Coronado oder Lunt? wer hat Erfahrung?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Gert Blaufelder

Neues Mitglied
Ich bin Neueinsteiger in der Sonnenbeobachtung. Ein komplett neues Teleskop erscheint mir als einfachster Weg, zum Ziel zu kommen. Wer kann mir bei der Entscheidung helfen?
 
Hallo Gert, willkommen im Forum.

Du hast Dir ja sicher in einschlägigen Shops die Instrumente angesehen.
Wie tief darf denn das Loch in der Kasse werden? Welche Nutzung ist geplant? Rein Visuell oder auch fotografisch und ist hierfür ggf. noch eine Kamera zu empfehlen?
Kommt Gebrauchtkauf oder Refurbished in Frage?

Beste Grüße, Ralf
 
Wenn du schon Teleskope besitzt, was spricht gegen den Quark?

LG
Olli
 
Die Marken und Typen unterscheiden sich vor allem durch ihre Anpassungssysteme:

Tilt-Tuner - Verkippen des Etalos - Coronado & Lunt
Pressure Tuner - Änderung des optischen Index durch Änderung des Luftdrucks - Lunt
Temperature Tuner - Änderung des Index durch Temperaturanpassung - Daystar, Baader

Single Stack und Double Stack gilt es dann auch nochmal zu unterscheiden.

Ich für meinen Teil bevorzuge die Pressure-Tuner und deren Homogenität.

Der Vorteil bei den fertigen Sonnenteleskopen ist ihr schnelles Öffnungsverhältnis; ich bekomme bereis mit moderat kleinen Kamerachips z.T. Aufnahmen der ganzen Sonnenscheibe hin und das kritische Sampling von 0,7-1"/px erreiche ich mit kleinen bis mittleren Pixeln. Ausschnittsvergrößerungen sind alle mal möglich.
Bei den Temperature Tuner-Systemem bin ich schnell bei F20 und volle Sonnenscheibe benötigt größere Sensoren & Pixel. Das ist aber eine sehr generelle Beschreibung und muss für jede Konfiguration individuell betrachtet werden.

Starke Bilder und Einblicke von der Sonne liefern alle Systeme.

:sonnig:

CS, Ralf
 
Hallo in Runde

Quark? Das war im H-Alpha Spektrum oder?
Wie unterscheidet sich das Quark von Coronado und Lund?

Grüße Christoph
 
Siehe ein Post weiter oben ;)

beim Quark gibt es auch Systeme für Kalzium, Magnesium oder Natrium; für Halpha gibt es ein Modul mit Fokus auf Protuberanzen und eins für Chromosphäre.

Lunt bietet ebenfalls einen Blockfilter für Kalzium, welcher mit Refraktoren und Energieschutzfiltern kombiniert wird.

Kalzium "low Budget" kann man auch mit dem Antla-Herschelkeil und passendem Filter erhalten, welcher dem Set beiliegt.

Da vom Themenersteller explizit nach Lunt vs Coronado gefragt wurde gehe ich von Halpha aus.

Mit den Tilt-Etalon- und Pressure-Tuned-Etalon-Systemen kann man die Gewichung Protuberanzen und Chromosphäre über Single- und Double Stack erledigen, wobei ich immer Double Stack bevorzugen würde. Die Protuberanzen werden etwas schwächer sichtbar, aber der Kontrastgewinn auf der Oberfläche wiegt den Verlust mehrfach wieder auf!

CS, Ralf
 
Zuletzt bearbeitet:
Wichtig für die Quarks ist, dass es mit jedem Refraktor kombiniert werden kann und eigentlich ein einfacher Fraunhofer reicht, da chromatische Längsaberratrion für die Beobachtung einer Wellenlänge keine Rolle spielt. Nicht vergessen sollte man den Energieschutzfilter für Öffnungen ab 60 mm oder 80 mm. (Ich würde den D-ERF zur Sicherheit ab 60 mm einsetzen).

CS, Ralf
 
Daystar würde ich Einsteiger nicht mehr empfehlen, zu vielen Risiken z.b Serienstreuung, sehr hohe Vergrößerung daher schlechteres Seeing, kleinere Bildauschnitte.

Denke mal das Lunt oder Coronado da besser sind, im nachhinein würde ich tasächlich mal das Coronado 0.5A Doublestack ausprobieren.
 
Ich war vom Coronado nicht so begeistert, Kontrastabfall zum Rand hin, Glow um die Sonnenscheibe (Lunt hat dafür einen zusätzlichen Filter zwischen den Etalon-Modulen) ...
Wenn schon Quark, dann dürfte der Chromosphäre die bessere Wahl sein.

CS, Ralf
 
Daystar würde ich Einsteiger nicht mehr empfehlen, zu vielen Risiken z.b Serienstreuung, sehr hohe Vergrößerung daher schlechteres Seeing, kleinere Bildauschnitte.
Und das schöpft du aus welcher eigenen Erfahrung?
(Ehrlich gemeinte Frage)
Ich als ein Quark Nutzer mit regelmäßigem Zugang sowohl zu verschiedenen Lunt als auch zu Coronado Geräten widerspreche aus meiner bisherigen Erfahrung dieser Aussage zu 100%
Ich leg mal kurz dar, warum:

Denke mal das Lunt oder Coronado da besser sind
Ist halt nicht so einfach und pauschal zu sagen.

Lunt und Coronado geht schnell das Licht aus, im Double Stack erst recht, da ist nix mit hoher Vergrößerung.
Beim Quark hat man dagegen ein sehr helles Bild, da kann ich sogar mit Bino auf hohe Vergrößerung gehen, ohne dass das Licht aus geht.

Und Das Seeing ergibt sich auch weder aus dem Öffnungsverhältnis noch aus dem Markennamen, sondern ob du deine Balkontür offen gelassen hast oder nicht.

Serienstreuung haben Lunt und Coronado genauso. Außerdem ein echtes Alterungsprovlem bei den Blockfiltern.

Und ob ich nun wegen dem Jaquinotspot nur auf einem Teil der Sonne H alpha Strukturen sehen kann, oder ob von vorneherein nur ein Teil der Sonne zu sehen ist, dafür aber mit vollem Kontrast, ist doch eigentlich egal.

Auf hohe Vergrößerungen festgenagelt ist man auch nicht wirklich.

Am 80/600 nutze ich 80× bis 142×

Vom Kontrast her würde ich ihn bei 0,6Å einsortieren, deutlich besser als sämtliche Single Stack Geräte (außer einem einzigen PST Etalon) aber dennoch nicht so extrem kontrastreich wie die Double Stack, dafür aber wesentlich heller und dadurch viel mehr Protuberanzen sichtbar.
Visuell wunderbarer.

On Band sind sie wohl mittlerweile Alle. Nur Zonenfehler kommen mal vor.
Falls es einen erwischt, dann retourniert man halt und gut.

LG
Olli
 
Und das schöpft du aus welcher eigenen Erfahrung?
(Ehrlich gemeinte Frage)


Ich musste mehrere Quarks zurückgehen lassen, da der Kontras extrem schlecht war.
Desweiteren hatte einer Reflexionen die sowohl Visuell, als auch Fotografisch da waren?
siehe Firstlight - Daystar Quark Prominence
woher die auch kamen, hatte auch jemand hier im Forum näher beschrieben.
Denke mal das liegt an der oder dem nicht vergütetem Blockfilter oder die Telezentrik. Sieht man tatsächlich gut beschrieben in Cloudynights.

Der nächste Quark hatte das gottseidank nicht mehr.


Problem 2 von Quarks ist das Emerssionsöl, was ab 5 Grad erstarrt.
Selbst im Winter bei Minusgraden sind die Teile unterwegs, was am ende heißen kann, Kapput.



Vergrößern am Quark geht bei mir nicht, dann wird das bild zappenduster.
Egal mit welchem Okular.
An sich bin ich zwar zufrieden, was mich jedoch jetzt im nachhinein bisschen stört ist das Fotografisch nicht die Sonne ganz draufpasst, visuell kein problem.
Mir ist die Sonne Visuell für die Oberfläche etwas zu hell, selbst ein Polfilter macht das besser, könnte aber etwas besser sein, Protuberanzen sind dafür sehr sehr gut, was wahrscheinlich eher daran liegt das ich die Prominence Version habe.
 
Hallo Christoph,Gerd,
ich habe schon durch verdchiedene H-alpha Teleskope schauen dürfen.
Ein Quark hatte ich bisher nicht vor der „Linse“.
Mir persönlich sagen die Lunt mehr zu als die Solarmax. Die zwei Solarmax 90 die ich gesehen habe, hatten ein gelblich orangenes Bild mit, im Vergleich zu allen Lunts durch die ich schauen konnte, weniger Kontrast.
Bei den Lunt ( 50-230mm) war das Bild homogener, rot und kontrastreicher.
Der beste Filter war ein Daystar mit 0,4 - 0,5 Angström, da kostet aber alleine der Filter über 9000€…ohne ERF und Optik…
Je nachdem für was für eine Öffnung du dich entscheidest, ist das eine nicht unwesentliche Investition. Im Frühjahr gibts wieder Teleskoptreffen. Das würde ich nutzen um mir selbst ein Bild zu machen.

Grüße Rainer
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum sollte der Quark Prominence am 80/600 großartig heller sein als ein Lunt 80/560 Singlestack? Die APs bei den Vergrößerungen sind identisch, da nur von der Öffnung abhängig. Blockfilter hast beim Quark auch. Dass der Quark Prominence heller ist als ein Double-Stack ist klar, dafür zeigt der Double-Stack deutlich mehr Kontrast, denn das ist es für was ich die Helligkeit opfere. Zwischen beiden Welten kann ich einfach wechseln indem ich das DS-Modul in 30 Sekunden rausnehme, wie mache ich das beim Quark Chromosphere?
Der bei starker Feuchtigkeit degenerierende Filter, der Blockunits kostet 20 Euro und kann innerhalb von 2 Minuten selber getauscht werden. Oder man kauft gleich den KG3 von Beloptik.

Versteht mich nicht falsch, alle Systeme haben ihre Stärken und ihre Schwächen.

CS, Ralf
 
Ich musste mehrere Quarks zurückgehen lassen, da der Kontras extrem schlecht war.
Desweiteren hatte einer Reflexionen die sowohl Visuell, als auch Fotografisch da waren?
siehe Firstlight - Daystar Quark Prominence
woher die auch kamen, hatte auch jemand hier im Forum näher beschrieben.
Denke mal das liegt an der oder dem nicht vergütetem Blockfilter oder die Telezentrik. Sieht man tatsächlich gut beschrieben in Cloudynights.

Der nächste Quark hatte das gottseidank nicht mehr.


Problem 2 von Quarks ist das Emerssionsöl, was ab 5 Grad erstarrt.
Selbst im Winter bei Minusgraden sind die Teile unterwegs, was am ende heißen kann, Kapput.



Vergrößern am Quark geht bei mir nicht, dann wird das bild zappenduster.
Egal mit welchem Okular.
An sich bin ich zwar zufrieden, was mich jedoch jetzt im nachhinein bisschen stört ist das Fotografisch nicht die Sonne ganz draufpasst, visuell kein problem.
Mir ist die Sonne Visuell für die Oberfläche etwas zu hell, selbst ein Polfilter macht das besser, könnte aber etwas besser sein, Protuberanzen sind dafür sehr sehr gut, was wahrscheinlich eher daran liegt das ich die Prominence Version habe.

Dass die Prominence Quarks vom Kontrast her Mies sind, schrieb der gute Jozef ja öfter mal.

Tut mir echt leid für dich, dass du so ne Gurke im Lotto gezogen hast.

Visuell hatte ich auch oft Reflexionen, allerdings eindeutig vom Okular, welches meine Augenreflexion zurück reflektierte. Entsprechend hatten die betroffenen Okulare am Coronado das selbe Verhalten.

Die Oberfläche ist mir bei niedriger Vergrößerung monokular auch ein bisschen zu hell.
Mit dem Bino ist das kein Thema mehr.
Binokular bei 1-0,75mm AP ist es echt ein absoluter Traum.
Von den Händlern auf dem ATT hatte ich jedenfalls gehört, dass die wohl recht viel vorsortieren.
Und direkte Vergleichsmöglichkeiten gibts da ja auch.

H alpha ist generell nicht wirklich für Einsteiger geeignet.
Egal welche Variante.
Alle haben sie ihre ganz eigenen Macken.
Außer vllt der neue Baader?
Und es gehört ne gute Portion Vorwissen u d Verständnis dazu um das Ganze Sinnvoll und Sicher zu betreiben.

Was Streuung betrifft:
Hab einmal retourniert, weil ich eine Off-Band Zone an einer Seite am Rand hatte.
Aber 75% des Bildfeldes hatten guten Kontrast.
Hab auch schon echt mies abbildende Coronados gesehen, und verdammt gute.
Ein einziges PST Etalon geht sogar eher in die Richtung double Stack Performance.
Ich würde sagen von 0,4-1Å alles dabei bis jetzt.
Also auch da Lotto.

Warum sollte der Quark Prominence am 80/600 großartig heller sein als ein Lunt 80/560 Singlestack? Die APs bei den Vergrößerungen sind identisch, da nur von der Öffnung abhängig. Blockfilter hast beim Quark auch. Dass der Quark Prominence heller ist als ein Double-Stack ist klar, dafür zeigt der Double-Stack deutlich mehr Kontrast, denn das ist es für was ich die Helligkeit opfere.
Einfach generelle Filtertransmission.
Ist halt wirklich so, bisher absolut reproduzierbar.
Habs immer wieder gesehen, bei vielen Geräten. Hab beim Quark bei 0,7mm AP ein helleres Bild als an vielen single Stack Coronados bei 2mm AP.
Zwischen beiden Welten kann ich einfach wechseln indem ich das DS-Modul in 30 Sekunden rausnehme, wie mache ich das beim Quark Chromosphere?
Gar nicht, wozu auch, wenn man helle Protuberanzen UND tollen Oberflächenkontrast gleichzeitig hat.

LG
Olli
 
Der Baader Kostet aber schon gutes geld und dafür kann man dann schon in ein lunt 60 investieren die bestimmt wesentlich bessere Quali haben, s die Einsteiger Geräte.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben