Das erste Mal...

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Uwe65

Aktives Mitglied
...in diesem Jahr gelang mir der Blick auf Jupiter:

Jupiter 2021_08_11-klein.jpgN unten, W links

Aus meinem kleinen Garten heraus stehen leider Häuser und Bewuchs im Weg, so dass spontane Blicke bei Wolkenlücken bisher nicht möglich waren und ich auf diese Gelegenheit wartete, bis das „Ausrücken“ ins Feld lohnend schien.
Die Äquatorialbänder haben sich gegenüber meinen letzten Zeichnungen in 2019 deutlich verändert. Das nördliche ist schmaler und das südlich sehr dünn. Es treten einige weitere schmale Bänder hervor. Das nördl. Äquatorialband zeigte eine rotbraune Färbung und es wirkte zweigeteilt. Unmittelbar südl. zeigte sich ein schmales paralleles Band. Der Äquatorbereich erschien in einer hellen ocker-braun Schattierung. Das Band unmittelbar über dem südl. Polbereich hatte eine unruhige, aber nicht klar erkennbare Struktur. Markant Markant waren die schwarzen Flecken über dem nördlichen Äquatorialband.waren die schwarzen Flecken über dem nördlichen Äquatorialband.

Insgesamt waren die Bedingungen durchschnittlich, da die Luftunruhe erheblich war. Nur blickweise konnten immer wieder Momente guter Durchsicht erhascht werden, in denen plötzlich zahlreiche Strukturen erkennbar wurden, aber zu schnell von der Lufturuhe wieder verwischt wurden, um wirklich in der Zeichnung festgehalten zu werden. Beobachtet mit dem 10" Dobson f/5, 156x, keine Filter. 11.08.2021, 23.20 MESZ

Viele Grüße
Uwe
 
Dazu eine Frage an visuelle Jupiterbeobachter:

Am 14.8. ca. 1h Früh hatte ich mit SW 8" Newton, Bino, 18mm Fujiyama-Okularen, Nd-Filter, Düring-Barlow und ADC eine sehr schöne visuelle Beobachtung des Jupiter mit Details, wie du sie beschreibst. Die Luft war sehr ruhig. Imposant das kräftige Orangebraun des nördlichen äquatorialen Bands ("NEB") und die nördlich davon liegenden dunklen, bräunlichen Flecken.
Unerklärlich war mit folgende Erscheinung: Immer wenn (irdische!) Wolken das Bild etwas abdunkelten, färbte sich der Bereich des Planeten vom Südpol bis zum NEB bräunlich ein im Vergleich zur restlichen Planetenfläche. Ist das eine optische Täuschung, oder filtern die Wolken spektrale Anteile heraus, deren Fehlen die Einfärbung auf einem Teil des Jupiter verursacht, während es den anderen Teil kaum betrifft??

Danke für Antworten,
CS Nik
 
@Michael: Danke für das freundliche feedback

@Nik: Eine Erklärung habe ich für den von Dir genannten Effekt nicht, aber ich möchte eine Vermutung äußern: Mglw. erzeugen die (irdischen) Wolken einen Filtereffekt, so dass der Planet Details und/oder Farbeindrücke nicht so strak überstrahlt.

Viele Grüße
Uwe
 
Ja bestimmt, Uwe,
die Lichtstärke wird auf jeden Fall gedämpft. Und zusätzlich finde ich, Wolken geben dem Planeten einen rötlichen Farbstich. Dunkle Gebiete auf Mars kommen z.B. auch besser raus mit Wolken. Was mich überrascht hat, ist, dass die Einfärbung in meiner Wahrnehmung nicht die ganze Jupiteroberfläche gleichmäßig erfasste, sondern nur einen Teil.
Tja, es tauchen immer wieder Fragen auf, das macht ja den Reiz des Hobbys aus...
CS Nik
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben