Hallo Ben!
Die Dämmung die du meinst ist eine Wärmedämmung. Grundsätzlich hast du die gleiche Luftfeuchtigkeit in einer Hütte, wie draußen (so im groben). Die unterschiedlichen relativen Feuchtigkeitswerte die ein Hygrometer anzeigt (Hütte innen - Hütte außen), resultieren aus den unterschiedlichen Lufttemperaturen. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Und damit sind schon beim Kern:
Du meinst eine Wärmedämmung, damit die Temperaturen in der Hütte nicht zu sehr schwanken. Sonst heizt sie sich tagsüber auf (warm + hohe Luftfeuchte) und kühlt sich nachts stark ab (Feuchtigkeit, die die Luft nicht mehr "halten" kann, kondensiert aus).
Wärmedämmung erreichst du über Mineralwolle, Steinwolle, Glaswolle (Atemschutz!) oder über PUR-Dämmplatten und eine raumseitige Dampfsperre und eine außenseitige Dampfbremse. Das ist aufwendig und teuer. Die ganze Sache dient dazu, den Taupunkt (das ist die Stelle, an der sich rechnerisch durch das Temperatur-Luftfeuchte-Verhältnis Tau bildet) in der Dämmung zu halten. In der Dämmung ist keine, oder kaum feuchte Luft - was ja durch die Dampfsperren und -bremsen verhindert wird - ergo keine Feuchtigkeit. Sobald der Taupunkt in die Hütte wandert, wird´s feucht.
Alternative ist einfacher:
Innenseitig Material verwenden, dass Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann (Holz - unbehandelt) und für eine wirklich gute Durchlüftung sorgen. Lüftungsschlitze, Zwangsentlüftung, Dauerentlüftung usw...
Dann hast du eine "kalte Hütte", die auch keine Feuchtigkeit in den Ecken oder sonstwo sammelt. Die einzige Feuchtigkeit, die reinkommt ist der Tau, der sich nachts, bei offener Hütte sammelt. Der wird durch die ständige Lüftung nach außen transportiert.
Gedämmt ist natürlich auch ne feine Sache...
Trockene Grüße
Andreas