Das erste Teleskop – Ein paar Gedanken

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Amandus

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Hallo

Wie manche von euch vielleicht mitbekommen haben, bin ich immer noch auf der Suche nach einem ersten Teleskop. Doch nun bin ich mir so ziemlich sicher was mein erstes Gerät sein wird und werde also so bald wie möglich vom theoretischen Part zum praktischen Part übergehen (Grüße an Aths <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ). Der Weg zu diesem Schritt war aber ein langer und mit vielen Meinungsänderungen und Forendiskussionen verbunden. Vorweg: Ich werde einen 76/700er Newton auf einer simplen azimutalen Montierung kaufen und dazu einfache Kellner-Okulare. Doch wie kam ich zu diesen Entschluss? Schließlich hätte ich doch schon fast einen 100er f14 Mak bzw. einen 8“ GSO Dobson gekauft. Hier will ich euch meine Gedanken zu Gemüte führen...

Ich war zwar schon immer interessiert in Astrophysik, aber auf den Gedanken den Himmel aktiv zu beobachten, bin ich erst durch Astronomie Heute gekommen, da mich die Amateurphotos so fasziniert haben. Als ich da die wunderschönen Ringe des Saturn sah und auch erfahren habe, dass man die durch ein Teleskop optisch bewundern kann, stand für mich fest, dass ich mir das nicht entgehen lassen und ein Teleskop anschaffen werde. Am selben Tag hab ich noch eifrig gegoogelt und bin dann zum Glück auf diese Seite gestoßen. Dort habe ich dann gleich nach einem Teleskop für Einsteiger gefragt und wurde zu meiner Freude auch sehr nett beraten. Ursprünglich wollte ich einen 80mm Refraktor von Skywatcher kaufen und maximal 300€ ausgeben, doch durch die wirklich gut gemeinte Beratung war ich dann schnell bei 650€. Und da sind wir auch schon beim Thema, das ich hier ansprechen will:

Das erste Teleskop und die damit verbundenen Ausgaben. Viele Leute kommen hier her und fragen, dann was für ein Teleskop sie denn kaufen sollen. Dann kommen oft die gut gemeinten Tipps, man solle sich dies und jenes kaufen und dazu noch am besten das eine oder andere (teure) Zubehörteil. Und wenn man schon dabei ist dann sollte auch gleich Teil xyz gekauft werden.
Doch die Leute scheinen da oft zu vergessen, dass eigentlich nur nach einem ersten Teleskop für den Anfang gefragt wird und die Leute oft nicht genau wissen, was sie beobachten wollen, sei es DeepSky oder intersolare Objekte. Auch ich weiß noch nicht, was mich begeistern wird, deshalb fragte auch ich wie viele andere nach einem „Allroundgerät“. Lange Rede kurzer Sinn: Wer sich das erste Teleskop anschafft, hat eigentlich (selbstverständlich) keine Ahnung, was er will.

Natürlich kann man lange hin und her überlegen, ob ein Reflektor oder Refraktor vorteilhafter ist, aber im Endeffekt wird man die richtige subjektive Antwort erst unter dem Sternenhimmel kriegen. Das selbe gilt für andere Fragen wie der Art der Montierung (parallaktisch, azimutal), die Wahl der Okulare und das Sucherproblem. Deshalb denke ich, dass das erste Teleskop ein kleines sein sollte, um einmal tiefer in die Materie einzudringen und (am wichtigsten) Beobachtungserfahrung zu sammeln. Denn wie ich schon einmal sagte: Wie soll man einen 10“ Dobson zu schätzen, wenn man nie mit 4 Zoll beobachtet hat.

Fazit: Ich denke das erste (und wirklich das erste) Teleskop sollte ein kleines aber feines mittlerer Qualität sein, um wie schon gesagt Erfahrung zu sammeln und festzustellen, in welche Richtung die persönlichen Beobachtungsneigungen gehen. Natürlich wird man sich später (sofern einen das Fieber gepackt hat) ein größeres Teleskop anschaffen, aber dafür weiß man dann was man will und kann ohne Zweifel das Richtige kaufen.

ABER: Wer allerdings schon ein „halbes“ Teleskop hat, also ein Kaufhausteleskop, der weiß meist schon was er will, d.h. dann kann man sich schon was großes anschaffen, weil man eben schon bestimmte Vorstellungen hat. Das was ich hier schrieb gilt ausschließlich für das erste Teleskop und nicht eben für das 1,5te. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Noch was zu meiner Wahl: Wie schon gesagt ein 76/700 Newton mit oben genanntem (mitgelieferten) Zubehör. Nur die Huygens tausche ich gegen Kellner aus. Und dazu noch ein Justierokular. Und vielleicht die Astro 1 statt der azimutalen Montierung. Und dann könnte ich noch ...

Jetzt hör ich lieber auf, sonst steigere ich mich wieder rein. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Mit freundlichen Grüßen,
Amandus
 
Mein Glückwunsch!
Als eifriger Tchibonutzer kann ich dir versichern, dass du, wenn du Geduld und etwas Geschick mitbringst, mit diesem Gerät für wenig Geld einen wundervollen Einstieg in ein tolles Hobby finden wirst. Hier mal ein paar Vorgeschmäcke:
Jupiter: Die beiden dunkelsten Wolkenbänder sind klar und farblich sehr schön zu sehen, außerdem sieht man dunkle Wolkenfelder um die Polregionen-der GRF ist bei gutem Wetter knapp als Wölbung zu sehen. Die galileischen Jupitermonde sind kein Problem-sehr schön bei geringer Vergrößerung.
Saturn: Der Ring ist wunderschön zu sehen, auch eine leichte Färbung des Planeten. Bei gutem Wetter ist die Cassini-Teilung bei hoher Vergrößerung ein Kinderspiel. Monde habe ich schon zwei beobachtet, Winnie sogar vier.
Mars: Ein Leckerbissen ;-). Selbst jetzt schon sind einige hübsche Details zu erkennen-sogar die südliche Polkappe konnte ich schon sehen. Die Opposition im August wird ein Augenschmaus.
Mond:
Paradeobjekt, gestochen scharf und wunderschön, bei hoher Vergrößerung Objekte ab ein paar Kilometern Größe zu sehen.
M44:
Sehr schön, ein Sternhaufen, in dem du hunderte Einzelsterne trennen kannst.
Desweiteren kannst du zig Doppelsterne trennen, bei manchen Galaxien Spiralarme sehen, Uranus leicht grünlich erkennen, Venus als Minimöndchen sehen, Merkur als Scheibchen, Neptun als winzigen Punkt, usw., usw. Noch ein Tipp: Ich empfehle dir, dir das Kosmos Himmelsjahr zuzulegen-da gibt es gute Tipps auch für kleine Teleskope.
In diesem Sinne, viel Spaß mit dem Tchibo!
Gruß, Gardalon
 
Servus Amades

Beginnt man ein neues Hobby steht man meist vor dem selben Problem.

Der frisch gebackene Aquarianer fragt sich wie groß sein erstes Aquarium sien soll.
Der zukünftige Musiker wie teuer siene erste Gitarre kommen könnte.
Der neue Hobbyfotograf ob es eine kleine analoge, ne große oder gar was digitales sein soll.

Und erfahrene Keuts können dir Helfen und manche des Guten zuviel. Schwer wirds das richtige herauszuhören.
Der Erfahrene Aquarianer wird dir von sehr kleinen Aquarien abraten da dann die Kontrolle über die Wasserwerte sehr sehr schwehr zu gestallten sind und das Becken schnell kippen kann.
Der Gitarrengfan rät dir nicht eine ganz billige Gitarre zu nehmen. Mit der kannst du auch spielen aber die hört sich scheuslich an und du verlierst schnell die Lsut

usw...

Ich bin auhc Neuling und hab still lange mitgelesen und michh so viel wie möglich informiert. Und da kristallisiert sich schon etwas heraus. Nun will ich bekloppter aber auch Astrofotografieren was das ganze schnell sehr komplieziert macht.
Die Entscheidung rein Visuell zu arbeiten währe für mich sehr einfach und würde auch keine 650 Euro kosten.

 
Hallo Amandus,
ich finde deine grundsätzlichen Überlegungen zum Kauf deines ersten Fernrohrs völlig richtig. Ich finde auch, dass das erste Gerät vor allem dazu da sein soll, Erfahrungen zu sammeln und um persönliche Vorlieben kennen zu lernen, und dass es da noch nicht so sehr auf Spitzenqualität ankommt. Was nützt es, wenn man viel Geld für ein Spitzenteleskop, das seinen Preis sicher auch wert ist, ausgibt und dann mit der Zeit merkt, dass es eigentlich nicht auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Daher halte ich die Ausgaben für so ein Anfängerteleskop nicht für rausgeschmissenes Geld, auch wenn man mittelfristig sich ein besseres Gerät zulegt. Ich würde dir aber dennoch, gerade weil du möglichst viel Erfahrungen sammeln willst, zu einer parallaktischen Montierung raten, da du im Umgang mit einer parallaktischen Montierung sicher mehr lernen kannst als mit einer azimutalen Montierung.

Viele Grüße
Martin
 
Hallo Amandus,

so wie du dich anhörst, scheinst du einiges Interesse zu zeigen. Der "typische" Newton Einsteiger-Spiegel hat natürlich 114 mm Öffnung. Ich denke, dass ein 80 mm Skywatcher Refraktor durchaus mehr zeigt als ein 76 mm Newton á la Tchibo. Letztlich ist ein Refraktor für jeden noch so blutigen Einsteiger auch sofort zu verstehen.

Mein erstes (und bislang einziges) Teleskop hatte 350 DM gekostet. Was verwende ich heute davon noch? Nichts. Es ist Schrott. Es war schon immer Schrott. Die unvergütete Optik ist schon schlimm genug, von den miesen Okularen mal ganz zu schweigen. Was wirklich zum ausrasten war, ist die schlechte Montierung.

So nervig Nachführung bei einer azimutalen Montierung ist, lieber hätte ich eine stabile azimutale als eine wackelige parallaktische (ich hatte eine wackelige azimutale...)

Ein 76-mm-Teleskop mit Qualität und guter Montierung wird es wohl kaum geben. Da müsstest du noch einige Arbeitsstunden Bastelarbeit investieren. Ich dachte auch erst: "Ach, das wird schon gehen, passe ich halt auf dass es nicht so wackelt." Falls du noch die durch ein Teleskop gesehen hast, wird dich vermutlich auch ein 60-mm-Refraktor erst mal umhauen. Den Saturn auf Fotos zu sehen ist das eine. Ihn live zu sehen, scharf, haut einem vom Hocker. Mondkrater werden schon bei 50x wirklich interessant... Sobald du mit einer Billig-Montierung arbeiten musst, bist du damit aber mehr beschäftigt als mit dem Beobachten. Das geht damit los, dass sich der Tubus nicht exakt fixieren lässt, er sinkt nach dem Festschrauben noch etwas ab. Dann musst du eine Vorhalte-Strecke schätzen und hoffen, dass er genauso weit absinkt dass du das Objekt dann im Okular hast. Ist es drin, ist aber auch mal wieder raus, und du darfst nachführen. Bei einer guten parallaktischen Montierung drehst du einfach am Knopf einer biegsamen Welle und holst es wieder rein. Bei einer schlechten Montierung musst du viel einstellen und kannst nur wenig beobachten.

Wenn es klein sein soll für den Anfang, aber kostengünstig, und du auch noch was lernen willst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> bestell dir doch den Karton-Dobson-Bausatz mit 70 mm Spiegel (wegen der Blende nur 60 mm nutzbar.) Kostet mit Baader Sonnenfilter-Folie knapp 23€. Drei Okulare sind auch dabei. Gibts bei Astro-Media, hier: http://www.astro-experts.at/Shop/de/dept_32.html (ich hab das übrigens selbst bestellt und schon da, aber leider keinen freien Tisch um das Ding zu bauen. Man braucht noch eine Schere und ein scharfes Messer zum Ausschneiden und Kleber, sowie Klammern zum Anpressen der Klebeflächen.)

Beim Wolfi kriegst du für 350 € einen 114 f/8 Newton auf EQ3. Dank f/8 gehen praktisch alle preiswerten Okulare. Die EQ-Montierungen habe ich bislang weder gesehen, geschweige denn mal mit ihnen gearbeitet, offenbar scheint EQ3 aber durchaus eine brauchbare Montierung zu sein, die den Anwender nicht mit diversen Wackel- und Zitter-Traumata nervt. Mich hatte es unendlich genervt. Nach den ersten 3, 4 begeisterten Beobachtungen war dann die Hürde da: "Will ich mir das wirklich wieder antun?" Es gab noch 2 gute Nächte, in denen es eingesetzt wurde.

Kurz gesagt: Aus persönlicher Erfahrung rate ich von der Qualität eines klassischen Kaufhaus-Teleskops ab. Wie es um die optische Leistung steht kann man als blutiger Einsteiger ohne fachgerechte Anleitung sowieso nicht beurteilen, aber man ist auf jeden Fall von der Optik beeindruckt und macht sich da nicht viele Gedanken. Um die viel zu weiche Mechanik kommt man aber nicht rum, basteln wäre angesagt. Hier steht nun die Frage, wozu man das Teleskop eigentlich kaufen will. Falls du basteln willst, bekommst du für ca. 20 € einen 6-cm-Karton-Newton auf (wohl etwas wabbeliger) Dobson-Montierung.

Saturn, Jupiter-Wolkenbänder, die Phasen der Venus und der Mond sind, bei ca. 100x Vergrößerung und brauchbarer Montierung, imo 350 € wirklich wert. Über Kugelsternhaufen und Nebel kann ich leider nichts sagen, da ich sie noch nicht live gesehen habe. Gleiches gilt für Galaxien und Planetarische Nebel, die ich bislang ebenfalls noch nicht live bewundern konnte.
 
Re: Das erste Teleskop – Ein paar Gedanken

Hallo Amandus,

tu's nicht! Diese Teleskope sind der totale Schrott. Du wirst masslos enttaeuscht sein, wenn du das erste mal durch so einen Rasierspiegel schaust. Spare dir das Geld.
Wenn dir ein 200mm Dobson zu gross ist, dann kaufe dir doch beim Ransi eine Russentonne. Da bekommst du wenigstens gute Optik und das Ding ist ultrakompakt.

Naja, scheinbar muss jeder seine Erfahrungen mit Billigstkaufhausteleskopschrott machen, denn sonst wuerden die nicht noch immer so viele von diesen [zensiert]dingern verkauft kriegen.

Gruss,

Tessar
 
Re: Das erste Teleskop – Ein paar Gedanken

Hallo Amadeus,

.... und schon geht sie wieder los, die Diskussion mit 100 gutgemeinten Ratschlägen. Ich will es dir auch nicht einfacher machen, darum gebe ich auch noch etwas Senf dazu.

Deine Argumente sich stichhaltig und schlüssig, trotzdem nehme lieber einen kleinen Newton mit 114mm Öffnung und 900mm Brennweite. Warum? Weil die Mehrkosten zum 76er (auch mit vertretbarer Montierung) sich noch in Grenzen halten, die Lichtsammelfläche aber mehr als doppelt so groß ist. Für 200 Euro gibt es so ein Gerät mit zwei Kellern + EQ2.

Als ich vor gut 2 Jahren vor dem Kauf meines ersten Teleskops stand, war ich nach 14 Tagen intesiven Forschens und zig hin- und her völlig genervt. Immer wenn ich mir klar war, was ich will, hatte die nächste Info die Entscheidung wieder umgeschmissen.
Nach besagten 14 Tagen bin ich zu einem Händler gefahren, und habe dann zugeschlagen. Das Teleskop kam - bis zur Vollendung meines ersten Eingenbaus - bei nahezu jeder klaren Nacht zum Einsatz, und hat mir die Fülle des Sternenhimmels eröffnet. Jetzt bin ich unheilbar infiziert - und bereue nichts.

Also: Du hast lange genug gegrübelt, wie immer deine Entscheidung auch ist, zuschlagen und schauen!

Viel Spaß mit dem wunderbaren Hobby Astronomie wünscht Dir

Achim

 
Ja, die gute, alte Tchibodose ;-)

Ich hatte für 6 Monate auch eine.

Für den Einstieg ein superpreiswertes und optisch gutes Gerät,
wenn man die Okulare tauscht.
Auch den "Sucher" (hier trifft das Wort wirklich zu) sollte
man gegen einen Leuchtpunkt"finder" oder besser Telradfinder
austauschen.

Diese Teile kann man bei späteren, größeren Teleskopen immer wieder verwenden.

Das Stativ ist zwar wackelig und umständlich, aber austauschen
würde ich es nicht.
Denn ein gutes Stativ mit Montierung kostet ein Vielfaches des
Teleskops und es lässt sich für größere Teleskope dann meist schon
nicht mehr verwenden.

Stecke das Geld dafür lieber in gutes Zubehör und eine vernünftige Sternkarte.
(z.B. Sky Atlas)

Bei www.beobachterforum.de gibt es einen hervorragenden Artikel zum Thema "Kleine Optiken ganz groß".

Und solltest Du vom Astrovirus infiziert werden, und ich glaube,
das bist Du schon ;-) wirst Du Dir bestimmt mal was Größeres anschaffen.
Bis dahin wirst du aber viel Spaß mit der Tchibo-Dose haben.


Beste Grüße

Dirk
mohlitz@t-online.de

http://www.fh-jena.de/contrib/fb/et/stud/sebastiansauer/meister.htm
 
Moin,
nun ist guter Rat teuer ;-) oder auch nicht, nein...

Also ich hab auch mit der Tschibomöhre angefangen ... es kann danach, was zumindest die Öffnung und Lichtsammelleistung angeht, natürlich nur besser werden, aber Du weißt hinterher "besser" welches "größere" Teleskop "später" für Dich in Frage kommen "könnte" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />.

Richtig gewonnen hatte mein 76mm "Spiegel" erst mit vernünftigen 1 1/4 Zoll Okularen von Meade (also könnte auch von Vixen oder so sein, ist egal). Der Gewinn an Schärfe, Tranzparenz war wie der Sprung vom 50mm 2,95€ Kaufhausschrott zu einem 50mm APO!!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Allerdings hatten die Tschibo-Teleskope vor 7 Jahren wirklich Schrott-Okulare, soll ja heute anders sein.

Wenn ich nicht den 1/14 Zoll Adapter verschenkt hätte, würde ich es heute noch (vielleicht adaptiert in einer neuen Röhre) nutzen.

Ich will damit sagen, dass Du natürlich auch mit einem größeren Teleskop anfangen kannst (solltest <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ) denn da kommst Du zwangläufig hin, das macht der relativ guten Optik eines Tschiboteleskops keinen Abbruch ...

Ich wünsache Dir jedenfalls viel Spaß mit was auch immer Du kaufen wirst.
Gruß Bukhard
 
Re: Das erste Teleskop – Ein paar Gedanken

Eins vorweg: Ich habe die sich anschließenden Postings (noch) nicht gelesen und will Dir einfach mal meine Ansicht zum Thema erstes Teleskop mitteilen.

Du bringst das Argument "Wie will man 10 Zoll schätzen lernen, wenn man noch nie durch 4 Zoll geblickt hat?" Das stimmt schon, aber muß ich dazu die 4 Zoll selbst besitzen? Kaufe ich mir zuerst ein billiges Küchenradio, wenn ich eigentlich eine Stereoanlage haben möchte? Oder muß mir zuerst ein Baumarkt-Fahrrad nach sechs Monaten unterm Hintern wegrosten, damit ich das nach zehn Jahren noch rostfreie Markenrad zu schätzen weiß?
Das Argument an sich ist gut, daß man wissen soll, was man hat. Aber dazu muß ich den Billigkram nicht unbedingt selbst besitzen, nur um den Vergleich anstellen zu können. Ich hoffe, es kommt ungefähr rüber, was ich aussagen will...

Wenn Du bei der Astronomie bleibst, wirst Du früher oder später Deine Vorlieben kennenlernen. Planeten oder Sternhaufen, Galaxien oder Nebelchen... Je nachdem wirst Du Dir ein spezialisiertes Instrument zulegen wollen. Und meist noch ein weiteres, als Reisegerät oder zumindest als Gegenpol. Man will ja auch nicht einseitig sein.
Ich halte auch nichts von riesigen Geräteparks, damit ich mir je nach Seeing, Außentemperatur und NGC-Nummer des Objektes eine spezielle Optik aus dem privaten Lager greifen kann. Aber auch ich habe mittlerweile schon zwei Optiken, die sich prima ergänzen und die ich beide nicht missen möchte. Das eine ist ein 200/800 Newton, das andere ein 80/400 Refraktor. Ich bin mir sicher, daß sich bei jedem (!) irgendwann wenigstens zwei Geräte finden werden.

Aus diesem Grund bin ich dafür, sich zu Beginn ein Gerät zu kaufen, das man sich eh irgendwann zulegen wird. Und zu solchen Geräten gehören definitiv ein einfacher, aber lichtstarker Dobson, sowie ein kleines Richfield-Gerät, meist in Form eines 80/400 oder 100/500 Kurzrefraktors. Das sind Geräte, die immer ihre Daseinsberechtigung haben werden, die man auch immer wieder gut verkaufen kann (wenn man es wirklich irgendwann will oder muß), die aber auch allein (eben beim Anfänger) jeweils eine gute Figur machen.

Einen 76er Spiegel für den Einstieg zu kaufen, halte ich für Verschwendung. Dann lieber ein Fernglas. Mit dem kleinen Newton hast Du vielleicht die Leistung eines 60er oder 70er Refraktors. Dann schon lieber ein 80/400. Der ist handlicher, bedarf keiner Justierung, paßt auf ein Fotostativ, etc. Überleg Dir das nochmal mit dem kleinen Spiegel...

Mein 80/400 steckt in einer kleinen Fototasche, zusammen mit den Okularen, einem Karkoschka, dem Deep-Sky-Reiseführer, einer Stirnlampe mit Rotfilter und einer Witty von Baader. Wenn's mich wirklich spontan packt, greife ich mir diese Tasche, dazu mein Fotostativ und bin fünf Minuten später draußen. Oder ich setze mich auf's Fahrrad und fahre noch ein paar Minuten bis an den Stadtrand. Dort angekommen, muß ich mir keine Gedanken machen, ob ich zunächst die Optik justieren muß, sondern stelle das Stativ hin, schraube die Witty und den Refraktor drauf und lege los.

Einen 80/400 kann ich als Spektiv nutzen, als kleines Fernrohr für den schnellen Einsatz, zum Verreisen, als Sucher, als Leitrohr. Der kleine Newton ist nicht so vielseitig.
 
Moin Amandus!

Wenn Du Dich auf den Tchibo-Torpedo als erstes Teleskop festgelegt hast, von
mir noch einige Hinweise:
Schau Dir auf alle Fälle die Preise an! Neu gibt es den Torpedo mit 1,25"-Zubehör
z.B. für 78 Euro beim Teleskop-Service. Dort solltest Du vor Kauf auch gleich abklären,
die mitgelieferteh Huygens gegen Kellner - besser noch gegen Plössl - auszutauschen.
Wolfi wird Dir da sicher ein gutes Komplettangebot machen. Plössl haben m.E. gegen
Kellner doch einige Vorteile und der Preisunterschied ist nicht groß.
Schnell wirst Du merken, daß der original mitgelieferte Sucher (5/6x25) eigentlich
nur Dekoration ist. Mindestens einen 6x30-Sucher oder einen Starpointer würde ich
gleich zu Anfang empfehlen.

Bei eBay kann man u.U. sehr günstig gebrauchte Geräte abschießen - wichtig ist hier nur,
daß bei diesem Teleskop drauf geachtet wird, eins mit 1,25"-Okularauszug zu erwischen.
Also: Genau hinschauen und mit Bedacht an die Sache herangehen, sonst ist man gegenüber
einem aktuellen Neugerät schnell gekniffen.

Zum Schluß: Ein Blick ins Tchibo-FAQ hat schon so manche offene Fragen beantwortet - ich habe
seit kurzem auch meine Torpedos seit 1997 auf einer bebilderten Seite ("newton76" :- ) online.
Bald kommt noch eine Seite mit den zahlreichen Varianten dieses Teleskoptyps dazu. Erfahungs-
berichte nehme ich immer gern auf.
 
Hui, da hat sich ja eine schöne Tchibo-Diskussion entwickelt ;-). Auch ich stand vor rund einem Monat vor der Entscheidung, ob ich mir einen Tchibo oder ein teureres Gerät zulegen solle. Nach den vielen negativen Antworten hier im Forum habe ich schließlich mit dem Allerschlimmsten gerechnet-und war dann positiv überrascht, was einem das Gerät zeigt und klebe seitdem jede klare Nacht vor dem Teleskop. Die Saturnringe, die Wolkenbänder des Jupiter. die Bewegung der galileischen Jupitermonde, tausende Mondkrater, Gebirge und Maria in gestochen scharfer Abbildung, Sternhaufen in schönsten Farben und Mustern-all das hätte ich niemals gesehen, hätte ich mir keinen Tchibo zugelegt. Winnies Tchibo-FAQ solltest du dir wirklich mal ansehen, im Beobachtungsberichte-Forum findest du auch noch ein paar Beobachtungsberichte, die ich mit dem Tchibo gemacht habe.
Gruß, Gardalon
 
Hallo

Also im Moment (das ändert sich oft sehr schnell) würde ich folgendes kaufen:

Celestron 76/700 Newton

ABER mit Modifikationen:

Astro-1 statt EQ-1 (leichteste parall. Mont., was für mich bedeutend ist - 4kg)

+Barlow 2x/1,5x - ermöglicht 3x soviele Vergrößerungen; den Abzug in der Qualität sollte man als Anfänger verschmerzen können
+Tal 25 Was haltet ihr von dem? Wurde glaube ich hier schon öfters gelobt. Oder doch lieber Plössl 32 für die Übersicht?
+Justierokular - kann man immer brauchen
+Mondfilter - kostet wirklich nicht viel ist aber sehr bequem <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Dann hätte ich folgende 9 Vergrößerungen: 28x , 35x, 42x, 52,5x, 56x, 70x(2), 105x, 140x

--------------------------------------------------------

@gardalon: die FAQ hab ich überflogen, die bestärkt meine Entscheidung für das kleine Rohr

@winnie: Sucher nehm ich den Leuchtpunktsucher

@Stephan: Auf den kleinen Newton bin ich dadurch gekommen, dass er vorallem recht handlich ist und nicht schwer. Da ich mein T. mit dem Rad transportiere, ist das sehr wichtig. Ein 114er braucht dann schon eine Astro 3, das bedeutet 1,7kg mehr.(Tubus 2,5,kg Montierung 5kg) Und wenn ich weitere Strecken mit dem Rad zurücklege bin ich für jeden gewonnenen kg dankbar. Ich kann dann auch feststellen wieviel ich transportieren kann und da transportier ich am Anfang lieber etwas weniger, weil mir ein 114er nichts bringt, wenn er nicht handlich ist. (-> Brennweite)
Natürlich könnte ich auch einen 80/480 GSO Refraktor kaufen, da er gleich wie der Newton nur um die 1,7kg wiegt. Aber ich denke, dass gerade am Planeten f6 etwas wenig ist. Wenn ich aber wüsste, dass ich nur DS machen werde, dann würde ich mich für den Richfielder entscheiden. Ich denke der 76er ist etwas allroundfähiger im Vergleich zum 76er Spiegel. Außerdem lerne ich dann auch justieren. Wenn mich DS begeistert werde ich aber wahrscheinlich früher oder später den GSO 80/480 holen.

@Burkhard:
Ich will damit sagen, dass Du natürlich auch mit einem größeren Teleskop anfangen kannst (solltest ) denn da kommst Du zwangläufig hin, das macht der relativ guten Optik eines Tschiboteleskops keinen Abbruch ...

Aber ein größeres ist teurer und da will ich dann genau wissen, was mich interessiert und ein spezialisiertes Gerät kaufen.

@tessar: ich denke schon, dass mir Wolfgang eine gute Optik geben kann; ich hoffe diese Vermutung bestätigt sich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

@Martin_D: Werde den Tubus wahrscheinlich auf die Astro-1 packen, ist vermutlich gescheiter.

@Aths: Hast dich jetzt eigentlich entschieden?

PS: Wer leichte Montierungen kennt, soll mir das bitte mitteilen, da mich das sehr interessiert...

Mit freundlichen Grüßen,
Amandus
 
Amandus,

du brauchst keine 9 Vergrößerungen, erst recht nicht diese feinen Abstufungen im unteren Bereich. Lieber oben etwas feiner abstufen. 4 Vergrößerungen reichen imo vollkommen aus für den Anfang.

Den Vorschlag, einen kurzen Refraktor mit 80 mm Öffnung zu nehmen, finde ich gar nicht schlecht. Der 80/480 mit f/6 hat sicher den gefürchteten Farbfehler, dafür (ein klein wenig) mehr Öffnung, keine Abschattung und somit mehr Kontrast.

Was willst du mit gleich zwei kleinen Geräten wie 76/700 und 80/480? Das jetzige Gerät planst du doch, um nach 6-9 Monaten ein "richtiges" Gerät zu kaufen?

Und ja, ich habe mich "praktisch" entschieden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
hallo amandus,

statt dem 76/700er newton würde ich den
70/700er refraktor nehmen. den gibts
auch auf derselben azimutalmonti.

vorteil: du siehst wesentlich mehr,
sowohl bei mond und planeten als auch
bei deepsky. außerdem mußt du ihn nicht
nach jedem transport neu justieren.
justieren lernen ist nicht schlecht,
aber wenn man es andauernd machen muß
nervt es bald.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hm, das mit dem Justieren kann ich nicht so recht bestätigen-ich habe meinen Tchibo einmal justiert, und seitdem musste ich ihn niemals neu justieren. Auch wird er durch einen 70/700er-Refraktor nicht sooo viel mehr sehen.
Gruß, Gardalon
 
Hallo Amandus!
Ich hab als erstGerät einen 70/900 Refraktor von Bresser gehabt mit EQ2. Muss sagen war gar nicht so schlecht das Ding, ich habe auch sehr viel damit beobachtet und gelernt.
Dann hab ich von einem Freund ein 76/700 Optus (gleichzusetzen mit Tschibo-Torpedo)Reflektor beommen.Das erste was mir aufgefallen ist absolut wackeliges Stativ.
Die Okulare absolut zu vergessen.Der Sucher wirklich ein Sucher und kein Finder.Selbst wenn man einmal etwas im Okular gefunden hat funktioniert es nicht es zu fixieren, die Feststellungsschrauben rutschen durch und wenn man es mit etwas mehr Muskelkraft versucht is mann wieder ganz woanders. Optisch is er gar nicht so schlecht wenn er gut justiert ist.Ich hab den direkten vergleich der zwei Teleskope gehabt und würde dir zum Refraktor raten oder zu einem Fernglas.Ich weis es sind so viele Ratschläge die man bekommt und man weis immer noch nicht was man tun soll aber ich Orientiere mich dann in eine Richtung wäge die Umstände ab und entscheide mich dann.
So genug
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> Wieder einer der gscheite Ratschläge abgibt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />
Aber du wirst dein Teleskop schon finden
c.s ernst
 
Hallo Amandus,

ich muss hier von allen Tips denen von Stephan am meisten zustimmen.

Wer wie du bereits über Kenntnisse in Telekop-Optik hat, der ist sehr am Hobby interessiert und hat deshalb keine zu hohen Erwartungen und sehr gute Chancen auch langfristig dabei zu bleiben.

Deshalb würde ich beim Erstkauf die Frage nach einem "Appetithäppchen" nicht stellen, die Empfehlung für ein Tchiboskope würde ich jemandem geben, der gar keine Ahnung hat und erstmal ohne viel Risiko sehen will, ob er was an kleinen Lichtpünktchen am Himmel finden wird.

Als jemand wie du, der ich selbst vor kurzem war, bin ich - wie Stephan auch vorschlug - ganz anders an das Problem herangegangen. Ich wollte eine möglichst preisGÜNSTIGE (nicht "billige"!) Lösung, die aber einen Bereich abdeckt, den ich später ohnehin füllen müßte. Ich habe mich letztendlich für einen 102/500 Richfieldrefraktor entschieden. Dieses Gerät ist günstig im Kauf, und in seiner Aufgabe kaum zu toppen - er wird sein Geld auch in etlichen Jahren noch wert sein. Er ist leicht, transportabel, unkompliziert zu bedienen und universell einsetzbar. Das ganze für 300-400 EUR.

Und ich kann ruhig schlafen, weil das Gerät auch in ferner Zukunft unersetzlich für mich sein wird als Richfield- und Urlaubsgerät. Bei dir wird das Tschiboskope immer auf der Abschussliste stehen, weil es für das was es kann, immer noch bessere Geräte gibt, die nicht viel mehr kosten.

Mein Tipp an Anfänger: legt euer sauer verdientes Geld in etwas, was eine sinnvolle Nische optimal ausfüllt und sammelt Erfahrung, dann könnt ihr immer noch auf andere Bereiche expandieren.

z.B.
- Anfänger mit Lust am Planeten: Maksutov (100-130mm)
- Anfänger mit Lust an Deep Sky / Richfield: Refraktor (80-100mm, kurzbrennweitig)

Beide Geräte sind sehr leicht und kurz gebaut, und werden somit immer Freude beim Schnelleinsatz bringen oder als Urlaubsgerät. Wenn man sich mit Ihnen Appetit geholt hat, kann der Angriff auf großkalibrige Newtons, SCs, Maks etc. losgehen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Wie du dich auch entscheiden mögest, viel Spass und dunkle Nächte!

Luis
 
Moin Amandus!

Die EQ-1 und die abgebildete "Astro-1" sehen mir aber verdammt identisch aus!
Es scheint sich hier nur um ein neues Design zu handeln. Ich würde unter den
Torpedo mindestens eine EQ-2 oder Lidl-Monti setzen - gebraucht für um die
60 Euro zu bekommen.

TAL-Plössl 25 mm oder PL-32 mm?
In dem Brennweitenbereich reicht m.E. ein 25er. Im 32er erreichst Du nur minimal
mehr Gesichtsfeld, für die Erkennbarkeit von Objekten würde ich die leicht
höhere Vergrößerung des 25ers vorziehen. Das TAL-Plössl benutze ich an meinen
(7) Teleskopen am häufigsten.

Die variable 1,5x/2x-Barlow halte ich für eine gute Anschaffung. Qualitativ
soll sie sehr gut sein, nachdem was ich davon bisher gehört habe. Das spart
einige Okulare. Trotzdem braucht man für den Anfang keine 9 Vergrößerungen.
3 bis 4 vernünsftige Okulare bringen da mehr.

@Tom: Daß der Tchibo-Torpedo vor jedem Einsatz neu justiert werden muß, ist -
mit Verlaub geschrieben - Blödsinn. Wenn Dir der Tubus nicht gerade runterfällt,
hält eine Justage jahrelang. Ich habe mit Einsteiger-Refraktoren weit mehr
Maleschen gehabt als mit den kleinen Newtons.
 
@Tom: Daß der Tchibo-Torpedo vor jedem Einsatz neu justiert werden muß, ist -
mit Verlaub geschrieben - Blödsinn. Wenn Dir der Tubus nicht gerade runterfällt,
hält eine Justage jahrelang. Ich habe mit Einsteiger-Refraktoren weit mehr
Maleschen gehabt als mit den kleinen Newtons.

ich bin dabei von meiner erfahrung mit einem pluto/s
ausgegangen, weil ich mir denke, daß hier die mechanik
dieselbe ist. anscheinend ist der tschibo aber
justierkonstanter. in diesem sinne ziehe ich hiermit
meine aussage diesbezüglich zurück. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Moin Tom!

Da wir anscheinend beide "Pluto/S-geschädigt" sind, stimme ich Dir in diesem
Punkt vorbehaltlos zu! :-) Zum Glück handelt es sich bei dem Standard-Torpedo
um ein Newton-System mit f/9,2, was einfacher als der Pluto zu händeln ist. Zieht
man die Justierschrauben vernünftig an, gibt es keine Probleme, absolut nicht.

Übrigens: Ich hatte vorgesternnacht einen kleinen Startest mit meinem 76/500 mm
f/6,6 Kurz-Torpedo. Die relativ hohe Obstruktion von 26% und die dicken Fangspiegel-
streben am Tchibo lassen wir mal außen vor, aber trotzdem war es mir möglich,
am Vierfachsystem Epsilon Lyr bei 50fach (10 mm Siebert) die Lage der Komponenten
zueinander bereits zu erkennen. Das ist mein absoluter Minimal-Vergrößerungsrekord
mit diesem Teleskoptyp an diesem (Prüf-)Stern! :-)
 
Hallo

Hm, dann werde ich nun entweder den 70/700er von Celestron kaufen, oder das "Tschibo", also den Celestron 76/700. Nachdem binoviewer vom Lidl so begeistert ist, tendierte ich eher zu ersterem, da er mehr Licht sammelt (fehlender Fangspiegel) und sogar ein bisschem leichter ist. Anderseits kommen andere mit dem Newton sehr gut zurecht. Wahrscheinlich Geschmacksache.

Jetzt bleibt noch die Frage nach der Montierung. Also wichtig ist mir vorallem, dass sie seht gering ist, und transportabel. Anderseits sollte sie den Refraktor oder Newton auch ausreichend stabil tragen, ich hoffe das schließt sich nicht aus. Unter "ausreichend" verstehe ich, dass visuelle Beobachtung ohne Probleme möglich ist. Parallaktisch wäre schön, ist aber unter (geringen) Umständen verschmerzbar. Kennt ihr brauchbare, leichte Alternativen zur Astro-1(4kg)?

Manch einer schlug vor, dass ich mir den 102/500er kaufe. Sicher ein schönes Scope, aber braucht eine bessere Montierung. (->Gewicht) Mein erstes Teleskop sollte eben so gering wie möglich sein und das spricht auch für den Tschibo und den 70/700. Der 80/400 bzw. 80/480 von GSO kommt deshalb nicht in Frage, da sie glaube ich für Planeten, was am Anfang sicher am interessantesten ist nicht geeignet sind. Aber wie gesagt: Wüsste ich, dass mir Planeten am ***** vorbeigehen, dann wären sie erste Wahl, vorallem der von GSO mit 2 Zollauszug.

@Aths: Mir ist klar, dass 9 Vergrößerungen nicht nötig sind, aber da ich ein schönes Okular zum Aufsuchen, oder beobachten ausgedehnter Objekte suche, denke ich, dass das vielgelobte Tal eine gute Idee ist. Und eine Barlow kann sicher auch nicht schaden, da es am Anfang billiger ist, und außerdem der angenehme Einblich langbrennweitiger Okulare erhalten bleibt.

PS: Der 70/700 bzw. 76/700 wird von der Astro-1 schon getragen, oder?

Grüße,
Amandus
 
Hallo Amandus,

ich kenne leider die Threads, die Dich dazu gebracht haben, die die Tchiboröhre zu kaufen nicht. Aber ich möchte einen Punkt ansprechen, den ich hier so noch nicht gesehen habe (und um Deine Verwirrung komplett zu machen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> )
Ich denke, dass eine Investition in ein 76/700 Newton oder ähnliche Geräte in jedem Fall rausgeschmissenes Geld ist. Es gibt nur zwei Möglichkeiten:
Entweder Du hast nach dem ersten Gerät ein dauerhaftes Interesse an der Astronomie entwickelt. Dann kaufst Du in jedem Fall ein größeres Gerät, das Deinen Anforderungen dann besser entspricht. Oder aber, Du verlierst das Interesse an Astro und kaufst Dir kein weiteres Gerät. In beiden Fällen steht der 76/700-er hinterher in der Ecke und verstaubt und kommt (vielleicht) eines Tages auf E-Bay. Ich hab zwar mein allererstes Gerät noch (einen Danubia 60/400-er Refraktor in Orange mit 24,5mm Auszug) aber das behalte ich nur aus nostalgischen Gründen.
Aus diesem Dilemma gibt es imho nur einen konsequenten und sinnvollen Ausweg: Kauf Dir einen halbwegs anständigen Fledstecher (10x50 oder z.B. den 15x70 von APM), eine drehbare Sternkarte und den Atlas für Himmelsbeobachter von Karkoschka. Ein preiswerter 10x50-er Feldstecher liegt im Bereich von etwa 70€. Der Karkoschka kostet 17,50 Euro und eine drehbare Sternkarte liegt bei ca 15 Euro. Alles zusammen also ca. 100 Euro (APM hat einen 15x70-er Feldstecher für 145,-- Euro, hab aber keine Ahnung, ob der was taugt...) Das ganze ist super transportabel und wäre meiner Meinung nach ein Sinnvoller Einstieg. Und der Vorteil ist: Wenn Du keinen Bock auf Astro mehr haben solltest, kannst Du den Feldstecher immer noch prima für Naturbeobachtungen oder sonst was benutzen und das Buch und die Sternkarte machen sich ganz gut in jedem Bücherregal. (Ich weiß, dass man mit 10 oder 15-facher Vergößerung keinen Spass an Planeten hat. Aber ich bezweifle ernsthaft, dass man mit einem klein-Newton wie dem angesprochenen mehr Freude daran hat...) Ich bin mir auch nicht sicher, dass Planeten wirklich am Anfang das Ineressanteste sind, wie Du schreibst. Klar, sie sind leicht zu finden. Aber mehr als zwei, bei denen Du auch Strukturen sehen kannst, gibts halt nicht (Saturn und Jupiter) und mir wurd das irgendwann zu langweilig.
Ich glaube, dass Du mit dieser Kombination sogar eher Lust auf mehr hast, als mit der Tchiboröhre. Ich weiß noch wie frustriert ich war, wegen der ganzen Vibrationen, und das mit der Ausrichtung nach Norden hab ich mit 13 auch nicht verstanden (damals gabs noch kein astronomie.de und ich kannte auch keinen anderen Sternfreund; ist auch schon recht lang her...); dazu kommen noch die Themen: Justierung von Newtonteleskopen (muss man auch bei dem kleinen), Benutzung von Teilkreisen (taugen an der EQ1 wahrscheinlich auch nicht recht zum Auffinden), Wackeliger Okularauszug etc...

Das wären meine 2 cent zum Thema,

Gruß,
Martin Pawlik
 
Hallo Astromartin,
Im Punkt Planeten muss ich dir ganz vehement widersprechen-ich konnte in meinem Tchibo schon jetzt erste Details auf Mars erahnen-und zur Opposition wird sich das noch enorm steigern. Und die Sichtbarkeit bspw. Jupiters in einem Tchibo mit der eines Feldstechers zu vergleichen, halte ich mal gelinde gesagt für ein Gerücht. Ich konnte mit meinem Tchibo schon die zwei dunkelsten Wolkenbänder, verdunkelte Polregionen, den GRF als Wölbung und die leichte Andeutung eines Mondschattens sehen-mit den mitgelieferten Okularen! Mit einem zugekauften Plössl waren die Resultate noch besser. Hat man die Montierung mal ordentlich eingestellt, bleibt das Teil auch ohne Nachführen lange und sauber scharf im Blickfeld. Jupiter bei 116-fach im Tchibo und bei 15-fach im Feldstecher zu vergleichen, ist Unsinn.
Gruß, Gardalon
 
Hallo Gardalon,

Zitat:"Jupiter bei 116-fach im Tchibo und bei 15-fach im Feldstecher zu vergleichen, ist Unsinn."

Wo habe ich das getan?

Ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Planeten mit einem Feldstecher keinen Spass machen. Dass Du mit der Tchiboröhre auf einem Planeten was sehen kannst, ist mir auch klar, habe ich auch nicht bestritten. Aber viel ist's halt nicht...

Gruß,
Martin Pawlik
 
Hör zu; wenn Du schon zitierst, dann richtig! Benutz einfach die Copy and paste Funktion, dann klappts bestimmt! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Hier nochmal, damit keine Missverständnisse auftauchen:

"(Ich weiß, dass man mit 10 oder 15-facher Vergößerung keinen Spass an Planeten hat. Aber ich bezweifle ernsthaft, dass man mit einem klein-Newton wie dem angesprochenen mehr Freude daran hat...)"

Im Übrigen ist dieser Diskussionsteil nicht der, auf den es mir ankam...

Gruss,
Martin Pawlik
 
besser ein kleines teleskop als ein feldstecher...

hallo martin,

ich kann dir aus meiner sicht in dem punkt
zustimmen, daß ein feldstecher sicher auch
ein sehr guter einstieg ist, war auch mein
weg zur astronomie, als ich 11jahre als war.

allerdings kann es auch sein, daß der feldstecher
später dann verstaub, ebenso wie ein kleiner
newton. mein feldstecher wird etwa alle zwei
monate einmal benutzt, weil hier bei mir in
der stadt einfach nix damit zu sehen ist und
wenn ich mal rausfahre aufs land habe ich
den richfieldrefraktor mit 4° gesichtsfeld
mit und brauch den feldstecher erst wieder
nicht. zur naturbeobachtung eignen sich
kleinere feldstecher besser, denn wer
trägt beim wandern oder bergsteigen schon
einen 10x50-bomber im rucksack mit.
ich hab dazu einen 8x25.

hingegen sind schon mit einem kleinen
teleskop beobachtungen möglich, die jeden
einsteiger staunen lassen. denk nur an
die fülle von mondkratern oder an sonnenflecken,
oder die saturnringe, venus als sichel,
oder den ringnebel (M57), oder M37, oder h+chi....
im feldstecher ist das zwar auch alles zu sehen,
aber nur als winzige objekte, beim mond kaum krater,
sonnenflecken winzigst, saturnring keiner, venus als punkt,
M57 höchstens als sternchen nicht als ring,
M37 als kleiner verwaschener fleck und nicht
als glitzernder sternhaufen, h+chi mit ein paar
einzelsternen anstatt zig sterne,...

das ist schon ein großer unterschied.

einen feldstecher kann man später immer noch kaufen,
sehr oft braucht man ihn aber gar nicht.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: besser ein kleines teleskop als ein feldsteche

Hallo, Amandus
Ich bin auch blutige Anfängerin und habe mir im letzten Jahr die Tchibo-Tonne gekauft.

Und hab's nicht bereut!

Gut, sicherlich werde ich auch irgendwann auf ein größeres Gerät umsteigen, aber zum Einstieg fand ich es ausreichend.
Gleich der erste Abend draußen hat mir die Saturnringe beschert und ich war begeistert. Der Mond ist super damit und Jupiter: Wolkenbänder und Monde, kein Problem. Den GRF habe ich noch nicht entdeckt, aber ich arbeite daran.
Ich hatte mir noch einen Super-Filter gekauft, danach war doch einiges besser zu sehen.
Und Mittwoch habe ich mir Merkur vorgenommen, wenn das Wetter mitspielt.

Nur es hat auch Nachteile: die Montierung ist Sch..., und die Okulare sind auch nicht die Welt.

Aber bis ich aufrüsten kann, werde ich eine Menge mehr über den Himmel über uns und die Optik vor uns wissen. Und damit hat es seinen Zweck erfüllt.

Schönen klaren Himmel
wünscht Caty <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
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