das sind wir,das machn wir,machn wir das richtig?

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SiuSeb

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Hallo zusammen,

erst mal zu unseren Personen.

Sina:
Biologiestudentin, schon seit der Kindheit begeistert von den sternen ;)

Sebastian:
Staatlich geprüfter Techniker - Elektrotechnik, total technik begeistert und ebenfalls seit der Kindheit interessiert am Sterne, Planeten und Kometen gucken (Hale-Bob).
(Damales in der Garagensternwarte des Nachbarn)

Zusammen haben wir schon eine Planetarium besucht und viele Astrodokus gesehen.

Jetzt wollen wir richtig einsteigen ;)

Haben ein Einsteigermodell bereits im Wohnzimmer stehen welches bestimmt schon 8 Jahre im Keller von Sina lag und heute wieder zum leben erweckt wurde.

Link zur Grafik: http://s7.directupload.net/images/120112/6w5yqio6.jpg

In der letzten Woche haben wir uns hier bereits ein wenig schlau gelesen.

Unser Plan:
1) Mit dem Einsteigermodell + Sternenkarte einen Groben überblick über unseren Sternenhimmel verschaffen.


2) Fortgeschrittennes Teleskop erwerben um Tiefer in die Zeit und den Raum zu schauen.

Nach schlaulesen Teleskopzusammenstellung:

- Skywatcher Montierung EQ-6 SynTrek
Soll zukünftige Teleskope halten.
Haben uns gegen GOTO entschieden weil wir halt den Sternenhimmel kennenlernen wollen.

- Ein Newton Teleskop bis 300€ soll die Geschichte dann abrunden.

- Ebenfalls ist Astrofotografie wichtig für uns, wir besitzen bereits eine Canon EOS-50 D.

3) Von euch beraten lassen ;)
Was haltet ihr von unseren Vorstellungen? Was würdet ihr anders oder besser machen?


vielen lieben dank schonmal für eure Tipps,

lg Sina und Sebastian

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Ihr Beiden,

das sieht nach einem Plan aus ;-)

Wollt Ihr euch auf Fotografie konzentrieren oder auch visuell mit dem neuen Teleskop beobachten?
Wenn visuell, solltet Ihr auch noch ein paar Okulare ins Budget einplanen.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit dem neuen Hobby.
 
ja beides, zu welchen Teleskop würdet ihr uns den Raten?

Noch ne Frage:
z.B. bei dem Skywatcher Teleskop N 150/750 Explorer BD OTA

da ist der sucher total komisch verbaut wie bei fast allen.... wie man durch das Okular schaut kein problem...

ABER wie soll man durch den sucher gucken wenn das Teleskop in Brusthöhe steht? Den kopf komplett ausrenken und über das Teleskop legen???

sorry für die doofe frage.

aber danke schonmal für die hilfe
 
Hi,

Zitat von SiuSeb:
- Ein Newton Teleskop bis 300€ soll die Geschichte dann abrunden.
ein bischen mehr würde ich hier schon ausgeben.
Für 295€ gibt's den Skywatcher 200P OHNE Mikrofokussuíerer, für 353€ MIT (und hat einen etwas größerem Fangspiegel).

Visuell und fotografisch geht mit einem Teleskop auch bei einem Newton nur mit Kompromiß. Entweder ist der Fangspiegel groß genug für eine gute Ausleuchtung des Kamerasensors (DSLR) und damit zu groß für visuell (mindert den Kontrast). Oder er ist klein genug für hohen Kontrast visuell, aber dann mit schlechter Ausleuchtung des Kamerasensors.
Einige Newtons liegen mit einem Fangspiegel mit mittlerer Größe zwischen beiden Optima, also weder Fleisch noch Fisch. Andere sind fotografisch optimiert mit großem Fangspiegel. Rein visuelle ausgelegte Newtons kenne ich keine von der Stange.

Ihr solltet Euch also bewußt sein darüber, daß man visuell und fotografisch mit nur einem Teleskop nicht am Optimum liegt.

Gruß,
Markus
 
ich würde sagen erstmal ein visuelles Teleskop, und da dann nach möglichkeit die EOS draufklemmen...
ist das Skywatcher 200P für visuelle Beobachtungen?

und was ist mit dem Sucher bei diesen Dingern wie soll ma da gemütlich durchgucken können?
 
Hi,

> und was ist mit dem Sucher bei diesen Dingern wie soll ma da gemütlich durchgucken können?

nicht nur der Sucher. Auch am Okular wirst Du an einem parallaktisch montierten Newton mehr oder weniger die Wirbel krümmen müssen. Wenn Du die Montierung über das Firmament schwenkst, dreht sich der Okularauszug mit. Je nachdem wie ungünstig der Tubus in den Rohrschellen sitzt, kann das recht ungemütlich werden. Die Rohrschellen kann man lockern und den Tubus drehen, ist aber ohne Rotationsschelle nicht ganz ungefährlich für das Equipment.

Gruß,
Markus
 
Hi,

> ist das Skywatcher 200P für visuelle Beobachtungen?

der hat keinen Mikrofokussierer, der 200PDS hat den Mikrofokussierer (hatte ich vergessen, dazuzuschreiben), aber einen größeren Fangspiegel (29% Obstruktion). Visuell sollte man wegen des Kontrasts nicht über 25% Obstruktion gehen (mein Newton auf Dobson-Montierung hat 20%, der ist rein für visuell ausgelegt).

Gruß,
Markus
 
Morgäähhn,

an der Montierung würde ich nicht rütteln, die EQ6 sollte Euch auf lange Sicht eine Menge Spass bereiten, sowohl visuell, als auch mit der DSLR am "Rohr".

Nun zum Newton, auf die 1:10 Untersetzung möchte ich nicht mehr verzichten. Mit der Kamera wird das fokusieren erheblich einfacher und auch visuell macht es bei hohen Vergrößerungen mehr Spass.

Beim Rest der Optik (Fangspiegel usw.) würde ich auf einen fotooptimierten Newton setzen. Zwar ist aufgrund der Obstruktion eine klare Kontrasteinbuße vorhanden und auch Okulare sind sorgfältiger zu wählen, dafür kannst du dir relativ sicher sein, ohne martialisch anmutende Eingriffe am Tubus auch mit einer Kamera in den Fokus zu gelangen.


CS (heute sieht´s endlich mal wieder nach ner klaren Nacht aus)

Markus
 
Servus Ihr zwei,

die EQ6 ist eine hervorragende Wahl, in dieser Preisklasse gibt es eigentlich nichts besseres. Einzig die 90,-EUR mehr für die SynScan Variante wäre zu überlegen, denn besonders für die Fotografie erleichtert ein GoTo doch deutlich das Auffinden.

Beim Newton ist die Frage, ob 150mm Öffnung für Euch reichen, oder ob es eher doch 8" sein sollen. Den 150PDS gibt's für ca 260,-EUR. Einen 200PDS bekommt Ihr ab 350,-EUR wenn ein guter Auszug dabei ist. Foto-optimierte Newtons sind allerdings deutlich teurer.

Fragt beim Händler mal nach einem Kombiangebot, da geht sicher noch was.

CS,
Peter
 
Hallo Markus,

Deine 25% Obstruktionsgrenze erinnern mich an einen "streng geheimen US-Airforce Bohrplan". Ich halte nichts von solchen Begrenzungen, weil ich meine, dass man die Einsatzmöglichkeiten im Vordergrund sehen muss. Nutze ich beispielsweise einen Newton 200/1000 dann kann man leicht 25% Obstruktion (also 50mm) überschreiten. Sinnvoll ist das, wenn eine fotografisch gute Ausleuchtung gewünscht ist, und visuell würde man dies machen, wenn man das Gerät primär für Beobachtungen von Deepsky-Objekten mit großer Ausdehnung nutzen will - also schwache Vergrößerung mit einem hellen Bild. Dann kann man die entstehenden Nachteile bei der Beobachtung von Jupiters Pastelltönen als hinnehmbar anschauen.
Schon bei einem 200/1200 komme ich zu einer anderen Einschätzung, weil der schon sehr leicht und mit wenig Einschränkungen bei der Ausleuchtung eines großen Feldes unter 50mm Obstruktion zu bringen ist. Viele Sternfreunde setzen den mit 40mm Obstruktion ein, wobei diese dann natürlich betonen, dass das Gerät für Jupiters Pastelltöne ausgelegt ist, womit sie die Nachteile bei der Beobachtung von Objekten wie dem Nordamerikanebel gern in Kauf nehmen (und sich diese Objekte eben trotzdem anschauen).

Ich würde es also nicht an visueller Auslegung festmachen, sondern daran, welche Beobachtungsziele man betont (ohne dass man andere Beobachtungen ganz ausschließen muss).

Clear Skies
Sven
 
Hmm das mit der Obstruktion verstehen wir nicht ganz so.

Welches Teleskop würdet ihr uns denn empfehlen? So nen Allrounder zwischen Deep Sky und Saturn, jupiter

Und haben wir Nachteile dadurch das ich bei dem eq6 kein goto habe bei der astrofotografie?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
LAsst euch nich verrückt machen wegen der Obstruktion. Bevor ihr diesen Unterschied erkennen könnt, werdet ihr dann eh euch spezialisieren und ein anderes Rohr kaufen. Ich würde in eurer Preislage auch das GSO f/5 wählen. Früher gab es noch eine 6" f6 Variante, die wäre auch eine Überlegung wert. Sie geht etwas freundlicher mit Verzeichnungen an Sternen um und ist etwas justierunempfindlicher.

Es ist für einen Anfänger schwer zu entscheiden, was wirklich sein muss und was dem Anfänger vielleicht gar nicht auffällt und erstmal nicht sein muss.
Dazu kommt das jeder Beobachter auch unterschiedliche PRäferenzen für sich gefunden hat und dem entsprechend auch andere Teleskope bevorzugt.

Ich persönlich denke, dass ihr mit der Newton Bauweise glücklich werden könnt. Er ist relativ einfach zu justieren und justierbarkeit ist ein nicht zu unterschätzendes Kriterium. Möglicherweise wäre der Griff zu 8" eine Überlegung wert.

Gruß Deadlock
 
Hallo Zusammen,

hm. Aaaalso... Thema Foto: http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html
Das heißt Goto nimmt Euch nicht das Nachführen ab, also ist es auch kein besonderer Nachteil, außer man findet nicht, was man fotografieren will. Trotzdem... bitte den Link lesen.

Obstruktion: Spiegelteleskope haben meistens einen Gegenspiegel. Der deckt einen Teil der Öffnung ab (und es gibt wirklich welche bei denen das nicht passiert, die Schiefspiegler). Das stört durch Beugungseffekte. Die bewirken, dass durch das Teleskop mittelgroße Details etwas flauer abgebildet werden, während Details die so gerade noch erkennbar sind etwas mehr Kontrast bekommen - dazu muss das Teleskop aber penibelst justiert sein.
Deshalb scheut man halt für manche Beobachtungen große Obstruktion, wobei immer der Durchmesser-Vergleich als Wert betrachtet wird. 200mm Öffnung und 50% Obstruktion macht einen 100mm großen Kreis Abschattung in der Mitte der Öffnung - ist ein verrückter Wert, nur als Beispiel. Aber einn 200/800 der für fotografische Ausleuchtung optimiert ist, braucht schon einen 70mm großen Fangspiegel, also über 35%. Der ist nötig, weil fotografisch sonst in den Bildecken nicht mehr der ganze Hauptspiegel zu sehen ist - also dunkle Ecken, Vignettierung. Daher das ganze.

Lest Euch doch ruhig mal quer durch meine Einsteiger-Ecke (Link oben), dann wird wohl einiges klarer. So könnt Ihr die Beratung besser nachvollziehen.

Clear Skies
Sven
 
Hi Sina und Sebastian, :huhu:

laßt Euch net verrückt machen.

Für den Einstieg (der kann mehrere Jahre dauern), reicht ein 6" Newton. Ein 8" Newton kann mehr Objekte zeigen, wenn der Himmel dazu paßt. Ihr solltet aber darauf achten, daß beide einen 2" Okularauszug haben. Dann kann man an beide Teleskope eine DSLR prinzipiell mal ranschnallen.

Die Entscheidung für die EQ6 ist sehr gut. Die trägt sowol den 6 als auch den 8"er in f=5 oder f=6. Diese Montierung wird Euch sehr lange zufrieden stellen. Und man kann später, wenn Astrofotografie dazukommt, entsprechend aufrüßten. :)

Für den Anfang (visuelles Spechteln) auf Goto zu verzichten ist ein gangbarer Weg. Das stellt sicher, daß Ihr Euch mit den Positionen der Objekte am Himmel beschäftigen müßt. :)

Achtung: Aus einer Stadt heraus macht es aber keinen Spaß, Galaxien und Nebel zu beobachten. Die gehen im aufgehellten Stadthimmel unter. Bei hellem Stadthimmel machen dagegen Planeten, Sonne und Mond sowie Kugelsternhaufen enorm Spaß.

Für die Fotografie ist dann Goto sehr hilfreich, weil man das zu fotografierende Objekt schneller findet.

Bei der Astro-Fotografie gibt es 3 verschiedene Varianten, die unterschiedliche Ansprüche an die Nachführgenauigkeit stellt:

1) Fotografie mit feststehender Kamera (also auf Stativ):
- Strichspuraufnahmen mit hübschem Vordergrund
- Übersichtsaufnahmen des Himmels, auch mit Vordergrundmotiv

garkeine Anforderung an die Nachführung, aber dunkler Himmel erwünscht :)


2) Fotografie mit Weitwinkel- bis Teleobjektiv huckepack auf der Montierung:
- Übersichtsaufnahmen der Milchstraße, Sternbilder
- großflächige Nebel, Kometen und Strukturen innerhalb der Milchstraße

wenig Anforderungen an die Nachführung, aber auch dunkler Himmel erwünscht :)


3) Fotografie durch das Teleskop als Optik:

- Sonne und Mond macht man (formatfüllend) am Besten mit einer DSLR, da reichen schlicht Motoren an der Nachführung.

- Planeten macht man mit einer Webcam oder einer s/w Kamera + Farbfilter. Auch hier reicht eine motorisierte Montierung.

Sonne, Mond und Planeten benötigen Belichtungszeiten unter 1/25 Sekunde. Da ist es wurscht, ob das Objekt (innerhalb von mehreren Minuten) langsam aus dem Gesichtsfeld wandert. Da kann man bequehm mit den Tasten an der Teleskopsteuerung korrigieren und den Planet im Gesichtsfeld der Kamera halten. Geht aus einer Stadt heraus wunderbar.

- Deepsky-Objekte (Kugelsternhaufen, Galaxien, Supernovaüberreste, Planetarische Nebel...):

Da wird pro Einzelbild mehrere Minuten belichtet. Daher benötigt man da "Guiding". Früher (als es noch keine Guidingkameras gab), klebte der Fotograf mit seinem Auge am aufgesattelten Guidingrohr und hat versucht, die kleinste Abweichung von der Idealposition (Stern im Fadenkreuzokular) mit den Tasten auf der Steuerung zu korrigieren. Heute erledigt das die Kamera und ein Programm, das die Guidingimpulse an die Montierung schickt.

Hier sind höchste Ansprüche an die Nachführgenauigkeit da und der Himmel muß dunkel sein :)

Je nachdem, was Ihr fotografieren wollt, brauch ihr ein Teleskop mit entsprechenden Brennweite. Für Planeten eine sehr lange Brennweite (mehrere Meter, die macht man mit Barlows oder Okularprojektion), für großflächige Nebel eine sehr kurze Brennweite (so um die 500 mm) und für Galaxien so um 1 Meter.

Wenn sich also irgendwann mal rauskristallisiert, was Ihr am liebsten Fotografiert, dann werdet Ihr nicht drum rum kommen, Euch dafür das entsprechende fotografisch ausgelegte Teleskop zu kaufen...

Das selbe gilt auch für die visuelle Beobachtung.


Zum Sucher und der Einblickposition:

Ja, es ist ein bissy unbequehm. Aber Ihr guckt ja die allermeiste Zeit durch das Teleskop! Den Sucher (egal ob Telrad, Quickfinder, Sucherfernrohr) nutzt man ja nur zum Finden des Objektes. Mit etwas Übung sind das weniger als 30 Sekunden, die man da durchguckt. Und dann viele Minuten wo man durch das Okular am Teleskop guckt. Wenn man zu zweit beobachtet, verdopelt sich die Zeit vom Beobachten nochmal, ehe man per Sucher das nächste Objekt einstellt :)

 
Hallo Fee,

Zitat von Sternenfee123:
Für den Einstieg (der kann mehrere Jahre dauern), reicht ein 6" Newton. Ein 8" Newton kann mehr Objekte zeigen, wenn der Himmel dazu paßt.
6" Öffnung haben mir nicht gereicht. Auf der EQ6 würde ich gleich 8" nehmen. Bei derselben Vergrößerung ist das Teleskop mit der größeren Öffnung heller (hier ~70%).
Auf http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_deepsky.htm sieht man sehr schön die Unterschiede.

Gruß,
Markus
 
Hallo Sina und Sebastian,

bei einem Newton-Teleskop auf parallaktischer Montierung befindet sich der Okularauszug an der Seite. Er dreht sich natürlich mit dem Teleskop mit und ist daher manchmal oben, manchmal unten, oft ungünstig. Ein höhenverstellbarer Stuhl (z.B. Bügelstuhl aus dem Versandhaus für 30 €) kann da hilfreich sein. (Einen immer bequemen Einblick bekommt man mit einem Schmitt-Cassegrain-Teleskop, das allerdings deutlich teurer ist.)

Wenn man einen Paketkauf bei einem Astrohändler vornimmt, bekommt man oft einen ordentlichen Rabatt. Meiner Erfahrung nach ist es auch hilfreich, wenn man zunächst mit dem Händler via eMail ins Gespräch kommt, so dass dieser merkt, dass man später Weiteres kaufen möchte.

Für die EQ 6 ist auch ein 8-Zoll-Newton geeignet. Für das visuelle Beobachten wäre der 200/800 jedoch ungeeignet. Der 200/1000 verlangt zwar eigentlich schon nach teureren Okularen, aber wenn man damit leben kann, dass die Abbildung am Rand des Okularsichtbereiches nicht mehr gut ist, tun es auch Okulare um 50 Euro pro Stück.

Die meisten Newton-Tuben sind heute eher fotooptimiert. Dann benötigt man eine Verlängerungshülse für die visulle Beobachtung. Die bekommt man bei Paketkauf gleich mit, wenn man dem Händler genau beschreibt, was man damit machen möchte. Umgehkehrt ist es aber (ohne aufwändigen Umbau) unmöglich einen visuell optimierten Newton auch zum fokalen Fotografieren mit der DSLR zu verwenden.

GSO hat in den letzten Jahren deutliche Verbesserungen an seinen Tuben vorgenommen, die jetzt stabiler und einfacher zu justieren sind.

Bezüglich der Okulare und Filter sowie des Einstiegs in die Astrofotografie kann ich nur empfehlen, einmal mit Sternfreunden aus Eurer Umgebung mit zu beobachten. Für den Anfang reichen meiner Meinung nach ein 2-Zoll-Übersichtsokular und eines mit einer mittleren bis kleinen Brennweite. Außerdem gibt es inzwischen Autoguider, die bereits an einem ordentlichen Sucherfernrohr zuverlässig die Nachführung steuern.

Das Goto hat den Vorteil, dass man das Sucherfernrohr nur für den 3-Sterne-Abgleich benötigt und sich danach nicht mehr so sehr verrenken muss.

Gruß, Günther.
 

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Hallo Sina und Sebastian,

ein Teleskop zu empfehlen ist generell eine relativ schwierige Sache, weil die Anforderungen und Erwartungen der Fragenden sehr unterschiedlich sind. Dann kommt es auch noch auf das Forum an, in dem man nachfragt.

Prinzipiell gibt es zwei Wege, ein neues Hobby anzufangen:
- Reinschnuppern mit überschauberem Budget
- voll Einsteigen

Jedes Szenario hat dabei Vor- und Nachteile. Beim Reinschnuppern ist die Gefahr sehr groß, dass man nach einer gewissen Zeit vieles 2x, 3x oder 4x kauft.
Der Einstieg dauert dabei keinesfalls mehrere Jahre und der Wunsch nach "Mehr"- wenn man denn wirklich engagiert und mit Herzblut dranbleibt - kommt üblicherweise schon nach wenigen Monaten.
Wenn das Thema Fotografie ansteht, potenziert sich das Ganze noch. (hier ein Adapterchen, da eine Guidingkamera, Software, Kabel, Leitrohr, Montierung...)

Ich kann und will keine konkreten Geräte empfehlen. Ich denke, man muss dieses Zeug life in einem Laden ansehen und anfassen um ein Gefühl dafür zu entwickeln. Eine größere Montierung will auch erstmal samt Gegengewichten ins Auto geschleift werden.

Mein Tipp wäre nur: Visuell und Fotografie nicht mit einem einzigen Teleskop erschlagen zu wollen, weil das mittelfristig gesehen beiden Disziplinen zuviel Kompromisse abverlangt.
Der andere Tipp: Es ist völlig egal, welches Euer erstes Teleskop werden wird. Es ist nicht das letzte...

Die Standard-Empfehlungen mit vernünftiger Besitz-Halbwertszeit lauten üblicherweise:
- Sternfreunde aufsuchen
- visuell 8-10" Dobson mit 3-4 Okularen
- fotografisch Goto-Monti mit kleinem Refaktor

Das ist auch nicht verkehrt, am besten in dieser Reihenfolge. Manche fangen sogar direkt erfolgreich mit der Fotografie an, weil sie von vorne herein keine Lust auf flaue, graue Wattebäuschchen an der Wahrnehmungsgrenze haben. Andere finden genau das toll.
Bei der Fotografie kann der Himmel wesentlich mehr Aufhellung aufweisen, als visuell (natürlich ist ein dunkler Himmel trotzdem IMMER besser)

Das Ganze Zeugs mit Obstruktion, geeigneten Okularen usw. ist am Anfang alles zweitrangig, bis man mal ein Gefühl dafür bekommt, was wirklich wichtig ist.
Nach den ersten Beobachtungen fällt einem ganz automatisch auf, was man gerne besser oder anderes hätte.
Dann erst kann man auch erkennen, warum jemand etwas in einem Forum geraten oder davon abgeraten hat. Die eigentliche Herausforderung und der Spaß ist, dies selbst heraus zu finden


OT:
Wenn ihr mal im Raum Stuttgart seid, empfehle ich diesen hier: GC34955

Grüße
Rolf










 
Hi,

gratulation zur Hobbywahl ;-).
Vieleicht sagt ihr uns einfach mal wo ihr wohnt, dann findet sich bestimmt auch wer in eurer Umgebung der das ein oder andere mal zeigt und vorführt. (z.B. sind die teleskope eigentlich immer größer als man denkt)
Desweiteren hast du recht mit dem ungemütlichen Sucher, doch da gibts Winkelsucher als Alternative, die gewähren vorallem bei Zenit nahen Objekten einen guten Einblick, da das Sucherokular parallel zum OAZ ist. Hier mal eine güntigere Variante von TS, sollte man beim Händler auch gegen wenig Aufschlag dranbekommen:
http://www.teleskop-express.de/shop...cher---mit-Halter---weiss---90--Einblick.html

Lg und CS
Leon
 
Guten Abend,

mit so viel Feedback hatten wir gar nicht gerechnet.

vielen Dank schonmal dafür.

Wir kommen aus dem Kreis Recklinghausen im Ruhrgebiet, und haben wirklich großes Interesse uns solche Teleskope und Montierungen mal Live anzusehen.

CS Sina und Sebastian

ps. danke für den GC Tipp ;) wenn wir mal in der Gegend sind versuchen wir ihn zu Loggen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sina und Sebastian,

wenn ihr noch so viel Zeit habt, dann wäre der Besuch der ATT in Essen eine gute Idee, um sich viele Geräte live anzusehen. Die kann man dann vielleicht auch mal anheben, um nicht nur die Größe, sondern auch das Gewicht zu testen. Essen ist ja nicht so weit von Recklinghausen entfernt. Die ATT findet am 05.05.12 statt. Link:
http://www.att-boerse.de/news.html

Schönen Gruß
Manfred
 
was haltet ihr von dem KLOPPER ? ;) zwa ne nummer teuerer wie geplant aber naja schaun wir mal...

Skywatcher Teleskop N 250/1200 PDS
 
Hi,

macht Euch doch auch mal Gedanken über Okulare. Mit dem Klopper seid Ihr jetzt bei f/4,7. Je kleiner das Öffnungsverhältnis, desto teurer die Okulare und/oder benötigt einen Paracorr, der mehr als das Teleskop kostet.
Fotografisch braucht der 10"er was größeres als die EQ6.

Gruß,
Markus
 
Wenn ihr Anfänger seid und euch erstmal auf visuell konzentriert, dann ist sicher ein Dobson die absolut beste Wahl. Newtons auf Dreibeinmontierungen sind bei weitem nicht so flexibel in der Handhabung, ein Dobson ist schnell aufgestellt und leicht zu bedienen. Das Nachschubsen ist, wenn man Okulare (3 reichen absolut, z.B. ca. 50x, 100x, 150x) mit einem Gesichtsfeld von mindestens 68° hat, überhaupt kein Problem. Sich mal bei Astrokollegen die verschiedenen Teleskoparten anzuschauen, macht Sinn und ihr merkt schnell was euch am besten zusagt. Ein 10" f/5 Dobson ist eine Anschaffung, die man meist sehr, sehr lange behält.
Astro-Fotografie wiederum ist was absolut nicht Einfaches und sollte man erst später, wenn man die Leidenschaft, Zeit und das viele Geld spendieren will, angehen - am besten mit jemand, der einige Erfahrung damit hat. Ansonsten ist es ziemlich langwierig und meist frustierend bis man gute Fotos hinkriegt ...
 
Hallo,

ich kenne einige Sternfreude, die genau das gemacht haben: Die wollten auch einen Newton auf parallaktischer Montierung. Zuerst den 6-zöller im Visier, ach nee, doch lieber gleich 8", mhhh... 10" kostet auch nur wenig mehr. Also 10" auf EQ6, wird bestimmt super --> gekauft.

Nach 1 x Beobachten die Ernüchterung: Mist, die EQ6 ist hölleschwer und wackelt trotzdem mit dem dicken Rohr.
Mist, den unrunden Tubus in den klapprigen Rohrschellen immer drehen zu müssen damit der Einblick stimmt, ist auch nicht toll.
Astropause - Frust - Überlegen - ah, den Newton zum Dobson umbauen.
Dann im Forum lesen, dass die normale EQ6 zum Fotografieren nicht so das Wahre ist. Mist EQ6 verkaufen.

Und schon sind wir beim Thema: alles 2x, 3x, 4x kaufen.

Daher ist der uralte 0815-Ratschlag mit 8"- 10" Dobs für den visuellen Einstieg nicht verkehrt. Ja, ich weiß, ein Dobson sieht nun mal gar nicht wie ein leistungsfähiges Teleskop aus.
Als Anfänger kommt man die ersten Wochen mit den mitgelieferten Okularen erstmal prinipiell zurecht. Man merkt dann schnell, was noch zum weitern Beobachterglück fehlt. Ein dauerhaft spaßbringedes Okular kostet dann normalerweise einen 3-stelligen Betrag.

Fotografisch konnte ich die Kombination 10" Newton + EQ6 (gottseidank) nie ausprobieren, aber ein (leichter) Griff an das Gesamt-Konstrukt hat mir auch gereicht.

Die Aussage von "antaresxt" kann ich nur voll unterstützen.

Grüße
Rolf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Zusammen,

ich habe den beiden per PN Informationen zum AVR/RAST, also dem Sternfreunde-Treff hier in Recklinghausen gegeben. Sie können also die Chance nutzen, einige Teleskope life zu sehen und einige sehr aktive Astrofotografen zu löchern.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Günther,

zu dem letzten Bild sollte man vielleicht noch sagen, daß wohl niemand seinen Newton in diese Lage drehen wird. Meine stehen fast immer inm Gegenrichtung und brauchen dadurch generell kaum gedreht zu werden.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Markus!

Zitat von helly:
Mit dem Klopper seid Ihr jetzt bei f/4,7. Je kleiner das Öffnungsverhältnis, desto teurer die Okulare
Nö, sie werden mit steigendem Öffnungsverhältnis teurer, sollen sie auch am Rand gut abbilden. 1:4,7 ist größer als 1:5 (und die Schreibweise "f/irgendwas" für ein Verhältnis einfach falsch) ...

Grüße

fquadrat
 
so...

wie gesagt vielen dank nochmal für die vielen tipps.

was haltet ihr von dem?



GSO 8" f/5 Parabol Newton Teleskop - Optischer Tubus mit Schellen und 8x50 Sucher
 
Hi
GSO hat üblicherweise einen etwas größeren Fangspiegel und einen Fokus der Kameras entgegen kommt. Fürs visuelle brauchst du einen Verlängerungshülse, die aber mitgeliefert wird. Wenns nich dasteht mal nach fragen. Für eure Zwecke ein guter Kompromiss denke ich.


Gruß´Deadlock
 
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