Darks-Bibliothek?

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Marty_McFly

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Hallo,

ist es möglich sich eine Darks-Biblothek zu erstellen?

Mein Vorhaben wäre es mich auf eine Belichtungszeit von 5 Minuten und einen ISO von 800 zu beschränken. D.h. es bleibt nur noch die Temperatur. Ich erstelle mir also einfach ein Bibliothek mit verschiedenen Temperaturen und verwende diese bei der EBV je nach dem wie warm/kalt es bei der Aufnahme war. Kann man das so machen oder habe noch einen Denkfehler?

Und zur Temperaturbestimmung: Ich kann einfach die ausgelesene Temperatur aus APT verwenden, oder? Die holt sich ja seine Info anscheinend direkt von der DSLR. Es steht ja sonst überall, man soll die Darks vor oder nach den Aufnahmen machen. Das würde ich mir so ersparen.
 
Hallo Eichi,

wenn ich mit meiner DSLR fotografiere handhabe ich das genau so, wie von dir beschrieben.

Wobei ich dabei darauf geachtet habe, dass die Darks für die Bibliothek bei der immer gleichen (tiefen) Temperatur aufgenommen wurden (im Kühlschrank), und diese habe ich dann kombiniert.
Die Anpassung an die jeweils andere Temperatur bei der Aufnahme der Lights übernimmt bei mir PixIsnight.

CS
Stefan
 
Hallo Stefan,

d.h. PixInsight kann das einfach hochskalieren?

Naja, PI habe ich leider (noch) nicht. Mich beschäftigt im Moment die Temperatur an sich. Es steht überall im Internet bzgl. Darks etwas von der Umgebungstemperatur. Aber richtig(er) wäre es doch die Sensortemperatur, die anscheinend(!) APT im Dateinamen angibt, zu verwenden. Die war nämlich bei mir letztens höher (ca. +5°C bei T_Umgebung=10°C).

Also 2 Punkte, die mich beschäfigen:
1. Sensor- oder Umgebungstemperatur ausschlaggebend für die Darks?
2. Zeigt mir APT im Dateinamen die Sensortemperatur an?
 
Hallo Eichi,

ja, Pixinsight skaliert das. Da gibt es einen eigenen Algorithmus, das nennt sich "Dark Frame Optimization". Das funktioniert ziemlich gut.

Ausschlaggebend ist in der Tat die Sensortemperatur, nicht die Umgebungstemperatur. Das muss du auch beachten, wenn du deine Bibliothek im Kühlschrank machst. Die ersten paar Darks musst du wegschmeißen, weil da die Temperatur des Sensors noch nicht stabil ist.
Eine DSLR (und damit APT) zeigt dir allerdings i.d.R. nicht die Temperatur des Sensors (= Kamera-Chip) an, sondern eine Temperatur aus dem Inneren der Kamera. Kaum ein Kamerahersteller sagt dir nämlich, wo der Temperatursensor genau montiert ist.

Aber für mich ist das - wie geschrieben - egal.
Ich mache bei konstantem "Sensor"-Temperaturwert, gleicher Dauer und immer gleicher ISO ca. 25 Darks, und mach dann daraus einen Masterdark.

Diesen verwende ich dann bei egal welcher Umgebungstemperatur und egal welcher Belichtungsdauer. Den Rest macht der Algo von Pixinsight.

Grüße
Stefan
 
Na so ein ... Käse :D

Kann ich denn annehmen, dass die Temperatur im Inneren der Kamera gleich ist mit der des Sensors? Ansonsten macht es ja auch keinen Sinn, dass APT eine Temperatur angibt, wenn sie eigentlich unbrauchbar / nicht richtig ist.

Dein Verfahren mit PI macht einem das Leben einfacher. Aber 230€ + Steuern übersteigt mein aktuelles Budget...
 
Geht bei meiner Nikon D5100 nicht, Nikon hat keinen Sensor und die speichert keine Temperaturangaben in die RAW-Files.
Also hab ich mir in Lightroom (meine zentrale Verwaltung) die Darks geweils gesichert mit Angabe der ca. Temperaturen (+/- 5 Grad), Zeit und ISO. So komm ich inzwischen auf eine stattliche Anzahl von Dark-Files.
Allerdings nur als Notlösung. Darks mach ich jedesmal!
 
Hallo Eichi,

ich würde da an deiner Stelle keine "Wissenschaft" daraus machen, sondern wie folgt vorgehen:
- Kamera in den Kühlschrank. Temperatur sollte konstant sein.
- 30 Aufnahmen machen
- die ersten 5 Aufnahmen löschen (weil da sich die Kamera noch erwärmt), und die restlichen 25 zu einem Masterdark kombinieren
- das ganze für andere gewünschte Kühlschranktemperaturen, ISO-Werte oder Belichtungszeiten wiederholen

Als Referenz nimmst du die Umgebungstemperatur (d.h. die Kühlschranktemperatur). Die sollte ziemlich gleich sein wie die Umgebungstemperatur bei der Aufnahme deiner Lights, denn alle 6-7 Grad verdoppelt sich ja das Dunkelrauschen.

Grüße
Stefan
 
Hallo Stefan,

naja meine Methode wäre für mich am einfachsten. Ich gehe zu unterschiedlichen Umgebungstemperaturen raus (auch zu astrofotofeindlichen Zeiten) und schieß meine Darks. Wenn ich dann die "Innere_der_Kamera"-Temperatur von APT als Referenz nehme, wird sich mit der Zeit die Bibliothek füllen. Die Lights werden ja von APT auch mit der "Innere_der_Kamera"-Temperatur beschriftet, d.h. Darks und Lights können zugeordnet werden. Und das sollte ausreichen!?!

Letztendlich nimmst Du ja auch die Kühlschranktemperatur als Referenz und nicht die Sensortemperatur. Und die Kühlschranktemperatur variiert auch nur von 2-8°C?!

Wie Du schon sagst, keine Wissenschaft draus machen. Aber "meine" Methode sollte so auch funktionieren.
 
Hallo Eichi,

klar, deine Methode ist wahrscheinlich am besten für dich.

Ich habe das halt gerne im Kühlschrank gemacht, weil das dann ohne Aufsicht laufen lassen kann, und nach ein paar Stunde mit Bibliothek voll habe.
Und die Kühlschranktemperaturen sind nicht soooo schlecht für die Praxis. Denn du wirst feststellen, dass bei höheren Umgebungstemperaturen deine Kamera ziemlich warm wird ("Sensor"-Temperaturen von 30 Grad sind da dann jedenfalls bei mir keine Ausnahme), und da werden deine Aufnahmen dann ziemlich verrauscht.

Viel Erfolg! Lass hören, wie du damit klar kommst!

CS
Stefan
 
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