Zitat von Maciek:
(a) Mit diesem Bild bin ich nun einigermaßen zufrieden, Kritik kann ich aber auch vertragen.
(b) Ich vermute mal, daß das mit einer übertriebenen Schärfung zusammenhängt, das Problem habe ich bei f/20 häufiger.
Hallo Maciek,
Nach meiner Auffassung bist Du mit Deiner Schärfung hier so weit gegangen, dass diese zuvor des öfteren schon angesprochenen "Waschbrett"- bzw. "Strickmuster"-Artefakte eine gewisse Dominanz im Bild gewinnen. Siehe hierzu beispielsweise
[1],
[2] - Eingabe vom 1.12.2008, 12:38:57,
[3] - Eingabe vom 6.10.2008, 11:56:06 und folgende.
Wenn man zur Herausarbeitung von Bilddetails Resonanztools einsetzt, insbesondere also Wavelets, dann werden entsprechend der jeweiligen Reglereinstellung Wellenmuster im Bild sichtbar, die durch kontrastreiche Bilddetails angeregt werden, wobei die Form der anregenden Bilddetails i.a. nicht erkennbar ist bzw. von dem Wellenmuster "überflutet" wird. Jedem Waveletregler ist eine charakteristische Wellenlänge zugeordnet, die oberen Regler - z.B. in Registax - erzeugen "engere", die unteren Regler "weitere" Wellenmuster.
Bei der Bildbearbeitung sollte man m.E. nicht soweit gehen, dass solche periodischen Artefakte auffällig oder gar bildbeherrschend werden. Jedenfalls sollte man sich davor hüten, die Wellenmuster selbst als realistische Bildinhalte zu interpretieren.
Offenbar waren die Aufnahmebedingungen in Deinem Fall für 4,65 µm und f/20 nicht gut genug, und f/10 hätte auch nicht weniger hergegeben - unser Dauerthema. Wenn man das Bild "quält", kommen irgendwann unweigerlich Artefakte zum Vorschein, aber keine neuen Bildinhalte.
Du kannst ja im übrigen auch mal interessehalber einen "Zwischenverkleinerungstest" mit Deinem Bild machen ...
Mein Tipp: Mit 4,65 µm bei f/10 bleiben und auf besseres Wetter warten. Wenn es dann wirklich mal gut ist, kannst Du trotzdem bei f/10 bleiben und mit Nachvergrößerung arbeiten.
Gruß, Jan