Das Teleskop meines Großvaters

JuliaMaria

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Nachdem das Teleskop meines Opas der sich seine eigene Sternwarte in den 50ern gebaut hat seit viel zu langer Zeit herumliegt und alles an Wissen um das Gerät innerhalb der Familie verloren gegangen ist würde ich um Auskunft bitten ob das Modell hier irgendwem bekannt ist? Das Teleskop wird seit mehr als 40 Jahren am selben Ort gelagert daher alte Fotos von seinem zusammengebauten Zustand. Natürlich interessiert es mich auch ob man dafür heute noch etwas bekommt auch wenn ein Verkauf gerade nicht angedacht ist. Lieber würde ich eigentlich mal durchschauen.
Vielen Dank schon mal!
 

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Hallo JuliaMaria,

auf dem ersten Foto sieht man ein Zeiss Meniscas 150/2250 (das dickere Teleskop). Auf der anderen Seite der Montierung könnte ein Zeiss AS 80/1200 Refraktor hängen. Montiert ist das Ganze auf einer Zeiss 1a oder 1b Montierung. Ansonsten sind die Biilder ja schon gut beschriftet. Auf dem letzten Foto sieht man das Meniscas zusammen mit Astrokameras (für Film).

CS Jochen
 
Moin Julia ...

Hauptgewinn! Da hast Du etwas wirklich Wunderbares!Und ... genau: BEHALTEN ist die richtige Einstellung; das Teleskop Deines Opas in Ehren halten.
Also: das was Jochen gesagt hat, ist vollkommen richtig! 150/2250mm Zeiss Mensicas (ein Maksutov-Cassegrain) und das schlankere ist der Zeiss AS 80/1200 - ein phantastisches Gerät (hab selbst so einen hier). Montierung auf einer I-B Montierung, die auf der Zeiss Glockensäule aufgebaut ist.
Vermutlich (vielleicht machst noch Photos) sind auch noch ein Haufen Okulare in einer Holzkiste irgendwo ... kleine Kostbarkeiten, die bisweilen horrende Sammlerpreise erzielen.

Wenn Du ungefähre (derzeit "sammler/marktübliche" Werte wissen möchtest):

- das dickere kurze Zeiss Meniscas um die 2000€
- der Zeiss AS in dem Zustand mit der Ausstattung (soweit sichtbar) dafür können schon mal 3000€ über den Tisch gehen.
- Montierung und Säule 1200- eher 1500€ (ist ja offensichtlich auch noch die originale Stromversorgung da)
- dann ist da noch an dem langen Zeiss 80/1200 ein Binoansatz zu sehen, will heissen: Du wirst wahrscheinlich Okularpäärchen haben. Bitte mal Photo, damit man auch das abschätzen kann.
Grob (ohne genau das weitere Zubehör zu kennen) liegst Du bei 7500-8000€ plus x.

Wenn also irgendjemand kommen sollte (leider gibt es diese Geier überall) und tönt: "das ist doch alter Schrott, komm ich geb Dir nen Tausi und hol das Zeug ab" - meine Empfehlung: Arbeitsschuhe mit Stahlkappe anziehen und der Herrschaft einen gepflegten kräftigen Tritt in den Hintern. Mit Anlauf.

Aber behalten ist eh die bessere Alternative :-)

Viel Freude mit dem wunderbaren Teleskopsystem, Grüßles Hannes
 
Hallo Ursi!
komm schon. Ich geb Dir nen Fuffi......Deal?
Überleg grade, das könnte sogar der Text eines neuen Weihnachtssongs werden?
 
Na guck, und schon kommen sie aus den Löchern gekrochen ... Aber die meinen dat nich´so ... ne?!? ;-)

Grüßles Hannes
Würde ich diese Teleskope erben/finden, ich glaube, ich würde auf die Knie fallen und weinen vor Freude. So ging es mir schon bei einer Grossformatkamera (Mahagoni, faltbar) aus dem Beginn des 20. Jhd. mit Zeiss Tessar, die ich vom "Leih-Opa" bekam. Danke übrigens für deine Details zu den Teilen!
 
Servus Julia-Maria,

Ich komme aus Österreich, (die Sternwarte steht offenbar in OÖ) und sammle selbst Zeiss Teleskope, wenn du möchtest könnte ich mir die Zeiss Optiken einmal ansehen, auch wie der Zustand der Linsen und des Spiegels ist und dir eine Einschätzung des Wertes geben.
Kannst mich gerne über ernst.christian@asyx.at anschreiben.

Viele Grüße,
Ernst-Christian
 
Hallo JuliaMaria!
Die Montierung "Ib" gab es meines Wissens erst in den 1960ern. Dieses Aufbau ist meiner Meinung nach nicht aus den 1950ern. Aber hier im Forum gibt es Leute mit alten Zeiss-Katalogen, die wissen das genauer...
Dein Opa hatte auch gerätebautechnisch echt was drauf, denn die Zeiss-Gerätschaften sind modifiziert worden, und das sieht sehr professionell aus:
- Säule: Die Säule im Originalzustand hätte diesen Aufbau nicht schwingungsfrei getragen, denn die war ein ziemlicher Wackelkandidat. Dein Opa hat den Säulenfuß elastisch auf den Boden gedrückt und die viel zu dünne Säule durch etwas geeignetes ersetzt.
- Die "Ib" aus der ersten Serie (erkennbar an der runden Stundenmotor-Abdeckung) hatte ein Stahlguss-Gehäuse und war deutlich schwerer (und präziser gefertigt) als die spätere Serie. (Nur) sie hätte den schweren Mensica plus das 80/1200 gut getragen. Beachte die biegsame Welle am DE-Feintrieb und die Kette am Stunden-Feintrieb; das ist beides Eigenbau.
Bei der alten "Ib" konnte man auch die dicke, äußere Gegengewichtsachse teleskopartig verschieben und so den Aufbau in Stunde (ohne zusätzliches Gegengewicht) austarieren - auch ein Grund, warum das nur mit der alten "Ib" so gebaut werden konnte.
- Die Halterungen für die Astrokamera und den 80/1200 auf der Gegengewichtsseite waren selbst gebaut. Ohne Fräsmaschine ging das nicht.
- Die Taukappe des Meniscas ist Eigenbau.
Alles zusammen eine sehr überlegte Zusammenstellung und auch im Stil des Selberbaus typisch für die frühen 1960er. Am besten alles so erhalten und benutzen. ;)
(Man kann die alte "Ib" behutsam modernisieren, indem man Schrittmotore für beide Achsen montiert. Die 60 Jahre alte "Ib" wird so GoTo-fähig, ohne etwas irreversibel zu ändern.)

Beste Grüße,
Niko
 
Hallo in die Runde,

Niko, das sehe ich auch so, eine sehr schöne, überlegte Zusammenstellung, kombiniert mit wirklich professionellen Adaptionen.
Toll und ideal wäre wenn die Sternwarte noch vorhanden ist oder ein fixer Aufstellungsort zur Verfügung steht, dann würde ich in jedem Fall empfehlen das gesamte Set so weiter zu betreiben und das Sternenlicht durch diese Zeissfernrohre genießen. Wenn man es aber ständig Auf und Abbauen muss, dann werden irgendwann regelmäßige Beobachtungsnächte eine Herausforderung darstellen.

Viele Grüße,
Ernst-Christian
 
Es die Sternwarte noch, die wurde aber verkauft vor vielen Jahren und wird als Schuppen verwendet vom aktuellen Besitzer. Ja mein Opa war auch hauptberuflich ein Tüftler bzw lange als Wissenschafter in den Askania Werken Berlin tätig.
Ad Optiken: ich hab die jetzt mal vom Lastenregal geholt und mit Lampe durchgeleuchtet wobei mir eine Art Belag/Muster aufgefallen ist. Bei einem lies es sich allerdings auch wegwischen, kann trotzdem sein dass es sich im Innern noch fortsetzt- Siehe Anhang. Die Frage aller Fragen lohnt sich eine Reinigung, ist es überhaupt machbar und wenn ja gibt es Adressen an die man sich wenden könnte?
 

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Hi,

Nur kurz: NICHT auf den Linsen wischen! Die Reinigung muss sehr vorsichtig erfolgen, sonst zerkratzt Du die schönen Opiken.

CS.Oli
 
Hallo in die Runde,

Wichtig ist bitte, dass keine Reinigung passiert, das könnte die Optiken leider wirklich zerstören.

Des weiteren ist es genau so wie ich hier schon oftmals erwähnte, man muss die Optiken unbedingt Vorort begutachten, um eine ehrliche und seriöse Werteinschätzung treffen zu können, alles andere sehe ich wirklich nicht als seriös an.
Oftmals werden nämlich so dem Verkäufer Preisvorstellungen suggeriert, die auch der gern gesehene Zeiss Sammler nicht bereit ist zu bezahlen, aber somit einen enttäuschen Verkäufer zurücklässt und genau das soll eben nicht der Fall sein.

Viele Grüße,
Ernst-Christian
 
Hallo nochmals in die Runde,

Also ich konnte mir jetzt die Bilder der Optiken ansehen, ich würde die Teleskope so gut es geht professionell reinigen lassen und
behalten, wenn möglich einen fixen Aufstellungsort suchen und durchsehen.
Von Sammlerwerten und den genannten Summen brauchen wir hier glaub ich nicht mehr ansatzweise weiterdiskutieren, wir reden hier von Restaurationsobjekten.
Trotzdem kann es viel Freude machen durch diese Gerätschaften durchzusehen, wenn eine Reinigung einigermaßen erfolgreich durchgeführt wurde und ein
entsprechender Aufstellungsplatz gefunden wird.

Viele Grüße,
Ernst-Christian
 
Hallo in die Runde,

Also mein Sternfreund und Optikexperte Howdii, sowie meine Wenigkeit durften die Optiken nun vor Ort begutachten.

Der Meniscas zeigt leider einen sehr starken Pilzbefall auf der Meniskuslinse, ich würde hier trotz des starken Pilzbefalls eine Reinigung empfehlen und versuchen das Fernrohr so gut es geht wieder einsatzfähig zu machen. Der Spiegel vom Meniscas scheint nicht so stark wie die Meniscaslinse betroffen zu sein. Der Sucher vom Meniscas ist leider so stark betroffen, dass er quasi blind ist und ausgetauscht werden muss. Das nicht originale Prisma und das 50mm Okular sind leider auch vom Pilzbefall nicht verschont geblieben, hier würde ich das nicht originale Prisma durch einen Zeiss Okularrevolver ersetzen und den Ankauf eines neuwertigen 40mm Okular empfehlen.
Beim AS80/1200 sieht man beim Objektiv einen ganz leichten Anflug von Fungus, aber das Objektiv ist vor allem verstaubt, der originale Sucher ist leider nicht mehr vorhanden. Hier empfiehlt sich natürlich auch eine Reinigung, damit nichts schlimmeres passiert und das Teleskop noch verwendbar bleibt, generell würde ich aber den Zustand zwar nicht als "Sammlerzustand", aber doch als gut beschreiben. Das angeschraubte Prisma ist auch hier nicht original von Zeiss.
Das alte Bino und das bricht mir als Zeissliebhaber fast das Herz, ist samt den beiden 40mm Okularen leider komplett verpilzt und blind. Der Pilzbefall hat so gewütet, das kaum eine Durchsicht mehr möglich ist, das ist leider sehr, sehr schade und muss als "Glasschrott" bezeichnet werden. Das Sonnenprisma ist leider ebenso vom Pilzbefall betroffen, hier könnte aber eine Reinigung wenn sie zeitnah passiert noch ein wenig hilfreich sein.
Das vorhandene Orthookularset in den Brennweite von 25, 16, 12,5, 10 und 6mm ist in einem Zustand wo eine Reinigung ebenfalls ganz dringend notwendig ist, aber diese Okulare können mMn durchaus gerettet werden, es gilt wieder, sofern eine Reinigung zeitnah passiert.
Die 1b Montierung konnte nur von etwas Abstand aus betrachtet werden, Funktionalität konnte hier nicht überprüft werden, macht aber auf der doch mächtigen Säule einen schönen soliden Eindruck. Die Montierung wurde insofern modifiziert, dass über einen Kettenantrieb, ein Teilkreis angetrieben wird.
Die bekannte Zeiss Astrokamera 56/250 macht einen sehr schönen Eindruck, hier sollte das Objektiv natürlich ebenfalls gereinigt werden und könnte auch als Gegengewicht dienen.
Wenn man die Teleskope mobil betreiben muss / möchte, dann würde ich die einzelne Verwendung der Fernrohre mit einem Baader Holzstativ empfehlen, da diese Säule bei dem Gewicht schlichtweg nicht transportabel ist. :)
Die mMn schönste Kombination wäre der Meniscas 150 gepaart betrieben mit einem C80/500 als Widefieldgerät.

Abschließend galt unsere Empfehlung dem Equipment nach dem langem Tiefschlaf und einer gründlichen Reinigung wieder möglichst viel Sternlicht zu gönnen.

Viele Grüße,
Ernst-Christian
 
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Hallo,
das ist ja jammerschade, daß einige Sachen so starken Pilzbefall haben. Wegschmeißen würde ich das aber nicht. Auch Optiken kann man wieder herstellen. Es hat dann zwar nicht mehr die ursprüngliche Zeissqualität (wahrscheinlich würde polieren nicht reichen, man müsste mit Schleifmittel ran, bei Planflächen ist das nicht so einfach), schade wäre es um die Sachen aber trotzdem.
C.S. Frank
 
Hallo Frank,

Ja schade ist das allemal, aber nein weggeschmissen wird sicher nichts, wichtig wäre, dass zeitnah eine Reinigung in Erwägung gezogen wird, damit die guten Teile noch verwendbar bleiben. Das alte Bino hätte mich persönlich interessiert, aber in dem Zustand ist es mMn sehr schwierig, ich habe bereits so ein altes Bino und leider hat auch dieses der Glaspilz heimgesucht, am ehesten könnte man versuchen mit viel Aufwand aus beiden Binos ein brauchbares zu zaubern. An die ursprüngliche Zeissqualität kommen die Sachen nicht mehr ran, das stimmt. Restaurieren kann man grundsätzlich alles, die Frage ist aber auch welchen Aufwand man letztendlich betreiben möchte. Ich würde nach einer gründlichen, professioneller Reinigung nochmals den Zustand begutachten und die Wiederverwendung der Gerätschaften haben wir ohnehin empfohlen. Sammlerpreise sind in diesem Zustand wohl kaum zu erzielen und mEn auch ein Verkauf aufgrund der emotionalen Bindung gar nicht im Raum steht.
Ein neuer Sucher, ein Okularrevolver und ein Holzstativ werden sich wohl finden lassen und so könnte man die Geräte mMn auch ohne Sternwarte wieder verwenden.
Auch wenn der Meniscas nicht mehr die ursprüngliche Zeiss Qualität erreicht, macht es mit Sicherheit noch viel Freude damit zu beobachten.

Viele Grüße,
Ernst-Christian
 
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Moin, erstmal Danke Ernst-Christian und Howdii für Eure Untersuchung.

Was den Pilzbefall auf dem Meniskus betrifft ... (und überhaupt auch bei den anderen Teilen) - habt Ihr mal Photos? Nach eigenen Erfahrungen mit einem FH Objektiv, das nicht nur völlig verpilzt war, sondern eigentlich wirklich den Status Schrott haben könnte - seht hier Klassiker: Vixen 102M - FH-Refraktor 102/1000mm - wird die Nummer mit dem Pilz gerne mal überbewertet. Denn d i e s Objektiv hier war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in einem weit grausameren Zustand als die Meniskuslinse. Und nun: in einer "Blindverkostung" wunderten sich Beobachter über dies Objektiv. Denn das was hinte "raus kam" (Sonne - Granulation, Strukturen, Lichtbrücken in Flecken, Umbra/Penumbra ... Fackelgebiete ...) unterschied sich - bis auf etwas Streulicht -nicht wirklich von einem 100%tigen Vixen FH. An das FH-Objektiv im Dreckszustand kommt vielleicht noch das komplett verpilze Bino ran - aber auch da (das müsste man sehen) würde ich die Hoffnung nicht aufgeben.

Deswegen empfehle ich mal blind: alles soweit zu reinigen wie möglich und dann im Einsatz mal mit Beobachtern auch eine "Blindverkostung" zu machen. Ich möchte fast wetten: wenn das nicht ausgepuffte Optikprofis sind bzw. lange erfahrene Aktive, die genau wissen, wo sie hingucken müssen, um Optikfehler zu finden, da wird nichts bemerkt.

Denn dieses kleine Observatorium hat es - da pflichte ich Dir vollkommen bei - verdient, wieder viel Sternenlicht zu sehen. Denn d a s sind noch Geräte, die so etwas wie einen "Spirit" haben - Charakter ... im Gegensatz zu all den Massenteleskopen bis hin zum Apo chinesischer Provenienz: die sind zwar z.T sehr gut, haben aber keine "Seele".

Sagt ein Oldie(-liebhaber) wie ich ;-)

Grüßles Hannes
 
Servus Hannes,

Ja, wir sehen das auch so, die Sachen gehören gereinigt und das würde ich unbedingt zeitnah empfehlen, danach können sie dann wieder zur Beobachtung genutzt werden. Sammlerwerte zu erzielen wird zwar schwierig, aber darum geht es auch gar nicht, es geht viel mehr darum, dass sie eben wieder verwendet werden.
Der Meniscas 150 gilt ja als eines der aufwendigst produzierten Amateurteleskope überhaupt und hat es sich mit Sicherheit verdient wieder Sternenlicht zu bekommen.
Wichtig ist auch, dass man eine mobile Verwendung ermöglicht, da es die Sternwarte nicht mehr gibt und die Säule permanent aufgestellt werden müsste.
(Die ist nämlich richtig schwer).
Beim alten Bino, kann ich nur sagen, es sieht leider aus wie meines und da hat eine weitere Verwendung keinen Sinn mehr ergeben, obwohl ich es bei einem Optikspezialisten zur Reinigung hatte, es lacht jetzt halt aus dem Astroglasschrank raus. :)
Howdii wird wohl die Sachen zur Reinigung bekommen, dann können wir hier auch (nach Rücksprache mit den Besitzern versteht sich) weitere Bilder davon posten.

Viele Grüße,
Ernst-Christian
 
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Noch etwas zur Info, da es mir wichtig ist, das immer alles sehr fair abläuft und auch die Besitzer nicht über den Tisch gezogen werden.
Die Begutachtung war kostenlos, Howdii ist dafür fast 500km weit gefahren, findet man jetzt auch nicht alltäglich. :)
Falls die Familie den Verkauf des AS80 und des alten verpilzten Binos mit den verpilzten Kellner Okularen doch in Betracht ziehen sollte, habe ich mein Interesse dafür bekundet.
Mein Angebot war ein neuer Zeiss Sucher, ein Okularrevolver, ein Baader Stativ mit 1B Adaption, ein 40mm Zeiss M44 Okular und ein Eudiaskopisches Okularset (das verwende ich selbst an solchen Geräten) plus €2000. Ich denke allerdings, wie schon zuvor erwähnt, dass alles so wie es ist im Besitz der Familie bleiben wird.
Eine weitere Überlegung könnte bei regelmäßiger Verwendung der Gerätschaften auch sein, eine modernere Montierung anzuschaffen, aber die alte 1b mit Säule selbstverständlich zu behalten.

Viele Grüße,
Ernst-Christian
 
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Danke für Dein Engagement, wer ist Howdii? Die Frage ist, lohnt sich das wirtschaftlich noch. Ein Profi wird sicher einen Stundensatz von mindestens 70, 80 Euro nehmen. Linsen aus- und einbauen, Reinigungsmaßnahmen, mechanische Sanierung, usw. Da kommen schnell etliche Stunden = Euros zusammen. Angesichts dessen, dass hier seit Monaten ein gut aussehender 180er Meniscas von einem Händler wie Sauerbier angeboten wird, schwierig. Dazu kommt noch, wer holt sich schon gerne solche Pilzmutterschiffe ins Haus, die dann möglicherweise andere, saubere Optiken kontaminieren; ich würde es nicht tun. Wie Du schon geschrieben hast, ist das Glas verloren, wenn der Pilz zu lange gewirkt hat, also wird es für die Zeiss Qualität nach der Restaurierung sowie nicht mehr reichen, also was soll eine Restaurierung bringen?

Meiner Meinung nach kommt hier nur ein positiv Verrückter für die Übernahme in Frage, der die Arbeiten selber machen kann und will, mit dem Risiko, dass am Ende nichts Brauchbares herauskommt.

Wenn die Familie das Geraffel In Memoriam behalten will, würde ich gar nichts machen und es so lassen.

Viele Grüße
Andreas
 
Servus Andreas,

Howdii ist ein Sternfreund von mir und Optikexperte aus Österreich/Mistelbach. (mystarrynights.at, astroshop.at)
Er hat viele meiner Optiken gereinigt und getestet und ich schätze ihn in höchsten Maße. Wenn ich eine Expertise benötige ist er mein erster
Ansprechpartner und er hat ein unglaublich gutes Angebot für die Reinigung unterbreitet, er ist eben einer von diesen Positiven die du ansprichst, der solche Arbeiten aus Leidenschaft durchführt. Anders ist sowas nicht möglich, wenn man es in Zeiss Hände gibt, dann kostet das eine andere Nummer und wie du schreibst zahlt sich das dann nicht mehr aus.
Ich würde die Sachen in jedem Fall reinigen lassen, denn sonst ist es irgendwann wirklich Altmetall und das wäre mit Sicherheit auch nicht im Sinne des "Großvaters".
Ich habe schon das Gefühl vermittelt bekommen, dass die Familie das Teleskop gerne wieder in Betrieb nehmen möchte und wer weiß vielleicht wächst ja eine neue
Amateurastronomin heran. In jedem Fall würde ich es wie schon erwähnt mit einer modernen Montierung und dem nötigen Zubehör betreiben.

Kurz etwas bezüglich Zeiss Optiken:
Gefühlsmäßig gibt es mMn seit geraumer Zeit mehr Angebot am Markt als Nachfrage, ausgenommen sind APQ Optiken. Es vergeht fast keine Woche wo mir im Sammlerkreis nicht Optiken von Zeiss angeboten werden, aber 90% davon brauch ich nicht mehr und die anderen 10% sind mir zu teuer, weil eben APQs. ;)

Beste Grüße
Ernst-Christian
 
Ich war ja länger weg hier...was wurde aus der Geschichte ? Sind die Sachen in der Familie geblieben und evtl. schon zumindest teilgereinigt worden ? Beides wäre ja schön. Der Howdii hätte es bestimmt hinbekommen...wäre wohl aber auch ein ganz ordentliches "Projekt" :unsure:

Schön, dass ihr euch da so engagiert habt und die Familie fair beraten habt :y::y::y:
 
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