Celestron Reducer 0,7

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MountyPython

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Hi Gerrit

nur das deren Werbung nahezu vignetierungsfrei ( Baader aktuelle Werbung ) für Vollformat ist nicht ganz richtig.

Selbst wenn der Reducer groß genug währe , dazu gibt es eine simple Formel : Reducer Durchmesser x Reduktionsfaktor , also bei 52 mm Format müsste der Reducer demnach 69 mm freie Öffnung haben ( auf den Bildern sieht das ende eher nach 2" SC gewinde aus )

Also wenn der Reducer diese freie Öffnung hätte, müsste der Strahlengang der Blendrohr diesen Strahlengang unvignetiert zulassen. Da wir bis zum Reducer einen nahezu konischen Strahlengang haben ( selbst incl. eingebautem Flattener ), müsste das Blendrohr irrsinnign groß sein , wodurch das Teleskop Tagblind währe und die Abschattung irrsinig groß, was nicht der Fall ist.

Also woran ich mich hier aufhänge ist das Wort "nahezu vignetierungsfrei"

Noch ne andere interessante Frage die sich mir Stellt :

Beim benutzen eines solchen Reducers muss üblicherweise nicht wenig nachfokusiert werden, wodurch sich das original Öffnungsverhältniss von F/10 ( 11" ) bw. F/11 ( 14") verändert und leicht ein F/12 bis F/14 System draus werden kann. Hat der Reducer nun den Faktor 0.7 wie beschrieben oder verändert er die Systembrennweite auf F/7 ? Wenn nämlich das System bedingt durch Nachfokusieren ein längeres Öffnungsverhältniss erhält (?????) und der Reducer den Faktor 0.7 hat , bekommt man ja kein F/7 Instrument, sondern eher was in der Richtung F/9, leider fehlen hierzu bei Celestron jegliche Informationen.

Andere Frage : durch verschieben des Hauptspiegels verändert sich die sphärische Korrektur in gewissem Rahmen, wurde dieser Veränderung beim Reducer Rechnung getragen sodaß er auch eine Korrektur der veränderten sphärischen Qualität beinhaltet , oder wird dies vernachlässigt, weil es Photografisch nicht ganz so bedeutend ist ?
 
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Hallo Markus,

die Formeln sind mir bekannt.

Was sagt denn "nahezu" aus?

Hier bedient sich doch Baader nur der Marketingfloskeln, die alle Hersteller und Händler ausnahmslos beherrschen. "Nahezu" ist total wertfrei. D.h. quantitiv nicht belegt. Es gibt keine DIN- bzw. ISO-Norm für Bullshit-Bingo. Es kommt darauf an, wie man es für sich interpretiert. Oder welchen Interpretationszeitraum man sich beim KAuf einräumt. Oder ob noch Praxistests folgen.

Wenn im Urlaubsprospekt steht "nahezu" 20° C Wassertemperatur, dann ist das bezogen auf den aboluten 0 Punkt (-273°K) auch noch das Wort "nahezu" richtig, wenn die Temperatur vor dem Gefrierpunkt 0°C liegt. Dann wars halt ein schöner Herz-Kreis-Lauf-Urlaub.

Vollformatchips fangen schon bei kleineren Bilddiagonalen an. Beim K11002 sind es knapp 43 mm. Beim größen K16xxx eben die 52 mm. Beim neuen K29xxx-Chip auch so um den dreh. Und wer hängt bitte schön eine CCD mit über 10kEuro an ein C11/C14/ACF12/ACF14?

Zum Einstellen des Backfocus mit dem Astophysics-Reducer 27 PHTV verwende ich die besagten Formeln (da gibts noch mehr), um den Reduzierfaktor zu ermitteln. Ich achte dabei darauf, dass der Kamerachip wenigstens über die Bilddiagonale ausgeleuchtet wird. Das sind 43 mm bei F/8. In meinen Aufnahmen messe ich dann und komme auf einen Faktor von F/8? Wieso nur, erklärs mir. Es darf ja nach Deiner Theorie nicht sein.

So dramatisch, wie hier dargestellt kann das also nicht sein, wie die Praxis zeigt. Und ich erhalte das Ergebnis beim einem LX200R also ACF. Und wenn man das ACF14" kennt, weiß man daß nicht mal 2" Blendrohröffnung im Backfokusbereich sind. Die C12 und C14 geben da wesentlich mehr Durchlass!

Hätte Baader oder ein Sub ähnlich reagiert, wenn Meade es endlich mal geschafft hätte einen Korrektor zu rechnen und auf den Markt zu bringen?

Hmmm..... hier noch ein paar Infos direkt von Celestron.

Zur Produktbeschreibung

Vielleicht arbeitet der Riccardi-Reducer am EdgeHD oder ACF auch ganz gut? Wir werden sehen.
Mir gefällt das Produkt von Celestron nicht so gut, weil ich lieber mit einem OAZ zwischen Kamera und Teleskop arbeite. Vielleicht hat Celestron hier ja gelernt und die Optik ist wirklich nahezu shifting-frei. Schön wärs.

Viele Grüße,
Gerrit





 
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Zitat von MLudes:
nur das deren Werbung nahezu vignetierungsfrei ( Baader aktuelle Werbung ) für Vollformat ist nicht ganz richtig
Hallo Markus,

ich habe von Baader bis jetzt keine derartige Werbung gesehen. Aber selbst wenn die Reducer-Linse groß genug ist, so dass sie ihrerseits keinen Lichtverlust hervorruft, muss man dabei bedenken, dass ein Schmidt-Cassegrain von Natur kein abschattungsfreies System ist und daran ändern auch die Korrekturlinsen vom 'EdgeHD' und ein dahinter montierter Reducer gleich welcher Bauart grundsätzlich nichts.

Die Abschattung von SCs wurde ja auch hier im Forum schon ausführlich diskutiert:

SC Ausleuchtung

Die Vignettierung wird am konkreten Fall eines 8" SC in Telescope Optics von Rutten & Venrooij (siehe Abb. 19.12) glasklar rübergebracht. In einem radialen Abstand von 19 mm von der optischen Achse (entsprechend dem Innenradius vom Blendrohr beim C8) ist die Ausleuchtung bereits auf 65% des achsialen Wertes abgefallen. Noch weiter nach außen geht es dann rapide in den Keller, bei 25mm Abstand auf 25%, usw. Kurioserweise wird diese massive Abschattung von vielen Beobachtern gar nicht wahrgenommen und sogar abgestritten.

Die Situation beim 8" SC kann direkt auf größere und kleinere SCs mit demselben f/10 Öffnungsverhältnis skaliert werden. Ob da jetzt bei der 'EdgeHD' Version noch zusätzliche Korrekturlinsen im Blendrohr stecken, ändert auch nichts am fundamentalen Vignettierungsverhalten der SC-Optik. Dieses wird durch die erforderlichen Blendrohre bestimmt.

Ein Reducer reduziert die Systembrennweite (und damit den Abbildungsmaßstab), er reduziert dabei automatisch auch (wie Du richtig sagst) den vom Abblendrohr bestimmten Felddurchmesser in mm, und zwar genau um den Reduktionsfaktor. An dem a-priori vorhandenen ausgeprägten Vignettierungsverhalten der SC-Optik kann ein Reducer überhaupt nichts ändern. Allerdings wächst die Feldgröße in mm und auch der gut ausgeleuchtete Bereich natürlich mit der Größe vom SC.

Das Blendrohr beim C14 hat in der gewöhnlichen SC-Version eine freie Öffnung von 53.7 mm. Das dürfte auch für die 'EdgeHD' Version bis auf geringfügige Abweichungen zutreffen. Damit wird das Keinbildformat 24 x 36 bei voller f/11 Systembrennweite, also ohne Reducer, in den Bildecken immerhin zu 90% ausgeleuchtet.

Mit einem 0.7-fachen Reducer reduziert sich die Ausleuchtung in den Bildecken bei vollem Kleinbildformat dann auf 70%. Darauf läuft also die Werbung bzgl. "nahezu vignettierungsfrei" hinaus. Das ist auch bei den meisten APOs mit den üblichen Systemblenden nicht besser.

Gruß, Peter

 
Hi Gerrit

dachte als Vollformat ist 24 mm x 36 mm .

Betreff Brennweitenveränderung : Die SC haben ja einen gerechneten Backfokus wo der genau liegt weiss ich nicht, denke aber mal das dieser auf den Einsatz eines 2" Zenitspiegels gedacht ist. Der AP Reducer ist sehr kurzbauend mit relativ kurzem Backfokus, dürfte also etwa mit der Baulänge eines 2" Zenitspiegels gleichkommen.
Das Bild des neuen Celestron Reducers sieht aus als wenn dieser deutlich länger gebaut ist und in dem Link von dir wird gesagt das der Backfokus ohne Redcuer 146 mm ist und dieser nach Einsatz des Reducers nach dem Redcuer erhalten bleibt. Das heisst wiederum das du um die Baulänge des Reducers sowie dessen optische Fokusverlgaerung nachfokusiern musst. Wieviel das ist ? Keine Ahnung, aber 100 mm dürften es sein.

Bei ca. 100 mm Fokusverlagerung, die du bei deinem SC mit dem AP Redcuer nicht hast, verändert sich das Öffnungsverhältniss von F/10 auf jeden Fall.
Du Schreibst du hast beim Meade mit dem AP Reducer F/8, der AP Reducer hat dagegen F/7.5 ....Haarspalterei oder kleine Brennweitenveränderung ????

Daher halt meine Frage, zu der ich keine Antwort finde, hat der Reducer den Faktor 0.7 x wie geschrieben , oder produziert er ein F/7 Öffnungsverhältniss.

Ist natürlich ertsmal toll das ein solcher Korrektor, abgestimmt kommt, ein bissle mehr Informationen währe dennoch Wünschenswert
 
hallo,

wenn man bedenkt, dass dieser Reducer ja das Bild eines anderen Korrektors verarbeiten muss, der seinerseits nur bei definitivem Öffnungsverhältnis/Brennweite/Korrekturzustand und bei einem bestimmten Arbeitsabstand optimal arbeitet, dann ist das schon eine ganz schöne optische Jongliererei.

Dass für andere Verhältnisse gerechnete Teile wie der Riccardi Reducer/Flattener da dazu passen, glaub ich irgendwie nicht. Genausowenig dürfte der 0,7x Reducer mit anderen Geräten funktionieren.

beim Optec Lepus 0,62x scheint der Abstand sich nicht wesentlich zu ändern, wie an man diesen Fotos eines Sternfreudes sieht (unten, mit OAG):
http://www.astronomie-rw.de/inhalt/neininger/technik/Tele/C8_Edge/Tele_C8-Edge.html

Insoferne wäre es schon möglich, dass der 0,7x Reducer sowohl Brennweite als auch Öffnungsverhältnis mit 0,7 multipliziert. Sonst wäre es nämlich gar kein 0,7x Reducer ;-)

Bin gespannt wie die Ergebnisse aussehen!

lg Tommy
 
Hi Markus

Q: dachte als Vollformat ist 24 mm x 36 mm .

A: Japp. Du schreibst nur was von 52 mm Diagonale Markus. Das wäre dann ein großer Kodak-Chip

Q: Betreff Brennweitenveränderung : Die SC haben ja einen gerechneten Backfokus wo der genau liegt weiss ich nicht, denke aber mal das dieser auf den Einsatz eines 2" Zenitspiegels gedacht ist.

A: Denkt Meade auch immer. Ist aber nicht richtig. Messungen haben ergeben, daß dieser bei 7" +/- 0,5" liegt. Meade macht keine offiziellen Angaben. In keinem Dokument. Das war bisher das große Manko bei den ACF: Keine verlässlichen Angaben.

Q: Der AP Reducer ist sehr kurzbauend mit relativ kurzem Backfokus, dürfte also etwa mit der Baulänge eines 2" Zenitspiegels gleichkommen.
A: Der 27PHTV ist schon noch länger als die bisherigen Lösungen. Hat aber dafür 56 mm Durchlass.

Q: Das Bild des neuen Celestron Reducers sieht aus als wenn dieser deutlich länger gebaut ist und in dem Link von dir wird gesagt das der Backfokus ohne Redcuer 146 mm ist und dieser nach Einsatz des Reducers nach dem Redcuer erhalten bleibt. Das heisst wiederum das du um die Baulänge des Reducers sowie dessen optische Fokusverlgaerung nachfokusiern musst. Wieviel das ist ? Keine Ahnung, aber 100 mm dürften es sein.

A: Kommt geschätzt ungefähr hin. Wir wissen aber beide nicht, was die alles mit den 5 Linsen treiben. Von daher kann man grobe Constraints vielleicht notieren oder dem Anwender als Kriterium aufzeigen. Aber der Praxistest muss die Wahrheit ans Licht bringen. Darauf wollte ich hinaus.

Q: Bei ca. 100 mm Fokusverlagerung, die du bei deinem SC mit dem AP Redcuer nicht hast, verändert sich das Öffnungsverhältniss von F/10 auf jeden Fall.

A: Wenn sich dadurch die effektive Brennweite verlängert, dann um 100 mm (Fokusverlagerung). Wäre bei f=2800 mm dann f=2900. Wäre dann F/10.3 also nicht so dramatisch wie F/12 und F/14.

Q: Du Schreibst du hast beim Meade mit dem AP Reducer F/8, der AP Reducer hat dagegen F/7.5 ....Haarspalterei oder kleine Brennweitenveränderung ????

A: Nichts vom beiden. Der Abstand wurde von mir auf 0.8 eingestellt. Warum?

Der 27PHTV hat einen Durchlass von 56 mm. Meine Atik eine Diagonale von 43 mm. Der 27PHTV selbst hat eine Brennweite von 700 mm.

1. Rechnung: Einstellen des Reduzierfaktors (k) damit 43 mm ausgeleuchtet werden: k = D_ccd / D_red = 43 / 56 = 0,77. Das ist also die untere Schranke.

2. Rechnung: Berechnung des Abstandes Reducer / Kamera.

Formel: (f-d)/f=k, wobei

f=Brennweite des Reducers,
d=Distanz (Reducer-Chip),
k=Reduzierfaktor

Gesucht ist d:

(f-d)/f=k
<=> 1-d/f=k
<=> 1-k = d/f
<=> d = f(1-k)

d = 300 (1 - 0,77) = 161 mm

So jetzt muß ich noch schauen, ob ich die Adaption hinbekomme um den Zwischenraum zwischen CCD, Filterrad und OAZ-Adapter (M84), Reducer zu füllen. Wenn ich da keinen gescheiten Adapter habe muß ich das nehmen, was ich habe (auch ein Kompromiss wegen dem Baader-Steeltrack (->Hebel), das wird sich beim APM-Auszug ändern, weil stabiler).

Ich lande dann bei 140 mm. Die kannst Du wieder in die Formel von Rechnung 1 einsetzen. Dann kommt 0,8 raus.

Das betrifft jetzt nur die Konfiguration Kamera-Reducer. Also stelle ich den Wert fest ein. Bringe aber den Reducer so nah wie möglich ans Teleskop. Dann verwerte ich die Aufnahme astrometrisch und lande bei F/8.

Q: Daher halt meine Frage, zu der ich keine Antwort finde, hat der Reducer den Faktor 0.7 x wie geschrieben , oder produziert er ein F/7 Öffnungsverhältniss.

A: Laut dem PDF produziert er F/7. Ober er aber tatsächlich den Faktor F/7 in der Konfiguration hat, wie bei dem einfachen Reducer von AP, dass kann uns keiner beantworten. Das fällt mir selbst beim Riccardi-Reducer schwer. Da variieren ja auch dien Abstände und ein lineares Verhalten läßt sich ad-hoc nicht ableiten. Ich habe es schon untersucht (daher meine Frage, welches Teleskop beim ursprünglichen Entwurf Pate gestanden hat). Der Riccardi-Reducer hat super Werte und es wäre schön, wenn er auch am ACF gut arbeiten würde. Dem großen AP-Reducer sagt man nach, daß er die Sterne etwas aufbläht. Von daher währen ein paar Hints von Massimo sehr wertvoll. Im übrigen wäre es dann wirklich eine One-4-All Lösung.

Q: Ist natürlich ertsmal toll das ein solcher Korrektor, abgestimmt kommt, ein bissle mehr Informationen währe dennoch Wünschenswert

A: Das ist es Markus! Celestron ist relativ zeitnah bei der Musik. Es wäre aber dennoch wünschenswert, wenn man mal genauere Angaben publiziert. Immerhin hat man die Backfocusangaben mal gemacht. Spots wären auch ganz toll! Tatsächlich ist es so, daß Celestron überhaupt keine Angaben zur Vignettierung macht. Nicht mal qualitativ. Wie Baader darauf kommt, kann ich nicht sagen. I.d.R. testen die aber ihre Sachen.

Warten wirs einfach ab. Ich habe mir neulich Aufnahmen angesehen, die wurden in Verbindung mit einem AP 67CCDT Reducer gemacht (EdgeHD 11) und was da raus gekommen ist, war besser als ich es je von irgendeinem SCT gesehen habe.

Beste Grüße,

Gerrit
 
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Zitat von tommy_nawratil:
hallo,

wenn man bedenkt, dass dieser Reducer ja das Bild eines anderen Korrektors verarbeiten muss, der seinerseits nur bei definitivem Öffnungsverhältnis/Brennweite/Korrekturzustand und bei einem bestimmten Arbeitsabstand optimal arbeitet, dann ist das schon eine ganz schöne optische Jongliererei.

Dass für andere Verhältnisse gerechnete Teile wie der Riccardi Reducer/Flattener da dazu passen, glaub ich irgendwie nicht. Genausowenig dürfte der 0,7x Reducer mit anderen Geräten funktionieren.

beim Optec Lepus 0,62x scheint der Abstand sich nicht wesentlich zu ändern, wie an man diesen Fotos eines Sternfreudes sieht (unten, mit OAG):
http://www.astronomie-rw.de/inhalt/neininger/technik/Tele/C8_Edge/Tele_C8-Edge.html

Insoferne wäre es schon möglich, dass der 0,7x Reducer sowohl Brennweite als auch Öffnungsverhältnis mit 0,7 multipliziert. Sonst wäre es nämlich gar kein 0,7x Reducer ;-)

Bin gespannt wie die Ergebnisse aussehen!

lg Tommy

Hallo Tommy,

der AP 27PHTV wurde ursprünglich für wesentlich schnellere Refraktoren gerechnet und arbeitet an RC's und aplanatischen SCT's gut.
Das muß man leider erst selbst ausprobieren und sehen, was dabei rausgekommen ist. Das Risiko verbleibt dann beim Anwender, der ja nicht nur den Reducer kauft, sondern auch den ganzen anderen Kram. Das ist ein ganz großer Kritikpunkt an Meade und ich kann hier nur auf Besserung hoffen.

Dadurch, daß Celestron beim 0,7er Reducer nur die Hauptspiegelfokussierung als Variable einführt, ist die Jongliererei relativ gering. Das mit dem Mirror-Flopp scheint gut gelöst zu sein, allerdings muß man für die Fokussierung immernoch den Hauptspiegel bewegen. Und im Bezug auf Temperaturänderungen und gerade dann, wenn ich ein System schneller mache kann ich nur sagen: Sieht nach Eigentor aus! Das sieht bei anderen Lösungen mit OAZ und Hauptspiegelfokussierung ganz, ganz anders aus. Die haben aber den Vorteil, daß ich den Spiegel nicht mehr bewegen muß.

Hat man einmal einen guten Weg gefunden. Dann weiß man für die Zukunft bescheid. Es ist ja nicht so, daß man das vor jeder Session wieder neu herausbekommen muß. Wofür gibts Vollmondnächte? Tuning.

Viele Grüße,
Gerrit
 
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Gerrit

deine Info, wenn man beim SC den Fokus um 100 mm rauslegt, das sich dann die Brenweite nur um 100 mm verlängert ist falsch. Du musst mit dem Vergößerungsfaktor des Fangspiegels rechnen.

Beim Takahashi TSC 225 F/12 zum Bsp. gibt es eine tolle Graphic die die Brenweite bei unterschiedlichem Backfokus anzeigt.

Verlagerst du dort den Brennpunkt um 100 mm, wird die Systembrennweite um 305 mm verlängert, das heisst die F-Zahl erhöht sich hier um 1.36

Nimmt mann dieses Bsp für ein 11"F/10 SC, hiese dies grob aus F/10 wird bei 100 mm Rausfokusieren ein F/11,4 Instrument

Hätte dieser neue Reducer nun den Multiplikationsfaktor 0.7 , hier diese F/11,4 x 0.7 = F/8 und nicht F/7...verstehst du nun worauf ich hinauswill.

Währe Toll wenn Meade und Celestron ebenfalls solch eine Backfokusleiste in der Bediehnungsanleitung mitgeben würden, dann wüsste mal genau mit welcher F-Zahl man knipst.
 
hallo,

Harrie Rutten gibt die Formeln in "Telescope Optics" Kapitel 7. Das auszurechnen ist mir jetzt zu kompliziert, mit der Variation des Abstands HS-FS geraten alle Faktoren in Bewegung, auch der Vergrösserungsfaktor des FS.

Aus der Erfahrung kann ich aber beisteuern, wenn ich einen Binoansatz (ohne GWK) in mein C5 oder C6 stecke und die ca. 105mm Fokusweg kurble, vergrössern die Okulare ca. 25% stärker als ohne Binoansatz.

Schon bemerkenswert dass bei diesem seit langem weit verbreiteten Teleskoptyp keine Angaben der Hersteller existieren.

lg Tommy
 
Hallo Markus,

ja, dass ist eine Fehlannahme! Ich schaue mir die Formeln dazu gerne mal an.

Ich weiß worauf Du hinaus willst. Wenn der Reducer 0,7 heißt, dann muß er nicht notwendigerweise, real ein 0,7 sein. Sondern er stellt nur die Konfiguration 0,7 am Gesamtsystem her. Das hat dann natürlich erst recht Auswirkungen auf die Vignettierung. Dennoch ist "Nahezu" ein immer noch weitläufiger Begriff.

Ist es ein F/7 Reducer, wirds am Teleskop nicht F/7 sein. Da man den Hauptspiegel entsprechend in Position bringen muß.

Ich gehe auch anders an die Systematik drann mit meinem Setup und ich denke, daß ist eine bessere Methode als die die Celestron dem Anwender überläßt.

Wenn man bedenkt, wie man in der Praxis mit dem Teil arbeiten soll:

Denn - wie oben schon erwähnt - was nutzt mir der Mirror-Lock, wenn ich bei einer reduzierten Brennweite immer noch den Hauptspiegel bewegen muß. Das System wird schneller. Und qualitativ betrachtet: Fehleranfälliger gegen Verzeichnungen (siehe Diskussion Riccardi-Reducer in W.R.'s -Reich). D.h. die Hauptspiegelfokussierung muß schon verdammt gut sein. Der Hauptspiegel darf nicht verkippt im System liegen. D.h. Celestron müßte eine sehr hochwertige Mechanik anbieten, die man bisher nur von Intes Mak's her kennt.
Das mag bei F/7 und F/8 noch nicht so dramatisch sein. Aber wenn die Vignettierung sehr stark ist, dann hat man durch die Brennweitenreduzierung nicht viel gewonnen (übers Feld betrachtet). Also ich würde mir ja gerne mal so ein EdgeHD Teil anschauen. Denn wenn ich bedenke, was für Gurken von Meade oder Celestron bisher auf dem Markt geschmissen wurden, dann macht mich das schon neugierig. Auch das neue Meade-Konzept.

Also weiter abwarten, bis das die ersten Werbespots kommen.
Wo bleibt eigentlich der Link zur Baaderwerbung? Denn biste uns noch schuldig.
Viele Grüße,
Gerrit
 
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Hi Tommy,

japp auch die Abbildungsqualität wird davon beeinflußt. Selbst beim SCT schon. Nur wird das immer unter den Tisch geredet. Selbst von bekannten Optikprüfern.

Ad-Hoc habe ich mal letzten Montag verschiedenste Fokuspositionen ausgemacht und die Sterne /Beugungscheibchen intra und extrafokal verglichen. Der Abstand mit 7" kommt ungefähr hin. Genauer wärs mit dem Ronchi-Okular feststellbar.
Das wird aber noch nachgeholt.

Zum Reducer: Wenn Celestron ähnlich reißerische Fotos bereitstellt, wie bei der Einführung der EdgeHD, dann werden wir sehen, was das Ding kann.

Viele Grüße,
Gerrit
 
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hallo Gerrit,

insbesondere beeinflusst man mit dem Abstand FS-HS die sphärische Korrektur bei diesen Systemen. Hier gibt es aber durchaus eine Serienstreuung, sodass die optimale sphärische Korrektur nicht bei allen Geräten in gleicher Fokallage zu finden ist.

Ich habe da aber nur ein paar Erfahrungswerte mit dem C8. Bei einem war die sphärische Korrektur sogar so, dass es nur mit dem f/6,3 Reducer gut war, also bei weitem Abstand FS-HS. Ein Ronchi leistet da gute Dienste.

Im Vergleich zu Koma und Bildfeldwölbung ist das aber IMHO ein Nebenthema, spielt eher eine Rolle für visuelle Planetenbeobachtung. Und da sind diese Geräte wegen der Obstruktion sowieso etwas gehandicapt. Die siehst du ja auch gleich bei der FWHM. Würde es also nicht in erster Linie betrachten wenn es um diesen Reducer für Fotografie im Primärfokus geht.

Man hat dann ein variables System mit 2 Korrektoren im Strahlengang, wenn das beugungsbegrenzt abginge ist das IMHO ja schon super.

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

genau wegen der sphärischen Korrektur habe ich diesen Ad-Hoc-Test gemacht.
Das muß jeder wohl für sich rausfinden. Daher kommen auch die 7" +/-0,5". D.h. keine genaue Angabe. Aber besser als garnichts und das wurde von Amateuren ermittelt. D.h. ein grobes Richtmaß.

Beste Grüße,
Gerrit
 
Hallo allerseits,

ein wichtiger und wohlbekanter positiver Aspekt der HS Fokussierung beim SC ist ja die Möglichkeit, den Backfocus über einen ziemlich weiten Bereich einstellen zu können. Die damit einhergehende Veränderung der SC Systembrennweite wurde ja schon ausführlich behandelt. Es gibt zwar einen optimalen Backfokus, bei dem das System dann auch sein nominelles Öffnungsverhältnis hat. Aber die Verhältnisse bleiben je nach den Erfordernissen der eingesetzten Detektoren über einen mehr oder weniger großen Bereich brauchbar. Diese Eigenschaft hat, neben der unübertroffenen Kompaktheit, sicher ganz wesentlich zum Erfolg und zur Popularität des SC-Konzepts beigetragen.

Dass die dabei eingesetzte HS-Fokussierung in der praktischen Umsetzung zu Spiegel-Shifting führt, was dann wiederum Mirror-Lock und externen OAZ nötig macht, ist hinlänglich bekannt. Gleichwohl macht dieser Umstandskram die wesentlichen Vorteile der HS-Fokussierung und des damit möglichen variablen Backfocus nicht obsolet. Ich kenne jedenfalls kein wesentlich anderes optische System, welches die Kompaktheit und Flexibilität von SCs übertrifft.

Das ist ja alles hinlänglich bekannt. Eine mit dem hier diskutierten Reducer zusammenhängende Eigenschaft vom SC wird aber häufig übersehen. Der von Natur aus großzügige Backfocus-Bereich wird bei Verwendung von Reducern nämlich ganz drastisch eingeschränkt. Das kann soweit gehen, dass besonders raumgreifendes Zubehör vor allem in Kombination miteinander dann entweder gar nicht oder nur noch mit Mühe funktioniert. Ich habe diesen Effekt vor mehreren Jahren mal am C8 exemplarisch untersucht und war selbst überrascht, wie stark der verfügbare Backfocus bei Verwendung eines Reducers schrumft:

Komme nicht in den Fokus mit Focal Reducer am SC

Der maximale Backfocus wird jeweils bei minimalem Abstand zwischen HS und Sekundärspiegel erreicht (Fokusdrehknopf viele Umdrehungen entgegen dem Uhrzeigersinn bis zum Anschlag). Mit dem bekannten 0.63x Reducer von Celestron erhält man so einen maximalen Backfocus von 210 mm am C8. Das ist ganz erheblich weniger als der entsprechende Wert (920 mm !!!) ohne Reducer, bei dem dann natürlich die effektive Brennweite riesig und die Bildqualität saumäßig wird.

Die genauen Zahlen für andere SCs hängen natürlich davon ab, wie weit der HS eingefahren werden kann. Zu prüfen wäre auch, ob bei maximalem Backfocus überhaupt noch akzeptable optische Abbildungsqualität gewährleistet ist. Der beobachtete Umstand eines durch den Reducer ganz wesentlich eingeschränkten Backfocus ist aber sicher universell und sollte jedenfalls bei der Planung von raumgreifendem Zubehör bedacht werden.

Gruß, Peter

 
Zitat von tommy_nawratil:
die Eingangsfrage bezog sich ja auf ein EdgeHD und den 0,7x Reducer, und das EdgeHD hat nun mal einen nicht entfernbaren Komakorrektor/Flattener mit fix vorgegebenen Arbeitsabstand eingebaut. Da gibt es eigentlich gar keine Freiheit bei der Fokuslage mehr!
Hallo Tommy, ist mir schon klar, dass es sich hier um die EdgeHD Version mit Korrekturlinsen im Blendrohr handelt. Von Komakorrektoren/Flattener Linsen bei Newtons weiß man ja, dass die optimal nur bei einem fixierten Arbeitsabstand arbeiten. Gilt das aber genauso strikt für die fest eingebauten EdgeHD Korrektoren? Ein SC ist schließlich kein Newton. Wenn das nur bei einem fixierten Backfocus funktioniert, macht es ja eigentlich gar keinen Sinn, an der HS Fokussierung mit dem bekannten Shifting Problem festzuhalten, oder? Die Funktion der Reducer Linse beschränkt sich in diesem Fall ja auch darauf, den Abbildungsmaßstab zu skalieren, weil die Abbildung bereits aplanatisch und plan ist. Das ist eine nicht unerhebliche Vereinfachung der Anforderungen. Mit guten Relay- und Makro-Linsen kann man ja deratiges bekanntlich über einen beträchtlichen Bereich von Arbeitsabständen leisten. Insofern kann ich mir vorstellen, dass der Arbeitsabstand vom EdgeHD wesentlich flexibler als bei reinen Newton Korrektoren ist. Wer hat denn schon praktische Erfahrungen damit? Mein C14 und mein C8 sind noch vom konventionellen Typ ...

Gruß, Peter


 
Hallo Peter,

das wäre in der Praxis eben mal zu prüfen. Prinzipiell kann es da beeinträchtigung geben. Aber ob so schnell zu tage treten, kann man pauschal nicht behaupten.

Beste Grüße,
Gerrit
 
hallo Peter,

zB hier hatte der Horst ganz schön mit dem korrekten Abstand zu kämpfen, es wurde ihm auch nicht mitgeteilt dass er drauf zu achten hat, in irgendeinem Manual oder sonstwo, er musste selbst draufkommen:

http://forum.astronomie.de/phpapps/...6588/Re_Unscharfe_Sterne_am_EdgeHD#Post766588

Die Koma beim SC ist durchaus in der Grössenordnung eines Newtons, die optischen Gesetze sind dieselben, der Arbeitsabstand des Korrektors ist aber relativ gross was ihn etwas gutmütiger macht. Ansonsten sollte da nicht viel Unterschied zu einem Ross Korrektor sein, meine ich.

Wenn die Anforderungen an den Reducer wegen des ebenen Bildfeldes so einfach wären, wieso brauchte es dann so lange bis da was auf den Markt kommt? Warum schnallt man nicht einfach nen AP CCDT667 dahinter, welcher keine zusätzliche Ebnung ins Spiel bringt? Ich vermute dass es doch nicht so einfach ist einen Reducer hinter einen Komakorrektor/Ebner zu setzen.

lg Tommy
 
Hi Tommy,

schau mal in Cloudynights. Da gibts schon ein paar, die einfach den besagten CCDT67 hinter das Gerät setzen. Und die Ergebnisse sind ganz gut.

Vermutungen bringen leider keinen weiter. Wieso hat es bei Celestron so lange gedauert, bis das sie einen Mirrorlock eingebaut haben? Wieso kommt Celestron jetzt auf einmal darauf Lüfter ins System zu bringen? Viele SCT-Probleme sind seit mehr als 20 Jahren bekannt. Wieso kommt man erst jetzt dazu? Dagen läuft die Entwicklung eines neuen Reducers schon relativ zügig. Auf den von Meade warten wir heute noch. Hmm?

Grüße,
Gerrit
 
Hallo Tommy,

hab mir eben mal diese alte Geschichte mit dem fixen Arbeitsabstand bei den EdgeHDs angeschaut. Demnach hast Du also völlig Recht, der Abstand ist kritisch.

Damit stellt sich für mich dann aber umso intensiver die Frage nach dem Sinn oder Unsinn der HS Fokussierung beim EdgeHD. Ich habe ja schon seit langem ein konventionelles C14 und auch ein C8, insofern hat das EdgeHD für mich nur theoretisches Interesse.

Die effektive Fixierung der Spiegelabstände, jedenfalls für akzeptable Photoqualität, unter Beibehaltung der HS Fokussierung erscheint mir völlig unlogisch und erinnert mich eher an die Evolution amerikanischer Automodelle.

Gruß, Peter



 
Gerrit

schau in den Astrozeitschriften, aktuelle Ausgaben in die Werbung, dann findest du was ich sagte :-)
 
Dann müßte ich die erstmal kaufen. Sehe darin keinen Sinn. Der Informations gehalt der Werbung ist manchmal geringer, als der Text hinterm ersten Buchdeckel eines guten Buches: Da ist die ISBN-Nummer an sich noch spannender.

Beste Grüße,
Gerrit
 
Mach mal ;)
 
Wenns hilft...
 
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