mm Okular nachgekauft, das ist eigentlich ganz ok.

Gibt es noch sinnvolles Zubehör? Ich habe zB noch nicht mit Filtern gearbeitet.


CS
Euer Neuling

Robert


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Robert,

ich hatte einige Jahre solch ein Gerät. Es ist übrigens ein kathadioprischer Reflektor, ein Newton mit einem Korrekturelement aus Linsen im OAZ, das im weitesten Sinne wie eine Barlowlinse funktioniert.
Damit kommt das kurze, handlich Rohr auf 1000 mm Brennweite.

Dieser Gerätetyp ist eigentlich berüchtigt, weil heutzutage häufig billiste Bauweise auf die Qualität drückt und die Justierung etwas kompliziert ist.
Mein Chelestron war aber durchaus optisch in Ordnung, warum sollte es Deiner nicht auch sein. Als ich das Gerät hatte, gab es die "barlowed-Laser-Justierung" noch nicht, bzw. die Methode war noch nicht so bekannt. Damit ist eine gute Justierung der Geräte möglich und das ist für die Abbildungsleistung von äußerster Wichtigkeit.
Anfänglich kommt man noch gut mit der Justierung am Stern klar, aber irgendwann wird halt auch eine Grundjustierung Mal fällig.
Hier wirst Du Dich also über kurz oder lang informieren müssen, die Stichwortsuche sollte einige Treffer bringen.

Diese eingebaute "Barlow" hat Auswirkungen auf die Okularwahl. Okulare, z.B. teure, kurzbrennweitige, weitwinklige Okulare für höhere Vergrößerungn haben häufig schon ein solches Barlowelement im Okular selbst eingebaut und die Kombination eines gebarlowten Okulars mit einer zweiten Barlow funktioniert nur ausnahmsweise zufriedenstellend bis gut, das muss immer im Einzelfall getestet werden.

Mit Deinem 7 mm Okular erreichst Du ~140fach bei 0,8 mm AP (Austrittspupille), ein eigentlich optimaler Wert für die Beobachtung, man kann in Ausnahmefällen sogar noch etwas höher mit dem Gerät.
Also liegt die mangelnde Leistung sehr wahrscheinlich an der Justierung oder an der "Unverträglichkeit" von zwei Barlowelementen hintereinander.

Die mitgelieferte Okulare 25 mm und 9 (10?) mm dürften Kellner Okulare sein, damit "verträgt" sich das System gut, auch Plössl-Okulare sind sehr gut einsetzbar (eigentlich alles was keine Barlow drin hat), denn mit F/8,7 ist das System eigentlich recht okularfreundlich.

Ich würde auf jeden Fall ein gutes 32er Plössl oder ein 35er Eudia (Baader) an dem Gerät einsetzen.
Weniger Vergrößerung aber mehr Feld und mehr AP für die Aufsuche und auch für die Beobachtung mit Nebelfiltern. Ein "harter" UHC oder ein "weicher" O III sind an entsprechenden Objekten sehr gut einsetzbar.

Mit den Planetenokularen ist es so eine Sache an dem Gerät, denn ungebarlowt (z.B. Plössl) wird der Augenabstand ab 9 mm Brennweite sehr knapp bis unangenehm eng.

Wenn du daran denkst, in Kürze doch auf ein größeres Teleskop umzusteigen, dann kann man die Frage stellen, ob und in wie weit weitere Anschaffungen sinnvoll sind. Nebelfilter oder auch Übersichtsokulare werden dann in 2" Ausführung fällig und der "Kleine" kann nun Mal nur 1 1/4" aufnehmen.
Schnell hat man sich da zweifache Kosten angelacht und denkt sich später, dass das Geld besser für das größere Teleskop angespart worden wäre.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Robert,

das 7mm-Okular ist vermutlich schon ganz in Ordnung. Dass das Bild dunkler wird ist klar - damit gehst Du schon ganz schön an die Grenze des Geräts.

Was für Dich als erstes wichtig ist: Du mußt lernen das Gerät zu justieren. Das ist bei einem sogenannten katadioptischen System so wie Du eins hast etwas knifflig.

Such mal hier im Forum, es gibt nen Link der zu einer guten Anleitung für solche System führt.

Dann wäre ein langbrennweitiges Okular für Dich überlegenswert. Da Du ein Öffnungsverhältnis von fast 1:9 hast würde ich ein 40mm Superplössl empfehlen.

da ein richtig gutes nächstes Gerät 2000 bis 4000€ kosten wird

Wer erzählt denn sowas? Meine Güte ...

Überleg wenns soweit ist was Du erreichen willst und was Du schleppen willst. Dann bekommst Du evtl sogar schon für 500Eur ein Gerät, dass Dir jahrelang Freude bereitet.

Schliesslich sieht man auch mit meinem kleinen Refraktor schon einiges

Du hast aber schon den Reflektor, oder?

CS

Klaus
 
Hallo Robert,

da Dir schon wichtiges zu dem Teleskop geschrieben wurde, hier ein Hinweis, vielleicht läst sich dein 100 € teures Planetenokular, gegen zwei von der Sorte eintauschen Ww ohne Barlowelement.
http://www.teleskop-service.de/AstroTS/Okular125/okular125.htm#TSWA

Du wirst dann noch schöne Beobachtungen damit machen und viel Spaß haben bis es ausgreizt ist.

Gruß Günter
 
Alles klar, das Gerät ist natürlich ein Reflektor (Freud´sche Fehlleistung).

Danke auch an alle anderen für die Anregungen.

Die Tipps mit der Justierung werde ich gerne aufgreifen. Wirklich scharf sind hohe Vergrösserungen nicht. Ich habe es aber bisher auf das Gerät an sich zurückgeführt, da es ja neu war. Bin schon gespannt was das noch bringt. Ich erkenne zB immerhin fast punktförmige Jupitermonde, also ist zumindest eine gewisse Schärfe gegeben. Auf der Planetenscheibe selbst sind aber keine Details zu sehen, die wirkt letztlich leicht unscharf.

Wie gesagt, das 7mm ist nicht wirklich zu verwenden. Dazu kommt dass damit die Montierung an der Grenze ist, beim Fokussieren, mit dem 9mm wackelt der Bildausschnitt nicht so stark, schwingt scheneller aus und das Bild gefällt mir besser.

Ich werde also die Optik justieren lassen, und gebe dann Bescheid ob noch etwas rauszuholen war.

CS

Robert

 
Hallo Robert,

dass Jupiter nicht scharf ist muss nichts mir Deinem Teleskop zu tu haben. Manchmal sind die Umweltbedingungen einfach so, dass scharfe Bilder nur bei kleinen Vergrößerungen möglich sind.

Die Optik mußt Du nicht justieren LASSEN - einen Newton justiert man normalerweise selber. Wenn Du erfahrene Kumpels zur Seite hast, hast Du natürlich nen Vorteil.

Auch nützlich für Dich: lies mal http://www.pteng.de/astro/justage/justage.htm

Dort steht, wie grundsätzlich eine Newton justiert wird. Das kannst Du bei Deinem Gerät auch mal probieren.

CS

Klaus
 
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