Das richtige Teleskop ?

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ronny2

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guten morgen ! ich habe im neuen bresser katalog das newton 203\900 eq-mon2 gesehen . es kostet ca. 500 eur. meine sehenswürdigkeiten wären planeten und deep skys . da ich eine gute web-kammera und ein laptop habe würde ich auch gerne totos machen . was haltet ihr davon ?
 
Hallo Ronny,

das Paket habe ich mir vor drei Tagen mal wegen einer anderen Anfrage angesehen. (Also die Infos im Web.) Hinzu kommt meine reiche Praxis-Erfahrung mit einem 200/800.

Also für Deepsky kannst Du das Ding ganz nett verwenden, aber für Planeten und Planetenfotografie mit der Webcam ist es kein Idealteleskop. Für Deepsky-Fotos durch das Gerät wird die Montierung nicht ausreichen, sie wird aber reichen, wenn Du den Einstieg in die Deepsky-Fotografie mit einer Spiegelreflex-Kamera und einem 135mm Tele (KB-äquivalent) machen willst. So funktioniert nämlich der erfolgreiche Einstieg in diese Disziplin, das wurde im Forum schon 1000 mal beschrieben, daher spare ich es mir heute, das genauer auszuführen.

Zurück zum Gerät. Ein weiteres Problem ist das schwierige Okularverhalten eines f/4.5-Teleskopes. Weitwinkelokulare, wie man sie für Deepsky-Beobachtung sehr gern nutzt, haben an so einem Teleskop mit einer unscharfen Randabbildung zu kämpfen. Nur einige wenige Okulare kommen damit klar. Derzeit geht die Skala von "erträgliche Randabbildung" bei ca. 130 Euro bis sehr gute Randabbildung bei 300++ Euro pro Okular.
Für die Planetenbeobachtung bestehen zwei Probleme: Die nötigen Okulare im Bereich 8mm bis 3mm können zwar "Planetenokulare" wie Orthos, Plössls oder Monos sein, aber man hat damit einen sehr geringen Augenabstand, so daß man "in die Linse kriechen" muß, und ausserdem kommen diese Okulare mit f/4,5 nicht zurecht, so daß sie selbst in der Bildmitte nicht die optimale Schärfe haben. Hier kann man sich wieder nur mit sehr teuren Planetenokularen behelfen, oder man muß ein Planetenokular mit einer guten Barlow-Linse kombinieren. Andere Beobachter nutzen auch hier die teuren Weitwinkel-Okulare weiter, wissend, daß die Abbildung nicht ganz so gut ist wie bei einem teuren Planetenoku mit einer teuren Barlow.

Dann wäre noch anzusprechen, daß ein f/4,5 Newton sehr fein justiert werden muß, das müsstest Du lernen, und Hilfsmittel (Chesire, Laser, Mittenmarkierung) einplanen.
Ich würde so ein Gerät jedenfalls nicht als Allrounder empfehlen. Es ist mehr ein Gerät für Deepsky- und Fotofreunde. Den gelegentlichen Blick auf Planeten erlaubt es. Webcam Fotos kann man auch machen, darf aber nicht die Überflieger-Bilder erwarten.

Eine wichtige Frage zum Schluß: Wird das Gerät überhaupt mit einer Mittenmarkierung geliefert? Wenn nicht, dann wäre dieses Gerät für den Einsteiger nur am Stern justierbar, und das ist eigentlich ein Justageprozess für den "Freak", der nach einer normalen Justage nochmal das letzte aus der Optik rauskitzeln will. Dazu braucht man auch selten gutes Wetter (ruhige Luft). Ohne Mittenmarkierung jedenfalls ist eine Laserjustage unmöglich, und ich frage mich, ob Du ein nagelneues Gerät wirklich auseinandernehmen willst, um die Mittenmarkierung anzubringen. (Und was sagt die Garantie dazu?)

Also, Abschluß: Ein Newton mit 200/1200 ist ein richtiges Allroundgerät. Der ist blos nicht mehr billig auf eine Montierung zu packen, aber wenigstens etwas Justagefreundlicher.

Clear Skies
Sven
 
ähem was meinst du damit

Sorry

bin da noch nicht so versiert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/erschreck.gif" alt="" />
 
Hallo Ronny,
die Sternguckerei ist ein schönes Hobby. Allerdings benötigt man sehr viel Wissen und Erfahrung um das Hobby richtig betreiben zu können.
Deshalb ist es auch fast unmöglich einem Anfänger ein gutes Teleskop zu empfehlen.
Wenn sich ein Einsteiger durchaus ein Beobachtungsinstrument zulegen möchte, dann sollte er sich einen Feldstecher und ein gutes Anleitungsbuch zulegen (auch kostengünstige Feldstecher sind sehr Leistungsfähig und zeigen am Himmel sehr viel).
Wenn es denn unbedingt schnell ein Fernrohr sein muss, dann kann man nur zu einem billigen Lidlscope (oder ähnlich kostengünstigen Rohren) raten. Mit diesem Fernrohr kann man sich den Mond gut angucken. Ich habe z.B. ein solches Fernrohr verbessert und als Leitrohr auf einem 10-zoll Newton. Als ich ich einmal Jemandem bei schlechtem Seeing den Mond in beiden Fernrohren gezeigt habe, war er der Meinung, dass der Mond im Lidlscope viel besser zu sehen ist, als im Spiegel (der ganze Mond und schärfer). Dieses (zugegeben etwas extreme) Beispiel verdeutlicht vielleicht, dass ein Einsteiger ein großes Fernrohr unter Umständen gar nicht richtig ausnutzen kann.
Wenn beim Beobachten mit dem Feldstecher oder mit dem Lidlscope ein ernsthafteres Interesse an der Himmelsbeobachtung entsteht, dann sollte man sich erfahrenen Sternfreunden anschließen und mal durch deren Teleskope schauen, bevor man viel Geld ausgibt. Wenn man das Interesse verliert, kann man das Lidlscope bei eBay verschlitzen, den Feldstecher kann man auch anderweitig nutzen.
Nur so kann man vermeiden ,dass man viel Geld (500 Euro bzw. 1000 Mark sind jedenfalls für mich viel Geld) in das falsche Fernrohr investiert.

Frank

www.stern-freund.de
 
Hallo, weil aus Versehen eine Antwort auf diesen Thread in einem neuen Thread geschrieben wurde, möchte ich den Thread wieder zusammen führen.

Viele Grüße, Stefan



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Posting von ronny2
Das richtige Teleskop ?
20:49 04/12/2005

danke für eure beiträge !
ich beobachte den sternenhimmel seit ca. 2 jahre . mein instrument : ein bresser 114\900 ! ich dachte mir , es ist die zeit gekommen ein neues zu kaufen . ich dachte mir wie gesagt , daß das bresser 203\900 für die leistung eine gute investition ist. sollte man durch dieses teleskop nicht mehr sehen als durch das 114\900 ? einen nachführmotor würde ich mir noch zusätzlich anbauen er soll bei 150 eur liegen . mein beobachtungsort ist Berlin . nehme aber auch ne std. fahrt in kauf.die fotografie mit der webcam , ich fange gerade an und erwarte nicht das beste.


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Guten Morgen liebe Beobachter,
habe hier einen 12,5" Dob mit 1524 Brennweite auf Rockerbox im Einsatz (=Veränderliche Sterne). Kaufte 1998 die Plössl Okus der Serie 3000, 1,25". Bin bis heute damit sehr zufrieden. Vergrößerungsbereich 76fach bis 304fach (20 mm bis 5 mm). Eine Barlowlinse 2fach zeigte mir d.J., daß die Kollimation ab 300fach nicht 100% war. Da bei Veränderlichen Sternen selten hier bis 304fach gegangen werden kann, ist das nicht weiter tragisch.
Konnte an einem günstigen Beob.-Tag (gutes Seeing) mal den Saturn bis 609fach sehen, das hat mich "vom Hocker gehauen".
Möchte noch erwähnen, daß mich die Nachschubserei noch nie gestört hat (das Gerät war von Astrocom, als noch Wolfi R. dort angestellt war...)

Gruß von hier (10° 8' ö. L., +52° 1' n. Br.)

Günther
 
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