Celestron Omni XLT Serie

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Timotheus

Neues Mitglied
Hallo,
ich bin neu im Forum, und möchte mir ein Celestron Teleskop der Serie OmniXLT zulegen. Ich interessiere mich für die Refraktoren, warum ist der 120er um nur 55.- Euro teurer als der 102er, hat er vielleicht ungünstigere Verhältnisse (Öffnung/Brennweite)? Sind diese Refraktoren überhaupt empfehlenswert? Die Firma TeleskopService legt hier noch ein Sonderpaket drauf,ist das seinen Preis wert? Was ist eure Meinung?
http://www.teleskop-service.de/Celestronseiten/TeleskopeAstro/astro.htm#Omni

Freu mich auf eure Antworten, Timotheus
 
Hallo Timotheus,

Herzlich wilkommen hier im Forum.
möchte mir ein Celestron Teleskop der Serie OmniXLT zulegen
Hast du mit diesem Gerät schon Erfahrungen gesammelt oder gefällt es dir einfach nur?
Ich würde diese Geräte nicht empfehlen, Refraktoren dieser Preisklasse sind in der Regel "Farbwerfer", bei DSOs (Deep Sky Objekten) fällt dies nicht so auf, sehr wohl aber bei Planeten und dem Mond.

Um deine genaueren Vorstellungen zu kennen, wäre es unter anderem von Vorteil wenn du dich zu folgenden Punkten kurz äußern könntest:

1. Was sind deine Vorlieben (Equipment bzw. Ausstattung)?
2: Wie viel Geld möchtest du ausgeben (muss keine Zahl sein)?
3. Was möchtest du bevorzugt beobachten (falls du schon Vorlieben hast)?
4. Wie schwer darf das Equipment sein?
5. Wie ist dein bevorzugter Beobachtungsstandort (stellare visuelle Grenzheligkeit, Hindernisse, Entfernung ect..)?
6. Wie mobil möchtest du sein?
7. Möchtest du in erster Instanz beobachten oder später in ferner Zukunft auch mal fotographieren?
Die Reihenfolge ist nicht nach Prioritäten gewichtet und es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit (weitere ausschlaggebende Faktoren ergeben sich in der Regel wenn genauers bekannt ist).

Um das selbe Geld, könntest du im Übrigen auch einen wesentlich größeren Dobson mit etwas Zubehör erwerben, dies wäre finanztechnisch die klügere Wahl.
Wenn es denn ein Refraktor sein muss, gibt es genug 80mm Apos, welche mit etwas Aufpreis erschwinglich wären.
Allerdings eignen sich diese gut als Reiseteleskop, aber für die Beobachtung von DSOs sollte, damit die Objekte ihre wahre Natur offenbaren, es schon etwas mehr Licht sein, sprich eine größere Öffnung.

Schöne Grüße
Daniel Martins

 
Hallo Timotheus,

nahezu gleiche Antwort wie Daniel, nur noch etwas hinzugefügt:

Deep-Sky Beobachtung fängt bei 8" Öffnung so richtig an. 6" gehen "mal gerade so". Öffnung ist durch nichts zu ersetzen.

Daher würde ich Dir eher zu einem Newton (Dobson) raten. In der unteren Preisklasse (um die 400 Euro) bekommst Du hier schon sehr schöne Geräte, ich z.B. habe u.a. den Galaxy 8" f6 von ICS). In dieser Klasse bekommst Du keinen guten, parallaktisch montierten Refraktor.

Da die Planetensaison für die kommenden 4-6 Jahre vorbei ist, würde ich auf Deep Sky setzen.

Und da auch nicht unbedingt auf ein 8" Schnäppchen, denn ein solches Dobson-Teleskop ist schon was fürs Leben. Es gibt auch welche für 250-300 Euro, aber da würde ich die Finger davon lassen.

Gruß
Winfried
 
Hallo Timotheus,

ich wäre auch etwas skeptisch was die Omnis angeht. Was mir nicht gefällt ist, dass jeder sagt "super tolle neue Geräte" und beim 6"-F/5-Newton wird nicht mal erwähnt, ob er nen Parabolspiegel hat. Die Montierung kennt keiner soll aber superstabil sein. Ein Vergleich (z.B. "ähnlich einer eq5")oder zumindest eine Angabe über Gewicht, Tragkraft etc. fehlt. Witzigerweise ist ein Polsucher im Angebot, der aber fürs visuelle Beobachten nicht nötig ist, sondern bei der Astrofotografie interessant ist. Ob Astrofoto geht ist wiederum überhaupt nicht abschätzbar, da es keine detaillierten Infos über die Montierung gibt.
Das sind einfach wesentliche Infos die beim Angebot fehlen und das Angebot nicht gerade glänzen lassen.

Der 120er-Refraktor hat laut Händlerangaben die gleiche Brennweite wie der 100er Refraktor. Damit ist bei 120cm ein höherer Farbfehler zu erwarten als bei 100cmm Öffnung was nachteilig bei hohen Vergrößerungen ist. Ob diese Refraktoren wirkliche ausgeprägte Farbwerfer sind, müssen Tests zeigen, die es bisher aber nicht gibt.

Das Zusatzpaket im Wert von 80EUR ist ja im Paket enthalten, deswegen kann mans ruhig mitnehmen. Allerdings sind die Okulare Plössls mit einfacher Vergütung. Für 80EUR würdest Du z.B. zwei Goldkantenokus mit deutlich größerem Feld und besserer Vergütung kriegen. Die meisten Leute hier im Forum bescheinigen Farbfiltern begrenzten Wert. Oops - jetzt sehe ich grad, dass nur ein Gelbfilter dabei ist. OK, sinnvoll für Refraktoren um den Farbfehler zu mindern. Das Buch kenne ich nicht, ich gehe aber große Wetten ein, daß Du inhaltlich hier im Forum gleichwertigen Inhalt bekommst.

Ich vermute, dass die Omnis tatsächlich brauchbare bis gute Geräte sind. Trotzdem: für 500EUR kriegst Du 8 Zoll Öffnung als Dobson mit für den Anfang brauchbarer Okularausstattung. Damit könntest Du Beobachtungen machen, die VIEL spektakulärer sind als das was Du in den Omnis sehen kannst. Daniel und Winfried haben bereits gesagt, was Deine nächsten Schritte sein könnten.

CS

Klaus
 
Hallo Klaus Tietzel,

nur kurz auf die Bemerkungen eingehend:

Beim 6" f/5 ist natürlich ein parabolischer Hautpspiegel eingebaut.

Die Tragekraft liegt etwas über der EQ-3, weil ein besseres Stativ drunter ist. Das Achsenkreuz selbst entspricht der EQ-3.

Astrofotografie im Langzeitbereich - da würde ich Unterkante die EQ-5 nehmen oder die Astro-5, weil ja noch Platz für ein Leitrohr sein muß ( Langzeitbelichtung durch den Newton ) für alles andere im Bereich der Astrofotografie ist das Omni so wie es ist gut geeignet.

Sicherlich hat der 120/1000 mehr Farbfehler als der 100/1000 wobei dieser trotzdem noch moderat ist, ich denke , ab ca. 100fach sollte man was gegen den Farbfehler tun - wir haben uns bei unserem Sonderpaket schon Gedanken gemacht - simile ..

Zu den Goldkanten Okus - auch diese sind nicht besser vergütet, als normale Plössls, deshalb gibt es die TS SWM ( oder auch Blaukanten Okus, die sind, im Gegensatz zu den Goldkanten voll multivergütet.

Ich stimme zu, wenn 100% Beobachtung im Vordergrund steht und erst dann irgendwann später Astrofotografie angedacht ist, ist ein Dobson ( z.B. Dobs von GSO ) ein schöner Einstieg und die Teile können ja später auch mit einer parall. Montierung ausgestattet werden. Wenn aber von Anfang an auch Knipserei geplant ist, dann wäre ein parallaktisch montiertes Gerät interessanter.

So ... ich hoffe, ich habe damit das Angebot etwas " aufpoliert " .....

Herzliche Grüße

Wolfi Ransburg
Teleskop Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de

 
Hallo Wolfi,

vielen Dank für diese wichtigen Infos!

Grüßlis

Klaus
 
Hallo, zuerst mal vielen Dank für die schnellen und ausführlichen Antworten.Zu Daniel_Martins Fragen:
1. Was sind deine Vorlieben (Equipment bzw. Ausstattung?
Da ich ein Anfänger bin habe ich eigentlich keine besonderen Vorlieben.

2: Wie viel Geld möchtest du ausgeben (muss keine Zahl sein)?
maximal 600 Euro

3. Was möchtest du bevorzugt beobachten (falls du schon Vorlieben hast)?
Jetzt kommt die Befürchtete Antwort: alles, Mond und Planeten interessieren mich besonders, deswegen wäre ja ein Refraktor meine erste Wahl. Stimmt es das ein 120 Refraktor leicht mit einem 150er Newton mithalten kann? Ich habe auch schon gelesen das DSO auch mit solchen 120er Refraktoren schön zu beobachten sind kann das irgendwer bestätigen?

4. Wie schwer darf das Equipment sein?
je leichter desto besser

5. Wie ist dein bevorzugter Beobachtungsstandort (stellare visuelle Grenzheligkeit, Hindernisse, Entfernung ect..)?
wohne 20 km nordöstlich von Wien

6. Wie mobil möchtest du sein?

Wenn man das Equipment im Zug noch transportieren kann wäre das schon sehr toll

7. Möchtest du in erster Instanz beobachten oder später in ferner Zukunft auch mal fotographieren?
Fotographieren interessiert mich nicht sonderlich

Ich bin Dobsons gegenüber eher skeptisch, vielleicht weil ich noch nie durch eins geguckt habe. Ist bei den Dobsons die Nachführung nicht sehr problematisch, bzw. stelle ich mir das Auffinden von Objekten auch sehr mühsam vor. Irgendwie tendiere ich trotz allem zu einem Refraktor mit parall. Montierung. Folgendes Modell fand ich auch ganz interessant:
http://www.teleskop-service.de/Celestronseiten/TeleskopeAstro/astroRe.htm#100
Vor allem die Version mit Astro5 Mont. die, denke ich ist ja ganz in Ordnung
Zum Schluss noche eine vielleicht sehr blöde Frage: Was sind Goldkanten Okkulare?

Timotheus
 
Hallo Timotheus (ist dies eigentlich dein richtiger Name?),

Dein finanzieller Rahmen würde die Anschaffung eines Dobsons mit etwas Zubehör (Okulare) durchaus zulassen...
Stimmt es das ein 120 Refraktor leicht mit einem 150er Newton mithalten kann?
Im Prinzip schon, nur ist es bei der Preisklasse einfacher einen guten Reflektor (nach Newton zB.) zu finden als einen guten Refraktor.
Gute farbkorrigierte Refraktoren (zB. voll APOs (der Begriff Halb-APO wird ja nur allzu oft in der Werbung verwendet)) kosten natürlich erheblich mehr.

Ich würde dir empfehlen vor dem Kauf eine Volkssternwarte zu besuchen bzw. an einem Teleskoptreffen teilzunehmen.
Hier würde sich folgendes anbieten:
http://www.waa.at/
Dieser nette "Verein" (ein bisschen groß dafür) veranstaltet immer wieder gemeinsame Beobachtungsnächte/abende an den unterschiedlichsten Orten in und um Wien.
Um zu sehen, welche Plätze dies bevorzugt sind, gehst du auf die Homepage und klickst auf für Beobachter (links in der Menüleiste), dann scrollst du ein Bisschen herunter und findest eine Kategorie In und um Wien bzw. In der weiteren Umgebung.
Die meisten gemeinsamen Beobachtungsveranstaltungen werden erst äußerst kurzfristig bekannt gegeben, deshalb loht es sich bei Schönwetter auf der Startseite der WAA vorbeizuschauen (am besten am späten Nachmittag und in mehreren Zeitintervallen), sofern eine Beobachtung geplant wird, wird oben ein Kästchen mit Ort und Zeit eingeblendet .
Bevor du hier in Richtung eines Dobsons missioniert wirst (dies ist keine Anspielung an Winfried, denn ein Dobson ist hier meiner Auffassung nach immer noch die beste Wahl), solltest du unbedingt an einem dieser Beobachtungsabende teilnehmen, denn ein Dobson zum Ausprobieren ist meistens mit von der Partie.
Die Mitglieder sind in der Regel erfahren, d.h, dass du dort eine kompetente Beratung mit Praxisvergleichen der verschiedenen Geräte erhälst.
Wenn du daran teilgenommen hast bekommst du etwas mehr Gefühl für die verschiedenen Geräte, was für die Auswahl von imensem Vorteil ist.

Besser geht es nun wirklich nicht.

Also mach das, besuche ein solches Beobachtungstreffen und harre der Dinge die da kommen mögen!!

Schöne Grüße
Daniel Martins









 
Hi Timotheus,

Stimmt es das ein 120 Refraktor leicht mit einem 150er Newton mithalten kann? Ich habe auch schon gelesen das DSO auch mit solchen 120er Refraktoren schön zu beobachten sind kann das irgendwer bestätigen?

Erstes mag bei entsprechender Qualität stimmen, nur ab einer bestimmten Öffnungsdifferenz ist das "Mehr" nicht mehr zu kompensieren (ausser durch ebenfalls mehr Öffnung, die beim Refraktor gleich ein paar Mark mehr kostet). Deepsky kann ich aktuell mit 130mm Newton beschreiben (ein 120er Refraktor wird tendentiell das gleiche zeigen), viele hellere Objekte zeigen bereits Struktur, in M13 sind bereits Einzelsterne aufzulösen, der Sprung zu 8" ist allerdings nochmals gewaltig. Was ich indirekt mir 5" halten kann springt mir mit 8" ins Auge, wo mit 5" Auflösungserscheinungen von hellen Kugelsternhaufen beginnen, sind sie mit 8" klar und deutlich aufgelöst.

Ich bin Dobsons gegenüber eher skeptisch, vielleicht weil ich noch nie durch eins geguckt habe. Ist bei den Dobsons die Nachführung nicht sehr problematisch, bzw. stelle ich mir das Auffinden von Objekten auch sehr mühsam vor.

Egal ob parallaktisch oder Dobson, du musst es vorher ausprobieren um Gewissheit zu haben was dir liegt, ich kannte nur parallaktisch und kam zunächst mal nicht so gut zurecht, an Dobson dachte ich nie bis ich einen ausprobierte. Auffinden ist eigentlich kein Thema mit guter Sternkarte und Leuchtpunktsucher (Telrad, Rigel, Skysurfer).

Ich will dir ein parallaktisches Teleskop nicht ausreden, aber versuche es erst live, dem einen liegt das eine oder das andere...

Zum Schluss noche eine vielleicht sehr blöde Frage: Was sind Goldkanten Okkulare?

Nö, gar nicht blöd, Goldkanten sind moderate Weitwinkelokular die sehr günstig sind und ein großes scheinbares Gesichtsfeld bieten. Die günstigsten sind zu finden unter www.astrookulare.de unter Eigenimporte.

CS Benny

P.S.: Ich sehe gerade, dass Daniel ja eigentlich bereits das selbe geschrieben hat :super:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Timotheus,

nochmal Refraktor versus Reflektor:
Ein Refraktor (Linsenteleskop) ist bis 4" Öffnung sicherlich das beste Gerät.

Doch schon ab 5" lohnt sich kein Refraktor mehr, da hier bereits die Domäne der Newtons beginnt. Kein noch so guter Refraktor, auch kein APO kommt mit einem, um die Größe der Abschattung des Fangspiegels größeren Newton mit, denn die Korrektur wird dann immer schwieriger.

Einen 8" zum Bleistift könnte man als Refraktor kaum noch bezahlbar bauen; es gibt natürlich welche, die dann bei rund 18.000 Euro liegen und in Etwa das selbe zeigen wie ein (guter) 10" Newton (vielleicht mit kleinen Abstrichen, die die Preisdifferenz aber nicht gerechtfertigen).

Zum Thema parallaktich/azimutal:

parallaktisch ohne GOTO und ohne elektrische Nachführung ist sinnlos, da Du auch hier von Hand nachführen mußt. Also benötigst Du Akkus, Netzgerät, Ladestation oder das Auto genau nebenan. Zudem Monti, Stativ, Kabelsalat, Handbox etc.
- Alles Dinge, die Du beim Dobson NICHT brauchst, sehr wohl später aber nachrüsten kannst.
Gewichtsmäßig liegst Du bei beiden gleichauf. Beim einen ist es die Rockerbox und der Newton, beim anderen der Refraktor oder Newton, die Montierung, das stabile (!) Stativ. Zudem schleppst Du beim parallaktisch montierten Teleskop MEHR TEILE mit Dir herum.

Gruß
Winfried
 
Hallo, habe vor kurzem vom Nachbarn folgendes Teleskop geschenkt bekommen:
http://www.mannoff.de/astro/instrumente/danubia_ret50.htm
Ein typisches Kaufhausteleskop, es hat 114mm Öffnung und 1000mm Brennweite,oben steht, es, handelt sich um ein katadioptrisches System. Montierung dürfte EQ1 sein auf sehr wackeligen Holzbeinen. Die Okkulare sind schrecklich, 24,5mm Einsteckdurchmesser ich glaube es sind genau folgende:
http://www.astrookulare.de/ unter "sonstige Messungen" die ersten drei, H20mm, H10mm und H5mm.
Nun meine Frage, lohnt es sich in dieses Teil ein bischen zu investieren? Ich denke ein Adapter auf 1,25´ wäre angebracht (wo bekomme ich sowas günstig?) und natürlich neue Okulare, die Frage ist natürlich welche?
Kann man auf diese Montierung event. ein Teleskop anbringen, oder ist das eine Schnapsidee?

Mit besten Grüßen,
Timotheus (Daniel_Martins: Timotheus ist mein zweiter Vorname)
 
Hallo Timotheus,
man merkt wirklich, dass Du neu in der Astronomie bist.
Die von dir zuerst angesrochenen Celestron Onmi XLT - Refraktoren sind Geräte, die weder eine überragende Leistung am Planeten bringen werden - wegen des Farbfehlers - noch bei Deepsky-Objekten wirklich Freude machen, da die Öffnung einfach nicht so viel Licht sammeln kann, wie man für die Mehrzahl der Deepsky-Objekte bräuchte, um mehr zu sehen als nur einen "Klecks".

Aber im Vergleich zu deiner zweiten Anfrage, einem katadioptrischen System auf einer EQ-1(!)-Montierung, würde alles für Omni XLT-Refraktoren sprechen. Die haben ein stabiles Stahlrohrstativ und die Montierung scheint für schwache und mittlere Vergrößerungen brauchbar. Bei starken Vergrößerungen dürfte der lange Hebelarm für starkes Zittern des Bildes sorgen, so dass Du nur noch mühsam scharfstellen könnest.

Rechne mal nach: Das katadioptrische System hat 1000mm Brennweite wie die Omni XLT-Refraktoren, selbst wenn du noch von irgendwoher einen Adapter für 1 1/4-Zoll auftreiben könntest und ein 40mm-Okular in den Fokus bekommen würdest (die ist bei solch einem optischen System nicht garantiert) würdest Du mindestens 25-fach vergrößern. Da dürfte die EQ-1 schon bald an ihre Grenzen stoßen. Ohne einen ausreichen stabilen Unterbau bringt ein Teleskop keine Freude!

Das Anbringen eines anderen Teleskopes auf der EQ-1 wäre wenn mechanisch möglich, nur für sehr kleine Instrumente zu empfehlen. Zum Vergleich: Meinen kurzbauenen 80mm-Refraktor (480mm Brennweite) betreibe ich auf einer EQ5-Montierung, das ist dann wirklich stabil.

Ich denke du braucht noch ein wenig Zeit um eine Kaufentscheidung treffen zu können. Überstürze nichts, sammel die Argumente, schau dir viele Gräte in Natura an und treffe dann eine Entscheidung.

Viele Grüße,
Simon
 
Hallo Thimotheus,

ob es sich lohnt hängt von den Umständen ab.
- Kannst Du das Telskop justieren?
- Wenn das Teleskop justiert ist, bringt es dann annehmbare optische Leistung?
- ist die Montierung stabil genug, so daß Du bequem scharf stellen kannst?
- Ist der Okularauszug präzise genug?

Adapter auf 1.25" gibts z.B. bei TS. Wenn Du noch drei einfache Plössls dazunimmst kommst Du aber bereits auf ca. 80EUR. (Neupreise, gebraucht wirst Du günstiger hinkommen, Erfahrungswert: 50-70% vom Neupreis). Zum Vergleich: für 140EUR kriegst Du nen neuen 114/900 Newton inklusive Montierung (die Monti ist evtl. auch etwas zu schwach, müßte man sehen).

Zur Justage kannst Du hier mal kucken:

http://www.htwm.de/~rhuebner/index.php?theme=megastar_just&site=8

Wenn Du meinst, das Du das hinkriegst, dann könnte ich mir vorstellen, dass man mal versucht, den Adapter und die Plössl gebraucht zu kriegen (z.B. hier im Forum übers Suche-Board). Große Aussicht auf Erfolg sehe ich aber nicht ...

Auf Deine Monti und Dein Stativ kannst Du schon ein anderes Teleskop schnallen, halt nur ein Kleines.
Was geht kannst Du hier schön nachschlagen:

www.deepsky-brothers.de

Diese Seite ist übrigens auch sonst sehr lesenswert. Auch bei www.sven-wienstein.de findest Du eine Fülle von wichtigen und nützlichen Infos.

CS

Klaus
 
Hallo Timoteus,

Ich habe in meinem letzten Beitrag beschrieben wie du den Beobachtungstreffen der
beiwohnen kannst und dir somit die Möglichkeit gegeben ist verschiedene Geräte zu live testen und mit erfahrenen Amateurastronomen ins Gespräch vor Ort zu kommen.
Dann habe ich dir gestern noch eine PN geschickt, in der ich dich auf das gestrige Beobachtungstreffen der WAA aufmerksam gemacht habe.
Die Beratung hier im Forum ist schön und gut, ersetzt allerdings nicht die eigenen Erfahrungen.
Du solltest diese Gelegenheit nutzen, und somit einem solchen Beobachtungstreffen beiwohnen.
Hier nun ein paar Impression einiger Beobachtungsveranstaltungen de WAA:
http://www.waa.at/bericht/2007/07/20070726api19.html
http://www.waa.at/bericht/2007/08/20070801api19.html
http://www.waa.at/bericht/2007/08/20070805api19.html

Ach ja, noch was zum 114mm Newton:
Sofern du nicht gezwungen bist mit solch einem Gerät auszukommen würde ich es lassen, denn die Aha-Erlebnisse werden da wahrscheinlich ausbleiben.
Alles was zählt ist Öffnung, Öffnung, Öffnung, der Rest kommt später.
Ein Dobson bietet dir die meiste Öffnung zum geringsten Preis.
Ich kann dir nach wie vor nur empfehlen dir die Geräte live anzusehen und zu testen, du solltest froh sein, dass du diese Gelegenheit in deiner Nähe (WAA) hast, denn so einfach ist es nicht immer.

Schöne Grüße
Daniel Martins

PS: Ich bin kein WAA Mitglied

 
Hallo Daniel_Martins
auf jeden Fall werde ich, bevor ich eine Investition tätige, vorher so ein Treffen aufsuchen, keine Ahnung ob bei der WAA oder beim Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut (mein Elternhaus liegt in der Nähe). Vielen Dank für die Tipps!!!

Grüße,
Timotheus
 
Hallo Daniel,

danke für die Links auf die waa-Berichte. Sehr schön und objektiv beschrieben. Das gefällt mir einfach, nicht die high tech Aufnahmen, sondern einfach nur beschreiben, wie es war.
- Ein wirklich schöner Bericht, werd es mir merken!

CS
Winfried

Timotheus: DAS ist Astronomie! Fahre hin, schau Dir das an. Diese Leute sind genau das, was Du jetzt brauchst!
 
Hallo Winfried,

Ja die WAA, eine nette Institution, sehr entgegenkommend.
Die Seite mit den Berichten wird regelmäßig aktualisiert, sind meistens neue dabei.
Ich lese vorallem gerne die Berichte über die größeren mehrtägigen Veranstaltungen, die sind immer recht informativ.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
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