Celestron SkyScout oder Telrad Sucher ???

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moschmann

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Hallo zusammen,

an meinem 150/750er Nemton ist der üblich Sucher mit Fadenkreuz montiert. Da ich mich bei der Suche nach dem richtigen Objekt etwas schwer tue möchte ich da etwas aufrüsten.
Jetzt stellt sich die Frage was dafür besser geeignet ist.
Der bekannt Telrad Sucher mit den dazugehörigen Karten oder eben den Celestron SkyScout mit passender Halterung für mein Teleskop.

Wie sind da so die Erfahrungen?

Gruß

Micha
 
Hallo Micha,

das kommt mir irgendwie bekannt vor:

Zitat von moschmann:
Da ich mich bei der Suche nach dem richtigen Objekt etwas schwer tue möchte ich da etwas aufrüsten.
Jetzt stellt sich die Frage was dafür besser geeignet ist.
Der bekannt Telrad Sucher mit den dazugehörigen Karten oder eben den Celestron SkyScout

habe vor 3 Jahren auch oft wegen Nichtfindens frustriert
mein Geraffel wieder abgebaut und was das Schlimmste war, ich wußte nicht, liegts an meiner Ausrüstung (10" Dobson), an der nicht stimmigen Collimation oder meiner eigenen Blödheit warum ich nicht das Gewünschte fand!

Auch der vorhandene Telrad-Sucher half mir wenig, denn der setzt dunklen Himmel, gute Sicht und vor Allem auch gute Augen voraus, um die schwächeren Sterne rund um das Objekt der Begierde auch zu erkennen.

Habe mir dann digitale Teilkreise (GAT-M3, etwa baugleich mit NGCmax, jedoch billiger!) besorgt und an meinen Dobson montiert.
Diese Maßnahme glich einer Offenbarung!
Wo ich früher 1 Stunde gesucht und nix gefunden hatte, beschränkt sich diese heute auf 30 Sek. für das auswählen des Objektes aus der Datenbank des kleinen Computerchens!

Gut, billig war der GAT-M3 inkl. Encodern und Anschlußkabeln nicht gerade...so 700,-€, aber allemal wert!
Solltest Du mehr darüber wissen wollen, schreib mich einfach an (habe auch eine Einbauanleitung mit Fotos im PowerPoint-Format)oder sieh mal im Katalog von ICS http://www.intercon-spacetec.de/pro..._zubehoer/produkt/montagematerial_argo_navis/ oder Grab-Astro Tech http://www.teleskope.de/shop/ nach.

Den Celestron Sky Scout kannst für sowas vergessen: Viel zu unpräzise und störanfällig wenn Metall in der Nähe ist :teufelgrr:

 
Hi!

Der SkyScout funktioniert für das bloße Auge sehr gut, wenn kein Metall in direkter Nähe ist, und es gibt ein spezielles, nichtmagnetisches SkyScout-Scope, das bis auf 16fache Vergrößerung runter geht - da sollte das Gesichtsfeld groß genug sein, um auch im Teleskop was zu finden.

Für langbrennweitigere Teleskope, am Ende mit Metall und noch ohne gescheites Übersichtsokular mit großem Gesichtsfeld, ist der SkyScout aber nicht ausgelegt.

Daher von mir der Rat zum Telrad + Deep-Sky-Reiseatlas und einem gescheiten Übersichtsokular, wenn möglich in 2 Zoll. Mit meinem ED80/600 finde ich bei 16x und rund 4° Gesichtsfeld schon mit einem einfachen Leuchtpunktsucher das meiste auf Anhieb, wenn's nicht in die ganz sternarmen Gebiete geht (aber schwächste Galaxien jag ich mit 80mm eh nicht). Bei langbrennweitigen Teleskopen mit kleinem Gesichtsfeld (je nach Geschmack und Leidensfähigkeit 2°-0,5°) ist ein optischer guter Sucher (7x50 o.ä., mit den 30-mm-Spielzeugen kann ich auch nicht arbeiten) zumindest als Ergänzung sehr sinnvoll.

Gruß,
Alex
 
Hallo Micha,

ich habe mit dem Telrad nur gute Erfahrungen gemacht. Mit den richtigen Karten ist das Auffinden ein Kinderspiel, auch von für das bloße Auge unsichtbaren Objekten.
Ich rate aber dazu, eine Taukappe zu verwenden, da das Glas recht schnell beschlägt. Tip zum Selbstbauen: 75er Abflussrohr.

CS
Chris
 
Hallo Micha,

deine geschilderten Probleme kommen mir sehr bekannt vor... ;-)

Meine anfängliche Erfahrung mit einem neu gekauften 8" SC war genau so - mit diesem Mini-Sucherfernröhrchen konnte ich NICHTS finden. Frust pur! Mit dem Telrad und selbstgedruckten Sternkarten mit Telrad-Kreisen (damals mit SkyMap Pro) konnte ich dann endlich die gesuchten Objekte einstellen.

Eine etwas kompaktere und preiswertere Variante zum Telrad wäre noch der Rigel Quickfinder. Ich verwende dieses Modell an meinem Lightbridge.

Vorteile:
- kompakter, leichter zu montieren
- in die Höhe gebaut, dadurch bequemerer Einblick
- besserer Tauschutz
- Billiger als Telrad

Allerdings hat der Quickfinder nur die beiden inneren "Telradkreise" und benötigt eine Knopfzelle CR2023 (die aber sehr lange hält), gegenüber AA-Batterien beim Telrad.

Gerade bei einem Dobson halte ich Leuchtsucher in Verbindung mit einem Übersichtsokular für eine sehr gute Wahl. Man lernt "seinen" Himmel einfach besser kennen. Aber das ist sicherlich auch ein Stück weit Geschmackssache.

Viele Grüße, Wolfgang
 
HalliHallo....

Das mit dem Tau am Telrad löse ich recht pragmatisch :

Einmal am Scheibchen ziehen, abwischen, zurückstecken - fertig :)

Mein RIGEL hat einen unmöglichen Einblick, gewöhnlich bin ich die ersten 30 Sekunden damit beschäftigt die KREISE zu finden.
Tausicherheit....klar - er ist ein wenig geschützter, aber WENN er dann mal zutaut lässt er sich nicht so leicht abwischen, wie der Telrad.

Ergo: Deepsky-Reiseatlas und Telrad = gefunden ;)
Einen Winkelsucher für Sternärmere Gebiete kann man später noch zusätzlich verbasteln, ist aber nicht sooo wichtig.


Gruß und CS

Der Jan
 
Moin zusammen!

Das Problem ist einfach, daß man als Anfänger so oder so sich schwertut, Objekte am Himmel überhaupt zu finden. Es fehlt die Orientierung, die Kenntnis der Sternbilder und die Erfahrung, was man überhaupt in dem und dem Teleskop zu sehen bekommt, welche Vergrößerung die richtige ist usw.
In solchen Fällen kann man sich mit allen Typen von Suchern, Peilern oder sonstigen Aufsuchhilfen verirren. Das Allheilmittel gibt es nicht, wenn's schnell gehen soll bzw. man erschlägt das Problem mit viel Geld, wie oben schon beschrieben...

Der andere Weg geht weg vom Dynamitfischen hin zum Angeln... ;) Immer mit der Ruhe und mit Geduld Objekte aufsuchen. Das klappt schon, sie laufen ja nicht weg. Übt das Starhoppen! Ob das nun mit einem Sucher oder einem Peiler gelingt, muß jeder selbst entscheiden. Beide in Kombination sind sicher das einfachste für Einsteiger.
Der Telrad ist brauchbar, nur dieses ewige Zutauen nervt - außerdem kann man sich dahinter genauso verrenken wie hinter dem Einfachsucher. Ich hatte insgesamt schon 3 Telrads und mehrere andere Peiler im Laufe der Zeit - alle wieder verkauft! An all meinen Teleskopen - auch am 12"-LB - habe ich ausschließlich 6x30-Sucher, einige davon sogar ohne FK, weil mich das stört. Es ist also alles Gewöhnungssache, und ich komme bestens damit klar.

Der SkyScout ist IMO ein überteuertes Spielzeug mit technischen Macken - bitte die Suchfunktion des Forums benutzen, denn über dieses Teil wurde hier schon einiges geschrieben.
 
:super:


Das ich hier so schnell und umfassend beraten werde finde ich prima.

Der SkyScout scheidet also schon mal aus da er nicht am Gerät montiert werden kann...
Die Lösung von Werner finde ich zwar ganz schick...aber der Preis ist leider nicht so schick. :o

Die Meinungen zum Telrad sind wohl mehr als eindeutig.
Der solls dann auch bei mir werden!
Natürlich in Verbindung mit dem Atlas.

Danke an alle!

Gruß

Micha
 
Hallo Micha,


Zitat von moschmann:
Die Lösung von Werner finde ich zwar ganz schick...aber der Preis ist leider nicht so schick. :o

Danke an alle!

Bitte, keine Ursache!

laß Dir mal auf einem Teleskoptreffen (auf dem BTM bin ich immer vertreten..) die Vorzüge der digitalen Teilkreise (NGCmax oder GAT-M3) vorführen, dann weist Du, auf was du sparst...glaube mir :super:

Und mit GoTo hat das nix zu tun! Die Positionierung auf das gesuchte Objekt ist absolut geräuschlos :cool:
 
Hallo Jan,

ich lese gerade von Deinen Problemen mit dem Einblick beim Riegl.
Mach Dir eine simple, lange Taukappe (viereckiges velouriertes Pappröhrchen) mit einer mittigen Aussparung an einer Seite für den Kopf des Riegls.
Einfach Aufstecken.
Damit zentrierst Du Deinen Einblick automatisch und das Ding taut nie mehr zu.

Gruß und CS
*entfernt*
 
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