chi und h mit Schweifspuren am Okularrand

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steini14

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Hallo Leute,

ich brauch mal die Erfahrung anderer visueller Spechtler.

Ich habe mir dieses Jahr ein TeleVue Panoptik 24mm gekauft und kann damit jetzt das erste mal chi und h beobachten. Mein Beobachtungsgerät ist ein 12" Orion Dobson mit 150mm Brennweite. Bei der Beobachtung ist mir aufgefallen das die Sterne in der Mitte des Gesichtsfeldes ziemlich punktförmig sind, so wie sie sein sollen wenn er gut kollimiert ist. Zum Rand hin zeigen sie aber Spuren eines Schweifes der nach aussen hin geht. Ich dachte bei so einem teuren Okular sind sie über das ganze Gesichtsfeld punktgenau abgebildet.
Liegt es am seeing? Die letzten Tage war es ja nicht das aller beste. ?)
Oder , ist das normal? Bei dem Objekt reichen ja die hellen Sterne in großer Fülle über das ganze Gesichtsfeld.

Viele Grüße und clear sky
Matthias
 
Hi Matthias,

also in dem Fall würde ich eher den Fehler beim Dobson suchen - Justage etc.

Es ist zwar normal, wenn die Sterne am Rand etwas schlechter abgebildet werden, aber wenn die Sterne in der Mitte nur "ziemlich" punktförmig sind, ist da was nicht ok.

CS,
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Matthias,
das Panoptic ist sicher ein feines Okular, stößt aber bei f/5 auch schon an seine Grenzen und ist nicht mehr 100% randscharf.
Seeing vergrößert nur den Sterndurchmesser bzw. sorgt für Farb-/Helligkeitsschwankungen, kann aber keine Schweifspuren erzeugen.

Ein Newton zeigt zum Bildfeldrand hin zunehmend Coma, das ist das, was Du vermutlich auch beobachtet hast.
Dort ist das schön beschrieben: www.cloudynights.com/documents/24panoptic.pdf
In der Mitte des Bildes sollten die Sterne aber wirklich punktförmig sein, sonst stimmt entweder die Justage des Newtons nicht, oder einer der Spiegel hat ein Problem.
 
Hi Matthias,

ich denke du hast nicht 150mm sondern 1500mm Brennweite. Das Panoptik sollte bis ca.f/6 noch sehr gut zum Rand hin abbilden. Bei f/5 und mehr wird es zunehmend schlechter.

Gruß
Lots
 
Moin Matthias!

> Ich dachte bei so einem teuren Okular sind sie über das ganze Gesichtsfeld punktgenau abgebildet.

Das kann so ein Erfle-Okular - und das ist ein PanO letzendlich auch - an einem f/5-Newton gar nicht leisten. Da wärst Du mit einem spezielleren Okular für diese "kurzen" Optiken besser bedient gewesen (bspw. Nagler), auch wenn das noch teurer ist. Für perfekte Randschärfe muß man nunmal sehr tief in die Tasche greifen.
 
Hallo Peter

Ich habe deswegen "ziemlich" geschrieben, weil es minimal ist das der Stern nicht punktgenau ist. Ich habe nur mit dem Baaderlaser eingestellt und nicht am Stern nachjustiert. An den Beugungsringen kann ich sehen, das er noch minimale Justage benötigt. Ich kann aber damit leben. Den Sternhaufen h&chi habe ich sonst immer mit einem Hyperion 36mm beobachtet und da gehen die hellen Sterne nicht bis zum Rand und da viel es nicht so auf.
 
Hallo winnie

Da wärst Du mit einem spezielleren Okular für diese "kurzen" Optiken besser bedient gewesen (bspw. Nagler)

Jetzt wo Du es sagst fällt mir ein, das ich h&chi zum Vergleich auch mal mit meinem 13er Nagler von TeleVue beobachtet habe, weil ich einen bestimmten Ausschnitt sehen wollte. Da ist mir eine bessere Abbildung zum Rand hin augefallen.

CS Matthias
 
Moin Matthias!

Ich hab' vor Jahren auf dem ITV in einer klaren Nacht eine ganze Zeitlang mit einem Skywatcher 10" f/5-Dobson und 31er Nagler eines Bekannten beobachtet. Das ist schon ein gewaltiger Anblick mit einer extrem guten Ansicht bis in die Ecken... (obwohl ich kein Freund des "Spacewalk" der Nagler bin und lieber eine scharfe Blende am Rand sehen will)
 
Hallo

Ich bin jetzt auch zu dem Schluß gekommen, das es sich um Koma handelt.
Vielen Dank für Eure Beiträge, sie haben mir sehr geholfen.

Clear sky

Matthias
 
Hi!

Wenn ich auch etwas spät dran bin, so könnte
Zitat von Thiel:
Es ist zwar normal, wenn die Sterne am Rand etwas schlechter abgebildet werden, aber wenn die Sterne in der Mitte nur "ziemlich" punktförmig sind, ist da was nicht ok.
auch auf ein Fokussierungsproblem durch Bildfeldkrümmung hindeuten. An meinem 150/750er Newton merke ich das deutlich: Auf die Mitte fokussiert, und die Sterne am Rand meines 35-mm-Panoptic sind unscharf, auf den Rand fokussiert, und die Sterne dort sind recht scharf (etwas Koma), dafür aber in der Mitte nur noch durch viel Adaption. Stellt man nun auf einen Stern im Bereich dazwischen scharf, so sind die Sterne in der Mitte fast scharf und werden bei Adaption wirklich scharf. Am Rand haben sie aber noch immer ein längliches Aussehen.

Selbst das gebraucht gekaufte 32-mm-70°-SWA brachte bei Fokussierung auf den Rand dort deutlich bessere Sterne als bei Fokussierung auf die Mitte, wie fast ein Jahr lang praktiziert.

Im Öaufe der nächsten Wochen sollte ich den Sachverhalt besser überprüfen können, denn ein 31-mm-Nagler ist bestellt. Effekte, die mehr oder minder nur auf die Bildfeldkrümmung zurückzuführen sind, sollten an einem 45-cm-CDK, zu dem ich gelegentlich Zugang habe, komplett wegfallen.

Grüße

fquadrat
 
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