Hallo Markus,
die Formeln sind mir bekannt.
Was sagt denn "nahezu" aus?
Hier bedient sich doch Baader nur der Marketingfloskeln, die alle Hersteller und Händler ausnahmslos beherrschen. "Nahezu" ist total wertfrei. D.h. quantitiv nicht belegt. Es gibt keine DIN- bzw. ISO-Norm für Bullshit-Bingo. Es kommt darauf an, wie man es für sich interpretiert. Oder welchen Interpretationszeitraum man sich beim KAuf einräumt. Oder ob noch Praxistests folgen.
Wenn im Urlaubsprospekt steht "nahezu" 20° C Wassertemperatur, dann ist das bezogen auf den aboluten 0 Punkt (-273°K) auch noch das Wort "nahezu" richtig, wenn die Temperatur vor dem Gefrierpunkt 0°C liegt. Dann wars halt ein schöner Herz-Kreis-Lauf-Urlaub.
Vollformatchips fangen schon bei kleineren Bilddiagonalen an. Beim K11002 sind es knapp 43 mm. Beim größen K16xxx eben die 52 mm. Beim neuen K29xxx-Chip auch so um den dreh. Und wer hängt bitte schön eine CCD mit über 10kEuro an ein C11/C14/ACF12/ACF14?
Zum Einstellen des Backfocus mit dem Astophysics-Reducer 27 PHTV verwende ich die besagten Formeln (da gibts noch mehr), um den Reduzierfaktor zu ermitteln. Ich achte dabei darauf, dass der Kamerachip wenigstens über die Bilddiagonale ausgeleuchtet wird. Das sind 43 mm bei F/8. In meinen Aufnahmen messe ich dann und komme auf einen Faktor von F/8? Wieso nur, erklärs mir. Es darf ja nach Deiner Theorie nicht sein.
So dramatisch, wie hier dargestellt kann das also nicht sein, wie die Praxis zeigt. Und ich erhalte das Ergebnis beim einem LX200R also ACF. Und wenn man das ACF14" kennt, weiß man daß nicht mal 2" Blendrohröffnung im Backfokusbereich sind. Die C12 und C14 geben da wesentlich mehr Durchlass!
Hätte Baader oder ein Sub ähnlich reagiert, wenn Meade es endlich mal geschafft hätte einen Korrektor zu rechnen und auf den Markt zu bringen?
Hmmm..... hier noch ein paar Infos direkt von Celestron.
Zur Produktbeschreibung
Vielleicht arbeitet der Riccardi-Reducer am EdgeHD oder ACF auch ganz gut? Wir werden sehen.
Mir gefällt das Produkt von Celestron nicht so gut, weil ich lieber mit einem OAZ zwischen Kamera und Teleskop arbeite. Vielleicht hat Celestron hier ja gelernt und die Optik ist wirklich nahezu shifting-frei. Schön wärs.
Viele Grüße,
Gerrit