Das 7 x 50 GA T* Marine ?

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Carsten_Gaebe

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Tach allerseits ... was spricht eigentlich gegen dieses einzig und allein verbliebene Zeiss-Porroglas ?

Hintergrund ist meine Auswahl (von Kauf rede ich ja erst gar nicht ;-)) eines Lichtstarken Glases ... irgendwann einmal.

Ich war heute schon bei Dose vorm Schaufenster (1099,- EUS), hatte aber keine Zeit, mir das Monsterteil (wirkt sehr klobig) näher anzusehen.

Stimmt es, dass die Tiefenschärfe so gross ist, dass man den nicht vorhandenen Mitteltrieb nicht vermisst ???

Wie verhält es sich von den optischen Qualitäten gegen ein Victory FL (7x42) aus gleicher Schmiede oder gegen ein Ultravid ? Das Sehfeld ist mit 130m ja nicht gaaaaanz so prall.

Was gibts an Alternativen ?
Nur Futschi ? Docter ?

Grüsse

Carsten
 
> Tach allerseits ... was spricht eigentlich gegen dieses einzig und allein verbliebene Zeiss-Porroglas ?

Hallo Carsten,

wenn nichts gegen den Preis spricht, dann spricht auch nichts gegen das Porroglas <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Übrigens ist es nicht das einzig verbliebene "Porroglas". Das binokulare 20x60 Stabi aus der ClassiC Reihe hat auch Porroprismen, allerdings 2. Art. Das ist wohl nicht das, was Du im Sinn hast. Außerdem kostet das Fernglas in der Regel weit über 4000 Euro. Aber wenn auch hier nichts gegen den Preis spricht, dann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

Ansonsten gibt es ja noch mehr schöne Porrogläser dieser Größe. Docter hat ein Nobilem, Nikon hat mindestens zwei gute Modelle und Fujinon hat auch welche. Warum Zeiss? Hast Du zuviel Geld?

> Stimmt es, dass die Tiefenschärfe so gross ist, dass man den nicht vorhandenen Mitteltrieb nicht vermisst ???

Das hängt u.a. vom Alter des Beobachters und dessen Akkommodationsvermögen ab (Akkommodationsbreite). Junge Menschen können mit so einem Fernglas ohne Nachfokussieren noch über größere Entfernungsunterschiede scharf sehen, ältere Menschen tun sich da schwerer. Wenn das Auge die Fokussierung übernehmen muß, so kann das beim Wechsel von nah auf fern auf Dauer schon eine Belastung sein. Je älter man wird, umso weniger ist das Auge in der Lage, große Entfernungsunterschiede per Akkommodation auszugleichen. Wieweit die Kombination aus einem 7x50 und Deinen Augen mit Verzicht auf einen Mitteltrieb praxistauglich ist, kannst nur Du allein herausfinden.

Wenn Du Dich in Fragen Schärfentiefe weiterbilden willst, empfehle ich Dir folgende Lektüre:

Richtigstellung: Schärfentiefe von Ferngläsern.

Das ist echt lesenswert ...

Frank.
 
Hi,

außer dem Preis eher der Punkt, dass man AP 7 kaum nutzen kann, weil: a) ab einem bestimmten Alter die Pupille nicht mehr so weit aufgeht und b) für astronomische Zwecke sich leider selten ein ausreichend dunkler Himmel dafür findet.

Trotzdem benutze ich mein Docter 7x50 sehr gern wegen seiner ausgezeichneten Qualität. Auch und gerade für Erdbeobachtung. Einen adäquaten Himmel hat das Glas mit mir leider noch nicht gesehen.

Was die Tiefenschärfe betrifft (oder heißt das Schärfentiefe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" /> ? Nicht dass wieder eine überflüssige Diskussion entbrennt!): ich kann mit meinen 42 Jahren problemlos ohne die Einzelokulareinstellung zu bedienen von ca. 15m bis unendlich alles scharf sehen. Macht echt Spaß das Teil, trotz dem nicht gerade riesigen Gesichtsfeld von 128m.

Ciao,

Christof
 
Hallo Carsten,

wenn Du das Zeiss 7X50B/GA mal mit der entsprechenden Konkurrenz ( 7X50 Fujinon FMTX, Docter oder Nikon SP ) vergleichst, ist das Zeiss nahezu ein Ausbund an Kompaktheit und Leichtgewichtigkeit, von wegen klobig!

Allerdings ist das Sehfeld nur Standard und die Einzelfokussierung macht das Glas m. E. für den Allroundgebrauch weniger geeignet. Als Vogelkundler z. B. würde ich ein solches Fernglas nicht nehmen, ein Piepmatz im 5 m entfernten Busch wartet nämlich selten solange, bis beide Okulare scharfgestellt sind <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> .

Beste Grüße

Manfred
 
> Die Tiefenschärfe ist nicht vom optischen Design abhängig, sondern von Öffnung und Vergrößerung.

Hallo Uwe,

meiner Meinung nach kann man das so nicht stehen lassen, sonst gibt es evtl. Unklarheiten. Die Schärfentiefe hängt zu wesentlichen Teilen von der Vergrößerung und der wirksamen AP ab, dazu kommt ein weiterer Teil aus dem Akkommodationsvermögen des Auges.

Je kleiner die Vergrößerung desto größer die Schärfentiefe - logisch. Der zweite Parameter ist die wirksame "Blende" - also entweder die Augen- oder die Austrittspupille. Eine kleinere "Blendenöffnung" führt zu einer größeren Schärfentiefe. Das bedeutet auch, daß ein 7x50 und ein 7x35 die gleiche Schärfentiefe aufweisen, solange die Augenpupille kleiner als 5mm ist, denn dann bestimmt diese den Wert der "Blende". Wenn ich am Tag mit 2,5 oder 3mm großer Augenpupille ein 7-fach Glas nutze, dann ist es nicht die Öffnung, welche über die Schärfentiefe entscheidet sondern die Augenpupille. In der Dämmerung sieht es anders aus, wenn die Augenpupille größer wird. Erreicht sie beispielsweise 7mm, dann hat das 7x35 eine kleinere wirksame "Blende" - die 5mm messende Austrittspupille. Beim 7x50 zählen die 7mm und hier meldet sich auch die größere Öffnung zu Wort.

Dazu kommt dann der dritte Beitrag aus dem Akkommodationsvermögen der eigenen Augen. Und genau dieser Beitrag läßt verschiedene Beobachter die Schärfentiefe ein und desselben Fernglases unterschiedlich bewerten. Junge Leute sehen größere Bereiche scharf, ältere Leute schaffen das nicht mehr so ganz.

Wenn ich jetzt was falsches geschrieben habe, muß ich nochmal Walter's Beitrag lesen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Tja ... danke erstmal, ich muss es selber mal testen.
Mir war dieser Dachkant/Porro-Vergleich im Kopf.

Also prima 3D-Effekt bei nahen Betrachtungen (im Vergleich zum Dachkant-Glas) ... was aber wiederum mit dem fehlenden Mitteltrieb kollidiert.

Naja gut, ich suche eben mittel- bis langfristig noch ein nettes Glas, 7-fach und lichtstark. bisweilen waren die 7x42 victory-fl meine favotiten und da habe ich heute plötzlich dieses porro-zeiss gesehen.

gott sei dank muss ich noch einige zeit darauf sparen und brauche mich nicht ernsthaft damit zu beschäftigen. meine kriterienfindung ist, glaube ich, noch nicht schlüssig. also laber ich noch ein wenig ... das gibt sich aber noch ...

neben den generellen Einschätzungen würde mich mal interessieren, wie das Zeiss7x50 bzgl. Streulicht, Farbsäumen, Reflektionen und Randschärfe abschneidet. Man liesst sehr wenig von dem Teil ...

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

 
> wenn Du das Zeiss 7X50B/GA mal mit der entsprechenden Konkurrenz ( 7X50 Fujinon FMTX, Docter oder Nikon SP ) vergleichst, ist das Zeiss nahezu ein Ausbund an Kompaktheit und Leichtgewichtigkeit, von wegen klobig!

Hallo Manfred,

kurze Frage am Rande: was meinst Du mit "Ausbund an ... Leichtgewichtigkeit"? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Das aktuelle Zeiss mit Gummiarmierung wiegt laut Hersteller 1200g. Ein Docter Nobilem kommt auf 1250g, die zwei aktuellen Nikon's (7x50 CF WP und 7x50 IF WP) liegen bei 1100g und 1170g, nur das "tropische" Nikon 7x50 kommt auf 1360g und das Fujinon FMT-SX liegt dann bei 1400g. Also ist das Zeiss beim Gewicht gar nicht mal so sehr im Vorteil. Erst im Vergleich zum Pentax 7x50 PIF mit satten 1650g ist das Zeiss klar im Vorteil <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> ...

So kompakt finde ich mein altes 8x50 B übrigens auch nicht. Die gedrungene Bauweise hat zwar den Vorteil einer geringeren Höhe, dafür kommt mir mein Dekarem schlanker vor. Unterm Strich kann ich das Dekarem besser greifen und fokussieren, beim 8x50 B habe ich wegen des auf der Objektivseite angeordneten Triebrades manchmal meine Probleme.

Frank.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Frank,

nun, ich habe das Zeiss mit den Spitzen 7X50s der Konkurrenz verglichen, das beste Nikon ist das 7X50IF SP WP. Dieses Glas ist mit 1485g nicht nur deutlich schwerer sondern auch größer in den Abmessungen und dabei nicht mal gummiarmiert.
Es gibt sicherlich leichtere 7X50 Gläser als das Zeiss, aber nicht in der obersten Preis- und Qualitätsliga.

Die breite Form stört sicherlich manchen, wenn das Glas einen Mitteltrieb hat ( Zeiss West 8X50B, CZJ Nobilem Super 8X50B und CZJ Nobilem Spezial 12X50B ), bei einem Glas mit Einzelokularverstellung ist das jedoch m. E. egal.

Beste Grüße

Manfred
 
> nun, ich habe das Zeiss mit den Spitzen 7X50s der Konkurrenz verglichen, das beste Nikon ist das 7X50IF SP WP.

Hallo Manfred,

ich hatte mich bei Nikon Deutschland umgesehen und da habe ich nur die drei Modelle (ohne Kompass) gefunden. Mit dem "tropischen" Nikon meinte ich das 7x50 IF HP WP Tropical. Ein 7x50 IF SP WP habe ich bei Nikon Deutschland nicht gefunden. Bei der Gelegenheit frage ich mich, wofür steht das "SP"? Und was unterscheidet dieses Glas vom IF HP WP? Äußerlich sehen sich die Gläser sehr ähnlich. Gibt es das IF SP WP hierzulande noch?

> Die breite Form stört sicherlich manchen, wenn das Glas einen Mitteltrieb hat ... bei einem Glas mit Einzelokularverstellung ist das jedoch m. E. egal.

Recht hast Du, beim 7x50 mit Einzelfokussierung ist das wohl kein Problem.

Frank.
 
Frank schrieb:
> Die Tiefenschärfe ist nicht vom optischen Design abhängig, sondern von Öffnung und Vergrößerung.

Hallo Uwe,

meiner Meinung nach kann man das so nicht stehen lassen

Was ich sagen wollte: Alle 10x50 haben dieselbe Tiefenschärfe. Du hast freilich recht damiit, daß es noch andere Einflußgrößen gibt.
 
Hallo Frank,

meine Infos über das Nikon-Frenglasprogramm habe ich aus dem Katalog "Nikon Sport Optics 2004", ob alle dort vorgestellten Modelle noch im Angebot sind, entzieht sich meiner Kenntnis.
Das Nikon 7X50IF SP WP unterscheidet sich lt. Katalog in folgenden Dingen vom IF HP Tropical ( erster Wert SP ):
Gewicht: 1485g / 1360g
Abstand der AP: 16,2mm / 15,0mm
Naheinstellgrenze: 12,3m / 24,5m
Die Abmessungen sind gleich. Beim SP werden noch eine Mehrschichtvergütung aller Prismen und Linsen sowie eine verzeichnungsfreie Optik hervorgehoben, die das Glas für astronomische Beobachtungen besonders tauglich machen soll.

Leider konnte ich nicht herausfinden, wofür die Abkürzung "SP" steht.

Beste Grüße

Manfred
 
Hallo Manfred,

danke für die Info! Ich habe eben mal einen alten Katalog von 2003 rausgekramt und das kleine Symbol zur Kennzeichnung der besonderen Eignung für astronomische Beobachtungen entdeckt. Möglicherweise ist das "SP" bezüglich Randschärfe und Verzeichnung Nikon's Optimum für astrovernarrte Fernglas-Freaks <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.

Frank.
 
Hallo,

Du meinst sicher die momentan bei ebay angebotenen 7x50 B/GA T Nautik Gläser:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=26079&item=7529354440&rd=1&ssPageName=WDVW

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=7307&item=7167364290&rd=1&ssPageName=WDVW

Die Nautik Serie ist wasserdicht und stickstoffgefüllt, nicht so klobig wie die meisten 7x50 Gläser und eben Zeissqualität. Der Neupreis ist unakzeptabel da mit der Bundeswehr gut Geld zu verdienen ist, aber gegen gute gebrauchte ist nichts einzuwenden, das Gls ist dicht!
Allerdings sind, wie mir gerade auffällt, bei einem "nahezu neuwertigem Angebot hier bereits die Okularschutzdeckel weg.

Gruß

Robert

 
Hallo Carsten !
Guckst Du hier.....
http://www.pentax.de/_de/photo/binoculars/index.php?gruppe=37&artikel_nr=61600
Die bauen auch einen schweren Jungen......
Ich besitze von Pentax den Billigbruder (PCFII) dieses Fernglases und habe bereits einmal einen euphorischen Bericht hier im Board geschrieben, ich habe das Teil seinerzeit für glaube ich 85 Euro auf eBay ersteigert und bin restlos damit zufrieden. Es hat eine gute optische Leistung mit 7,1° Sehfeld. Natürlich ist das Fujinon ebenso allererste Sahne wie das 7x50 T* Marine, oder ein Docter Nobilem und ich bin auch davon überzeugt, daß alle Markenhersteller erstklassige Ware haben. Wenn ich entscheiden müsste, welches das ideale Fernglas für mich wäre im Hinblick auf Astronomie, dann wäre es wohl ein Porro mit 8x50, modernster Vergütung und Mitteltriebfokussierung. Sowas gibt es aber nicht. Ich besitze seit neuesten auch ein Miyauchi 22x60 bzw. 15x60, mit Einzelokularfikussierung. Bei diesen Dingern ist man halt auf das Beobachten weit entfernter, langsamer Objekte limitiert. In der Naturbeobachtung gibt es sowas halt nicht oder selten. Da würde ich ich ein Fernglas mit Mitteltriebfokussierung bevorzugen.
Richtpreise für die Pentaxe findest Du hier:
http://www.teleskop-service.de/pentax/Fernglas/PentaxFernglas.htm
Bin aber mit Wolfi Ransburg weder verwandt noch verschwägert ;-)).
Nur - wenn ich schon mehrere Hundert Euros ausgebe, würde ich eher etwas Neues mit Garantie kaufen (und Rückgaberecht, selbst oder gerade besonders bei Nichtgefallen), und zumindest ein, zwei Ferngläser dazu vergleichen, auch in der Handhabung. Wenn Du z.B. Wanderer bist und Ausflüge machst, dazu ein lichtstarkes Fernglas brauchst (und 7x50 ist das, aber auch ein 8x40 wäre das m.E. auch), dann würde ich mir gut überlegen, ein schweres Glas herumzuschleppen. Ich habe z.B. auch einen alten Docter 10x50 Classic, mit Gummiobjektivschutz. Der Knabe bringt 1,40 kg auf die Waage, das 7x50 Pentax ca. die Hälfte - und landet daher viel öfter im Rucksack. Unbeschadt der Tatsache, dass 7x vielleicht nicht gerade das Nonplusultra sind, aber viele Aspekte sprechen dafür, es mitzunehmen und den Docter zuhause zu lassen (Preis, Stoßempfindlichkeit etc.).
Wenn Du aber unbedingt den Zeiss haben musst, weil man einen Zeiss haben muss - dann kauf´ihn Dir. Mir wäre er aber vom Preis/Leistungsverhältnis zu teuer.
CS
Hans
 
...Hallo Uwe !
Noch einige Kommentare zu meinem letzten Posting....
beinahe hätte ich vergessen, die Swarovski Habichte aus meiner guten Heimat zu erwähnen. Mit der Swarodur Vergütung, dem geringen Gewicht, der Wasserdichtigkeit, gummiert oder beledert, ist ebenso ein Spitzenglas - mit Mitteltrieb und in 7x42 oder 10x42 erhältlich und steht meiner Meinung keinem Dachkantglas oder Porroglas, auch den Vielzitierten nach. Mit Ausnahme des Gesichtsfeldes, sieh´doch mal selbst:

http://www.juelich-bonn.com/site/fernglas/swarovski/habicht/

...auch mit Herrn Jülich bin ich weder verwandt, noch verschwägert ;-))).
Ich hatte so eines mehrmals bereits in der Hand, und es ist schon Klasse.
Jülich hat auch eine interessante Vergleichsliste:

http://www.juelich-bonn.com/site/fernglas/vergleich/

...und hätte ich so ca. 1100 Euro gerade mal bei der Hand, obwohl kein Porroglas, meine Wahl wäre:

LEICA 8x42 BN
Vergrößerung: 8x
Objektivdurchmesser: 42 mm
Austrittspupille: 5.25 mm
Dämmerungszahl: 18.3
Kürzeste Naheinstellung: 3.1 m
Sehfeld auf 1000m: 130 m
Maße (h/b): 141/130 mm
Gewicht: 890 g

Vielseitiges Universalfernglas mit mittlerer Vergrößerung, großer Austrittspupille und großem Sehfeld. Geeignet im erweiterten Anwendungsbereich für die Tages- und Dämmerungsbeobachtung. Das Glas ist auch für freihändige Himmelsbeobachtung gut geeignet. In grün oder schwarz erhältlich.

CS Hans
 
Hallo Hans,

> Wenn ich entscheiden müsste, welches das ideale Fernglas für mich wäre im
> Hinblick auf Astronomie, dann wäre es wohl ein Porro mit 8x50, modernster
> Vergütung und Mitteltriebfokussierung. Sowas gibt es aber nicht.

So dachte ich auch einmal, und deshalb kaufte ich von Holger Merlitz das Docter
Nobilem 8x50 - in der Hoffnung, mein endgültiges Astroglas gefunden zu haben.
Das Bild war wunderbar ruhig, die Randschärfe recht brauchbar. Allerdings hatte
das Glas eben *nur* 59° Sehfeld, was die meisten 7x50 zwar locker wegsteckt,
aber es ist doch noch nicht richtig weitwinklig. Und - trotz des zweifelsfrei
besseren Kontrastes und der besseren Randschärfe im Vergleich zum 10x50
Jenoptem - brachte letzteres am Himmel immer mehr Wahrnehmung und auch mehr
Genuss durch die 73° Weitwinkelokulare. Nicht nur an Doppelsternen und diversen
Sternhaufen, wo ein größeres Bild natürlich vorteilhaft ist, sondern auch an
schwachen und großen Objekten wie etwa dem Nordamerikanebel. Das hier oft
propagierte "Nobilem II" Projekt hätte auch für mich durchaus seine Reize, bis
dahin werde ich mir aber wohl ein 10x50 Fujinon anschaffen.

Ciao,
Roland
 
Hallo Hans,

habe mich gerade durch die Pentax-Gläser auf den TS-Seiten durchgewühlt. Dabei fiel mir zum Lieferumfang des 7x50 folgendes auf:

"Nackenstütze für angenehmes Beobachten"

Kann mir einer sagen, was das sein soll...

carpe noctem
Matthias
 
Hallo Roland !

Ich besitze das Docter Classic 10x50 (=DEKAREM in westdeutscher Produktion); wirklich ein sehr schönes, sauber verarbeitetes und optisch hervorragendes Glas meines Empfindens nach. Schon alleine, daß die Optikqualität gegenüber der alten ostdeutschen Produktion wahrscheinlich verbessert wurde (angeblich wurden die grünlich schimmernden Objektivlinsen bei Rodenstock produziert), und die Lackqualität gegenüber der ostdeutschen Produktion deutlich verbessert wurde, die Belederung ist eindeutig schöner ausgeführt, als beim Swarovski Habicht 10x40 - und ich lüge nicht, mehrere Personen, die einen moderneren Habicht SLC 8x56 zum Vergleich mit meinem 10x50 Docter Classic begutachtet haben, jeder hat lieber zu meinem Glas gegriffen, weil es "so einen angenehmen Eindruck beim Durchsehen" vermittelt (Originalton).

Daß der 8x50 "nur" 60° liefert ist zwar auch nicht üppig, ich kann mir aber gut vorstellen, wie schön das Bild sein muß, vor allem die Bildruhe macht einiges wett.

Siehe auch meine Artikel:

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=Fernglaeser&Number=228378&Forum=Fernglaeser&Words=hans&Match=Entire%20Phrase&Searchpage=2&Limit=25&Old=allposts&Main=228378&Search=true#Post228378
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=Fernglaeser&Number=98523&Forum=Fernglaeser&Words=hans&Match=Entire%20Phrase&Searchpage=5&Limit=25&Old=allposts&Main=98523&Search=true#Post98523

Leider ist mein euphorischer Bericht, als ich es kaufte (so ca. 1998) nicht mehr im Board. Ich habe es als mein "Objektfindefernglas" tituliert, mit dem ich den Himmel absuche und nach der Starhoppingmethode dann am Dobson "nachziehe". Schade, daß Ferngläser dieser Qualität nicht mehr gebaut werden. Und ich würde zu gern einen Vergleich zwíschen einem 10x50 Fujinon FMT SX (mit 65° GF) einmal selber machen, das ja eine hervorragende Randschärfe haben soll......
....also wenn Du Dir eines anschaffst (ca. 600 Euro sind momentan etwas zuviel Geld für mich), bitte um Review und unbedingtes Posting. Obwohl - der Swarovski 8.5x42 EL mit 62° (und 1600 Euro) wird wohl auch ein Hammer sein.....

Aber....meinen Docter geb´ ich nicht mehr her (höchstens im Tausch gegen einen Swarovski 8.5x42 EL *g* ohne Aufpreis versteht sich....)

CS
Hans

 
Hallo Matthias !

Wolfi (sehr geehrter Herr Wolfi - bitte um Verzeihung nun) hat in seiner präzisen bayrischen Wortwahl (Bayern sind ja halbe Österreicher, deshalb passiert mir das auch manchmal) wohl gemeint, daß man sich in einen Zahnarztstuhl, Liegestuhl oder Lehnstuhl mit Nackenstütze bei der Himmelsbeobachtung mit diesem Fernglas begeben soll, oder, man macht es wie ich und legt sich auf eine Campingliege..... dann stützt man dabei den Nacken bzw. Kopf ab und kann in großer Ruhe z.B. die nächtliche Milchstraße abwandern (visuell natürlich nur) und Dinge entdecken, die man ohne Hilfsmittel nie zu Gesicht bekommt.
Ich habe übrigens vor kurzem ein Myiauch 15x60 bzw. 22x60 mit Winkeleinblick (45°) erworben - und bin begeistert von dem Ding. 490 Euro (gebraucht).
Einziges Manko: die 15x Okulare sind offenbar Reversed Kellner, mit ca. 50° Gesichtsfeld...., und 20mm Brennweite.

Der Hammer wären Weitwinkelokulare mit ca. 30mm Brennweite und mehr als 60°, die einen relativ weit vorneliegenden Fokuspunkt haben. Kennt jemand sowas ?
Dann hätte man ein 10x60 Fernglas, kaum auszudenken.....

CS
Hans
 
Wenn vorn wenig hineingeht, kann hinten nicht viel rauskommen!

Der Hammer wären Weitwinkelokulare mit ca. 30mm Brennweite und mehr als 60°, die einen relativ weit vorneliegenden Fokuspunkt haben. Kennt jemand sowas ?
Dann hätte man ein 10x60 Fernglas, kaum auszudenken.....
Das funktioniert nicht. Denn das von den Objektiven kommende Licht muß sich, bevor es ein reelles Bild in der Feldblendenebene der Okulare erzeugt, durch Umkehrprismen „zwängen”. Der Durchlaßquerschnitt dieser Prismen ist für das mit den 20-mm-Okularen sichtbare Bild ausgelegt. Mit anderen Worten: der Durchmesser des reellen Bildes ist wegen des geringen Prismenquerschnitts gerade so groß wie oder nur minimal größer als der Durchmesser der Feldblende der 20-mm-Okulare. Wenn man die 20-mm-Okulare nun durch 30-mm-Okulare (oder Okulare x-beliebiger anderer Brennweite) mit größerem Feldblendendurchmesser ersetzt, wird dadurch natürlich nicht das reelle Bild größer, weil dieses nach wie vor durch (zu) kleine Prismenquerschnitte begrenzt wird.

Falls es immer noch nicht klar sein sollte, hilft vielleicht dieses Bild: Wenn ich an einen normalen Wasserhahn am Waschbecken mittels eines Adapterstücks ein Rohr ansetze, das 20 cm Innendurchmesser hat, wird es mir dennoch nicht gelingen, einen derart dicken Wasserstrahl wie aus einem Polizeiwasserwerfer zu erzeugen, weil nämlich der Rohrquerschnitt vor dem Wasserhahn und im Wasserhahn viel, viel kleiner ist und gar nicht soviel Wasser durchließe, um das 20-cm-Rohr zum Wasserwerfer zu machen.

Wenn so ein Wunder möglch wäre, würde ich mir nach diesem Prinzip eine Geldvermehrungsmaschine bauen, bei der man durch ein kleines Rohr 1-Euro-Münzen einwirft und bei dem am anderen Ende mit dem dicken Rohr die 500-Euro-Scheine herauskommen!

Walter E. Schön
 
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