Christoph Poth - Der Urknall-Skandal

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Radarbaer

Mitglied
Hallo Gemeinde,

etwas verwundert habe ich in der letzten S&W eine Buchanzeige gelesen. Christoph Poth verspricht in seinem Buch "Der Urknall-Skandal - Einstein hat doch recht!" völlig neue Erkenntnisse. Für jeden ohne weiteres nachvollziehbar. Und so weiter. Nur die Wissenschaft ignoriere den Aachener Forscher. Und so weiter. Im Netz habe ich nicht wirklich was zum Buch oder Autor gefunden. Weiß jemand wie es sich hier verhält?
 
War in der letzten Ausgabe der Interstellarum auch drin.

Ich denke, es gibt einen Grund, warum man sonst nichts Weiteres davon gehört hat ...
 
Titel:
Der Urknall-Skandal - Deutscher Wissenschaftler entdeckt partielle schwarze Löcher und widerlegt eindeutig Urknalltheorie

Muss man da noch mehr dazu sagen? Auch die Rezension bei Ama**n macht das Buch für mich nicht interessanter...

vG
Harald
 
Hallo "Radabaer",

Das einzige das mich wundert ist, dass die Redaktion von SuW eine Anzeige für so ein pseudowissenschaftliches Machwerk überhaupt angenommen hat.

O tempora, o mores... ;)

Bis dann:
Marcus
 
Hi Marcus,

bei "relativ-kritisch" wird gut dargestellt, wie man geschickt die Kontrollen bei S&W umgangen hat, überhaupt, wie man es anstellt ein Anzeige zu schalten und was so was kostet. Sehr lesenswert. Leider sagt der Artikel überhaupt nichts über den Wert des Inhalts des Buches oder der Thesen aus. Vernünftigen Rezensionen gibt es ja auch noch nicht, die Rezi beim in Verruf gekommenen Versandgroßbuchhändler ist ja wohl ein Fake. Hat es denn schon irgendwer gelesen?

Viele Grüße
Bernhard
 
Ich fand's ebenso unangebracht und hab mich gefragt, warum das deutsche Vorzeigeblatt zur astronomischen Forschung so eine Werbung schalten muss.
 
Weil es das muß! Ein ähnliches Problem gab es schon einmal, damals mit einem "Privatgelehrten", der abstruse Ideen über Kometen hatte.
 
War irgendwie verlagsrechtlich, IIRC.

Grüße

fquadrat
 
Na ja, ob sie müssen sei mal dahingestellt, jedenfalls ist es so, daß Anzeigen natürlich auch eine Haupteinnahmequelle einer Zeitschrift darstellen, sonst wäre der Verkaufspreis von S&W sicherlich höher. Die komplette Seite kostete Herrn Poth immerhin 2080 Euros, gemäß der aktuellen Preisliste Nr. 39 des Spektrum Verlags. Offensichtlich ist es halt so, daß in der Anzeigenabteilung Kaufleute sitzen und mit der Aussage "Einstein hat doch recht" die Hürde genommen wurde und keiner mehr nachfragte, um was für ein Buch es sich da eigentlich handelt. Wahrscheinlich ist das Buch ohnehin ein Flop, wenn man guckt, bei Amazon steht das aktuelle Himmelsjahr im Verkaufsrang auf Platz 282, der neue Wischnewski bei ungefähr 20.000 und dieses Poth-Ding auf Platz weit über 80.000. Um hier die "interessierte" Leserschaft wieder einzufangen müssten die Herren Redakteure das Buch nun eigentlich rezensieren.... Na, das wird ein Spaß!
Viele Grüße und einen schönen Sonntag wünscht
Bernhard
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben