Dachgewicht bei Klappdachhütte

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Chipmunk

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Hallo Nachteulen,

ich bin gerade dabei, eine Klappdachhütte zu bauen und suche derzeit nach einer Lösung für das Öffnen der Dachhälften.
Meine Hütte ist in etwa 2,5x2,2m groß und steht bereits.

Eine Dachhälfte ist bereits rausgetrennt und auch kippbar. Aber das Gewicht hat mich doch etwas überrascht.
Also habe ich die 21mm Nut+Feder Bretter gegen 15mm OSB3-Platten getauscht, aber fand keine Gewichtsersparnis.
Dann habe ich einmal nachgerechnet und fand heraus, das die Nut+Feder Bretter insgesamt ca. 1,5kg leichter sind.
Stabiler sind sie auch noch. Also werde ich diese wieder gegen die OSB-Platten tauschen.
Dies nur zu eurer Information.

Das zu kippende Dachelement wird nun ein Komplettgewicht von ca. 24kg haben, die andere Seite wird sogar noch 4-5kg schwerer.
Es wird nur der innere Teil aufgeklappt, nicht der Überstand.

Aufklappen könnte nun so geschehen, das ich das Dach bis etwas über die Senkrechte kippe und dann mit einer Art Flaschenzug weiter ablasse.
Das Schließen mit dem Flaschenzug sehe ich als etwas schwieriger an, da mir dann die Dachhälfte irgendwann entgegen schlagen könnte,
sollte ich einmal nicht richtig aufpassen.

Also wie könnte so ein Öffnungs-/Schließvorgang am besten aussehen?

Anbei zwei Fotos der Hütte, damit ihr euch ein Bild davon machen könnt (hier noch mit festem Dach).

Gruß
Chip

Link zur Grafik: http://www.pixas.de/sternwarte/images/22-7_2.jpg
Link zur Grafik: http://www.pixas.de/sternwarte/images/4-8_6.jpg
 
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Hallo Chipmunk,

ich stand vor ca. 10 Jahren vor dem gleichen Problem bei meiner Hütte (ca. 2,8mx3m), ich habe aber statt des schweren, massiven Holzdaches nur einen wesentlich leichteren Holzrahmen aus 6cmx4cm Latten mit zwei Querstreben benutzt. Auf den habe ich dann für jede Dachhälfte eine 3mx1,5m große Aluplatte von 1mm Dicke darauf geschraubt. Das Dach auf der Westhälfte hat einen Überlapp zur Osthälfte von 10cm.
Zum Öffnen habe ich an jeder Hälfte in der Mitte am First ein Rolladenband befestigt. Ich steige dann auf eine Treppenleiter und drücke eine Dachhälfte hoch und lasse sie auf einen neben der Hütte stehenden Stützpfosten absinken. Lediglich beim Schließen, wenn die Dachhälfte auf dem Stützpfosten ruht, muß man schon kräftig ziehen.
Die Aluplatten habe ich von innen mit Styropor Platten beklebt, da sonst zuviel Schwitzwasser entsteht.
Die Hütte war meine bisher beste Anschaffung, in wenigen Minuten kann man mit dem Beobachten loslegen.
CS
Georg
 
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Hallo,

wenn man sich eine Mechanik dazu ausdenkt, könnten Dir vielleicht Gasdruckfedern helfen. Such mal bei ebay.

Gruß, Henning
 
Hallo Chip,

na dann ab in die Muckibude und trainieren ... *grins*

Nun mal im Ernst ... seit vielen Jahren habe ich meine Klappdachhütte in Betrieb. Das Klappdach ist aus Dachlatten, hochkant verleimt als Rahmengerüst mit Querverstrebung aufgebaut, welches ich mit Sperrholz 2. Wahl aus dem Baumarkt belegt habe (mit wasserfestem Weissleim). Das Dach wurde dann mit Teichfolie aus dem Baumarkt beklebt und überlebt seitdem alle Stürme, Schneelasten und Regengüsse. Achja das Gewicht unter 10 kg.

Nun, so schön wie Deine Hütte ist meine leider nicht.

Eine Bemerkung noch: das Dach habe ich innen mit schwarzem Schultafellack gestrichen.

Aber trotz leichter Dachkonstruktion ... in die Muckibude gehe ich trotzdem ...

Gruß
Sven
 
Hallo Chip,

Eine einfache Klappdachlösung geht mit je 4 Scharnieren mit 5mm Achse und je einer Hartholzstange zum Hochdrücken des Dachflügels und zum abbremsen auf der Seitenwand bis zur Endposition. Die Endposition bei 25° wird mit beidseitigen Ketten pro Dachflügel gehalten. Meine Dachflügel einer 3x3m Hütte, decken sich damit mit dem nächstliegenden Dachgiebel in 40m Entfernung, sind zusammen ca. 75 Kg mit Alubedeckung schwer, siehe Foto und funktioniert seid 1980 immer noch sehr gut. Das geht aber nur mit kurzem Dachüberhang.

Link zur Grafik: http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/userpix/3_sternwarte2_1.jpg

In Sterne u. Weltraum 2/2001 unter Tipps für die Astropraxis Seite 164 ist eine Gartensternwarte von Dr. Reinhard Rostek sowie hier zu sehen, die modifiziert eine Lösung für dich wäre.
http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/userpix/3_aAstrohtte_1.jpg

Diese beiden Dachelemente mit Giebelstück (lassen sich ab einer Bohle über der Tür, innen auf zwei extra dagegen verschraubter Tragbalken der Stärke 60x100mm) mittels langer Schubladenauszüge doppelt gegeneinander geschraubt mit Tragfahigkeit bis 90kg pro Paar http://www.teleskopschienen-shop.de/teleskopschienen/vollauszuegebis90kg/042ad69be011978a9.php montieren.
Nach außen schieben und mit einer seitwärts ausklappbaren Dreiecksstütze auf jeder Seite sicher fixieren. Müssen also nicht, oder nicht ganz abgelassen werden. Könnten also wenn noch nötig (Sichtfeld), mit leichtem Überhang und dadurch reduziertem Kippgewicht, nach außen leicht auf tiefer montierte Dreiecksstützen abgelassen werden.

Auch der im St.u.W Bericht gezeigte Klappmechanismus bis unten, ist wenn noch erforderlich möglich, doch wird zum herunter lassen wegen des größeren Gewichts, ein Hilfsmittel wie ein einfacher Flaschenzug, Seilwinde und/oder am Seil hängende Gegengewichte von Nöten sein, um es sicher zu handhaben und die Kipplast zu verringern.

Noch ein Tipp: Bei den Nachbarn die gesetzliche 2,5 m Grenze der Zypressenhöhe der nahe am Zaun wachsenden einfordern! Sind gerade erst leicht drüber wie ich sehe, dass erleichtert vielleicht die Verhandlung, auch deine Blumen brachen ja Sonnenlicht. :/ :knuddel:

Gruß Günter


 
Hi!

In Heilbronn haben wir auch eine Klappdachhütte, das Dach ist ein Holzrahmen mit Blechdach. Hier kann man es in geschlossenem Zustand sehen:
Link zur Grafik: http://www.sternwarte.org/bilder/rms_panorama.jpg
Die Klappdachhütte steht in der Mitte, deutlich sind die roten Gegengewichte zu erkennen, die das Öffnen erleichtern. Eine Kette sichert die beiden Dachhälften davor, sich weiter zu öffnen als ca. 150°, zum Aufstemmen vom Dach dient je ein Balken an jeder Dachhälfte - schaut so ähnlich aus wie bei Günter.

Zum Öffnen wird das ganze mit einem am Dach befestigten Balken aufgestemmt, bis das Dach senkrecht steht; dann wird am Balken umgegriffen und geschoben/gebremst, bis das Dach annähernd in der Waagrechten ist. Der Balken wird dann in eine Gewindeschraube in der Wand gesteckt, wodurch das Dach gesichert ist.

Das ganze ist nicht perfekt ausbalanciert, man kann schon etwas abheben, wenn das Dach aufgeht -> ein paar Gegengewichte mehr könnten noch helfen, aber wir haben die Konstruktion nach Gefühl bestückt. Oder gutes Essen statt Muckibude, damit man selbst mehr Masse hat, die sich dem Dach entgegensetzt ;) Für Leute unter 50-60kg kann das schon problematisch werden...

Das Mauerstück, auf dem der Balken aufsetzt, ist genau wie der Balken mit einem Stahlblech verkleidet, was auch nötig ist.

Der Giebel auf der Südseite ist umklappbar, der auf der Nordseite nicht.

Gruß,
Alex
 
Hallo Chip,
hab es so wie Georg gemacht stabile Holzkonstrution und dann Aluplatten drauf. Meine Hütte ist aber nöch um ca. 50cm an den Seiten Klappbar. Dann hab ich noch an der Seite wo die Tür ist (Norden) diese Seite steht als einzige fst. Umlenkrollen angebracht und an den Dach/Seitenteilen Ein Stahlseil befestigt. Daran sind nun ca. 30-40 kg Bleigewichte. Dadurch geht das öffnen fast von selbst bis auf den Start da muss ich noch etwas mehr stemmen. Aber es hält sich in Grenzen. Die Hütte ict gut belüftet und seitdem hab ich auch kein Schwitzwasser mehr und das ohne Styropor. Viel Spaß beim bauen und beobachten.
Grüße, Andreas
 
Zuerst einmal vielen Dank für die ganzen Tipps.
Ich denke es wird am Ende eine Mischung aus einigen genannten Vorschlägen werden.
Das mit der Stange zum öffnen, auch die von außen, sowie das mit dem Gegengewicht habe ich durchdacht
und werde es wohl in meiner Version der Sternwarte einfließen lassen.

Jedenfalls habe ich heute die OSB-Platten wieder entfernt und gegen die original Nut+Feder Leisten ausgetauscht.
Die Scharniere wurden befestigt und das Dach testweise geöffnet. Da noch keine Sicherungsleinen angebracht sind,
benötigte es dazu noch zwei Personen. Aber immerhin, eine Seite ist schon geöffnet.
Anbei ein Foto davon.

Gruß
Chip

Link zur Grafik: http://www.pixas.de/sternwarte/images/9-8_5.jpg
 
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