Dauerausseneinsatz Sternwarte Feuchtigkeit

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Astro Steve

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Hallo an alle Sternwartenbesitzer,

Es kommt nun der erste Winter bzw Wetter Umschwung für meine Sternwarte also die erste Erfahrung wo das Equipment ständig im freien ist.
Nun schlägt das Wetter um, das habe ich gestern deutlich gemerkt als ich meine Aufnahmesession abbrechen musste weil alles tropfnass war.
So sieht es jetzt den ganzen Tag bei uns aus man sieht nur Nebel ich wohne am Land alles ist nass.
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Und so sieht mein Newton gerade innen aus seht euch mal den Spiegel an
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SO jetzt bin ich ja nicht der einzige der eine Sternwarte hat oder sein Equipment dauerhaft draussen aufgestellt hat.
So habe ich mir das nicht vorgestellt mein Newtonspiegel sieht aktuell seit gestern so aus wie auf dem Bild dass ich eben gemacht habe er taut nicht mehr ab. Alles ist feucht da wird bald alles schön rosten und auch PC usw im [zensiert] sein.
Sinn der Sternwarte war auch über diese Jahreszeit alles draußen lassen zu können?

Wie macht ihr das? Danke und LG Steve
 
Hallo Steve,
daß letztlich die Feuchtigkeit am problematischsten ist,
hast Du schon gemerkt. Aber das ist recht einfach in den
Griff zu bekommen. Die Feuchtigkeit, die sich auf den
Sachen bildet, ist stets kondensierende Luftfeuchtigkeit.
Vor Allem wenn es wärmer wird, aber die Geräte noch kalt
von der Nacht sind, kondensiert die Feuchtigkeit an
den kalten Flächen. Dies zu verhindern gibt es mehrere
Möglichkeiten. Erstens, kann man dafür sorgen, daß kein
größerer Temperaturunterschied besteht. An Flächen, die etwas
wärmer sind als die Luft, wird es keinen Taubeschlag geben.
Das praktizieren wir ja so in der Nacht, mit Tauschutzmaßnahmen.
Wir beheizen die Geräte, oder beheizen den ganzen Raum.
Das kostet aber Energie.
Die zweite Möglichkeit wäre, die Temperaturen durch gutes Lüften
schnell anzupassen. Auch dann gibt es keinen, oder zumindest
deutlich weniger Taubeschlag.
Die dritte Möglichkeit - und das ist auch meine Empfehlung-
ist, stets gut zu lüften, z.B. mit einem Ventilator, der über ein
Solarpanel selbstständig lüftet, und alle tauempfindlichen
Teile abzudecken. Dann spielt es auch keine Rolle,
wie wirksam das Lüften tatsächlich ist, denn bei sehr großen Temperaturunterschieden (drin viel kälter als draußen)
bringt Lüften zunächst sogar mehr Feuchtigkeit in den Raum.
Abdecken mit Folie plus Tuch. Die Folie hält Kondesat fern,
das Tuch (z.B. Frottee-Handtuch) saugt die Tröpfchen auf,
und gibt die Feuchtigkeit später wegen der großen Oberfläche
sehr schnell wieder ab. Tuch allein wirkt auch schon sehr gut.
Elektrische, oder chemische Trockner im Raum sind
mehr oder weniger nutzlos, kosten nur Geld.
Okulare, Kameras usw. würde ich trotzdem immer mit ins
Warme nehmen, und erst nach Aufwärmen und Trocknen
in den Aufbewahrungsbehälter geben.

Letztendlich kannst Du gegen die Feuchtigkeit selbst nichts
unternehmen, aber Du kannst Dich mit ihr arrangieren.

CS

Dietmar
 
Hallo!
Ich selbst habe (noch) keine fixe Sternwarte, aber ein Kollege hat einen elektrischen Luftentfeuchter mit Hygrometersteuerung installiert.
Der Entfeuchter steht direkt am Teleskop, das nochmal abgedeckt ist. Wird die Feuchtigkeit zu hoch schaltet sich das Gerät ein und zieht die Feuchtigkeit aus der Luft.

Vielleicht nicht die preiswerteste Lösung - er meinte mal die Stromkosten pro Jahr liegen dafür bei rund 200 Euro da das Gerät doch nicht so wenig Stromverbrauch hat, aber er ist total zufrieden und in der Warte ist es immer trocken und das Teleskop in perfektem Zustand.

Nur mal als Anregung, die dir vielleicht weiterhilft,
Mario
 
Hi,

1. einen Lüfter hinten ins Rohr, nach außen abgedichtet, sodaß die Luft durchs Rohr muß
2. Heizband um den Tubus hinten auf Höhe des Hauptpiegels
3. Spiegelheizung auf die Rückseite des Fangspiegels bappen
4. Heizband um das Guiderrohr, vorne auf Höhe der Linse
5. Heizband um das Sucherrohr, vorne auf Höhe der Linse
6. Taukappe auf Newton, Sucher und Guider, L=2*D
7. Heizungsteuergerät mit 4 Anschlüssen beschaffen nicht vergessen ;)

Das Equipment betaut trotzdem, ABER nur außen! Nicht innen und nicht auf der Optik.
Ich hab schon mit tropfendem Equipment draußen gestanden und fotografiert, außen liefen die Tropfen ab, innen alles trocken.
Achso, es geht darum, die Materialtemperatur 1..2° über dem Taupunkt zu halten, das genügt!! Mehr sorgt dann irgendwann für Luftbewegung (Schlierenbildung), die man auch nicht will.

Microfaserhandtücher eignen sich zum Abtrocknen hervorragend. Sehr saugfähig die Dinger. Mein Kram kommt nach der Session wieder ins Warme - ich bin mobil - deiner verbleibt in der Kälte. Trocknen (Handtuch, notfalls Fön), abdecken (einhüllen, atmungsaktiv! Mikrofaser ist hier auch hervorragend geeignet), Heizung anlassen (es sind kaum 20W nötig, das speist du locker aus einem Pufferakku, der tagsüber solar wieder aufgeladen wird. Waaas?! Du hast noch keine Solarzellen auffe Sternehütte?! :oops: Wenn der bis abends nicht wieder voll ist, gibts notfalls ja immer noch Netzstrom;))

Gruß und CS!
Okke
 
Hallo,

außer auf den Gegengewichten und (ein wenig) auf der Betonsäule hat sich bei geschlossenem Dach bei mir noch nie dauerhaft Feuchtigkeit niedergeschlagen. Klar, nach einer Beobachtungsphase, bei der die Ausrüstung ordentlich auskühlt, ist auf fast allen Oberflächen Wasser zu finden; dank der konstruktionsbedingt guten Durchlüftung der Hütte verschwindet das aber wieder, bevor es Schaden anrichten kann.
Bei unserem als Lagerraum und Werkstatt dienenden Gartenhaus genügt ein Abluftloch mit durchgehend laufendem 120-mm-Lüfter (12V, aber mit 5 Volt betrieben) und ein Zuluftloch, um alles (sogar Pappkästen) trocken zu halten.

Viele Grüße

Markus

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Hallo,

ach wie niedlich, in Bayern fällt auch ein klein wenig Tau. Komm doch mal in den Norden, dann bekommst du bei der Menge Tau gleich einen Nervenzusammenbruch. ;)

Mal im Ernst. Hier im Norden ist außer in den Sommernächten das Material ganz schnell triefnass oder mit Reif überzogen. Da hilft es nur konsequent Wärmeverluste zu beschränken. Mit etwas Glück läuft das Teleskop dann die ganze Nacht der Umgebungstemperatur hinterher. Mal ein Beispiel. Mein C8 lieferte ohne Taukappe nur ca. fünf Minuten brauchbare Bilder, dann war die Korrekturplatte zugesifft. Die angeschaffte Taukappe aus Hartplastik schaffte es die Platte ca. eine Stunde taufrei zu halten. Nach einer Dämmung mit dünnem Styropor konnte die ganze Nacht ohne Probleme Beobachtet werden.
Ummantele mal deinen Newton mit dünnem Styropor und bastele dir eine leichte Tubusverlängerung und ich wette dein Tauproblem hat sich weitestgehend erledigt. Für die Okulare wirst Du aber wohl nicht um Heizbänder herumkommen. Im Netz gibt es Bauanleitungen aus Widerstandsdraht. Das ist günstig, schnell und sehr flexibel. 2W sollten eigentlich ausreichen um die Augenlinsen von 2" Okularen und notfalls auch Suchern frei zu halten. Falls du ein Steuergerät verwenden möchtest kann ich dir nur einen Blick in die Bucht empfehlen, denn Chinamann bietet da die passende Elektronik für irgendwas um zwei Euro an.
Der Vorschlag mit der Kiste für den PC war übrigens durchaus ernst gemeint. Die Kiste hat nicht nur den Vorteil eines kleinen Luftvolumens beim Lagern des Rechners, sie bietet durch die Andeckung nach oben auch eine Veränderung des Strahlungsfeldes. Der Rechner und Bildschirm verlieren nicht so viel Wärme nach oben und werden dadurch auch seltener betaut.


MfG

Rainmaker
 
Hi, also Innen ist bei mir minimal Feuchtigkeit. Habe aber alles mit alten Leintuecher auch zugedeckt. Aber soviel bei Steve hatte ich noch nie. Ist ja alles klatsch nass :-/
 

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Hallo, Rainmaker,

ich habe es so verstanden, daß es Steve nicht um den Tau während der Beobachtung geht, sondern darum, daß sich sozusagen außerhalb der Betriebszeiten in der Sternwarte zu viel Feuchtigkeit ansammelt.

Viele Grüße

Markus
 
Hallo nochmal an alle und erstmal ein großes Dankeschön für die zahlreichen Antworten!!

Zuvor bin ich natürlich mit derartigen Problemen nicht konfrontiert worden, da ich mein Equipment natürlich nicht dauernd draußen hatte und es auch nur bei gutem Wetter aufgebaut hatte...

Es ist interessant wie unterschiedlich doch die Meinungen auseinander gehen.
Wie Markus oben geschrieben hat.... mir geht es eigentlich schon um beides. Aber natürlich überwiegend schon darum, dass ich ruhig schlafen kann wenn mal ein paar Wochen schlechtes feuchtes kaltes Wetter ist und ich weiß mein Equipment ist da draußen.

Früher hatte ich halt mein Equipment rausgestellt und gewartet bis der Spiegel quasi "abgetaut" ist, aber jetzt gehe ich raus und der Spiegel ist mit Tröpfchen übersäht....

Ich habe eben mit zwei Leuten aus der Volkssternwarte Regensburg telefoniert, die bei uns im Wald auch noch eine Außenstelle haben mit einem 40er Newton und weiteren Teleskopen und das hat mich doch deutlich beruhigt!!!
Die haben (außer in der großen Volkssternwarte) selbige Probleme aber sie meinten dass das erstens relativ normal ist und das Equipment steht dort schon seit Jahren teilweise nur mit Plane abgedeckt am Standort und es ist bisher noch nichts kaputt gegangen. Mir wurde lediglich wie hier im Forum auch schon erwähnt geraten, PC gegen einen Laptop auszutauschen und auch zu einer Taukappe geraten aber vor allen Dingen auch mitgeteilt, dass ich mir die Wunschvorstellung eben aus den Kopf schlagen soll, man könnte (auch wenn der Himmel mit bloßem Auge ganz gut aussieht) bei solchen Bedingungen brauchbare Fotos machen...
Da war ich wohl etwas übereifrig. Von Isolierungen der Hütte wurde mir eher abgeraten, da sie ja nicht beheizt ist - mögliche Schimmelbildung.

Dennoch möchte ich, dass wenn die Sternwarte geschlossen ist, es hier zumindest relativ trocken drin ist. In meinem großen Gartenhaus ist es eigentlich schon trocken. Bei der Sternwarte sind halt die Schlitze offen wo das Dach ja benötigt um weggeschoben werden zu können. Beim vorherigen Tel. Gespräch wurde mir aber geraten die Schlitze offen zu lassen damit es durchzirkulieren kann....

Schon irre, es sollte eigentlich nur um "Astronomie" gehen, stattdessen kommen nun sämtliche andere Probleme mit dazu. Je intensiver man das Hobby betreibt desto mehr unvorhergesehene Dinge kommen wohl mit sich ….
 
Hi, also Innen ist bei mir minimal Feuchtigkeit. Habe aber alles mit alten Leintuecher auch zugedeckt. Aber soviel bei Steve hatte ich noch nie. Ist ja alles klatsch nass :-/
Kannst du mir näher erläutern was du hier alles für Heizmanschetten wo angebracht hast und wie du diese einsetzt?
Gibt es damit keine Probleme beim Fotografieren? Und die Leintuecher welchen Zweck erfüllen diese?
Danke
 
Hi ,
Das sind heizbare Taukappen , und dazu habe noch ein Regler womit ich die Temperatur einstellen kann . Hinten am HS habe ich auch immer Kappen drauf, damit da kein Licht durch die HS Zelle reinkommt . Fotografisch gibt es damit gar keine Probleme. Ich habe meine Geraete immer wenn die Sternwarte zu ist mit Leintuecher eingepackt , damit keine Feuchtigkeit sich auf die Tuben niederlassen kann.
Gruss
Claude
 
Ich hab mal eine Frage zur Belüftung der Sternwarte. Ich plane eine zweigeteilte Sternwarte, quasi ein Teleskopraum und ein Nebenraum mit PC. Ich würde gerne einen Lüfter anbringen der ständig die Luft in der Stewa bewegt. Lässt man den Lüfter nach draußen blasen oder bläst man die Luft nach innen?
 
Ich hab mal eine Frage zur Belüftung der Sternwarte. Ich plane eine zweigeteilte Sternwarte, quasi ein Teleskopraum und ein Nebenraum mit PC. Ich würde gerne einen Lüfter anbringen der ständig die Luft in der Stewa bewegt. Lässt man den Lüfter nach draußen blasen oder bläst man die Luft nach innen?
Nach aussen da du sonst ja nur feuchte luft reinsaugst. Prinzip im grunde wie bei einer dunstabzugshaube oder wc lüftung wohnraumabluft... Gibt es auch mit feuchtigkeitssensoren
 
Wenn ich die Luft nach aussen blase, saugt es aber doch anderweitig trotzdem feuchte Luft nach innen. Irgendwo muss es ja herkommen. Und zugleich könnte man die Gerätschaften kühlen, wenns nach innen bläst? Wo hab ich da nen Denkfehler?

Ich hätt schon einen Lüfter mit "Dimmer" für 230V/ max 20Watt hier liegen. Aber bei 12V fühl ich mich deutlich wohler.
 
Zuletzt bearbeitet:
Inwiefern das aber was bringt oder du dir nur mehr feuchtigkeit reinholst ist für mich fraglich. Ich habe ja mit einigen Leuten aus der Volkssternwarte telefoniert und mir wurde gesagt es reichen meine zwei schlitze völlig aus und ich soll diese auch nicht zumachen.
 
die beiden Schlitze wollte ich mit so nem Bürstenband oder wie man da sagt ein wenig abdichten, bilde mir ein das würde gegen Getier helfen. Wobei Viecherzeug ja überall durchkommt und durch die Bürsten wieder weniger zirkulieren kann.
 
Selbiges hatte ich auch vor. Zu mir haben sie gesagt ich soll es so lassen da es natürlich zirkuliert. Ich tel heute abend eh noch mal mit dem vorstand weil ich mich über isolierung beheizung des teleskopes beraten lassen will. Mal sehen ob es noch neue Erkenntnisse gibt. Natürlich sagt jeder was anderes allerdings betreiben diese seit jahren eine Aussenstelle bei uns im Wald und haben da wohl auch ihre Erfahrungen gemacht. Man muss wohl auch für sich selbst alles ausprobieren ich lasse es jetzt erst mal so und beobachte das mal über einen winter. Vom isolieren wurde mir aber definitiv abgeraten bei unbeheizten räumen da es sonst zu Schimmelbildung kommen kann
 
Ja habs oben gelesen, wohne nur 15 min von Regensburg entfernt. Bin aber bei der Sternwarte in Dieterskirchen vertreten. Die Aussenstelle der Regensburger habe ich leider noch nicht besichtigt. Wäre aber schonmal interessant.
 
Die ist bei uns in Höhenberg und im grunde wohl auch nur holzhütten, sie meinten es ist normal und er möchte gar nicht wissen wie der spiegel des 40er gerade aussiehst und dass noch nie irgendwas gerostet oder kaputt gegangen ist.
 
"Vigo79":

Ich zitiere mal meinen Beitrag von weiter oben: "Bei unserem als Lagerraum und Werkstatt dienenden Gartenhaus genügt ein Abluftloch mit durchgehend laufendem 120-mm-Lüfter (12V, aber mit 5 Volt betrieben) und ein Zuluftloch, um alles (sogar Pappkästen) trocken zu halten."
 
Bei mir beschlägt nur die Schmidtplatte, hab jetzt eine Heizmanschette angebracht,funzt einwandfrei .

Ansonsten wenn die Hütte zu ist beschlägt gar nichts, erst wenn ich das Dach wegrolle,durch den Temperaturausgleich
oder es fällt so ein leichter Nebel runter, aber die Schmidtplatte bleibt jetzt frei und kann werkeln....
 
Hallo!
Meine Eigenbau-Holzkuppel ist den traditionellen Zeiss-Kuppeln nachempfunden. Der Laufkranz ist mit Stehblech und Blechkragen gegen Dreck und Schnee (gegen Regen sowieso) abgedichtet, lässt aber gut Luft durch.
Dazu kommt, dass Kuppel und Wände (OSB-Platten) Feuchtigkeit etwas puffern können.
Bei Wechsel von Frost auf feuchtes Winterwetter beschlägt alles, aber es trocknet auch schnell wieder. Bei kräftigem Wind zieht es sogar ein wenig in der geschlossenen Kuppel. Dreck kommt nicht rein, nur wenigs Staub (Blütenpollen!).

Das Stehblech. So sah es im Bau aus:
Stehlblech.jpg

Das Blech (Außenseite) und die Dachfläche wurden später schwarz grundiert und mit Resitrix beklebt. Auf die Bahn innerhalb des Stehblechs kam der Laufkranz für die Kuppel .

Auf diesem Foto ist die Dachverblechung drauf und das Holz grundiert, aber noch keine Dachbahn drauf.
Kuppel-Baustelle.jpg


Zum Schluss sieht es so aus:
Man ahnt, dass außen, unter dem grauen Resitrix, unten am Kuppelrand ein Blechrand steckt. Der greift über das Stehblech.
Die Dichtung des Kuppelspaltes ist genau so: Labyrinth aus Blech. Komplett regendicht selbst bei Sturm.

Kuppel-fertig_2.jpg

Eine Kuppel lässt in taufeuchten Beobachtungsnächten auch weniger Feuchtigkeit auf Teleskop und Beobachter niedergehen. [gilt nicht für feucht-fröhliche Beobachtungen]

Soweit mein Senf dazu...

Beste Grüße,
Niko
 
Hallo Niko danke für den Beitrag. Ich habe mich bewusst jedoch gegen eine Kuppel entschieden da man sie bei Fotografienächten ständig nachdrehen muss. Das mit der Feuchtigkeit kann ich mir natürlich gut vorstellen.
 
Hallo lordermark,
das Nachdrehen kann zum Problem werden. Bei mir ist ein 12"er drin, der Kuppelspalt ist 80cm brutto, da muss man echt dran denken, nach 20min weiterzudrehen. Lässt sich automatisieren. Wenn man das kaufen muss, wird es teuer.
Das lokale Seeing, vor allem bei Wärmequellen (Rechner...) im Raum, ist bei Kuppeln schlechter. Aber sie schützen gegen Streulicht....
Es ist und bleibt Geschmackssache!
Gruß Niko
 
Mal eine Seitenfrage ist das Relativ gesehen ein Spiegelteleskop Problem?
Ich hab mit meinen Linsen bisher keine Probleme gehabt mit Tau und Einfluss aufs Foto.
Außen schon aber das ist ja logisch.
 
Hallo Sebastian,
Ein Newton-Hauptspiegel im Volltubus wird kaum beschlagen - bei der Taukappe... ;)
Vertragen müssen Astro-Optiken den Tau schon, ist ja unvermeidlich. Nur muss die Optik schnell trocknen können.
Wenn so viel Tau fiel, dass ich draußen auf dem Acker Angst um meine Technik hatte, habe ich abgebrochen. In der Kuppel ist mir das aber noch nie passiert. :cool:

Gruß Niko
 
Hallo Sebastian,
ich bin über Dein Problem gestolpert.
Ich habe auch eine Sternwarte mit Schiebedach und bei Unterschreitung des Taupunktes gibt`s auch Probleme mit starker Kondensatbildung an den Geräten.
Mein Tipp bei autom. Fotobetrieb. FS- Heizung (geregelt), DSLR mit Wetter-Schutzbeutel abdecken. Auch PC oder Notebook. Aber ! Temperaturstau beachten! Alles was eine Ent-/Belüftung braucht auch lüften lassen.
Nach Beendigung nichts unter einer Folie lassen sonder nur mit einem trockenen Frottee Bettlaken abdecken. So wird der Tau auf den Geräten und vom Teleskop aufgenommen. ! Es darf auch kein
Objektivdeckel aufs Teleskop! Spiegelteleskop nicht stehend lagern! Kondensat kann sich im Spiegel als kleiner See sammeln (ist schon vorgekommen). Wenn am nächsten Tag trotzdem alles feucht bleibt, sollte man die Hütte belüften und das Bettlaken entfernen. Bleibt es aber am nächsten Tag feucht und kalt, sodass sich die Geräte und der Innenraum sich nicht über den Taupunkt erwärmen können, muss man nachhelfen und die Sternwarte etwas beheizen. Die Idee mit einem Luftentfeuchter ist nicht gut. Bei Tem. unter ca. 8°C funktioniert auch kein Luftentfeuchter mehr.
Wenn erst der Winter und die Frosttage (tassüber Minusgrade) kommen, wird es sein, dass die Geräte in Deiner Warte nach eine "Fotosession" mit Raureif überzogen sind. Auch dann hilft nur noch Bettlaken darüber (Saugfunktion) und die Bude über 0°C bringen. Vorsicht mit einem PC in der Warte. Lieber ein Notebook verwenden.
Viel Erfolg beim Kampf gegen Tau und Reif!
Schönen Gruß
Wolfi
 
Servus Steve!
Sorry, hatte den Text darüber noch auf`n Schirm.
Eins habe ich noch vergessen. Wenn der Holzboden gut hiterlüftet ist, kann noch
ein Teppichboden verlegt werden. Er dient dann als Feuchtigkeitspuffer und
auch als Aufprallschutz.
CS
Wolfi
 
......ein Teppichboden verlegt werden.
Er dient dann als Feuchtigkeitspuffer.........
.......und manchmal auch als Biotop..........

Gerade die Fähigkeit Feuchtigkeit aufzunehmen führt
sehr oft zum Problem, dass trotz Hinterlüftung usw.
Mikroorganismen den Teppich als Habitat entdecken.

Die Folge ist dann ein muffiger Geruch, und -wenn’s hart kommt-
ein prächtiger Schimmelbefall. Gerade in der kalten und dunklen
Jahreszeit hat ein Teppich kaum eine Chance, die Feuchtigkeit
wieder abzugeben.

Ich kenne nur sehr wenige Außenanlagen und unbeheizte
Hütten, bei welchen das mit einem Teppich gut ging.

Meine Meinung:
Feuchtigkeit in einer Sternwarte muss nicht gepufftert,
sondern möglichst vermieden, und wenn nicht vermeidbar,
konsequent entfernt werden.

Ein fußwarmer und stehkomfortabler Boden in der Sternwarte
ist bestimmt etwas sehr angenehmes. Doch da sehe ich eher
Gummimatten aus dem Werkstattzubehör oder hoch resistente
Vinylbeläge. Zum Beispiel.
Ein Teppich käme bei mir nicht in Frage.

CS

Dietmar
 
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