Das Wetter kam nicht zu früh...

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OliverWieland

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... für mich, denn die letzten Tage hätte mich die Grippe nicht rausgelassen.
So ließ ich meinen 200/1200er Dobson den ganzen Abend auskühlen, um gegen 22:15 Uhr noch einmal auf die Terrasse zu gehen.
Angefangen habe ich ganz klassisch mit den Plejaden, die im 30mm-2"-Okular auch meinen Schwiegervater und meine Frau sichtlich beeindruckt haben. Ein Schwenk auf h und chi, die ich übrigens mit bloßem Auge wahrnehmen konnte, sorgte ebenfalls für Staunen, sowohl bei mir als auch bei der Familie.
Als nächstes kam der Orionnebel dran. In einer solchen Pracht habe ich den noch nie gesehen! Um das glasklare Trapez herum ein traumhafter blaugrauer Schimmer, ich meine auch ein paar grünliche Schlieren gesehen zu haben.
M1 war mein nächstes Ziel. Interessanter Nebel, aber nicht so eindrucksvoll, wie ich erwartet habe. So gings weiter zu M35. Eine wahre Sternenpracht um ein helles Zentralgestirn empfing mich hier. Noch ein kurzer Schwenk auf M36 zeigte auch hier wieder, dass offene Sternhaufen - anders als ich erwartet hatte - einen ganz besonderen Reiz haben.
Die Vernunft (ich nehm immer noch Antibiotika) ließ mich dann gegen 23:20 Uhr zusammenpacken. Zum Glück hab ich nochmal übers Dach geblickt. Naja, ok, nochmal ein Blick auf Saturn...
Ich hätt mir in den Hintern gebissen, wenn ich das nicht noch gemacht hätte! In einer solchen Schärfe und Klarheit hab ich ihn in meinem 1-monatigen Spechtelleben noch nicht gesehen! Die Cassini-Teilung, die mir bisher immer verborgen blieb, war da, als wäre ich bisher blind gewesen. Auf dem Planeten waren Wolkenbänder zu erkennen. Ich konnte fast meinen Blick nicht mehr abwenden, und wenn ich nicht schon angefangen hätte zu zittern, würde ich das jetzt nicht schreiben sondern immer noch gebannt auf das wundervolle Scheibchen blicken!

Oli
 
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