eagle69
Neues Mitglied
Hallo zusammen!
Wir sind nun seit knapp einem jahr dabei, den nachthimmel mit anderen augen zu sehen. Nach einigen überlegungen und um mal zu sehen, ob die begeisterung länger hält, haben wir uns damals als -vorerst visuellen einstieg- für einen APM 107/700 APO entschieden und sind damit an sich recht happy. Der beitrag von damals ist hier zu finden:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1193887/Re:_wunsch_nach_mehr
wir schleppen das ganze zeug halt bei passenden bedingungen raus auf den balkon. Da wir dzt mit einer AZ4 montierung arbeiten, ist das keine grosse sache. Und durch die fehlende goto-funktion oder sonstige automatik kennen wir uns mittlerweile toll am sternenhimmel aus ;-)
dennoch würden wir in zukunft gern auch fotos machen und da sollte natürlich auch von der monti zumindest eine EQ8 her. Wobei es jetzt gar nicht um ausrüstungstechnik geht, sondern eher um grundsatzphilosophisches.
Kurz ein paar umgebungsdaten: wir sind etwas nördlich von wien daheim, in einer an sich eher dunkel gelegenen ecke (dark sky meter meint bortle scale 5), dennoch ist der himmel richtung süden meist zu hell, um etwa M33 erkennen zu können. Die stadt selbst ist durch einige niedrige bewaldete bergketten verdeckt. Nach norden, NW und SO sieht es besser aus (hier stört eher reger baumbestand), nach „oben“ auch. Kurz: der standort ist nicht übel, aber auch kein echter winner, viele von euch werden das ja kennen.
Und über die wetter und clear-sky-bedingungen brauche ich in diesen breiten wohl auch nicht viel reden…
Ok, nun hat sich die idee konkretisiert, auf dem-bisher unbenutzten- flach(grün)dach unseres hauses eine kleine sternwarte in form einer kuppel oder eher art rolldach hütte zu errichten, um dann alles immer vor ort und eingenordet und bereit zu mehrstündigen belichtungssessions zu haben. All das wäre machbar, der blick von dort oben deutlich offener als vom balkon, es gäbe auch strom und netz. Je nach betriebenem aufwand kämen wir auf adaptierungskosten von ca 50K (noch ohne teleskope und zubehör).
Als alternative dazu geistert bei mir allerdings auch immer wieder herum:
eine stundenweise gemietete, professionell gewartete und sowieso übertrieben ausgestattete remote sternwarte eines portals wie http://www.itelescope.net/ irgendwo in australien oder arizona, mit der wir bei besten wetterbedingungen und zu zeiten, wann es uns freut fotos machen können. Kosten hierfür ca $ 1/min. Ich habe auch vor kurzem so einen demo-account bei denen eröffnet, allerdings waren bisher meist alle cams geschlossen oder belegt. Soweit ich jetzt mitbekommen habe, geht es dort nur fotografisch zu, visuell ist nicht.
Ich habe im letzten jahr auch viele websites von amateurastronomen angesehen, von denen eine nicht zu knappe zahl nach einigen jahren ihrer betätigung das ganze auf remote in spanien oder anderswo umstellten. Oder sie haben die eigene sternwarte im garten und sitzen im wohnzimmer vor dem angeschlossenen monitor – was dem remote gedanken ja eigentlich schon sehr nahe kommt..
Ich möchte jetzt keine kosten/nutzen rechnung anstellen, sondern unabhängig davon mal die meinung von euch profis und alten hasen zu den beiden varianten hören.
Oder anders gesagt – was ist soviel besser und verlockender daran, die visuelle und fotografische tätigkeit mit dem eigenen equipment durchzuführen als sich irgendwo stundenweise einzuloggen?
Danke fürs zuhören
Clear skies
wolfgang
Wir sind nun seit knapp einem jahr dabei, den nachthimmel mit anderen augen zu sehen. Nach einigen überlegungen und um mal zu sehen, ob die begeisterung länger hält, haben wir uns damals als -vorerst visuellen einstieg- für einen APM 107/700 APO entschieden und sind damit an sich recht happy. Der beitrag von damals ist hier zu finden:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1193887/Re:_wunsch_nach_mehr
wir schleppen das ganze zeug halt bei passenden bedingungen raus auf den balkon. Da wir dzt mit einer AZ4 montierung arbeiten, ist das keine grosse sache. Und durch die fehlende goto-funktion oder sonstige automatik kennen wir uns mittlerweile toll am sternenhimmel aus ;-)
dennoch würden wir in zukunft gern auch fotos machen und da sollte natürlich auch von der monti zumindest eine EQ8 her. Wobei es jetzt gar nicht um ausrüstungstechnik geht, sondern eher um grundsatzphilosophisches.
Kurz ein paar umgebungsdaten: wir sind etwas nördlich von wien daheim, in einer an sich eher dunkel gelegenen ecke (dark sky meter meint bortle scale 5), dennoch ist der himmel richtung süden meist zu hell, um etwa M33 erkennen zu können. Die stadt selbst ist durch einige niedrige bewaldete bergketten verdeckt. Nach norden, NW und SO sieht es besser aus (hier stört eher reger baumbestand), nach „oben“ auch. Kurz: der standort ist nicht übel, aber auch kein echter winner, viele von euch werden das ja kennen.
Und über die wetter und clear-sky-bedingungen brauche ich in diesen breiten wohl auch nicht viel reden…
Ok, nun hat sich die idee konkretisiert, auf dem-bisher unbenutzten- flach(grün)dach unseres hauses eine kleine sternwarte in form einer kuppel oder eher art rolldach hütte zu errichten, um dann alles immer vor ort und eingenordet und bereit zu mehrstündigen belichtungssessions zu haben. All das wäre machbar, der blick von dort oben deutlich offener als vom balkon, es gäbe auch strom und netz. Je nach betriebenem aufwand kämen wir auf adaptierungskosten von ca 50K (noch ohne teleskope und zubehör).
Als alternative dazu geistert bei mir allerdings auch immer wieder herum:
eine stundenweise gemietete, professionell gewartete und sowieso übertrieben ausgestattete remote sternwarte eines portals wie http://www.itelescope.net/ irgendwo in australien oder arizona, mit der wir bei besten wetterbedingungen und zu zeiten, wann es uns freut fotos machen können. Kosten hierfür ca $ 1/min. Ich habe auch vor kurzem so einen demo-account bei denen eröffnet, allerdings waren bisher meist alle cams geschlossen oder belegt. Soweit ich jetzt mitbekommen habe, geht es dort nur fotografisch zu, visuell ist nicht.
Ich habe im letzten jahr auch viele websites von amateurastronomen angesehen, von denen eine nicht zu knappe zahl nach einigen jahren ihrer betätigung das ganze auf remote in spanien oder anderswo umstellten. Oder sie haben die eigene sternwarte im garten und sitzen im wohnzimmer vor dem angeschlossenen monitor – was dem remote gedanken ja eigentlich schon sehr nahe kommt..
Ich möchte jetzt keine kosten/nutzen rechnung anstellen, sondern unabhängig davon mal die meinung von euch profis und alten hasen zu den beiden varianten hören.
Oder anders gesagt – was ist soviel besser und verlockender daran, die visuelle und fotografische tätigkeit mit dem eigenen equipment durchzuführen als sich irgendwo stundenweise einzuloggen?
Danke fürs zuhören
Clear skies
wolfgang