Das erste Teleskop

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Reticulum

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Hallo liebes Astronomie.de - Forum,

Ich habe mich dazu entschieden, mich näher mit der Astronomie zu beschäftigen und möchte nun mein erstes Teleskop ergattern.

Ich möchte am Anfang nur beobachten, später aber sicher auch Fotografieren. Welches Teleskop passt in das Budget von 300€ und deckt das beobachten unseres Mondes, der Sonne, das anschauen unserer Planeten und auch das der Deep Sky Objekte?

Ich wende mich an dieses Forum, weil ich von anderen Leuten immer nur einseitige Meinungen bekam, da sie natürlich ihre Produkte verkaufen wollten.

Sehr wichtig ist mir wie gesagt unser Sonnensystem.

Mit freundlichen Grüßen, Reticulum
 
Hi Reticulum,

wilkommen im Forum :)

Gleich vorneweg, die erste Entscheidung ist, daß Du Dich erstmal auf 1 Sache konzentrierst. Entweder gucken oder fotografieren.

Ohne "Guckerfahrung" macht Fotografie aus meiner Sicht wenig Sinn. Denn solange Du nicht weißt, wo welche Objekte stehen, kannst die auch net fotografieren, weil Du sie ohne teures Goto überhaupt nicht findest ;)

300 Euro sind für den Einstieg ins Gucken ausreichend, wenn Du:

- was Gebrauchtes kaufst oder
- auf eine parallaktische Montierung verzichtest

Da vorläufig unser Sonnensystem Dein primäres Ziel ist, solltest Du mal einen 6 oder 8" Dobson in Betracht ziehen. Am besten ein f=6 oder f=8 Instrument. Das ist von der Justage her gutmütig und Du kannst mit preiswerten Okularen arbeiten.

Der hier läge innerhalb Deines Budgets, und taugt auch was ;)

8" Dobson

Wenn Du später mal Planeten fotografieren möchtest, mußt dann eine parallaktische Montierung dazu kaufen, den Newton aus seiner Rockerbox nehmen und ihn mit Rohrschellen und einer Schine auf die Montierung packen. Dann noch ne Webcam, ne Barlow-Linse zur Brennweitenverlängerung und schon kannst mit der Webcam die Planeten in den Laptop holen. Dann die Bildbearbeitung lernen und ab geht die Post. :D

Aber die Montierung, die einen 8" Newton fotografisch trägt, ist teuer. Da kommst mit 300 Euro net weit. Da kriegst grad mal das Stativ, auf das dann die Montierung drauf kommt. ;)

Die hier wäre dazu geeignet:

EQ6

Astro-Fotografie ist ein teures Hobby!

Solange Du nicht wirklich sicher bist, daß Du so viel Geld ausgeben möchtest, die notwendige Zeit fürs Aufnehmen und die Bildbearbeitung hast, guck erstmal durch ein paar Teleskope. Am besten auf einer Sternwarte in Deiner Nähe. Viele Anfänger haben nämlich völlig falsche Vorstellungen, was sie im Teleskop zu sehen bekommen...


 
Hallo Reticulum,
knüpfe mal Kontake mit Gleichgesinnten aus deiner Umgebung und beobachte mit ihnen. Vielleicht hast du ja auch die Möglichkeit ein Teleskoptreffen zu besuchen. So kannst du deine Schwerpunkte und Vorlieben am besten ausloten.
http://www.teleskoptreffen.de/
http://www.astronomie.de/gad/
evtl. http://www.astrotreff.de/astromap.asp?Koord.x=0&Koord.y=0

In der Zwischenzeit kannst du dich in die Materie einarbeiten. Hier eine kleine Linksauswahl:
http://www.ajoma.de/
http://www.binoviewer.at/
http://www.deepsky-brothers.de/
http://www.eifeltwister.de/
http://www.heiko-schaut-ins-all.de/hsia/
http://www.stern-fan.de/Seiten/frameset.htm
http://www.svenwienstein.de/index.html
http://www.taunus-astronomie.de/
http://www.y-auriga.de/home/home.html
http://www.zellix.de/amateurteleskope/index.htm

Wie schaut´s bei dir eigendlich mit der Lichtverschmutzung durch Städte bzw. Industrie aus? Und wie dem Transport zum eventuellen Beobachtungsplatz?

Gruß
Simon
 
Hi Reticulum,
Der 8" Dobson ist für den Einstieg sicherlich ganz gut, nur braucht man auch noch anderes Zubehör, sodass du bei dem Teleskop zwangsläufig über deine 300€ kommen wirst:
1. Hat das Teleskop mit den mitgelieferten Okularen nur 120 fach, womit du unter den Möglichkeiten des Teleskops bleibst (300 wäre locker drin, bis 400 unter Idealbedingungen)
2. Benötigt man zusätzlich noch einen guten Sternatlas, den kann auch keine FreeWare aus dem Netz ersetzen.
Desweiteren noch einige Fragen zu dir:
Von wo möchtest du Beobachten?
Möchtest du das Teleskop transportieren? (Wie?)
Hast du schon ein wenig Erfahrung?
Ich würde dir Empfehlen erst mal einige Abende mit dem Feldstecher unterm freien Himmel zu verbringen, Mit 50 oder 70mm sieht man schon so einiges und besser kann man unseren Sternenhimmel garnicht kennen lernen.
Lg
Leon Lettermann
PS: Hier sind (fast ;-)) keine Datenfischer, da kann man auch seinen Namen nennen
 
Bei dem Refraktor treffen eig. die selben Schwierigkeiten zu,
Ich denke aber das gemeint war das du den Newton, der voher auf der Dobsonmotierung stand, auf ein Paralaktische setzt. dan hast du einen Paralaktischen Newton und eine leere Rockerbox.
Lg
Leon
 
Hallo Reticulum,
die von dir verlinkte Kombination ist nicht zu empfehlen, da die Montierung für den Tubus zu schwach dimensioniert ist.
Bedenkte, das du bei deinem Budget noch Ausrüstungsmaterial wie Rotlichtlampe und Kartenmaterial benötigts ohne die es sich schlecht beobachten lässt.
Gruß
Simon
 
Ok, dass hat zwar lange nichts mehr mit dem Thema zu tun, aber meinen Namen veröffentliche ich nirgendwo im Netz.

Gruß und danke für eure Antworten. Ich werde mich weiter informieren und euch eventuell noch ein par Fragen stellen.

 
Das ist aber eine unhöfliche Antwort Reticulum.
Ich finde es nicht zu viel verlangt, sich wenigstens
mit dem Vornamen vorzustellen, schließlich teilen hier
die Leute Wissen mit einem und gute Tipps für die man
selber sehr viel Geld ausgeben müsste um es zu verstehen
oder zum Teil sehr viel Zeit benötigt um sich alleine
überhaupt reinzufuchsen.


Ich denke wohl kaum, dass man mit der Information, dass
du dich für die Astronomie begeisterst negativ verwendet.


Beste Grüße und viel Erfolg


Shahin
 
Hallo.
Ich würd dir auch zu einem Dobson raten, dann kannst du dich erstmal mit dem Teleskop beschäftigen, was Zeit genug beanspruchen wird, bevor du dich mit der Funktionsweise einer parallaktischen Montierung auseinandersetzen musst. Keine Angst ein dobson ist auch ein richtiges Teleskop d:-).

Was die Sache mit dem Namen angeht, sollte es doch jeden selbst überlassen bleiben. Ein Name hat keinen gestiegerten Informationswert und der Nick erfüllt den gleichen Zweck. Ich weiß, dass in Zeiten von Facebook nicht mehr viel Wert auch Datenschutz gelegt wird, ich für meinen Teil kann nicht erkennen was ein Name, welcher im Übrigen ja auch erfunden sein kann, mit Höflichkeit zu tun hat.

Gruß Deadlock
 
Hallo Reticulum,

ich bin ja selber Anfänger und habe mich bislang hier nur mit meinem Selbstbau-Stativ/Montierung geoutet :).

Alleine anhand der ersten (weitgehend kostenneutralen) Versuche hat sich schon einiges ergeben:

Ich hatte neulich mal leihweise ein Kauf-Rohr (Preisklasse würde ich auch so um die 300,- schätzen) unter den Fingern. Der Spaß-Faktor hielt sich aufgrund der "Wackelpartie" in engen Grenzen.
Ich persönlich fand es sehr anstrengend / unbefriedigend damit umzugehen. Ein stabiler Unterbau ist meiner Meinung nach recht wichtig und macht die Beobachtung deutlich bequemer. Auf meinem "Selbstbau-Grob-Holz-Teil" kann ich mich sogar bequem auflehnen (nicht wirlich repräsentativ) bzw. wärend der Beobachtung zumindest die Hand drauf lassen -- was mir als Anfänger die Sache etwas vereinfacht. Mit dem Kauf-Teil ging das mal gar nicht.

Auch ein gutes Okkular mit ordentlichem Einblickverhalten wird dahingehend helfen. Sollte ich mir mal ein Profi-Teil zulegen, dann würde ich da ebenfalls gesteigerten Wert drauf legen.

Kommen wir zu meinen Foto-Experimenten, die eine deutliche Erschwernis im Vergleich zur rein optischen Beobachtung darstellt:

Nachdem ich sehe, wie flink so ein Himmelskörper schon bei einer 150-fach-Vergößerung ein mal quer durch das Display der Kamera rauscht, denke ich, dass eine automatische Nachführung angezeigt ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn man etwas länger belichten möchte. Insofern könnte auch ich mir vorstellen, dass es mit der 300,-Preisklasse eng wird.

Auch eine stabile Montierung ist in Hinsicht auf die Fotografie hilfreich. Jede auch nur kleinste(!) Erschütterung, manuelle Einstellung an der Cam oder Fokus führt bereits bei 100facher Vergrößerung zu derben Wacklern, die sich besser möglichst flott ausschwingen sollten. Besser ist es aber, wenn es gar nicht erst dazu kommt.

Soweit mal mein Beitrag. Hoffe, das hilft
oder verdeutlicht das eine oder andere. Jedenfalls würde ich vor einem Kauf eher auf eine gute Beratung Wert legen und (besser) nach Möglichkeit mal diverse Geräte ausleihen / testen. Ich kann mir momentan auch nicht vorstellen, dass ich in der 300er-Preisklasse fündig würde. Dann doch lieber (ggf. mit mehreren Leuten zusammen) etwas mehr investieren oder die Anforderungen etwas drosseln (z.B. Fotografie erst mal hinten an stellen).

MfG

Martin Moutarde

 
Zitat von Deadlock:
Was die Sache mit dem Namen angeht, sollte es doch jeden selbst überlassen bleiben. Ein Name hat keinen gestiegerten Informationswert und der Nick erfüllt den gleichen Zweck. Ich weiß, dass in Zeiten von Facebook nicht mehr viel Wert auch Datenschutz gelegt wird, ich für meinen Teil kann nicht erkennen was ein Name, welcher im Übrigen ja auch erfunden sein kann, mit Höflichkeit zu tun hat.

Gruß Deadlock

Nun ja, in diesem Forum ist es so üblich, seinen Vornamen zu nennen. Das erleichtert die Anrede und spätestens nach Deinem ersten Teleskoptreffen erkennst Du die Menschen, die zu den Namen gehören. Es ist einfach eine Sache der Höflichkeit, nicht mehr und nicht weniger.

Zum Thema: ich würde ebenfalls den Newton auf Dobsonmontierung für den Einstieg empfehlen. Es ist einfach das bessere Teleskop, der Refraktor auf der Eq3 ist eher ein Spielzeug dagegen.

Gruß, Jörg!
 
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