Cygnus 16x Mosaik mit Esprit100 und CCDCiel

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starhopper

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Hallo Forum,

ich habe schon lange kein Bild mehr hier im Forum eingestellt, das soll jetzt wieder anders werden. Bei diesem Testbild habe ich einige neue Dinge ausprobiert, die vielleicht für den einen oder anderen von Euch auch interessant sind. Das Mosaik besteht aus 16 Panels, die rechten 8 entstanden zuerst, da sich diese Bilder anständig verarbeiten konnte, folgten auch noch 8 Panels links daneben.

Cygnus-16x Pano-1920px.jpg

Größer zum Download [8000px 22MB]

Doch was ist neu?

ZWO ASI6200
nachdem ich meine SBIG und die Moravian in gute Hände geben konnte folgte die ASI 6200MM. Das Teil ist einfach ein Quantensprung, für mich die beste Astrokamera, die ich je hatte. Sie paart hohe Empfindlichkeit mit geringem Rauschen. Bei der SBIG sahen die Rohframes immer wie ein Schlachtfeld aus, die Frames der ASI6200 sind hingegen glatt.

Riccardi Reducer (M63)
Für Vollformatsensoren ist der kleine Riccardi sicher grenzwertig, bei diesem riesigen Maßstab fallen aber die leicht gestörten Sterne am Rand nicht auf. Die Brennweite des Esprit100 wird von 550 auf 413mm verkürzt und das Öffnungverhältnis ist mit F/4 in der Größenordnung eines Fotonewtons.

CCDCiel Automation
Das Panorama wurde mit Skycharts geplant und dann in eine CCDCiel Sequenz übertragen. Nach einem kurzen Probelauf (jedes Panel mit 1x10sec) lief die Aufnahme der 8 Panels unbeaufsichtigt durch die Nacht während ich im Bett schlief. Dabei fährt CCDCiel die Himmelsorte per Goto an und macht mittels Platesolving (ASTAP) eine Feinzentrierung. Vor jedem Panel läuft noch ein Autofocus. Dither wird nach jedem Bild per PHD ausgelöst. Die passenden Einstellungen für das Ganze sind über die Jahre gereift :-)

Pixinsights PhotometricMosaicScript
Das Mosaik anständig zusammenzusetzen ist meines Erachtens viel aufwendiger, als die Bildgewinnung selbst. Die Mosaikerstellung war immer einer meiner Hauptkritikpunkte bei der Software Pixinsight. Was habe ich da schon geflucht. Das hat sich meines Erachtens mit dem PhotometricMosaicScript jetzt grundlegend geändert. Der Ablauf ist zwar immer noch sehr aufwendig, aber zumindest sind die Ergebnisse perfekt. Die Einzelschritte sind: ImagePlatesolver > MosaicByCoordinates > TrimMosaicTileScript > PhotometricMosaicScript

Windowsfreiheit
Mein Ziel die gesamte Astrophotografie letztlich ohne Microsoft Windows durchzuziehen ist nahezu verwirklicht. Nur für meine alte Photoshop Version muss ich eine virtuelle Maschine verwenden. Sowohl mein Astrolaptop als auch mein Desktop laufen mit LinuxMint 20. CCDCiel gibt es für Windows, Linux und den MAC. Auch Skycharts, PHD laufen nativ auf Linux. Die Bedienung von EQMOD über EQMODGUI finde ich sogar deutlich übersichtlicher als bei Windows. Bei Pixinsight sind zwischen der Windows und der Linux Version eh keine Unterschiede festzustellen.


Ich hoffe es gefällt Euch, bei Fragen einfach melden.


Die Daten:
Object: Cygnus 4x4 Panel Mosaic
Optic: Skywatcher Esprit 100/550 Refractor
Flattner: Riccardi 0,75x Reducer M63, f=413mm
Mount: Skywatcher EQ8
Camera: ZWO ASI6200MM Pro @-10°C, Gain=100, Offset=50
Filter: Baader CMOS H-Alpha 6nm
Exposure: total 6.4h, Ha 16 Panels: 6x4min, 188xBias, 48x Darks, 41x Flat
Date1/Location1: 2021-08-20, Zirndorf
Date2/Location2: 2021-09-03, Zirndorf
Capture: INDI Lib, INDIStarter, CCDCiel (Sequencing, Autocentering, Autofocus, Dithering, AutomaticFlat)
Guiding: 8x50 Finder, ASI120MM-S, PHD2, EQMOD
Image Processing:
PI:
WeightedBatchPreprocessingScript, CosmeticCorrection, ImagePlateSolver, MosaicByCoordinates,
TrimMosaicTileScript, PhotometricMosaicScript, HistrogramTransformation, MaskedStretch, Resample
PS: NIK SilverEfexPro
XNView MP: Crop, Export
Observer: Thomas Jäger, www.starhopper.eu
 
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