das erste hallo,und gleich ne blöde frage

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

RaBaeh

Aktives Mitglied
wie lange bleibt ein planet eigentlich im blickfeld eines teleskops??? ok!hängt natürlich von der vergrösserung ab - sagen wir mal der saturn bei 150fach.
ich frage deshalb so blöde,weil ich mir nicht im klaren bin,ob ich eine äquatoriale oder azimutale monti zulegen soll...eine azimut ist billiger bzw bei gleichem preis stabiler als eine äquatoriale.fotos will ich keine machen.
achso ähm teleskop is auch noch keines da,bin aber dran.
ich frag jetzt aber nicht was für eines am ehesten für einen anfänger in frage kommt!das reicht von feldstecher(hab ich schon) bis 10" dobson... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
hoffentlich ist die frage nicht zuuuu doof <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
 
Hallo Rainer,

das kannst du doch recht einfach ausrechnen. Der Himmel (die Erde) rotiert in rund 23h56m, das ergibt ungefähr 0,25°/min. Ich nehme einfach mal an dein Okular hat ein scheinbares Gesichtsfeld von 50° (z.B. Plössel), dann ergibt sich das wahre Gesichtsfeld zu 50°/150= 0,3333°. 0,333°/0,25°/min= 1,333 min. Du hast also rund 80 Sekunden Zeit durch das Okular zu sehen, danach solltest du dein Teleskop ein wenig "schubsen".
Wenn du nur beobachten möchtest rate ich dir dringend zu einer Dobsonmontierung, diese azimutale Montierung muss zwar dauernd neu positioniert werden, sie ist aber deutlich billiger und schwingungsärmer als eine gleich teure parallaktische Montierung. Das so gesparte Geld kannst du sehr gut in eine etwas grössere Optik stecken. Entsprechende Gleitbeläge vorausgesetzt sind übrigens noch bedeutend höhere Vergrösserungen als 150x möglich.<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

MfG

Rainmaker <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
 
Moin Rainer!

Willkommen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" /> - Du weißt doch, es gibt keine dummen Fragen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

> wie lange bleibt ein planet eigentlich im blickfeld eines teleskops??? ok! hängt natürlich von der vergrösserung ab - sagen wir mal der saturn bei 150fach.

Das hängt nicht nur von der Vergrößerung ab, sondern auch vom Gesichtsfeld des Okulars. Es macht natürlich schon den Unterschied, ob Du mit einem Kellner (um 40-50° scheinbares Gesichtsfeld) oder mit einem Weitwinkel-Oku (65-85° sGF) unterwegs bist. Grobe Rechnung: tatsächliches Gesichtsfeld gleich scheinbares GF durch Vergrößerung.

Bei wenig Feld ist der Planet natürlich auch schnell weg. Deshalb setzen die Leute mit Dobson vorwiegend WW-Okus ein. Mit Übung kann man aber auch Planeten mit weitaus höherer Vergrößerung gut im Bild halten. Ist natürlich nicht ganz so schön wie ein RA-Motor an der parallaktischen Montierung, geht aber auch. Einen 10" sinnvoll auf eine Montierung zu heben, braucht da schon einiges an stabilen Unterbau. Deshalb sind die Dobsons so beliebt.
 
tach rainmaker
in mathe war ich noch nie gut ;-) wenn ich mal meinen alen mathelehrer zitieren darf:"herr bähr sie sind eine anerkannte mathematikflasche"
aber ist eigentlich logisch - danke für das rechenbeispiel
ist länger als ich geschätzt hatte.
ich hab aber gar kein dobson - hab mich nur etwas verworren ausgedrückt...
 
Moin Rainmaker!

> Der Himmel (die Erde) rotiert in rund 23h56m, das ergibt ungefähr 0,25°/min.

...das gilt für Objekte am Himmelsäquator. Für andere Deklinationen muß man das Ganze mit dem Cosinus(dekl) multiplizieren. Ein Stern/Planet in "höheren Breiten" zieht demzufolge langsamer durchs Gesichtsfeld.
 
Hallo nochmal an alle <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
ich formulier meine Frage besser mal um.
Wie wägt ihr die Vor- und Nachteile von Azimut und Äquatorialmontierungen ab?Ist eine gute Azimutale insgesamt "besser" als eine gleichteure Äqutoriale?
Areitet ihr überhaubt mit azimut?Oder habt ihr alle in den sauren Apfel gebissen und euch eine Gp DX aufwärts geleistet?
 
Hallo Rainer,

bei gleichem Einzatz von Finanzmitteln sollte eine azimutalen Montierung steifer sein als eine parallaktische Montierung. Eine automatische Nachführung für die azimutalen Montierungen ist allerdings weniger verfügbar als bei den parallaktischen Montierungen, mir fällt jetzt nur der Dobdriver und die Steuerung von Mel Bartels ein.
Ich arbeite mit beiden Montierungstypen, der Parallaktischen (EQ-6) für die Fotografie und meist der Azimutalen (Dobson) für die Beobachtung.

MfG

Rainmaker
 
@Rainmaker
an eine Motornachführung denke ich momentan sowieso nicht.
Und so wie sich das jetzt anhört scheint der Vrteil einer steiferen Monti doch gewichtiger zu sein als eine komfortablere Nachführung.
Dank an alle ;-)
 
Hi,

also ich besitze nur azimutale Montierungen und kann daher wenig ueber parallaktische Montierungen sagen. Ich hab mir eine azimutale Montierung zugelegt, weil ich es transportabel, schnell aufgebaut und einfach zu bedienen haben will.
Aufgrund meiner Ausruestung (Okulare!) kann ich nur bis 170-fach vergroessern, aber bis dahin funktioniert das Nachfuehren recht gut. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die Sache bei ueber 200-facher Vergroesserung schon wieder anders aussieht, vor allem wenn spezielle Planeten-okulare mit geringem Gesichtsfeld verwendet werden. Dann kann ich mir vorstellen, dass eine parallaktische Montierung (auch ohne elektrische Nachfuehrung) um einiges bequemer ist.
Es kommt also darauf an, was du betrachten willst und auch, was dein Teleskop leisten kann.

Viele Gruesse,

Martin
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben