Celestron oder TAL?

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vivendi

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Ein Greenhorn bittet die "Spezies" um Beantwortung folgender Frage: Zum Einstieg habe ich zwei Teleskope in die engste Wahl genommen: Das C6N von Celstron und das TAL 150. Der Preisunterschied ist nicht kriegsentscheidend. Welches Gerät haltet Ihr für das empfehlenswertere?
 
Ich grüße dich Vivendi!

Also tut mir Leid, aber meiner Meinung nach ist keines von beiden wirklich der Brüller.

Bei dem Celestron handelt es sich wenn ich mich recht erinnere um ein Katadioptisches System, das bedeutet, dass der Hauptspiegel nur die Hälfte der Systembrennweite besitzt, was auch der Grund für eine sehr handliche Bauweise des Teleskopes ist. Die Systembrennweite kommt dann dadurch zustande, dass im Okularauszug eine Linse eingebaut ist, welche die Spiegelbrennweite verdoppelt.
Die optische Leistung dieser Teile ist nicht gerade sehr berühmt und die Justagae ist auch kritisch, weswegen ich von diesen Teilen nicht sehr viel halte.

Der TAL ist von der optischen Seite her ein wirklich gutes Gerät, wovon ich mich auch schon mehr als einmal überzeugen konnte.
Die Mechanik ist allerdings etwas grob und schwer, was auch auf die Montierung zutrifft, welche nicht wirklich upgradebar ist.

Ich würde mal einen gegenvorschlag wagen.
Es gibt von der Marke GSO einen wirklich schönen Newton, mit 6" Öffnung und einer Brennweite von 750mm, wahlweise aber auch mit 1200mm Brennweite.
Diese Marke ist bekannt dafür Mechanisch absolut ausgereifte Fernrohre mit einer wirklich guten Optik zu liefern. Ich habe selbst u.a. auch einen Newton von GSO im Repertoire und bin immer wieder davon angetan, was das Teil fürs Geld bietet. Im Set bietet der Teleskop Service Ransburg z.B. dieses Gerät mit einer Astro 5 Montierung an. Das ergibt meiner Meinung nach eine wirklich gute Kombination, mit der man Arbeiten kann.
Den gerade ein gute Montierung ist schonmal wichtig, weil ohne sie das beste Fernrohr nichts bringt.

Hast du keinerlei fotografische Hintergedanken, dann würde es eventuell auch noch eine Sky-View Montierung für den 6" bringen, welche noch etwas günstiger ist.
Ich kenne nun deine Preisvorstellungen nicht, aber ich denke so ein 6" Newton von GSO auf dieser Astro 5 oder Sky-View Montierung wäre eine wirklich gute Investition.

Ich hoffe ich habe dich nun nicht verwirrt, weil ich deine Auswahl verworfen habe, aber ich denke eben, dies ist für kleines Geld die beste Kombination, welche sich auch noch mit teureren Geräten messen kann.

Also, wer die Wahl hat......... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />


Schönen Gruß ins Nachbarstädtchen Dorsten!!!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

André
 
Hallo,

kleine Korrektur. Bei den größeren Catadioptrischen Newtons ( zumindest von Celestron ) ist der Korrektor vor dem Fangspiegel angebracht - was die ganze Sache auch in der Optik etwas weniger Anfällig gegen sphärische Aberation macht, weil die Linse eben nicht bewegt wird. Die Optiken von den Cat.Newtons sind meistens nicht schlecht, sondern schlecht kollimiert. Ansonsten hätte ich wohl kaum solche Bilder machen können:

Link zur Grafik: http://www.8ung.at/fwp/files/mars-26-august-2003.jpg

So viel zu Richtigstellung. Ansonsten kann ich dir durchaus zustimmen, dass die Justage durchaus kritisch und schwierig ist. Wenn es allerdings um möglichst kleinen Hebel und größtmögliche Transportabilität bei kleinem Preis geht führt um den Cat. Newton kaum ein Weg vorbei. ( Man muss halt nur die Justage etwas üben - ist aber auch nichts Menschenunmögliches und geht auch ganz ohne studiert zu haben ).

Wenn es um visuelle Beobachtung geht und das Gewicht des Teleskops keine Rolle spielt würde ich zum Tal raten - auf die Montierung kann man so weit ich weiß auch noch einen 10 Zöller packen ohne Probleme zu bekommen, über die Optik habe ich auch noch keine Klagen gehört. Wenn man denn unbedingt bei visueller Beobachtung eine parallaktische Montierung haben will ( was bequemlichkeitshalber durchaus verständlich ist ), ansonsten sollte man sich wirklich einen Dobson anschaffen.

Wenn das Teleskop nicht zu schwer sein sollte, aber trotzdem parallaktisch sein soll oder wenn du photographieren willst ist das Tal leider ungeeignet. Dann solltest du lieber in die erwähnte Richtung Astro-5 Montierung mit 150/750mm Newton gehen. Visuell eher die Sky View, photographisch wäre wohl die etwas stabilere Astro-5 vorzuziehen.
 
Hi Frank,

ich habe ja auch einen 114er Cat-Newton im Repertoire und bin zufrieden (nach Justage über "Koma" am Stern).
Blos haben diese Cat-Newtons wohl eine bemerktenswerte Gurkenquote, die sich eben nicht auf die Justage zurückführen lässt.
So verwunderlich ist das auch nicht, weil es nunmal nicht so leicht ist einen Spiegel unter f/5 zu schleifen.

Verschiedene Designs gibt es ausserdem, so habe ich über den Celestron gelesen (ob ich's glaube ist was andres), daß er einen parabolisierten Hauptspiegel hat. Der typische 114er Cat hat aber einen Kugelspiegel und das Linsenelement ist eine Kombi aus Barlow und Korrektor.

Ich möchte dieses System nicht für den Einstieg empfehlen. Die Justage wird zu einem dicken Frust auf das Teleskop führen. Meiner Meinung nach muß man sich für das Ding einen Laser hernehmen, und kann danach am Stern Feintuning machen. Mit Chesire usw. leidet man unter dem verkleinerten Spiegelabbild durch die Barlow.

Ein 150/750 ist meiner Meinung nach wesentlich besser beherrschbar, und bietet auch weiterreichende Möglichkeiten. Mit f/5 lässt sich eben die Belichtungszeit auch noch ertragen.

Clear Skies
Sven

PS: Netter Mars, hab' ich das erwähnt?
 
Moin Frank!

> wenn du photographieren willst ist das Tal leider ungeeignet.

Tut mir leid, wenn ich diese Pauschalaussage als Blödsinn abtue. Ein Blick
auf die Foto-Seiten von http://www.talianer.de/ zeigt, daß ein TAL-Teleskop
durchaus foto-tauglich ist.
Den Schwerpunkt auf Fotografie zu legen, halte ich in diesem Thread sowieso
für unnötig. Der Fragesteller (oben) hat kein Sterbenswort darüber verloren,
was er letztendlich mit dem Teleskop vorhat.
 
Re: oder diesen hier...

Hi Tom,


nööö, das ist jetzt nicht Dein Ernst?
Der 114/500 hat eine Obstruktion, da grausst es Dir. Er braucht teure Okulare, die sich ein Einsteiger vielleicht nicht leisten möchte und es ist einfach ein DeepSky-Spezialist, mit dem Planetenmässig eher wenig zu reissen ist.

Das ist eine nette Ergänzung wenn jemand einen f/8 oder f/10 hat und auch mal die großen DeepSky-Objekte sehen will.

Aber wenn 2 Newtons mit 150mm Grund zur Frage sind, dann ist das Ding doch ein Schritt nach hinten.

Clear Skies
Sven
 
Celestron ist ein klassischer Newton

Hallo Andre,

der Celestron ist ein klassischer Newton mit 750mm Brennweite und 150mm Öffnung. Es gab mal früher die Teile mit der Korrektorlinse aber seit einiger Zeit wird von Celestron nur mehr der Normale Newton angeboten.

Die Optik ist nicht schlecht und hat auch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Hallo Sven,

> Der typische 114er Cat hat aber einen Kugelspiegel und das Linsenelement ist eine Kombi aus Barlow und Korrektor

So ungefähr. Der Spiegel ist auch sphärisch ( sogar f/4 ) - mir ist aber noch kein Spiegel untergekommen der nicht sehr gut sphärisch gewesen wäre. ( Müßte man mal auf dem ITV oder so mit mehr Spiegeln versuchen - aber eigentlich dürften die bis auf wenige Ausreißer allesamt unter Lambda/4 Wave sein ) Alles weitere hängt dann von der Linse und deren Positionierung ab.

Wie gesagt, einem Anfänger würde ich so ein Teleskop auf keinen Fall empfehlen ( weiß ja selbst wie frustrieen das auf der einen Seite sein kann - aber ich kenne eben auch das tolle Gefühl wenn die vermeindliche Gurke dann doch Super Planetenbilder zeigt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ) - aber ich habe halt etwas dagegen, wenn man die Catadioptrischen Newtons von vornherein als optische Gurken abtut.
 
Hallo winnie,

ich weiß durchaus, dass man mit dem Tal auch photographieren kann, aber es fehlt nunmal der Polsucher, ein Motor für Korrekturen in Deklination und für den Motor in Rektaszension muss man auch erst ein Steuergerät und eine Batteriestromversorgung bauen. Also möglich ist es - aber wenn man es auf die Photographie abgesehen hat sollte man wirklich etwas anderes als ein Tal nehmen.

Hast aber recht - das Thema Astrophotographie kam am Anfang gar nicht vor ....
 
Hi Zusammen,

ich finde, die Frage stellt sich schon, inwieweit ein TAL mit Motorisierung feldtauglich ist.
So wie ich das verstehe, ist ja der Aufwand für die Stromversorgung wesentlich höher, da muß ja ein 230V Wandler her. Das geht ins Geld. Dazu die schwere Monti...

Sollte man jedenfalls einfach bedenken. In den nächsten 10 Jahren wird aus der Stadt raus immer weniger gehen.

Clear Skies
Sven
 
Moin Sven!

Kleine Info zur Stromversorgung der TAL's im Feld: Da existiert schon seit
Jahren eine einfach zu realisierende Selbstbaulösung, EZB-1 genannt. Das
ist eine kleine Platine, die 12 V-Gleich- in 12 V-Wechselstrom wandelt, wie
ihn der TAL-RA-Motor braucht.
Die wird einfach ins Motorgehäuse eingebaut, Materialkosten ca. 20-25 Euro.
Sehr viele TALianer, die ich kenne, besitzen sowas. Meine TAL-2M-Montierung
ist ebenfalls damit ausgerüstet, zusätzlich noch mit einer weiteren Schaltung,
welche die RA-Geschwindigkeit regelt. Feldtauglichkeit ist also nicht das
Problem, meine Montierung wird ganz normal mit Akku gespeist. Der Motor zieht
gerade mal 200 mA.
Nochwas: Das schwerste Teil einer TAl-2M-Montierung wiegt 9 kg (Achskreuz).
Alles andere ist ohne Werkzeug demontierbar (drei Beine, Säule, Gegengewicht,
GG-Stange).

@Frank: Der Polsucher bzw. eine Vorrichtung dafür fehlt an den TAL-Montierungen,
das ist richtig. Auch ohne dieses Zubehör lassen sich Astro-Fotos machen.
Was haben bloß hunderte Amateur-Astronomen früher gemacht, als es so feine
Montierungen mit allem Schnickschnack wie heute nicht gab?! Den Deklinations-
ausgleich kann man durchaus auch per Hand vornehmen, da braucht es nicht
unbedingt einen Motor zu.
 
Re: Celestron ist ein klassischer Newton

Servus Wolfi!

Naja, es war ja eben die Rede vom Celestron C6N. Laut der Celestron Webseite isst dies eben ein kurzer Kata-Newton auf einer Montierung, die ich als EQ-3 ähnlich deuten kann. Daher eben mein Verdacht.

Wenn Celestron nun aber den Sechszöller als klassischen Newton anbietet, umso besser!

Ich persönlich bin aber auch recht angetan von dem überarbeiteten 6" GSO, den du auf deiner Seite anpreist, oder genaugenommen von beiden, dem langen sowie dem kurzen. Wie du vielleicht weißt, besitze ich ebenfalls einen GSO Newton, aber den 8" f/4 und bin recht angetan von dem Gerät, was sowohl die Mechanik und die Optik angeht. Wenn der Sechszöller genauso gut aufwarten kann, dann ist das meiner Meinung nach ein Gerät, welches man getrost einem Anfänger empfehlen kann.
Bei den China Optiken hingegen bin ich immer etwas vorsichtig, und der Celestron Newton gehört wohl offensichtlich auch dazu, obwohl ich auch Celestron Newtons gesehen habe (im besonderen einen 114/900), welche schon langsam als Referenzoptik durchgehen.

gruß und clear skies,
André
 
Mahlzeit Frank


Also wenn das Design des C6N einen Korrektor beinhaltet, welcher schon vom Fangspiegel liegt, ist das mit Sicherheit schon ein Schritt in die richtige Richtung. Aber gesparrt wird bei diesen Konstruktionen dennoch, klar!

Es gibt ein Optikdesign, welches man versucht mit diesen günstigen Cat Newton annähernd nachzubauen, nämlich sowas wie ein Ross Newton. Hier nimmt man nen Newton mit spährischem Hauptspiegel, welcher ja auch mit guter Qualität vollmaschinell herstellbar ist und pflanzt einen zweilinsigen Ross Korrektor in den Strahlengang, diesem verpasst man eine negative Brennweite und schon hat man eine Kreuzung aus Barlow Linse und Ross Korrektor. Hat man alles richtig gemacht hat man eine ebenes und nahezu fehlerfreies und dazu noch recht großes Bildfeld, also eigentlich ideal zur Fotografie.
Bei den günstigen Modellen wird dann zumeist einfach irgendwo hin eine Linse geschraubt, welche die Brennweite einfach verlängert. Bei den kurzen Designs, so wie wir sie aus dem "Handel" kennen kommt dann eben noch mächtig der Öffnungsfehler und sowie auch Koma durch, je nach Modell auch ab und an eine mehr oder minder vorahndene Restchromasie der Linse.

Wenn sowas wirklich astrein justiert ist, mag es ja ganz gut klappen, aber empfindlich is das ganze schon, da meiner Meinung nach durch die Linse ja noch ein Freiheitsgrad mehr ins System gebracht wurde, was natürlich auch wieder von der Konstruktion abhängt.
Aber was bringen mir zwei schön aufeiander zu kollimierte Spiegelflächen, wenn die Linse dazwischen leicht schräg steht?
Aus solchen Optiken kann man also ne Menge machen, ohne jeden Zweifel, wenn sie den vernünftig zusammengebaut sind und sich auch gut handhaben lassen, bzw. sich gut kollimieren lassen. Deswegen finde ich diese Geräte eben auch für Anfänger ungeeignet.

Dennoch würde ich gern nochmal durch das 8" Modell von Celestron einen Blick werfen, aber ich glaub das Teil gibts nicht mehr, oder? Wurde ja soweit ich weiß von dem klassischen 8" f/5 Volksnewton abgelöst.


endlich mal wieder clear & dark skies,
André
 
Erst einmal herzlichen Dank für Eure Antworten. Ich hätte nie damit gerechnet, soviel Unterstützung zu bekommen. Jedoch sind einige von Euch von falschen Voraussetzungen ausgegangen: Der C6N ist ein Newton-Reflektor mit 6" und 750er Brennweite auf einer EQ3-Montierung. Er ist auf der Seite www.celestron-nexstar.de /Produktübersicht/Advanced-Serie als 2. Teleskop zu sehen. Vielen Dank noch einmal!
 
Hi,

das Foto zeigt aber bestimmt nicht einen 150/750, da ist der alte Cat abgebildet.
Vergleich mal die Grössenverhältnisse mit dem Vixen R150S (gleiche Optik-Eckdaten):
Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/R150s_01b.jpg

Nunja. Ist dieses C6N wirklich ein reiner Newton, dann würde ich ja zu diesem Gerät tendieren. Trotzdem solltest Du auch unbedingt den Vergleich mit dem GSO 150/750 und für Spaß am Planeten auch besonders noch mit dem 150/1200 machen.

Clear Skies
Sven
 
Hi Vivendi


Ja genau! Haargenau, das Teil was du auch dort gesehen hast meine ich!!
Sieh dir doch mal die Länge vom Tubus in Relation zur Öffnung an und bedenke, dass die Öffnung bei etwas mehr als 150mm liegt (der Tubus ist immer etwas größer als der Spiegel groß ist).
Das sind nie und nimmer 750mm Tubuslänge, und bei einem klassischen Newton entspricht die Tubuslänge nunmal zienmlich der Brennweite.
Ergo: Hier ist "Pfusch" am Werk. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Der Spiegel hat nämlich nur die halbe Brennweite und irgendwo im Strahlengang findet sich ein "Linschen" welches dann die Brennweite auf den angegebenen Wert "hochzieht". Das ganze ist dann kein klassischer Newton mehr, sondern ein sog. Katadioptischer Newton. Der von mir favorisierte GSO Newton hingegen ist ein klassischer Newton, bei dem du fürs Geld ein verdammt gutes Stück Fernrohr bekommst. Ich denke damit kannst du auch auf Dauer glücklich werden. Im Fall der Fälle ist so ein Instrument auch wieder besser zu verkaufen.
Wirklich Preisgünstig ist das Gerät noch dazu. Und ohne daran rumzubasteln kannst du es sofort einsetzen.

schönen Gruß aus Herten,
André
 
Also, ich will ja nicht undankbar erscheinen, aber wirklich geholfen habt Ihr mir nicht. Ihr habt zwar untereinander wortreich über Kat-Newton, deren Justierung und Astro-Fotografie dikutiert, auf meine einfach formulierte Frage seid Ihr jedoch nicht eingegangen. Wohlgemerkt: Ich danke Euch dafür, dass Ihr mir überhaupt geantwortet habt. Aber es kann doch nicht Sinn und Zweck eines Forums für Einsteigerteleskope sein, dem anfragenden Einsteiger mit vielen Fachausdrücken mal zu zeigen, wie toll man im Thema steht. Oder? Ich bin jedenfalls genau so schlau wie vorher. Nichts für ungut, meine Herren.
 
Hallo Ernst,

nicht verzagen Board befragen.
Wenn Du hier meinst keine Hilfe gefunden zu haben, liegt es vielleicht daran, daß hier nicht viel Talianer sind?

Warum hast Du die erste Antwort nicht genutzt um mal im Talianer Board alles über das 150er zu erfahren?

M.M. nach ist dort auch nicht viel los, also vielleicht ist das Tal insgesamt nicht weit verbreitet?

Wenn man bei den einzelen Mitgliedern deren Namen so anklickt sieht man was die z.T. alles für Equipment haben.
Also Erfahrungen sind hier en Masse, und ich meine gute Ratschläge hast Du insbesondere zum Celestron bekommen.

Vielleicht nicht das was Du hören wolltest.

CS

Dietmar
 
Moin Ernst,

eins vorweg, zum Celeston C6N kann ich nichts sagen, ich kenne es nicht.
Eine Anmerkung aber doch - Ein katadioprisches Teleskop (sollte es sich um ein solches handeln) muss ja nicht gleich schlecht sein. Ein Okular im Auszug eines Newton ist im Prinzip ja nichts anderes.

Zum TAL: Schau doch einfach mal auf Ralfs Hausseite vorbei:
http://www.online-miesel.de/berichte.htm , er hat wenigstens etwas über das TAL150 geschrieben.

Etwas möchte ich hinzufügen. Die 150mm TAL Newtons haben einen erstklassigen 8x50 Sucher. Es macht im Gegensatz zu anderen Suchern richtig Spass da durchzuschauen. Einer der wenigen Sucher die sich gut für Brillenträger eignen. Das TAL150 ist mit seinem Öffnungsverhältnis übrigens nicht schwieriger zu justieren als seine langbrennweitigen Vettern, es verlangt lediglich etwas mehr Geduld :-)

Ich möchte aber auch die Gelegenheit nutzen um einige oben genannte Bemerkungen zu kommentieren.
Das TAL150 ist sehr wohl feldtauglich! Ich bin mit dem schwereren TAL2M jahrelang mobil beobachten gewesen. Mit Auto gar kein Problem, alles ist schnell und ohne Werkzeug transportfähig zerlegbar. Das schwerste und grösste Teil dürfte beim TAL150 wohl der Tubus mit ca. 5,5kg sein. Kann sein das die Montierung ein paar Gramm schwerer ist.
Das TAL150 sitzt auf der kleineren TAL1-Montierung, diese ist einfach zu bedienen und mit etwas Übung lässt sich der Tubus wie ein Dobson führen. Diese normalerweise parallaktisch gedachte Montierung lässt sich sogar durch einfaches Wegklappen azimutal bedienen. Michael (Winnie) macht das machmal wenn er in Dobson-Laune ist.
Die motorisierten TAL-Montierungen werden bei Bedarf mit 12V~ angetrieben (oder man dobst). Entweder verwendet man den serienmässigen Trafo (230V~) oder einen Frequenzwandler. Diese gibt es fertig zu kaufen oder bei Besitz eine Lötkolbens für wenige Euro selbst zu bauen.

Stellt sich noch die Frage ob man überhaupt noch ein TAL empfehlen soll? Die meisten die sich an die etwas altbackene Technik dieser eigenwilligen Russen gewöhnt haben, die schwören darauf. Ich kann nicht leugnen das ich dazu gehöre :-)
Anderen ist das zu wenig HighTech, oder sie wollen lieber gleich einen Dobson. Die Auswahl gerade in diesem Teleskopsegment ist in den letzten Jahren sehr groß geworden, es ist sicher sehr schwer sich zu entscheiden.

Viel Erfolg und viele Grüße
Armin
 
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