Celestron stellt wegen Zollkrieg kurzfristig Lieferungen ein?

Wolfgang aus OWL

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Ich kann es gut nachvollziehen, dass der Trumpsche Handelskrieg die Firma vor größte Probleme stellt.
Traurig!

CS
Wolfgang
aus Bad Lippspringe
 
Die Trumpschen Zölle betreffen ja Importe aus China in die USA.

Aber was ist mit Importen aus China in die EU?

Gibt's da jetzt auch einen Freeze für Celestron-Produkte?
 
...was unsere Händler dann selbstredend als leider, leider erschwerte Lieferbedingungen zu erhöhten Unkosten bei Verknappung durch jedwede Engpässe verklausulieren, um an der bekannten Schraube zu drehen ;) (Achtung: Sarkasmusalarm)
 
Ich habe es so verstanden dass Trump solche Firmen bestraft, die Waren über Umwege, in dem Fall die EU, aus China importieren wollen: Sind die Sachen erst mal in der EU, ist der Weg in die USA nicht mehr weit und die Zölle niedriger.

Andreas
 
Hallo!

Sie schreiben ja, dass sie ein auf und ab der Preise verhindern wollen. Derzeit liegen die Zölle bei Importen aus Europa bei 10%, aber in 8 Wochen könnten es dann wieder 20 sein oder es kommt was ganz Anderes. Es bringt also nichts, die Waren über immer andere Pfade über den Erdball zu schicken. Es ist die Unsicherheit, die den Handel so behindert.

Allmählich scheint Trump ja zu dämmern, dass seine Idee, die goldenen Zeiten der letzten Jahre des 19. Jahrhunderts im 21.Jahrhunderts durch Zölle wieder aufleben zu lassen nicht funktioniert. Er rudert jedenfalls immer weiter zurück. Man darf vielleicht hoffen, dass er wenigstens in dieser Hinsicht zur Vernunft kommt.

Gruß
Sebastian
 
FYI: Product are tariffed based on country of origin, not where they are shipped from.
Thus an 8" Askar refractor will still be charged the US tariff when it arrives in the US, even if shipped from Europe.

PS: Apologies for not writing in german - I am from Denmark and my german is restristed to "What's going on", "A beer, please" & "thank you very much"

Clear skies from Copenhagen!

Torben
 
Proxisky hat ebenfalls Lieferungen in die USA eingestellt. Die UMi Montierungen werden ja immer beliebter. Schade für die Kollegen in Übersee.
 
Product are tariffed based on country of origin
Das stimmt. Ich habe immer angenommen, dass ein Umverpacken der Produkte genügt, weil einige Plüschtier-Anbieter aus den USA, die ihre Ware in China fertigen lassen, diese dann nach Australien bringen und dort in die Verkaufsverpackung legen lassen wollen. Aber das muss dann wohl eine besondere Verpackung sein (oder sie irren sich), denn reines Umverpacken genügt tatsächlich nicht. Das Produkt muss wesentlich verändert werden um mit den niedrigeren Zöllen eines anderen Landes importierbar zu sein.

...was unsere Händler dann selbstredend als leider, leider erschwerte Lieferbedingungen zu erhöhten Unkosten bei Verknappung durch jedwede Engpässe verklausulieren, um an der bekannten Schraube zu drehen ;)
Man darf nicht vergessen, dass die Zölle wirklich die Preise ansteigen lassen, denn es werden geringere Stückzahlen verkauft. Man braucht dann zwar pro Stück immer noch die gleichen Materialien, aber die Gemeinkosten (z.B. Mieten für Geschäftsräume) müssen dann auf die geringeren Stückzahlen aufgeteilt werden. Außerdem gehen eventuell Mengenrabatte beim Einkauf von Rohstoffen oder Teilprodukten verloren.
Diese Situation ist für jeden, vom Hersteller bis zum Kunden, gruselig. Eines der größten Probleme für Hersteller und Händler ist es, dem Kunden zu vermitteln, dass die Preiserhöhung tatsächlich sachbezogen ist. Ebenso schlimm ist es , wenn die Preise dann wieder gesenkt werden können, weil dann die Kunden angelaufen kommen, die vor einer Woche noch den höheren Preis gezahlt haben und eine Erstattung wollen.
Keiner freut sich über Chaos, wenn es um die eigene Existenz geht. Die Vorstellung, dass irgendwer die Sektkorken knallen lässt, weil er in dem ganzen Tohuwabohu heimlich eine goldene Nase verdienen kann, ist einfach falsch. Man ist einfach nur saufroh, wenn man den Irrsinn irgendwie übersteht.

Es gibt dazu eine klasse Dokumentation auf Youtube, die das Elend sehr gut darstellt - leider auf englisch und recht lang. Besonders deutlich wird das Dilemma in dem Abschnitt mit der Firma HYTE, die Computerzubehör produziert. Etwa ab 23:30.

Gruß
Sebastian
 
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