Timm
Aktives Mitglied
Hallo Spechtelfreunde,
am 29. November hatte ich bei "Selbstbau" dei Geburt meines 16-Zoll-Babies angezeigt. Hier nun die erste Supernacht mit meinem Baby!
Ort: Gebirgshochtal bei Confrides/Costa Blanca
38°41'01"N 0°17'33"W Höhe 958m Datum: 24.01.03
Windstill, Luftfeuchte 18%, Temp. +5°, Seeing gut, vis. Grenzgröße 6m
Instrument: 16 Zoll Dobson 1: 4,4 und Canon Feldstecher 15x45
Aufbau um 19 Uhr 04 im Dunkeln, Dauer 90 Sek. ab Kofferraum auf und weitere 20 Sek mit dem Laser justriert.
Einsatz 19 Uhr 06! Rekordverdächtig...
Zum Justieren des Telrads Orionnebel M42 mit Pentax 40mm:
Wow!!! Nebelfilter O III dazu: sprachlos!!! Das ganze Bildfeld ist mit Gasmassen gefüllt, einfach atemberaubend! Nun das Vixen LV 5mm eingesetzt: das Trapez mit 6 Sternen auseinandergerissen. Zum Telradtest Schwenk auf Rigel. Fast im Zentrum steht Rigel mit seinem schwachen Begleiter. Der Telrad ist perfekt justiert. Jetzt geht es los:
Schwenk auf Zeta Ori: mit dem 30mm Zeiss Ultrawide und Nebelfilter sind die Gasmassen neben Zeta schön mit Details zu sehen. Leichter Schwenk auf IC 2033: hell ist der Gasnebel zu sehen und daneben ganz deutlich, wenn auch schwach der Pferdekopf, dunkel in der Aufhellung zu sehen.
Ohne Nebelfilter ist davon nichts zu sehen.
Rüber zum Monoceros: der Rosetta-Nebel im Pentax 40mm Bildfüllend und als kompletter Ring zu sehen! So schön habe ich den noch nie gesehen! Weiter zum Conusnebel: Da beißt es aus! Ich bilde mir ein, um den Chrismas-tree Aufhellung zu sehen, aber ich bin mir nicht sicher. Also weiter: mit
Schwung auf den M 31: Details ohne Ende! Ich schwenke über die ganze Galaxis und sehe Sternwolken, Dunkelwolken und Kugelsternhaufen (Nr. 12, Helligkeit 12m, sternförmig).
M 32 und NGC 205 sind natürlich auch dabei und nach kurzem Schwenk in die Cassiopeia suche ich auch gleich NGC 147 und NGC 185. So groß und hell im 16-Zöller!
Jetzt mach ich es etwas kürzer...
Es folgen M 33 mit dem NGC 604: deutlich Spiralarme zu sehen, erst recht mit dem 9mm Nagler!
Schnell zu NGC 7662, ein schöner und heller PL (im 5mm mit Nebelfliter ringförmig)
Nicht weit entfernt NGC 7640, egde-on Galaxis, groß aber schwach. Weiter zu h und chi: Grandios! Das ganze Bildfeld ist mit hellen und farbigen Sternen übersäht!
Es folgen die Plejaden mit Merope-Nebel, NGC 891 mit dunklem Band. NGC 7635 "Bubble-Nebel" zarte Nebelschwaden, aber ohne "Bubble". Weiter in Zenithnähe der Fuhrmann: M 38, hell und schön, daneben NGC 1907 viel schwächer, aber in Einzelsternchen aufgelöst. M 36 ist auch recht schön, aber der schönste Sternhaufen ist M 37! Weiter zu M 35 und nebendran NGC 2158. Mit 360fach aufgelöst! 10 oder 12 Sternchen kann ich erkennen. Weiter zum Eskimonebel: Viele Details im Gesicht zu sehen! Natürlich auch hier der Nebelfilter im Einsatz. In wilden Schwenks geht es nun hin und her: Blue Snowball (NGC 7662), NGC 7331 im Pegasus mit Schwenk auf Stephans Quintett, hier 3 Galaxien zu sehen. Warschenlich schon zu tief , deshalb nicht mehr zu sehen.
Großer Hund: M 41, Lupus: M 79 Kugelsternhaufen aufgelöst,
Puppis: M 47 und M 46 mit dem planetarischem Nebel im Vordergrund (schön und hell), weiter zu M 82 und M 81: sofort gefunden! Schöne Details in beiden und zum Schluss der Versuch, den Eulennebel im UMa zu finden. Dank Telrad auf Anhieb im Blickfeld! Die Suche nach M 108 daneben misslingt! Na klar, es ist noch der Nebelfilter drauf... ohen Filter ist die Galaxis schön zu sehen. Jetzt noch die 2403: leider keine Leitsterne und deshalb dauert es einige Minuten, bis ich ihn endlich haben: Es hat sich aber gelohnt! Eine schöne große helle Galaxis!
Ich beginne zu frieren, im Eifer des Gefechtes und im Jagdfieber habe ich vergessen, die Handschuhe anzuziehen...
Zum Schluss folgen Saturn (hell, Cassini umlaufend und bei V 360 blitzt die Encketeilung!) und Jupiter: Zu hell, die Adaption ist weg! Schöne Wolkenformationen und witzig: Je zwei Monde eng nebeneinander links und rechts vom Juppi!
Nach zwei Stunden reicht es mir! Noch ein letzter Blick auf den Orionnebel (Wow) und 60 Sekunden später ist der Dobson wieder zerlegt un im Kofferraum verstaut! Jetzt ein Tee und ein Fazit:
Stathis sagt, Öffnung ist das Mass aller Dinge. Stimmt!
Für mich habe ich das Optimum gefunden: Viel Öffnung, knapp 30 Kg, passt durch jede Tür und in jeden Kofferraum, allein in kürzester Zeit aufzubauen und einzupacken!
Mein 12-Zoll Zerodur war schon ein Lichtriese... der 16 Zöller ist der Weg in eine neue Welt! Besonders, wenn man im Winter in Spanien spechteln kann!
Clear skies
Timm
am 29. November hatte ich bei "Selbstbau" dei Geburt meines 16-Zoll-Babies angezeigt. Hier nun die erste Supernacht mit meinem Baby!
Ort: Gebirgshochtal bei Confrides/Costa Blanca
38°41'01"N 0°17'33"W Höhe 958m Datum: 24.01.03
Windstill, Luftfeuchte 18%, Temp. +5°, Seeing gut, vis. Grenzgröße 6m
Instrument: 16 Zoll Dobson 1: 4,4 und Canon Feldstecher 15x45
Aufbau um 19 Uhr 04 im Dunkeln, Dauer 90 Sek. ab Kofferraum auf und weitere 20 Sek mit dem Laser justriert.
Einsatz 19 Uhr 06! Rekordverdächtig...
Zum Justieren des Telrads Orionnebel M42 mit Pentax 40mm:
Wow!!! Nebelfilter O III dazu: sprachlos!!! Das ganze Bildfeld ist mit Gasmassen gefüllt, einfach atemberaubend! Nun das Vixen LV 5mm eingesetzt: das Trapez mit 6 Sternen auseinandergerissen. Zum Telradtest Schwenk auf Rigel. Fast im Zentrum steht Rigel mit seinem schwachen Begleiter. Der Telrad ist perfekt justiert. Jetzt geht es los:
Schwenk auf Zeta Ori: mit dem 30mm Zeiss Ultrawide und Nebelfilter sind die Gasmassen neben Zeta schön mit Details zu sehen. Leichter Schwenk auf IC 2033: hell ist der Gasnebel zu sehen und daneben ganz deutlich, wenn auch schwach der Pferdekopf, dunkel in der Aufhellung zu sehen.
Ohne Nebelfilter ist davon nichts zu sehen.
Rüber zum Monoceros: der Rosetta-Nebel im Pentax 40mm Bildfüllend und als kompletter Ring zu sehen! So schön habe ich den noch nie gesehen! Weiter zum Conusnebel: Da beißt es aus! Ich bilde mir ein, um den Chrismas-tree Aufhellung zu sehen, aber ich bin mir nicht sicher. Also weiter: mit
Schwung auf den M 31: Details ohne Ende! Ich schwenke über die ganze Galaxis und sehe Sternwolken, Dunkelwolken und Kugelsternhaufen (Nr. 12, Helligkeit 12m, sternförmig).
M 32 und NGC 205 sind natürlich auch dabei und nach kurzem Schwenk in die Cassiopeia suche ich auch gleich NGC 147 und NGC 185. So groß und hell im 16-Zöller!
Jetzt mach ich es etwas kürzer...
Es folgen M 33 mit dem NGC 604: deutlich Spiralarme zu sehen, erst recht mit dem 9mm Nagler!
Schnell zu NGC 7662, ein schöner und heller PL (im 5mm mit Nebelfliter ringförmig)
Nicht weit entfernt NGC 7640, egde-on Galaxis, groß aber schwach. Weiter zu h und chi: Grandios! Das ganze Bildfeld ist mit hellen und farbigen Sternen übersäht!
Es folgen die Plejaden mit Merope-Nebel, NGC 891 mit dunklem Band. NGC 7635 "Bubble-Nebel" zarte Nebelschwaden, aber ohne "Bubble". Weiter in Zenithnähe der Fuhrmann: M 38, hell und schön, daneben NGC 1907 viel schwächer, aber in Einzelsternchen aufgelöst. M 36 ist auch recht schön, aber der schönste Sternhaufen ist M 37! Weiter zu M 35 und nebendran NGC 2158. Mit 360fach aufgelöst! 10 oder 12 Sternchen kann ich erkennen. Weiter zum Eskimonebel: Viele Details im Gesicht zu sehen! Natürlich auch hier der Nebelfilter im Einsatz. In wilden Schwenks geht es nun hin und her: Blue Snowball (NGC 7662), NGC 7331 im Pegasus mit Schwenk auf Stephans Quintett, hier 3 Galaxien zu sehen. Warschenlich schon zu tief , deshalb nicht mehr zu sehen.
Großer Hund: M 41, Lupus: M 79 Kugelsternhaufen aufgelöst,
Puppis: M 47 und M 46 mit dem planetarischem Nebel im Vordergrund (schön und hell), weiter zu M 82 und M 81: sofort gefunden! Schöne Details in beiden und zum Schluss der Versuch, den Eulennebel im UMa zu finden. Dank Telrad auf Anhieb im Blickfeld! Die Suche nach M 108 daneben misslingt! Na klar, es ist noch der Nebelfilter drauf... ohen Filter ist die Galaxis schön zu sehen. Jetzt noch die 2403: leider keine Leitsterne und deshalb dauert es einige Minuten, bis ich ihn endlich haben: Es hat sich aber gelohnt! Eine schöne große helle Galaxis!
Ich beginne zu frieren, im Eifer des Gefechtes und im Jagdfieber habe ich vergessen, die Handschuhe anzuziehen...
Zum Schluss folgen Saturn (hell, Cassini umlaufend und bei V 360 blitzt die Encketeilung!) und Jupiter: Zu hell, die Adaption ist weg! Schöne Wolkenformationen und witzig: Je zwei Monde eng nebeneinander links und rechts vom Juppi!
Nach zwei Stunden reicht es mir! Noch ein letzter Blick auf den Orionnebel (Wow) und 60 Sekunden später ist der Dobson wieder zerlegt un im Kofferraum verstaut! Jetzt ein Tee und ein Fazit:
Stathis sagt, Öffnung ist das Mass aller Dinge. Stimmt!
Für mich habe ich das Optimum gefunden: Viel Öffnung, knapp 30 Kg, passt durch jede Tür und in jeden Kofferraum, allein in kürzester Zeit aufzubauen und einzupacken!
Mein 12-Zoll Zerodur war schon ein Lichtriese... der 16 Zöller ist der Weg in eine neue Welt! Besonders, wenn man im Winter in Spanien spechteln kann!
Clear skies
Timm